Die Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Sie können der Verwendung von Cookies widersprechen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Mann mit wilder Föhnfrisur richtet eine Waffe in Richtung des Betrachters.

Film

Tödliches Comeback

Es könnte alles so schön sein: Statt mit musikalischen Einlagen durch Altenheime zu tingeln, schwebt Kleinganove Roy Singer die Wiederbelebung seiner alten Combo vor.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018
Datum:

Sie  können durchgehend vom 23. November, 20.00 Uhr, bis zum 29. November, 14.00 Uhr, im Internet unter www.3sat.de wählen oder telefonisch Ihren Lieblingsfilm wählen.
Für "Tödliches Comeback" lautet die Telefonnummer 0137 4141 - 08.

Bei einer großen Comeback-Show würden Plattenvertrag und Anstellung auf einem Kreuzfahrt-Liner winken. Da hätte sich das Face-Lifting endlich gelohnt.

Doch dafür muss erstmal die alte Truppe zusammenkommen. Frontmann und Sänger der Band war Roys Sohn Bruno. Damals zarte acht Jahre alt – heute zwar 20 Jahre älter, aber immer noch wohnhaft bei Mutti. Und außerdem Polizist mit Ambitionen. Da kann er die Anwesenheit seines Vaters gar nicht gebrauchen, der ihn immer mehr in seine kriminellen Machenschaften verstrickt.

Außerdem will Bruno das Herz seiner Kollegin Kyra Sperling für sich gewinnen. Mit Vater und Kompagnon Siggi zu Hause droht Brunos Leben völlig aus den Fugen zu geraten – und als es plötzlich nicht mehr nur um Bagatellen, sondern um Mord geht, sieht es zunehmend duster aus für Bruno.

Doch Kyra hat ein Faible für Popstars und -sternchen. Kann Bruno unverhofft von seinem verschütteten Showtalent profitieren und gleichzeitig seine Karriere retten?

Fragen an Regisseurin Hermine Huntgeburth

"Tödliches Comeback" ist eine Kombination aus Kriminalgeschichte und Musikkomödie. Worin bestand für Sie die besondere Herausforderung?

Die Komödie stand eindeutig im Vordergrund. Dabei ging es mir um eine große Fallhöhe. Das seriöse, ordnungshütende Prinzip, für das Bruno steht, wird kontrastiert durch Chaos, Willkür und eine sehr freie Auslegung von Recht und Ordnung – in Gestalt von Roy. Der Vater dreht sich die Wahrheit einfach so wie er will. Der Sohn wiederum ist durch die Erfahrung mit diesem Vater moralisch extrem gefestigt. Das sind alles sehr feine und wichtige Punkte, um eine gute Komödie zu machen.

Was war Ihnen bei der Inszenierung besonders wichtig – was trägt den Film?

Die Konstellation der Schauspieler. Es gab mit dem Drehbuch eine hervorragende Vorlage und ich habe von der Besetzung her einen Gegensatz gesucht, der so groß wie möglich sein sollte. Denn es ist Teil der Komik, dass Gegensätze aufeinanderprallen. Ich glaube, dass Martin Brambach und Ben Münchow eine kongeniale Verbindung haben. Genauso habe ich darauf geachtet, dass sich die Figuren Siggi und Roy im Prinzip sehr unterscheiden aber eben auch ergänzen. Siggi ist jemand, der auf Roy aufpasst, und Roy ist eben unberechenbar in seiner Emotion. Ich finde, dass die Konstellation der Schauspieler besonders gelungen ist.

Welche Rolle spielt die Melancholie der Figuren für Ihren Film?

Es ist eine Komödie und keine Comedy. Das ist der große Unterschied. In der Komödie ist natürlich viel mehr Menschlichkeit drin. Es geht um Verlierer, die man ins Herz geschlossen hat. Es geht nicht nur um äußerliche Gags, sondern auch um Dinge, die einen menschlich berühren. Jack Lemmon ist ein gutes Beispiel dafür: Er ist einerseits komisch, zum anderen hat er großes Sentiment. Genau das habe ich versucht, in meinen Figuren zu finden.

Wie nähern sich die Figuren einander an?

Sie kennen sich ja eigentlich gar nicht, nur aus der Vergangenheit. Weil sie eine Krise miteinander durchleben, nähern sie sich einander an. Mir lag daran, die Figuren in die Extreme zu treiben – und dass man es schafft, bei aller Schrägheit glaubwürdige Figuren zu erzählen. Dafür ist das richtige Timing von zentraler Bedeutung. Das kann nicht jeder Schauspieler. Man muss die Pointen richtig setzen und es muss auch von innen kommen. Martin Brambach und Ben Münchow haben diese schwere Aufgabe hervorragend gelöst.

Welche Rolle spielt die Musik?

Die Musik verkörpert die Leidenschaft und zugleich die Kraft der Kunst. So kann sich beispielsweise Bruno über die Musik wieder der Welt öffnen. Die Songs, die wir verwendet haben, waren schon relativ früh da. Die haben schon im Drehbuch gestanden. „Father and Son“ hat natürlich sehr viel mit dem zentralen Thema des Films zu tun. Für uns ist es wichtig, dass die Musik nicht nur untermalt, sondern als zusätzliches Element, als eigener Charakter, die Bilder und den Film erweitert und vergrößert. Und das ist dem Komponisten Biber Gullatz und seinem Kollegen Andreas Schäfer sehr gut gelungen.

Besetzung und Stab


Bruno Singer: Ben Münchow
Roy Singer: Martin Brambach
Kyra Sperling: Elisa Schlott
Siggi Troja: Matthias Bundschuh
Inga Schallström: Jeanette Hain

Musik: Biber Gullatz und Andreas Schäfer
Kamera: Alexander Fischerkoesen
Buch: Volker Einrauch und Lothar Kurzawa
Regie: Hermine Huntgeburth

Meine Merkliste

Alle Inhalte auf Ihrer Merkliste sind noch mindestens 3 Tage verfügbar.

Sie haben derzeit keine Videos in Ihrer Merkliste

Sie können ein Video der Merkliste hinzufügen, indem Sie das "+" am Teaser oder Beitrag anwählen.

Live

Statische Headline

1h 7min