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Empfang in der Moschee: Özgür Karadeniz als Hodscha Hadschi Hamid, Samuel Streiff als Konvertit Christof, Fabienne Hadorn als Kirchenpflegerin Wölfli und Dietrich Siegl als Pfarrer Martin.

Film

Amen Saleikum - Fröhliche Weihnachten (1)

Eine Kirche droht Sparmaßnahmen zum Opfer zu fallen. Die Moschee nebenan hingegen soll vergrößert werden. Das führt zu turbulenten Konflikten und einem Culture Clash, wo Pfarrer Martin auf Hodscha Hamid trifft. Gelingt es Pfarrer Martin, die Schließung seiner Kirche zu verhindern?

Produktionsland und -jahr:
Schweiz 2019
Datum:

Zuschauer können durchgehend vom 21. November, 20.00 Uhr, bis zum 27. November, 14.00 Uhr, ihren Lieblingsfilm im Internet unter www.3sat.de/gewinnspiel wählen oder telefonisch abstimmen.

Für "Amen Saleikum - Fröhliche Weihnachten" lautet die Telefonnummer 0137 4141 - 01.

Zum Inhalt:

In Pfarrer Martins Kirche schart sich nur noch eine kleine Gemeinde, während die Hinterhofmoschee nur wenige Schritte weiter immer mehr Zulauf hat.

Als dann auch noch die niederschmetternde Nachricht kommt, dass der Bischof die sanierungsbedürftige Kirche aus Spargründen schließen will, wehrt sich Pfarrer Martin mithilfe von Kirchenpflegerin Regula Wölfli.

Pfarrer Martin ist ein Kämpfer wider Willen. Eigentlich hat er bereits resigniert, als es immer weniger Kirchgänger in seiner Gemeinde gab. Sein Idealismus ist langsam weggefallen. Erst der Konflikt mit der Moschee weckt ihn auf.

Eine Culture-Clash-Komödie

Enttäuscht über die Eskalation um die Moschee im Quartier: Lou Haltinner als Zamira, Özgür Karadeniz als Hodscha Hadschi Hamid.
Lou Haltinner als Zamira, Özgür Karadeniz als Hodscha Hadschi Hamid.
Quelle: SRF/Sava Hlavacek

Erzählt wird eine turbulente Culture-Clash-Komödie, bei der Konflikt und Versöhnung natürlich vorprogrammiert, Toleranz und Verständigung jedoch nicht einfach zu haben sind.

Alle Beteiligten müssen – manchmal auf ausgesprochen bizarre Weise – über ihre Schatten springen.

In den Hauptrollen zu sehen sind der in Zürich aufgewachsene österreichische Schauspieler Dietrich Siegl als Pfarrer Martin Konrad, der deutsch-türkische Theater- und Filmschauspieler Özgür Karadeniz als Hodscha Hadschi Hamid, Fabienne Hadorn als Kirchenpflegerin Regula Wölfli, Lale Yavas als Ehefrau von Hodscha, Urs Humbel als fliegender Reporter, Nurit Hirschfeld als alleinerziehende junge Mutter und die Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler Silvio Kretschmer Anouk Petri, Veton Hamza und Lou Haltinner.

Zum prominenten Nebencast zählen Stefan Gubser mit einer überraschenden Rolle als Penner «Reto» sowie Samuel Streiff und Margot Gödrös. Regisseurin dieses neuen SRF Schweizer Films ist die erfahrene Fernseh- und Kino-Regisseurin Katalin Gödrös.

Für das Drehbuch zeichnet Ulrike Maria Hund verantwortlich.

Fragen an die Regisseurin Katalin Gödrös

Der Film "Amen Saleikum" mischt eine Weihnachtsgeschichte mit religiösen Unterschieden und Humor. Ist das nicht ein gefährlicher Mix?

Ich glaube, es gibt kein Thema, das nicht mit Humor besser bewältigt wird. Gefährlich ist etwas anderes.

"Amen Saleikum" hat zwei starke Hauptfiguren in Form des Pfarrers Martin gespielt von Dietrich Siegl und des Hodscha Hadschi Hamid gespielt von Özgür Karadeniz. Wie war die Zusammenarbeit mit den beiden Schauspielern?

Es war eine einzige Freude, mit den beiden zu arbeiten. Etwas kauzig vielleicht, aber auch mit starken eigenen Ideen zu den Figuren. Was will man mehr?

Welche Beziehung haben sie zur Kirche? Gingen sie selbst regelmässig in die Kirche?

Das ist etwas kompliziert. Meine Eltern sind beide gar nicht religiös. Aber wegen meiner geliebten Urgroßmutter und meines sozialen Umfelds ging ich lange in die katholische Kirche.

Und wie sieht es heute aus?

Manchmal wäre es hilfreich und sicher heilend, gläubig zu sein. Aber leider passiert im Namen Gottes, welcher auch immer, zu viel Missbrauch und Krieg. Religion ist für mich einerseits ein Füllhorn von Kulturgut, aber leider auch eine Basis für zu viel Leid.

Ist der Film eine Antwort auf die Minarett-Initiative?

Sicher nicht direkt, sondern vielmehr überhaupt auf die Politik in der Schweiz, oder in Europa. Die Religionen werden in der Politik benutzt, um diffuse Ängste zu schüren und um im Endeffekt wirtschaftliche Interessen zu schützen.

Was heißt das für die Schweiz?

Eigentlich hat die Schweiz eine große Chance, eine Vorbildfunktion in Europa zu übernehmen. Sie ist ja sozusagen seit Jahrhunderten Sinnbild für ein Glaubens-und Religionschaos. Schade, dass sie es nicht schafft, offener für Fremdes zu sein.

Ein Weihnachtswunsch für sie?

Wenn viele der alten, weißen Männer, und damit meine ich nicht nur Weihnachtsmänner, etwas beweglicher in den Hüften wären und öfters mal das Tanzbein schwingen würden, wie in der letzten Szene unseres Films, sähe die Welt schon etwas anders aus.

Stab und Darsteller

Martin Konrad
- Dietrich Siegl
Hodscha Hadschi Hamid - Özgür Karadeniz
Elvira - Lale Yavas
Regula Wölfli - Fabienne Hadorn
André Wölfli - Silvio Kretschmer
Zamira - Lou Haltinner
Sakristan Zlatko - Kamil Krejci
Konvertit Christof - Samuel Streiff
Besmira - Lale Yavas
Bekim - Veton Hamza
Matha Müller - Margot Gödrös
Mari - Anouk Petri
Zoé Schneider - Nurit Hirschfeld
Friseur
- Dardan Sadik

Drehbuch: Ulrike Maria Hund
Regie: Katalin Gödrös

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