Nahaufnahme älterer Frau mit trübem Auge

Film

Die Aufseherin

Der Dokumentarfilm "Die Aufseherin" erforscht die Hintergründe der Geschichte von Johanna Langefeld, Oberaufseherin der größten Konzentrationslager für Frauen in Ravensbrück und Auschwitz.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Mithilfe von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen nähern sich die beiden Dokumentarfilmer aus Deutschland und Polen, Gerburg Rohde-Dahl und Wladek Jurkow, einer hochrangigen Nazi-Täterin, die gleichzeitig das Leben einzelner Gefangenen gerettet hat.

Johanna Langefeld entzog sich in Krakau ihrem Prozess gegen Naziverbrecher, indem sie am 23. Dezember 1946 mithilfe ihrer ehemaligen Gefangenen aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau flüchtete. Danach hielt sie sich elf Jahre lang in Polen versteckt. Sie lebte bis 1974 unbehelligt in Bayern. Ein rätselhafter und irritierender Vorgang, der jahrzehntelang geheim gehalten wurde, um sowohl die ehemalige SS-Oberaufseherin wie auch ihre ehemaligen polnischen Gefangenen vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen.

Die Filmemacher sprachen mit polnischen Überlebenden aus dem KZ Ravensbrück. Unter den mörderischen Bedingungen von Folter und Tod erschien vielen von ihnen Johanna Langefeld als ein noch menschlicher Charakter. Zeugenaussagen in früheren Prozessen bestätigen, dass Johanna Langefeld keine Sadistin war. Andere Dokumente bezeugen jedoch: Sie war eine überzeugte Nationalsozialistin und Antisemitin. Sie ordnete harte Strafen an und führte die Selektionen in die Gaskammern von Ravensbrück und Auschwitz durch.

Der Dokumentarfilm "Die Aufseherin" erweitert den Blick auf die deutsch-polnische Geschichte aus beiden Perspektiven.

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