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Film

Ab 18! - Anja und Serjoscha

Anja und Serjoscha, 18 und 19 Jahre alt, sind enge Freunde. Sie leben in Mariupol, einer Industriestadt im Südosten der Ukraine. Sie sind voller Fantasie. Aber bietet die Stadt ihnen eine Zukunft?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 29.10.2019

Sie träumen von Selbstverwirklichung, machen bunte Performances gegen Sexismus und wollen so versuchen, die Gesellschaft zu verändern. Das Leben ist ernst, aber sie begegnen ihm mit spielerischer Leichtigkeit.

Serjoscha studiert und lebt noch bei seiner Mutter. Anja hat die Schule abgebrochen, sucht einen Job und wohnt mit ihrem Freund Dima, 21, zusammen. Anja hat leuchtend orange Haare und ein schallendes Lachen. Am liebsten zeichnet sie, aber dafür bleibt ihr wenig Zeit. Serjoscha trägt Tunnels und Piercings. Sie fallen auf. Anja stellt die Frage, ob sie zusammen wegziehen sollen. Was hält Serjoscha in dieser Stadt zurück, die so nahe der Kriegsfront ist?

Der Film zeigt Momentaufnahmen aus dem Leben junger Menschen, die danach suchen, wer sie sein wollen und wie sie leben möchten. Sie bewegen sich zwischen Autonomie und Unsicherheit, Aufbegehren und Melancholie. Sie stecken voller Fantasie und Willenskraft. "Anja und Serjoscha" ist die Zustandsbeschreibung eines Aufbruchs.

"Als wir Anja und Serjoscha kennenlernten, haben sie uns gleich mit ihrem offenen und fröhlichen Wesen bezaubert", schreibt die Autorin Ivette Löcker über ihre Protagonisten: "Wir waren von ihrem Witz und ihrem Mut eingenommen, mit dem sie mit ihren radikalen Ideen gegen die gesellschaftlichen Konventionen aufbegehren. Hinter ihrem selbstbestimmten Auftreten zeigten sie uns aber auch ihre sanften und verletzlichen Seiten. Die Ereignisse der letzten Jahre sind nicht spurlos an den Heranwachsenden vorübergegangen. Sie haben an den Rändern des Krieges existentielle Erfahrungen gesammelt, die sie ganz offensichtlich mit einem illusionslosen Blick auf die Zustände der Welt schauen lassen."

"Es war mir wichtig, das Lebensgefühl dieser jungen Menschen in den Mittelpunkt des Films zu stellen. Anja und Serjoscha suchen danach, wer sie sein wollen und sein können. Sie weigern sich, so wie alle zu sein und bestehen auf ihrem humorvollen, bunten, anarchischen Zugang zum Leben, in dem Ironie und Ernsthaftigkeit, Lebensfreude und Melancholie sich stets die Waage halten. Anja und Serjoscha sind Seelenverwandte, Vertraute, die sich in Halbsätzen verstehen. Sie geben sich gegenseitig Halt. Anjas Freund Dima, mit dem sie seit ein paar Monaten zusammen ist, verkörpert das Element der Vernunft und will doch den beiden zugehörig sein. Die Widersprüche in ihren Beziehungen lassen sich – noch – nicht auflösen, genauso wenig wie die Frage, ob sie in Mariupol bleiben oder aus ihrer Heimatstadt weggehen sollen."

Seelenverwandte, Vertraute, die sich in Halbsätzen verstehen. Sie geben sich gegenseitig Halt. Anjas Freund Dima, mit dem sie seit ein paar Monaten zusammen ist, verkörpert das Element der Vernunft und will doch den beiden zugehörig sein. Die Widersprüche in ihren Beziehungen lassen sich – noch – nicht auflösen, genauso wenig wie die Frage, ob sie in Mariupol bleiben oder aus ihrer Heimatstadt weggehen sollen."


Zur Person: Ivette Löcker

Ivette Löcker ist in Bregenz in Österreich geboren und hat in Wien unter anderem Slawistik studiert. Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Berlin. Als Regisseurin zeichnet sie eine ausgeprägte dokumentarische Handschrift aus, wozu auch die Zusammenarbeit mit Kameramann Frank Amann beiträgt. Bei der Recherche und der Realisierung von "Anja und Serjoscha" wurde Löcker von der ukrainischen Journalistin Inga Pylypchuk unterstützt.

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