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Bemalung einer traditionellen Hütte

Dokumentation

Die Farben Afrikas - Die Häuser der Ndebele und Zulus

Die Stämme in Südafrika, allen voran die Ndebele und Zulus sind durch ihre farbenfrohen, geometrischen Malereien an ihren Häusern berühmt geworden.

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Die Ndebele spalteten sich im 16. Jahrhundert von den Zulus, der größten Volksgruppe im Lande, ab und wanderten von Natal am Indischen Ozean ins Innere Südafrikas. Als zwei Jahrhunderte später die Buren die Region besiedelten, wurden die Ndebele vertrieben. Sie flüchteten in Höhlen und verteidigten sich über Monate gegen die Weißen. Fast die Hälfte von ihnen starben dabei, weil sie keinen Zugang zu Wasser und Lebensmitteln hatten. Der Rest des Stammes musste auf den Feldern der Buren Sklavenarbeit verrichten. Viele ihrer Traditionen sind verloren gegangen. Die Dokumentation stellt drei Großfamilien der Ndebele vor, die in der Siedlung Mapoch bei Pretoria leben.

Eine bald vergessene Kunst

Ndebele Frau
Eine der Gogos - der malenden Großmütter
Quelle: ORF/Marion Mayer-Hohdahl

Einige wenige Traditionen haben sich aber doch erhalten, so in der Siedlung Mapoch bei Pretoria. Dort leben drei Großfamilien, die zusammen rund 270 Personen zählen.

Marion Mayer-Hohdahl hat in Mapoch und auch in zwei Regionen Kwa Zulu Natals den Bau von traditionellen Hütten dokumentiert. Die Gogos, wie die Grossmütter in Südafrika genannt werden, bemalten sie in Mapoch mit ihren einzigartigen Mustern. Die verzierten Flächen - ganze Häuser und auch Mauern - sind oft Darstellungen der Wünsche der Nbdele: Linien, die Telefonverbindungen symbolisieren, Häuser wie die des weißen Mannes und Elektrizität. Immer wieder wird die Rasierklinge - ein häufig eingesetztes Werkzeug im täglichen Leben - symbolisch wiedergegeben. Die Gogos malten früher mit ihren Fingern. Heute benutzen sie für die größeren Flächen Pinsel und für alles andere Zahnbürsten.

Doch auch diese Kulturren und Traditionen des Stammes sind gefährdet. Nur noch die Grossmütter kennen sie, die jüngere Generation zieht es aber in die Städte, in die moderne Welt, sodass sich bald niemand mehr an diese überlieferten Künste erinnern wird.

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