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"Die außergewöhnlichen Reisen von Ella Maillart": Ankunft in Gilgit mit Peter-Fleming (r.) 1935

Film

Die außergewöhnlichen Reisen von Ella Maillart

Die 1903 in Genf geborene Ella Maillart führte ein ungewöhnliches Leben. Sie war eine große Reisende. Angst kannte sie keine. Ihre Reisen führten sie durch entlegene, unbekannte Gebiete.

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Dank ihrer sportlichen, forschenden und abenteuerlustigen Art konnte sie sich als Fotografin, Journalistin und Schriftstellerin verwirklichen. Der Dokumentarfilm von Raphael Blanc begibt sich auf die Fährte dieser außergewöhnlichen Schweizer Reiseautorin.

Ella Maillart gehörte zu den größten Reisenden des 20. Jahrhunderts. Anstatt die Schule abzuschließen und ein "geordnetes Leben" zu beginnen, wie es sich für eine Tochter aus privilegiertem Haus gehört hätte, brach sie mit den Konventionen ihrer Herkunft. Schon als Kind war sie eine großartige Sportlerin. Segeln war eine ihrer großen Leidenschaften. 1924 nahm sie als Seglerin an den Olympische Spielen teil. Sie fuhr in der Landeselite Ski und gründete den ersten Damen-Landhockeyklub in der Romandie. Ab 1930 unternahm sie große Reisen. Über Moskau reiste sie nach Kirgisistan. Diese Reiserouten waren sehr beschwerlich und gefährlich. Doch Angst kannte Ella Maillart nicht.

Im Auftrag der Pariser Zeitung "Le Petit Parisien" reiste sie 1934 in die Mandschurei und unternahm anschließend mit dem "Times"-Reporter Peter Fleming eine Reise durch die entlegensten Gebiete Chinas mit dem Ziel Kaschmir. Im Gebiet herrschte Krieg, die 8000 Kilometer lange Route führte über versengte Hochebenen und verschneite Pässe bis nach Kaschmir.

Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg unternahm Ella Maillart mit Annemarie Schwarzenbach eine Autoreise nach Afghanistan. Eine Sensation zu jener Zeit. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges befand sich Maillart in Indien und beschloss, dort auf das Ende des Krieges zu warten. Die Fotos und Filmaufnahmen von ihren Reisen haben heute einen unschätzbaren historischen Wert. Aus ihren verschiedenen Expeditionen durch die ganze Welt schöpfte sie die Inspiration, um ihre Reiseberichte und Romane zu schreiben.

1946 ließ sie sich in Chandolin ein Chalet erbauen. Hier in der Abgeschlossenheit der Berge fühlte sie sich wohl. Immer wieder unterbrach sie ihre schriftstellerische Arbeit, um nach Indien zurückzukehren oder als Reiseleiterin zu arbeiten. Ella Maillart starb 1997, am Ende eines ausgefüllten Lebens.

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