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Dokumentation

Im Reich des Steinadlers (3/3) - Die Rückkehr der großen Jäger

Die Vielfalt der Lebewesen in den Alpen hat sich durch den Eingriff der Menschen verändert. Viele Tiere wurden vertrieben oder ausgerottet. Inzwischen sind einige in den Alpenraum zurückgekehrt.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 27.06.2020

Im 20. Jahrhundert wurden die großen Jäger, wie Bartgeier, Steinadler oder Luchse wieder angesiedelt. Braunbären und Wölfe hingegen schafften es aus eigener Kraft in die Alpen zurückzukehren. Jetzt wird der Lebensraum der Tiere besser geschützt.

Gezielte Schutzmaßnahmen und Programme zur Wiederansiedelung haben ihre Wirkung gezeigt. Charakteristische Alpentiere konnten in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet wieder heimisch werden. Vor allem die Wölfe wurden von den Menschen am heftigsten bekämpft. Zuerst tauchten sie in den italienischen und französischen Teilen der Alpen wieder auf. Später wanderten die gefürchteten Jäger vom Balkan wieder ein. Inzwischen gibt es in den Alpen mehrere Populationen, auch wenn die Tiere immer noch bei manchen Menschen für Unbehagen sorgen. Dabei haben Wölfe ein hochentwickeltes Sozialverhalten und vor allem eine äußerst raffinierte Jagdtechnik. Die Wirklichkeit hat mit der Legende der blutrünstigen Bestie nur wenig gemeinsam.

Braunbär
Auch Braunbären trifft man wieder in den Alpen an - sind sie eine Gefahr für die auf den Almen weidenden Herden?
Quelle: ORF/Science Vision/Michael Schlamberger

Die menschliche Zivilisation wurde aber nicht nur den Wölfen zum Verhängnis. Auch andere große Jäger wie Bären und Luchse sind als lästige Konkurrenten verfolgt worden. Rissen sie doch Schafe und Kühe oder drangen nachts in Hühnerställe ein. Dabei waren die Menschen selbst dafür verantwortlich, dass dieses erbitterte Konkurrenzverhältnis entstanden war: Landwirtschaft, Bergbau und Rohstoffveredelung verbrauchten ungeheure Mengen Wald - die Gegenden waren rar geworden, wo Wölfe, Luchse und Bären ohne Gefahr Wildschweine und Hirsche erbeuten konnten.

Aus ganz anderen Gründen kamen Steinböcke und Murmeltiere ins Visier der Menschen: Sie gaben nicht nur vorzügliche Braten ab, sondern sollten mit ihrem Fett, Horn oder Herz auch gegen alle möglichen Krankheiten helfen. Das Ergebnis von Jagdlust und Aberglaube: Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden Murmeltiere und Steinböcke fast ausgerottet.

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