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Badelandschaft Brioni

Dokumentation

Brioni - Insel der Millionäre

Eine Dokumentation über Aufstieg und Fall des Touristenparadieses Brioni (heute: "Brijuni") in der nördlichen Adria.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

1893 vom Österreicher Paul Kupelwieser um einen Spottpreis gekauft, wandelte sich das Eiland vom malariaverseuchten Steinhaufen zum Tummelplatz für die Crème de la Crème der Jahrhundertwende, bis der Erste Weltkrieg dem ein plötzliches Ende setzte. Heutigen Besucherinnen und Besuchern ist Brioni bestenfalls noch bekannt als "Titos Privatinsel" lange nachdem der einstige Glanz verblasst war.

Erwin Steinhauer bei den Dreharbeiten auf Brioni
Erwin Steinhauer führt durch die Dokumentation
Quelle: ORF/FOR TV

Auf der 125-jährigen Zeitreise begleitet Schauspieler Erwin Steinhauer das Publikum mit Charme und Witz und erzählt dabei von einstigem Unternehmer- und Aussteigertum ebenso wie von der Entwicklung des Tourismus. Entstanden ist ein Film mit dem zauberhaften Flair alter Postkarten.Ganzjährig mildes Klima, frische Luft, eine immergrüne Landschaft und das alles keine 600 Kilometer von Wien entfernt - das ist die Inselgruppe Brioni an der Südspitze von Istrien. Zwischen 1900 und 1935 galt sie als eine Art "Club Méditerranée" der k. u. k. Monarchie und ihrer jeweiligen Nachfolgestaaten.

Parklandschaften Brionis
Parklandschaften Brionis
Quelle: ORF/FOR TV

Erschaffen hat dieses Inselparadies ein erstaunlich visionärer und kreativer Österreicher, der als Manager in der Stahlindustrie reich geworden war: Paul Kupelwieser (1843-1919). Er war es, der das heruntergekommene Eiland vor 125 Jahren um 75.000 Gulden kaufte (heute etwa 700.000 Euro) und aus der völlig verwilderten, malariaverseuchten Landschaft ein blühendes Dorado für Touristen aus aller Welt schuf.

Brioni wurde zum Anziehungspunkt für Größen aus Adel, Politik, Industrie, Kunst und Kultur, von Thronfolger Franz Ferdinand und Kaiser Wilhelm über die Wittgensteins, bis zu Thomas Mann, G.B. Shaw, James Joyce, Max Reinhardt, Gustav Klimt, Richard Strauss, Hermann Bahr oder Arthur Schnitzler - die regelmäßig erscheinende Inselzeitung liest sich wie ein "Who's who" der k. u. k. Monarchie. Aber auch internationales Publikum - selbst aus Japan - kam zur Sommerfrische auf diese außergewöhnliche Privatinsel.

Paul Kupelwieser auf seiner Insel
Paul Kupelwieser auf seiner Insel
Quelle: ORF/Sammlung Schönborn-Buchheim

Mit dem Tod Paul Kupelwiesers 1919 ging es mit Brioni stetig bergab. Sohn "Carlo", der die Geschäfte übernommen hatte, verschuldete sich heillos; während der Wirtschaftskrise in den 1930er Jahren wurde er von Mussolini enteignet und die Insel italienisches Staatseigentum. Nach 1945 machte der jugoslawische Staatspräsident Tito das auf kroatischem Gebiet liegende Brioni zu seinem privaten Domizil. Das Anfang der neunziger Jahre unabhängig gewordene Kroatien schließlich erklärte den Archipel zum Nationalpark. Bis heute hat sich Brioni - Brijuni - seine einmalige, wenn auch ein wenig in die Jahre gekommene Schönheit bewahrt.

Beeindruckende Luftaufnahmen und aufwendige Bearbeitungen von zeitgenössischem Fotomaterial, sowie Texte aus den Erinnerungen vieler "Brionesen" lassen den Zauber, den die Insel auf ihre Besucher/innen ausgeübt hat - und noch immer ausübt - nachvollziehen. Erwin Steinhauer führt durch diesen 125 Jahre umspannenden Film von Thomas Macho.

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