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Der Kommissar, eine Gruppe von Ermittlern und Polizisten, von vorne gesehen, schauen alle in eine Richtung.

Film

Tatort: Murot und das Murmeltier

Morgens um 7.30 Uhr klingelt das Telefon von LKA-Ermittler Felix Murot. Seine Assistentin Magda Wächter teilt ihm mit, dass es eine Geiselnahme in einer Bank gibt und er sofort kommen muss.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018
Datum:

"Wer überfällt denn heute noch eine Bank?", murmelt Murot. "Wahrscheinlich wieder ein verzweifelter Amateur." Wächter soll schon mal alles vorbereiten. Es ist ja Routine. Murot fährt zum Tatort, legt sich eine Schutzweste an und begibt sich in die Bank.

Dort will er den Geiselnehmer zur Aufgabe zu überreden. Dank gelernter Polizeipsychologie kann er den Geiselnehmer überzeugen, sich zu stellen. Doch im letzten Moment geht irgendetwas schief. Murot wird erschossen - und wacht schweißgebadet zu Hause wieder auf. Sein Telefon klingelt. Es ist Wächter. Sie ruft ihn zu einem bewaffneten Banküberfall mit Geiselnahme. Ein Routinefall - so scheint es. Murot fürchtet um seinen Verstand ...

Ausgezeichnet mit dem Filmkunstpreis

Beim "Festival des deutschen Films" in Ludwigshafen ist "Tatort: Murot und das Murmeltier" Anfang September 2018 mit dem Filmkunstpreis ausgezeichnet worden.
Laut Jury lobe der Film "in überzeugender und raffinierter Weise die Zeitschleife, in der das Überangebot der Krimi-Produktion des Fernsehens steckt. Fantasiereich und klug inszeniert, dramaturgisch raffiniert, voller Witz und Abwechslung und immer wieder überraschend führt Dietrich Brüggemann seinen großartigen Hauptdarsteller Ulrich Tukur durch die Turbulenzen des Wahnsinns zu einem glücklichen Ausgang."

Drei Fragen an Regisseur Dietrich Brüggemann

Zwölf Mal lassen Sie Ulrich Tukur in "Murot und das Murmeltier" ein und denselben Tag durchleben – nur Klamauk oder auch ein Sinnbild für den deutschen Krimi?
Als Filmemacher schaut man sich viele Demobänder von Schauspielern an, und man sieht immer dasselbe: Verhöre, Kommissare, Geständnisse. Es ist immer dasselbe, und es ist niederschmetternd. Die Idee, genau diesen Krimi- Overkill dahin zurückzutragen, wo er herkommt, lag wirklich sehr nahe. Ich sehe den Film aber nicht nur als Meta-Krimi, sondern auch als einen ganz normalen Tatort, denn es gehört ja zu den Qualitäten der Marke, dass vom ganz normalen Leben in Deutschland erzählt wird. Und das sieht eben meistens genau so aus: Man steht jeden Morgen auf, fährt um dieselbe Zeit an denselben Ort, trinkt mit denselben Kollegen denselben Kaffee und führt dieselben Gespräche. Von diesem Zustand und von der Frage, ob man aus dieser Schleife aussteigen oder gar den Sinn darin finden kann, handelt der Film. Und ein riesengroßer Klamauk ist es natürlich obendrein.

Beim Hessischen Filmpreis haben Sie ein regelrechtes Loblied auf Ulrich Tukur gesungen, jetzt darf er in einer regelrechten Paraderolle alle seine Facetten im "Murmeltier" zeigen. Was fasziniert Sie am Schauspieler Tukur, was am Menschen?
Da mache ich es mir einfach und zitiere unseren eigenen Liedtext:

Wenn man von Ulrich Tukur spricht Kann man das nur als Gedicht Und wenn man Ulrich Tukur sieht Springt man auf und singt ein Lied!

Mein Leben hat erst dann ‘nen Sinn Wenn ich Ulrich Tukur bin Dann wär ich elegant und fein Ich möchte Ulrich Tukur sein!

Doch ich bin ich, und er ist er: Er ist der Ehrenpreisträger Der niemals seinen Text vergisst Weil er Ulrich Tukur ist!

Ulrich Tukur heißt der Mann Der manches weiß und vieles kann Um den die ganze Welt sich reißt Weil er Ulrich Tukur heißt!


"Murot und das Murmeltier" ist nicht ihr erster Kontakt mit dem Genre, bereits 2017 lief ihr kammerspielartiger Stuttgart-Tatort "Stau". Was reizt Sie an dem Format? Gibt es Pläne für einen dritten "Brüggemann-Tatort"?
Ich wurde zweimal gefragt, habe zweimal nicht nein gesagt und hatte zweimal enormen Spaß. Es geht erfreulich schnell, man hat große Freiheiten und ein garantiertes Millionenpublikum.

Jetzt drehen wir gerade einen Kinofilm, aber wenn der Tatort ein drittes Mal anklopfen sollte, bin ich gern wieder dabei. Genauer gesagt hat er schon angeklopft, mit dem SWR entwickeln wir wieder was, und falls wir jetzt mit "Murot und das Murmeltier" beim Publikum punkten können, komme ich ja vielleicht auch mit Kommissar Tukur zur erneuten Ehre.

Besetzung und Stab

Darsteller:

Kommissar Felix: Murot Ulrich Tukur
Magda Wächter: Barbara Philipp
Stefan Gieseking: Christian Ehrich
Nadja Eschenbach: Nadine Dubois
Polizist Dreher: Tom Lass

Musik: Dietrich Brüggemann
Kamera:
Alex Sass
Buch:
Dietrich Brüggemann
Regie: Dietrich Brüggemann

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