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Dokumentation

Der Verbündete der Höhlenelefanten

Im Mai 2016 wird der renommierte Elefantenforscher Ian Redmond mitten im kenianischen Bergwald von einer Elefantenkuh attackiert. Fünf Sekunden lang spielt sie mit ihm Fußball. Ian Redmond überlebt mit Verletzungen, die zum großen Teil wieder heilen. Was bleibt, ist die drängende Frage: Warum hat die Leitkuh, die er "Kali" nennt, ihn angegriffen? Warum ausgerechnet den größten "Ele-Friend"?

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 23.06.2022
Ton
AD

Schon seit den 1980er-Jahren erforscht Ian Redmond, der bereits mit Dian Fossey und David Attenborough zusammenarbeitete, im Gebiet des 4300 Meter hohen Mount Elgon eine ebenso ungewöhnliche wie gefährdete Population von Savannen-Elefanten. Die Tiere suchen nachts Lavahöhlen auf, um mit ihren Stoßzähnen Gestein von den Wänden zu kratzen. Ian Redmond hat herausgefunden, dass es der Hunger nach Salz ist, der die Tiere in die Höhlen treibt. Die aus Tuff und Asche bestehenden Böden sind durch Regen stark ausgewaschen, weshalb die Pflanzen zu wenig Salzgehalt haben, um den Bedarf der Elefanten zu decken.

Auch die Leitkuh Kali, die Ian Redmond angriff, ist Teil der salzhungrigen Herde, die nachts die Lavahöhlen aufsucht. Einmal wurde die Höhle den Tieren schon zur Todesfalle, als Elfenbeinjäger dort einen Teil der Herde erschossen haben. Könnte sich dieses Erlebnis auch bei "Kali" abgespeichert haben? Ist ihr oder ihrer Herde der Mensch schon zum Feind geworden, und das nicht nur einmal?

Eine Frage, die Ian Redmond bei seiner Spurensuche im kenianischen Bergwald immer wieder umtreibt. Nichts wünscht Redmond sich sehnlicher, als seiner Angreiferin Kali wiederzubegegnen. Verziehen hat er ihr längst. "Ich kann einen Elefanten nicht dafür beschuldigen, dass er ein Elefant ist", sagt er. Und: "Wenn ich ihr wirklich wieder begegne, sag ich ihr, dass ich ein Freund bin, kein Feind. Aber auch, dass mir bei schlechtem Wetter immer noch Schulter und Nacken weh tun."

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