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Frank Zappa

Film

Eat that question

Frank Zappa (1940-1993) war Komponist, Musiker, Bandleader, Produzent, Nonkonformist und Autodidakt. Eine temporeiche Hommage über 30 Jahre Zappa als Musiker im Betrieb des US-Entertainment.

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Das Ergebnis ist ein vielschichtiges Porträt eines der größten Musiktalente des 20. Jahrhunderts. Zappas exzentrische, unverblümte, bisweilen unverhohlen satirische Werke reflektieren die Weltgeschichte von fast vier Jahrzehnten.

Mit scheinbarer Leichtigkeit riss Frank Zappa die Mauern sämtlicher musikalischer Genres ein, bewegte sich ganz selbstverständlich zwischen "Unterhaltender" und "Ernster" Musik. Er machte Pop, Jazz oder Rock, elektronische und Neue Musik, sogar große Orchesterwerke komponierte er.

Viele Jahrzehnte lang war er die gleichermaßen brillante wie kompromisslose Kritiker-Stimme der Musikbranche. Er verband beißenden Humor mit politischem Scharfblick. Hinter seiner manchmal grenzwertigen Menschenverachtung verbargen sich große Hochachtung vor den kulturellen Errungenschaften menschlicher Zivilisation und der unerschütterliche Glauben an die Ideale von Meinungsfreiheit und Demokratie. In Wirklichkeit war Frank Zappa nicht nur das "Enfant terrible", als dass man ihn sehen wollte, sondern ein sanftmütiger und besonnener Geist. Er war ein revolutionärer Denker, der die Grenzen der Musik sprengte, aber auch zutiefst konservativ in seinen Werten, Patriot und im Glauben an die Institution Familie.

Indem der Film seltene TV-Interviews mit zahlreichen Auftritten überall auf der Welt gegenüberstellt, ergründet er Frank Zappas unkonventionellen und respektlosen Umgang mit den Medien, sein unbändiges Streben nach Erkenntnis, seinen Hang zur charismatischen und bisweilen arrogant wirkenden Selbstinszenierung ohne Rücksicht auf Konventionen.

Zappa, der sich seit Beginn seiner musikalischen Karriere mit der Presse anlegte und sie gegen sich aufbrachte, nutzte mehr als andere Musiker jede Gelegenheit, die Medien und ihre Mechanismen bloßzustellen - oder selbst für sich zu nutzen. Er verstand es, seine Themen zu platzieren. Seine bitteren Bemerkungen über Staat und Religion, Musikindustrie und Jugendkultur hinterlassen ein bewegendes, soziopolitisches Bild seiner Zeit.

Das Bildmaterial mit Zappas Auftritten, lange in den Archiven in Vergessenheit geraten und von Thorsten Schütte in jahrelanger Beschäftigung wieder hervorgeholt, verweist auf die großen Stationen einer einzigartigen Karriere.

Obwohl Zappa 1993 mit gerade einmal 53 Jahren an Prostatakrebs starb, sind seine Haltung und Vorstellungen ebenso wie seine Musik noch immer lebendig. Sein Lebensziel - die Zuhörer aus der Massenkonformität befreien - ist aktueller denn je.

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