Dokumentation

Kwandwe - Die Rückkehr der Löwen

Kwandwe ist ein Trendsetter für globalen Artenschutz mit einem großen Wiederansiedlungsprojekt für alle früher hier heimischen Tierarten.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 20.09.2022

In dem 220 Quadratkilometer großen Wildreservat in der südafrikanischen Provinz des Ostkaps (Eastern Cape) fand ein aufwendiges Experiment statt: Die Wiederansiedlung aller Tierarten, die hier vor den europäischen Einwanderern gelebt hatten.

Löwen pflegen sich gegenseitig.
Löwen pflegen sich gegenseitig.
Quelle: ORF/Angelica V. Marte.

In einer Arche Noah-Aktion erhielten sie auf neun unrentablen Farmen eine neue, wilde Heimat. Die "Rückkehr der Löwen" steht metaphorisch für eine ökologische Erfolgsgeschichte. Um eine ausreichende "Biomasse" an Beutetieren nach Kwandwe zu bringen, waren gewaltige Anstrengungen nötig. Die Auswilderung der Big Five machte umfassende Investitionen notwendig: insbesondere elektrifizierte Zäune, um zu verhindern, dass Beutegreifer oder Elefanten den angrenzenden Dörfern unliebsamen Besuch abstatten. Das setzt langfristiges Wildlife-Management voraus, dessen Konsequenzen oftmals erst nach vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten zum Tragen kommen. Insbesondere die Rudelgröße von Löwen und die soziale Zusammensetzung bedürfen ständiger Beobachtung und gegebenenfalls menschlicher Eingriffe. Dabei geht es um das Verhältnis zu anderen Tierarten, die Konkurrenz zu anderen Beutegreifern (wie beispielsweise Geparden) und das sogenannte "Meta-Management" von Tierarten.

Löwe und Kwandwe Touristen.
Die Zahl der Kwandwe-Touristen ist aufgrund der Pandemie merklich zurückgegangen.
Quelle: ORF/Angelica V. Marte.

Unter Meta-Management wird die Beobachtung einer Tierart und insbesondere des Genpools in regionalen, nationalen und sogar transnationalen Kontexten verstanden. Auch deshalb liefert Kwandwe eine Art Blaupause für die geplante Initiative, zumindest dreißig Prozent der Meeres- und Landflächen weltweit unter Schutz zu stellen. Um die Klimakrise zu bekämpfen und die Biodiversität zu erhalten. In der Biodiversitätsstrategie der EU ist vorgesehen afrikanische Länder, die noch immer über viel Wildnis verfügen, bei deren Erhalt zu unterstützen. Für die Abfederung der Covid-19 Folgen für den Naturschutz ist das unumgänglich. Der weitgehende Zusammenbruch des Safari-Tourismus und die dadurch fehlenden Gelder für effektiven Artenschutz lassen Schlimmes befürchten.

Eine Kurzdokumentation von Werner Zips & Angelica V. Marte

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