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 Traditionelle Reisterrasse Yotsuya, Honshu-Insel, Japan.

Dokumentation

Wildes Japan: Honshu (1/3)

Honshu, die größte japanische Insel, ist bekannt für städtische Ballungsräume und unendliche Wildnis. Die beeindruckende Kirschbaumblüte im Frühling lockt zahlreiche Touristen aus aller Welt an.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
06.01.2020
20:15 - 21:05 Uhr
Verfügbar in
D / CH / A

Die Japaner leben hier im Einklang mit der Natur. Nicht selten kommt es vor, dass Wildtiere - wie etwa Marderhunde - mitten in der Großmetropole Tokio zu sehen sind.

Tokyo Tower in der Nacht, Honshu.
Tokyo Tower in der Nacht, Honshu.
Quelle: ORF/BBC/Gavin Maxwell.

Außerhalb der Hauptstadt stößt man auf Reisfelder, mysteriöse Waldgeister und Hirsche, die als heilig gelten. Die japanische Stadt Nara ist bekannt für ihre tausende Jahre alten Tempel, darunter das größte Holzgebäude der Welt - der gewaltige Todaiji-Tempel mit der weltweit größten Buddha-Statue aus Bronze. Die eigentliche Attraktion sind aber die Sika-Hirsche. Sie kommen direkt in die Stadt zur Tempelanlage und quälen die Besucher bis die sich erweichen lassen und für umgerechnet einen Euro Hirschkekse kaufen. Mehrere tausend der weißgefleckten Tiere leben hier in der Stadt. Sie gelten als heilige Götterboten und belästigen die Touristen, sodass diese immer wieder vor den lästigen Sika-Hirschen die Flucht ergreifen.

Schnee-Affen, die in einer heißen Quelle auf Honshu baden.
Heiße Quellen - Wellnesstempel für Schnee-Affen oder Makaken
Quelle: ORF/BBC/Ester de Roij

Auch die Makaken trauen sich aus dem Hinterland hervor, um bequemere Futterquellen zu erschließen. So baden die neugierigen Affen etwa in heißen Thermalquellen. Dieses Schauspiel zieht Touristen an, die den Makaken wiederum kleine Leckerbissen ins Wasser werfen. Erst am Abend, wenn die Tiere satt sind, ziehen sie sich wieder in die Wildnis zurück.

Honshu ist sehr gebirgig. 75 Prozent der Insel besteht aus Bergen. 20 Gipfel sind über 3000 Meter hoch. Auch der höchste Vulkan des Landes, der 3776 Meter hohe Fuji, liegt auf Honshu. Die Hälfte der Insel ist dicht bewaldet. Das hat für die Japaner eine stark spirituelle Bedeutung. In den ältesten Bäumen wohnen Kodama. Das sind Waldgeister, die den Baum schützen sollen. Wird einer dieser alten Bäume gefällt, so soll das Unglück bringen.

Japanischer Makake
Japanischer Makake
Quelle: ORF/BBC/Gavin Maxwell

Neben den Großstädten findet sich noch Platz für Reisfelder, die aufgrund der begrenzten ebenen Flächen, terrassenartig aufgebaut sind. Reisfelder ziehen jede Menge Tiere an. Vor allem Schlangen und Vögel leben in den sumpfigen Reisterrassen.

In den Bäumen am Rande der Felder kann man mit etwas Glück mysteriöse weiße Kugeln sehen. Diese Schaumballen werden von japanischen Ruderfröschen produziert, die dort ihre Eier ablegen. Sie sollen Schutz vor Feinden bieten. Bei Regen werden die Schaumkugeln weich und die Kaulquappen fallen in das Wasser der Reisfelder. Ein Drittel des japanischen Süßwassers fließt auf die Reisfelder. Damit Wasser nicht knapp wird, leiten es die Einheimischen in ihre Hütten um. Sie verwenden es zum Waschen von Obst und Gemüse. Die Abfälle fressen Karpfen. Das dadurch wieder völlig reine Wasser wird dann für die Reisfelder verwendet.

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