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Eine Frau und ein Mann stehen an einer Wand in einem fensterlosen Raum, sie schauen beunruhigt, eine Waffe wird auf sie gerichtet.

Film

Tatort: Friss oder stirb

Eine Wirtschaftsprofessorin wird erstochen aufgefunden. Lackspuren des Fluchtautos führen Flückiger und Ritschard zur Villa von Anton Seematter, dem vermögenden CEO von Swisscoal. Es kommt zu einer Geiselnahme ...

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Am frühen Morgen werden Liz Ritschard und Reto Flückiger an einen Tatort gerufen. Die Tote war Wirtschaftsprofessorin und wurde mit einer Schere erstochen. Ein Schaden an einem vor dem Haus parkierten Auto könnte vom Fluchtwagen des Täters stammen. Corinna Haas nimmt Lackproben.

Ungefähr zur gleichen Zeit überquert der deutsche arbeitslose Mike Liebknecht die Schweizer Grenze. Im Handschuhfach hat er eine Pistole versteckt. Wenige Stunden später ist Liebknecht in die luxuriöse Villa von Swisscoal-CEO Anton Seematter eingedrungen. Er nimmt dessen Tochter Leonie und Ehefrau Sofia Seematter als Geiseln. Ungeduldig wartet er auf den CEO, der bald nach Hause kommen soll.

Unterdessen ergeben die Lackproben des Fluchtwagens, dass er Anton Seematter gehört. Dessen Tochter hat bei der Ermordeten studiert. Des Weiteren entdecken die Ermittler, dass das Tatopfer eine substantielle Spende von Seematter, gegen den Willen der Uni-Leitung, zurückgewiesen hat. Reto und Liz vermuten eine Affäre zwischen dem Swisscoal-CEO und der Professorin. Die Ermittler fahren für eine Befragung zu Seematters Villa. Als sie dort klingeln, werden sie von Liebknecht unter vorgehaltener Waffe gezwungen, die Villa zu betreten.

Fragen an Regisseur Andreas Senn

Es ist Ihre erste Regiearbeit für das Schweizer Fernsehen. Was war Ihnen bei diesem Film wichtig?

Ich mochte die Story: Sie erzählt die Geschichte eines Arbeiters, der sein Recht auf Verlässlichkeit und Sicherheit einfordert, und zwar nicht vom Staat, sondern von seinem Arbeitgeber, der ihn zuvor wegrationalisiert hat. Das ist ein sehr einfacher politischer Ansatz, fast ein bisschen populistisch. Aber dann dreht sich die Geschichte, Gut und Böse verwischen, Humor und Sarkasmus kommen dazu. Es gibt keine Botschaft oder Moral – außer, dass am Ende alle alles verlieren, wenn’s hart auf hart kommt. Mir war wichtig, dass der Film glaubhaft und realistisch startet und durch seine Überhöhung und den Humor etwas Spektakuläres bekommt.

Sie sind in der Schweiz aufgewachsen und leben seit langem in Deutschland. In Ihrer Wahrnehmung: Welche Vorstellungen haben die beiden Länder voneinander?

Naja, da bewegen wir uns natürlich direkt auf das Feld der Klischees zu. Als ich Ende der 80er Jahre nach Deutschland ging, schien mir dort alles direkter, rauer und vor allem viel größer. Aber wie die Schweizer heute über die Deutschen denken und ob man da überhaupt eine generelle Tendenz ausmachen kann, weiß ich wirklich nicht – ausser vielleicht, dass der direkte und persönliche Kontakt diese Klischees immer verwischt. Andersherum weiß ich, dass die Deutschen den Schweizern eine gewisse Gründlichkeit unterstellen und auf jeden Fall fasziniert sind von der Höhe der Schweizer Löhne und Gehälter. Allerdings wissen viele in Deutschland auch nicht, dass in der Schweiz selbst die einfachste Pizza Margherita 25 Franken kostet – und das relativiert auch einiges wieder. Eine Schweizer Eigenheit begeisterte allerdings den deutschen Autor Matthias Tuchmann wirklich nachhaltig: Das Maschinengewehr, das in vielen Schweizer Wohnungen und Häusern im Schrank steht – und dieses Maschinengewehr hat ja dann auch prompt Einzug in unseren Film gehalten.

Besetzung und Stab

Stefan Gubser: Kommissar Reto Flückiger
Delia Mayer: Kommissarin Liz Ritschard
Mišel Matičević: Mike Liebknecht
Roland Koch: Anton Seematter
Katharina von Bock: Sofia Seematter
Cecilia Steiner: Leonie Seematter
Fabienne Hadorn: Corinna Haas
Jean-Pierre Cornu: Eugen Mattmann
Philipp Langenegger: Einsatzleiter

Regie: Andreas Senn
Drehbuch: Jan Cronauer und Matthias Tuchmann
Musik: Fabian Römer
Kamera:
Philipp Sichler
Schnitt: Melanie Margalith

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