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Dokumentation

Auf pannonischen Spuren - Eine Entdeckungsreise entlang der Neusiedler Seebahn

Die Neusiedler Seebahn führt von Neusiedl am See über die Grenzstation Pamhagen bis nach Ungarn. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 19. Dezember 1897.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 06.09.2019

Um die Jahrhundertwende vom 19. - ins 20. Jhd. benötigte man für die Fahrt von Pamhagen nach Neusiedl knapp zwei Stunden, heutzutage sind es nur 40 Minuten. Vom neuen Wiener Hauptbahnhof gelangt man ohne umzusteigen auf die Strecke der Neusiedler Seebahn. Die Route führt auf rund 38 Kilometern in die östliche Region des Neusiedlersees und weitere 11 Kilometer nach Ungarn an den Endbahnhof Fertöszenmiklös.

Die 1897 in Ungarn gegründete Neusiedler Seebahn gehört heute dem Land Burgenland und der Republik Österreich. Betrieben wird der Zugsverkehr von der Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahngesellschaft (Raaberbahn). Zwar nach wie vor ein Infrastrukturunternehmen wandelt sich die Bahn aber mehr und mehr zu einer Tourismusstrecke durch den malerischen Seewinkel am Nationalpark Neusiedler See.

Die vielen Gesichter eines Sees

neusiedler see
Eine der unzähligen Marinas am Neusiedlersee
Quelle: ORF/Marx Media

Unsere Reise beginnt in Neusiedl am See wo man an der Mole West bei einem kühlen Getränk oder einem vorzüglichen Imbiss die Segler und Kite Surfer beobachten kann.

Das besondere Mikroklima des Neusiedler Sees begünstigt den Weinbau und die endlose flache Landschaft die Stromerzeugung durch Windkraft. Nicht umsonst ist das Burgenland das einzige Bundesland, das nicht nur seinen eigenen Strombedarf aus erneuerbaren Quellen decken kann, sondern darüber hinaus noch Strom exportiert. Entlang der sanft geschwungenen Strecke zwischen Weiden am See und Gols bestimmen Weingärten und Windparks das Landschaftsbild.

In Gols besuchen wir das Weinkulturhaus in dem über 90 Winzer des international renommierten Weinortes mehr als 400 Weine zur Verkostung anbieten. Das älteste Golser Gebäude wurde liebevoll restauriert und mit zeitgenössischer Architektur zu neuem Leben erweckt.

bahnhof weiden am see
Bahnhof Weiden am See
Quelle: ORF/Marx Media

Natürlich werfen wir auch einen Blick in das angeschlossene Erwin Moser Museum. Wenn man in Mönchhof-Halbturn einfährt, fällt als erstes der von Josef Haubenwallner gestaltete Museumsbahnhof ins Auge. Der passionierte Sammler und Bastler hat über 35 Gebäude aus der Zeit zwischen 1890 bis in die 1960er Jahre abgebaut und liebevoll restauriert auf eigenem Grund wieder aufgebaut. Altes Handwerk und das bäuerliche Leben im Heideboden kann man im größten Freilichtmuseum des Burgenlandes besichtigen, inklusive einem Achterl Jungwein im eigenen Dorfgasthaus.

Die Neusiedler Seebahn kann man auch von Wien bequem erreichen: Am neuen Wiener Hauptbahnhof in Richtung Pamhagen einsteigen und ohne Zugwechsel geht’s ab Richtung Seewinkel. Zum Beispiel nach Frauenkirchen, wo man sich direkt am Bahnhof vom Shuttledienst der St. Martins Therme abholen lassen kann. Wellness und Naturerlebnis sind die Schwerpunkte der am Rande des Nationalparks gelegenen Therme. Mit dem Jeep geht’s zum Vogelbeobachten in eine andere Welt, zu den idyllischen Lacken des Naturschutzgebietes.

steppentierpark pamhagen
Steppentierpark Pamhagen
Quelle: ORF/Marx Media

Im Steppentierpark kurz vor Pamhagen kann man dann die Tierwelt des Seewinkels aus nächster Nähe beobachten. In dem liebevoll gestalteten Areal des privat geführten Tierparks finden sich neben den weißen Eseln und den Steppenrindern zahlreiche Gehege mit weiteren Bewohnern des Seewinkels.

Fünf Minuten vom Bahnhof in Pamhagen begegnen wir außergewöhnlichen Menschen: Gemeinsam mit ihrer Großfamilie betreiben Werner und Angela Michlits den Meinklanghof nach der Demeter Philosophie. Biodynamische Kreislaufwirtschaft ist das Motto des etwa 2000 Hektar großen, grenzüberschreitenden Betriebs. Hier werden keine Kunstdünger oder Pestizide verwendet. Kompost von den eigenen Rindern und selbst hergestellte biodynamische Präparate halten den Boden fruchtbar, das angeschlossene Weingut produziert Bio Weine, unter anderem auch den völlig unbeeinflusst wachsenden und in Betoneiern neutral reifenden Orange Wine "Graupert“.

Luxus einst und jetzt

Bei Fertód überquert die Neusiedler Seebahn die ungarische Grenze. Unweit der Bahnstation findet sich ein barockes Juwel: Schloss Eszterháza. Josef Haydn komponierte über 50 seiner Sinfonien im Prachtschloss des Fürsten Nikolaus Esterházy.

Die Neusiedler Seebahn bietet besondere Wagons für Radfahrer, die die idyllischen Radwege um den Neusiedler See schätzen. Von Fertód oder der Endstation in Fertószentmiklos kann man eine schöne Radtour über die bestens ausgebauten ungarischen Radwege zum "Haus im See" des Burgenländischen Gastronomen Walter Eselböck machen. Das ehemalige Seezollgebäude wurde zu einem Wohlfühlort umgebaut und bietet Grillkunst vom Feinsten und Zimmer und Appartements direkt im See.

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