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Film

Ab 18! - Luisa

In nur fünf Monaten wird die Geografie-Studentin Luisa Neubauer zur "deutschen Greta". 2019 etabliert sie sich zur Ikone von "Fridays for Future" und scheint dafür wie geschaffen zu sein.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2020
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 01.11.2021

Sie ist talentiert, telegen, polarisierend, unterhaltsam und auch ambivalent. Charismatisch und wissenschaftlich versiert, sitzt Luisa Neubauer unversehens in fast allen Talkshows. Regisseurin Romy Steyer hat den Anfang von Luisas Geschichte mit der Kamera begleitet.

Luisa trifft die großen Namen der Politik, zuerst Altmaier, dann Macron. Nach einem Jahr Aktivismus bietet ihr Siemens einen Aufsichtratsposten an. Instinktsicher lehnt die Leitfigur einer ganzen Generation ab - und auch dafür bekommt sie Beifall. Ihre Integrität als Galionsfigur der Klimabewegung kann sie stets bewahren. Sie weicht geschickt politischen Fallstricken und nicht zuletzt interner Konkurrenz aus.

In einer Langzeitbeobachtung gelingt Romy Steyer das ungewöhnliche Porträt einer öffentlichen Person, die bereits zu Beginn der Bewegung aus ihrer Clique heraussticht.

Romy Steyer, 1982 in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt geboren, studierte Dokumentarfilm-Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg und arbeitet als Regisseurin sowie als Editorin. Für ZDF/Das kleine Fernsehspiel realisierte sie zuletzt als Regisseurin "Biete.Suche" über Partnersuche auf Onlineplattformen.

Unterwegs mit Frau Neubauer

Interview mit Romy Steyer über " Luisa"

Wie sind Sie auf Luisa Neubauer gestoßen? 

Als ich im Dezember 2018 von Gretas Aufruf zum "Schulstreik fürs Klima" hörte, wollte ich einen Film über fünf junge Menschen auf fünf Kontinenten machen, die sich ihr anschließen. Ich sprach mit Aktivisten in Pakistan, Italien, Australien, Uganda, Schweden und den USA. Um jemanden zu finden, der die deutsche Bewegung anführt, ging ich mit meinem Team zum ersten Großstreik in Berlin. Dort fiel mir Luisa auf, so dass wir uns von Anfang an auf sie konzentriert haben. 

Wann war ihnen klar, dass sie die Hauptfigur ihres Filmes werden sollte?

Nach dem zweiten Drehtag mit Luisa und Louis dachten wir, dass ihre Geschichte auch alleine tragen kann.

Wie wurden sie als Filmemacherin innerhalb der FFF-Community aufgenommen?

Wir begleiten Louis und Luisa seit Januar 2019 und haben an ihrer Seite erlebt, wie die Bewegung Woche für Woche immer größer wurde. Dadurch haben wir viele der anderen Organisatoren kennen gelernt, was uns Zutritt und Vertrauen verschafft hat. 

Durften sie alles filmen oder gab es Bestimmungen und Absprachen? Und wenn ja, welche?

Von Luisa aus durften wir alles filmen, außer Menschen, die nicht gefilmt werden wollen. Einschränkungen gab es durch Politiker, die uns bei ihren Gesprächen mit "Frau Neubauer" nicht dabei haben wollten. Die größte Herausforderung war allerdings die fehlende Finanzierung. Dieser Film wäre nicht entstanden ohne ein Team, das über ein Jahr mit mir gedreht hat,  ohne zu wissen, ob und wie ihre Arbeit und ihr Equipment bezahlt wird.

Was verändert Corona im Leben ihrer Protagonistin?

Durch die akute Existenzangst aufgrund der Corona-Pandemie ist Klimaschutz medial und politisch weniger "en vogue" als 2019.  Fridays-for-Future verlagerten ihre Streiks von der Straße ins Netz und gingen dort unter. Mit der Aufmerksamkeit verschwand auch ihr Druck auf die Politiker. Da Großstreiks in den nächsten Monaten nur eingeschränkt stattfinden können, müssen Luisa und ihre Mitstreiter nun andere Strategien finden, um gehört zu werden.

(Interview: Nicole Baum)

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