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Wachsende Blumenfelder im Sommer, Hokkaido.

Dokumentation

Wildes Japan: Hokkaido (3/3)

Die zweitgrößte Insel des Landes ist bekannt für ihre beeindruckende Natur. Thermalquellen und Vulkane gehören ebenso zum Alltag wie Bären, Sika-Hirsche und arktische Temperaturen im Winter.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
06.01.2020
21:55 - 22:45 Uhr
Verfügbar in
D / CH / A

Das Leben auf Hokkaido ist hart - für Mensch und Tier. Die Sommer sind kurz, der Herbst traumhaft schön und bunt, der Winter eisig kalt. Dieses extreme Klima zieht seltene Tiere wie Riesenseeadler an, aber auch die vom Aussterben bedrohten Mandschurenkraniche.

Ein weiblicher Braunbär mit einem ihrer Jungen. Shiretoko-Halbinsel, Hokkaido.
Eine Braunbär-Mama mit ihrem Jungen, Shiretoko-Halbinsel, Hokkaido
Quelle: ORF/BBC/Graham MacFarlane.

Atemberaubend schön gestaltet sich der Herbst auf Hokkaido. Da färbt sich die Landschaft in satte Töne von Purpurrot bis Sonnengelb, was jedes Jahr etwa eine Million Touristen anlockt. Etwa zwei Wochen dauert das Naturschauspiel, dann fallen die Blätter ab und die Temperaturen neigen sich immer weiter in Richtung Gefrierpunkt. Zu dieser Zeit werden in den glasklaren Seen Steine lebendig. Sie sehen aus wie mit Moos überwachsen, liegen am sandigen Boden im Wasser und bewegen sich wie von Zauberhand. Sumpfungeheuer nennen die Japaner dieses Spektakel. Auch wenn es weder Steine noch Tiere sind, die im Wasser schaukeln, sondern seltene Algen. Im Spätherbst beginnt die Vorbereitung für den langen arktischen Winter. So sammeln die Streifeneichhörnchen Eicheln und die Braunbären fangen und fressen Lachse, um genügend Ressourcen für die kalte Jahreszeit zu haben.

Mandschuren-Kranich, Südost-Hokkaido.
Mandschuren-Kranich, Südost-Hokkaido - vom Aussterben bedroht
Quelle: ORF/BBC/Ester de Roij.

Auf bis zu minus 30 Grad Celsius können die Temperaturen hier sinken. Da wird es schwierig mit der Nahrungssuche.

Vor allem die seltenen Mandschurenkraniche finden unter der dicken Schneedecke nur wenig Futter. Vor einigen Jahrzehnten gab es nur mehr 30 Tiere auf Hokkaido. Inzwischen füttern die Bauern die vom Aussterben bedrohten Vögel im Winter. Dadurch hat sich deren Bestand wieder auf etwa 1000 Tiere erhöht.

Singschwäne sammeln sich in den eisfreien Thermalbecken am Kussharo-See in Hokkaido.
Singschwäne sammeln sich in den eisfreien Thermalbecken am Kussharo-See in Hokkaido.
Quelle: ORF/BBC/Toby Strong

Das dicke Eis vor der Küste lockt seltene Tiere an. Riesenseeadler bewohnen jene Stellen im Wasser, wo thermische Quellen durchziehen. Dort gibt es Löcher im Eis, durch die Vögel kleinere Fische fangen können. Schneller gelangen die größten Adler der Welt an Futter, wenn sie sich mit den Fischern anfreunden. Die lassen nämlich einen kleinen Teil der Beute für die Vögel liegen. Der Frühling lässt sämtliche Bewohner der Insel aus ihren Verstecken kriechen. Die Bauern bewirtschaften den unglaublich fruchtbaren Boden. Sika-Hirsche springen auf den Feldern herum und die Riesenseeadler machen sich auf den Weg nach Russland. Hokkaido ist reich an Naturschönheiten bei einem eher lebensfeindlichen Klima. Das wussten bereits die Ureinwohner Hokkaidos, die Ainu. Heute leben nur noch etwa 25.000 Indigene hier. Und das im Einklang mit der Natur, wie übrigens auch die restliche Bevölkerung Hokkaidos.

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