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Dokumentation

Die Donau - Reise in ein unbekanntes Europa, Teil 1

Eine Reise entlang der Donau: Vom Quellgebiet im Schwarzwald bis zur Mündung am Schwarzen Meer. Werner van Gent, Susanne Wille und Urs Gredig - drei der populärsten Journalisten von Schweizer Radio und Fernsehen - erkunden die europäische Lebensader.

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Fast 3000 Kilometer zu Lande und zu Wasser legen sie dafür zurück. Auf ihrer Reise durch zehn Länder suchen die Reporter das Unbekannte im scheinbar so Vertrauten. Dabei treffen sie auf ganz unterschiedliche Menschen mit bewegenden Geschichten. Diese Begegnungen stehen im Mittelpunkt der sechsteiligen Serie.

Die erste Etappe führt Werner van Gent vom Schwarzwald in Süddeutschland bis nach Linz in Österreich.

Hoch oben im Schwarzwald beginnt Werner van Gent seine Reise. An der Martinskapelle bei Furtwangen liegt das Quellgebiet der Breg, des längsten Zuflusses der Donau mit fast 46 Kilometern. Von hier aus bahnt sich das Wasser seinen Weg nach Osten: 2888 Kilometer sind es bis zum Donaudelta. Bei Immendingen ist in den Sommermonaten ein einmaliges Naturphänomen zu beobachten: die Donauversickerung. Durchschnittlich 150 Tage im Jahr versickert der Fluss hier komplett im Karstgestein. Welchen Weg das Wasser dabei genau nimmt, beschäftigt seit vielen Jahren eine Gruppe von Höhlenforschern. In Handarbeit haben sie einen fast hundert Meter tiefen Schacht gegraben, um dem Verschwinden des Wassers auf den Grund zu gehen. Werner van Gent begleitet die Hobbyforscher auf eine abenteuerliche Expedition in die Innereien des Karstgebirges.

In Ulm - 130 Kilometer flussabwärts - ist die Donau Schauplatz eines feuchtfröhlichen Festes. Nabada heisst das Spektakel, das Jahr für Jahr zehntausende Zuschauerinnen und Zuschauer anzieht - fasnächtliche Ausgelassenheit mitten im Sommer, und das auf der 16 Grad kalten Donau.

Wie wichtig Traditionen an diesem Strom sind, zeigt sich auch in Bayern. In der Nähe des Donaudurchbruchs bei Kelheim liegt das Kloster Weltenburg. Das Benediktinerkloster mit seiner über tausendjährigen Geschichte ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Erste Anlaufstelle der Besucherinnen und Besucher ist die Klosterschenke. Vor allem im Sommer fliesst dort das Bier hektoliterweise. Hinter den Klostermauern trifft man jedoch auf eine ganz andere Welt: Zehn Mönche und ein Abt leben hier nach den strengen Regeln des heiligen Benedikt. Abt Thomas Maria Freihart gewährt Werner van Gent einen exklusiven Einblick in den Alltag im Konvent.

Bei Kelheim mündet auch der Main-Donau-Kanal in den Fluss. Ab hier ist die Donau Teil einer Wasserstrasse von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer. Frachtschiffe prägen nun das Bild der Donau. Dazu gehört jenes von Kapitän Otto Stürzer. Er kennt jeden Meter bis hinunter ins Delta. Seit knapp dreissig Jahren ist er auf der Donau unterwegs. «Ein Traumjob», sagt er, obwohl seine erste Ehe gescheitert ist, weil er die meiste Zeit auf der Donau verbrachte und kaum zu Hause war.

In Passau wechselt Werner van Gent das Verkehrsmittel. Mit dem Fahrrad macht er sich auf nach Wien. Die 300 Kilometer lange Strecke gilt als einer der schönsten Velowege Europas. Die Fahrt geht über die grüne Grenze nach Österreich, vorbei an der Schlögener Schlinge bis nach Linz. Dort trifft das Fernsehteam auf Franz Wiesmayr. Der 31jährige ist Berufsfischer in dritter Generation, lebt aber bescheidener als sein Grossvater und sein Vater, die sich noch über volle Netze freuen konnten. In der Donau gibt es aufgrund der massiven Donauregulierung immer weniger Fische.

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