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Film

Sterne über uns (6)

Die alleinerziehende Melli und ihr neunjähriger Sohn Ben verlieren unverschuldet ihre Wohnung und finden keine neue. Dabei hat Melli gerade ihren Job als Flugbegleiterin angetreten. Also ziehen sie mit Zelt und Koffer in den Wald.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2020
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 20.02.2021

Sie können durchgehend vom 21. November, 20.00 Uhr, bis zum 27. November, 14.00 Uhr, im Internet unter www.3sat.de/gewinnspiel wählen oder telefonisch Ihren Lieblingsfilm wählen.

Für "Sterne über uns" lautet die Telefonnummer 0137 4141 - 06.

Zum Inhalt:

Melli und Ben kampieren abgelegen von allen Wegen, damit niemand sie entdeckt. Für Ben ist das Leben im Wald zunächst ein echtes Abenteuer, für Melli ist es eine absolute Notlösung. Melli hat die Miete einbehalten, denn die Wände waren feucht und schimmelig. Statt Abhilfe folgt die fristlose Kündigung. In die Obdachlosigkeit gedrängt, zieht die Alleinerziehende mit ihrem neunjährigen Sohn Ben in den Wald. Hier improvisieren sie ein notdürftig eingerichtetes Lager, abgelegen von den Wegen, damit niemand sie entdecken kann.

Für Melli ist das Waldleben nur eine Notlösung, bis sie wieder eine Wohnung gefunden hat. Sie hofft, dass es dank ihrer neuen Stelle als Flugbegleiterin bald wieder bergauf geht. Anders als Melli findet Ben das Waldleben aufregend, die extremen Bedingungen zwingen die beiden noch enger zusammen.

Auf einem Waldweg zieht Melli (Franziska Hartmann) in einer Flugbegleiter Uniform einen großen orangefarbenen Trolley hinter sich her. Neben ihr läuft ihr neunjähriger Sohn Ben (Claudio Magno) und schaut staunend nach oben zu den Baumkronen.
Melli (Franziska Hartmann) hat große Sorge, ihren neunjährigen Sohn Ben (Claudio Magno) zu verlieren.
Quelle: ZDF und Martin Rottenkolber

Doch niemand soll von ihrer Obdachlosigkeit erfahren, da Melli große Sorge hat, dass man ihr ansonsten den Jungen wegnimmt. Mit enormer Kraft strengt sie sich Tag für Tag an, um einen Weg aus ihrer Misere zu finden.

Als ihre Wohnungssuche aussichtslos bleibt, ihr das Jugendamt im Nacken sitzt und ihr Arbeitgeber zusätzlich Druck macht, ist Melli heillos überfordert. Was sie mit aller Gewalt versucht hat, zu verhindern, kann sie nicht länger aufhalten: Zum Wohl ihres Kindes trifft sie eine schwerwiegende Entscheidung.

Statement von Drehbuchautorin und Regisseurin Christina Ebelt

Melli und Ben sitzen im Wald auf einem Baumstamm an einem Bach. Melli trägt Freizeitkleidung und blickt ihren Sohn traurig an, Ben bindet seinen Schuh.
Für Melli ist das Waldleben nur eine Notlösung, während Ben langsam Gefallen daran findet.
Quelle: ZDF und Martin Rottenkolber

"Sterne über uns" erzählt, wie der alltägliche Kampf für etwas Würde, das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn auf die Probe stellt und letztlich – beinahe abrupt – von innen zersetzt. Die Geschichte von Melli und Ben ist eine Art Betrachtungsmodell, ein Beispiel von vielen dafür, wie schnell man vor dem Abgrund stehen kann, wenn nur ein Baustein aus dem sozialen Fundament rausfällt.

Wie schnell stehe ich auf der Straße, wenn ich meinen Job verliere? Welches Netz fängt mich auf, wenn ich meine Miete nicht mehr zahlen kann? Wir erzählen Überforderung auf allen Seiten.

Melli tut mit unbändiger Kraft alles dafür, für sich und ihren Sohn ein neues zu Hause zu finden. Gleichzeitig will sie aber auch geheim halten, wie ernst ihre Lage tatsächlich ist, womit sie ihren Sohn in eine unzumutbare Lage bringt. Die Frage der Verantwortung können wir dabei gar nicht so schnell klären, das wäre zu einfach. Den Behörden mangelt es enorm an Möglichkeiten zur Hilfe, da wird lieber die Zuständigkeit geklärt.

Uns ging es darum, unser Wertesystem zu hinterfragen und eine Geschichte zu erzählen, die uns mit unseren eingeschliffenen Moralvorstellungen konfrontiert und uns zwingt, die eigene Position zu überdenken: Können wir es uns als Gesellschaft leisten, Fragen nach dem Selbstverschulden zu stellen? Wollen wir überhaupt so miteinander umgehen? Die Geschichte ist atemlos und aufwühlend, aber zunächst noch ohne die erwartete Entwicklung.

Die Hauptfigur scheint nicht dazulernen zu wollen. Der Druck von außen steigt und staut sich, doch letztlich zwingt die innere Not die Hauptfigur, genau das zu tun, was sie zuvor mit aller Kraft verhindern wollte. In einem emotionalen Moment transzendiert das Gefühl des konstanten Drucks in eine kathartische, wenn auch tragische Geste der Aufgabe.

Stab und Darsteller:

Melli - Franziska Hartmann
Ben - Claudio Magno
Martin Lauenstein - Kai Ivo Baulitz
Frau Gerster - Nicole Johannhanwahr
Ausbilderin Yvonne - Davina Donaldson

Drehbuch: Christina Ebelt, Franziska Krentzien
Regie: Christina Ebelt

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