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Helmut Berger, meine Mutter und ich

Film

Helmut Berger, meine Mutter und ich

Was macht eigentlich Helmut Berger - laut "Vogue" einst der schönste Mann der Welt? Diese Frage stellt sich eine resolute Dame aus Niedersachsen und reaktiviert die Diva aus Österreich.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018
Datum:

Nach dem Tod seiner Förderers und Liebhabers Lucino Visconti 1976 bürgte der Name Berger für Skandale, Drogen- und Alkoholexzesse. Endstation war 2013 das "Dschungelcamp". Doch wie der Zufall will, eröffnet sich für den Österreicher nun doch noch eine Art Happy End.

Die gute Fee des Herrn Berger lebt in Nordsehl in Niedersachsen und ist die Mutter der Filmemacherin Valesca Peters. Als Filmfreak und einstige Bewunderin des Schauspielers lädt die Hannoveranerin den alten Mann in ihr Reethaus auf dem Dorf ein. Sie hält ihn so gut es geht vom Alkohol fern und lässt ihn medizinisch betreuen - von der Fußpflege bis zur Psychotherapie. Sie nimmt ihn in ihre Familie auf und gibt der kapriziösen Diva für eine Zeit Halt und Orientierung. Bergers Genesung geht Hand in Hand mit dem Filmporträt über ihn, für das ihn Valesca Peters mit der Kamera begleitet.

Als "schönster Mann der Welt" war er der erste Pin-up-Boy in einer Zeit, als Männer das noch nicht sein durften: Helmut Berger stand für Eleganz, Nonchalance und Dekadenz. Doch offenbar kann der Ex-Star auch anders sein: In der warmherzigen Atmosphäre der Familie fühlt Berger sich sichtlich wohl und öffnet sich. Er erzählt von seiner Herkunft aus dem Salzkammergut und seinem Leben auf Ischia.

Und auch wenn das schöne Idyll am Ende im Streit zerbricht, Helmut Berger ist im öffentlichen Leben zurück und bekommt 2018 ein Engagement an der Freien Volksbühne in Berlin. Noch einmal "all lights on me", wie er zufrieden kommentiert. Mit Mitte siebzig steht der einstige Filmstar erstmals auf einer Theaterbühne. Sein Ruf von damals hatte ihn für die Rolle empfohlen. Unter der Regie von Albert Serra spielt der Österreicher einen dekadenten französischen Baron zur Zeit von Ludwig XIV. Seine Mission: die Libertinage im protestantischen Preußen hoffähig zu machen.

Valesca Peters verschränkt in ihrem Dokumentarfilm die Ebenen aus Star-Allüren, Kult- und Kunstfigur und wirklichem Leben. Sie begleitet ihren launischen Protagonisten sowohl zur Pediküre in Nordsehl als auch beim Besuch der Fotoausstellung in der Helmut-Newton-Stiftung in Berlin, in dem auch Fotos von alten Bekannten Bergers wie Elizabeth Taylor oder Bianca Jagger ausgestellt sind.

Valesca Peters wird 1982 in Hannover geboren und zieht nach dem Abitur nach Berlin. Sie absolviert zunächst eine Ausbildung zur Film- und Video-Editorin. Anschließend studiert sie von 2008 bis 2013 Montage an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Das Studium erlaubt es ihr, sich in verschiedensten Montageformen auszuprobieren: Spielfilm, Dokumentarfilm und Videoinstallation. Zurzeit arbeitet sie freiberuflich als Editorin in Berlin. "Helmut Berger, meine Mutter und ich" ist ihr Langfilmdebüt als Regisseurin.

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