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Eine riesige Atlas-Motte, die gerade aus dem Kokon, in Yonaguni im Süden Japans, geschlüpft ist.

Dokumentation

Wildes Japan: Die Inseln im Südwesten (2/3)

Aktive Vulkane, tropische Strände und smaragdgrünes Meer mit einer einzigartigen Unterwasserwelt - der südliche Teil von Japan liegt etwas abgeschieden, besticht aber durch seine Schönheit.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
06.01.2020
21:05 - 21:55 Uhr
Verfügbar in
D / CH / A

Auf den südlichen Inseln springen Makaken auf den Rücken der Sika-Hirsche herum und Miniatur-Wildschweine kämpfen mit der Nahrungssuche. Die warme Meeresströmung "Kuroshio" sorgt für enormen Fischreichtum, bunte Korallen und lässt die begehrte Alge "Mozuku" wachsen.

Beinahe autark leben so manche Menschen auf den südlichen Inseln. Die Japaner haben ein eigenes Netzsystem entwickelt, auf dem die Algen wachsen. Jedes Jahr werden an den zahlreichen Unterwasser-Farmen etwa 20.000 Tonner davon geerntet und anschließend weltweit exportiert. Angeblich sollen Mozuku-Algen eine lebensverlängernde Wirkung haben. Auch wenn das nicht bestätigt ist, erreichen die Menschen hier ein methu-salemisches Alter. Mit 80 gilt man als jung, viele werden weit über 100 Jahre alt. Zur gesunden Ernährung gehört auch das Essen giftiger Seeschlangen. Nach langer Tradition werden die Reptilien in Höhlen an der Küste gefangen, anschließend getrocknet und zu Suppe verarbeitet. Bei der Jagd auf die Schlangen ist Vorsicht angesagt: Ihr Gift ist bis zu zehnmal stärker als das der Klapperschlange.

Babymakak, Yakushima
Babymakak auf Yakushima
Quelle: ORF/BBC/Ester de Roij

Im Süden Japans liegen die derzeit aktivsten Vulkane. Sakurajima etwa war bis vor kurzem permanent tätig. 60 Jahre lang spuckte er fast ununterbrochen Asche und kleinere Gesteinsbrocken. Die Bewohner der angrenzenden Stadt Kagoshima haben sich im Laufe der Jahre darauf eingestellt. So müssen die Kinder beispielsweise täglich mit einem Helm in die Schule gehen, damit sie am Schulweg nicht von einem Gesteinsbrocken getroffen werden können. Dennoch leben Menschen seit Jahrhunderten in dieser doch recht gefährlichen Gegend. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Boden ist fruchtbar und der Strand dort wunderschön. Sehr beliebt bei den Einwohnern und bei Touristen sind sogenannte Schwitzbäder. Die Menschen graben sich im heißen Sand ein. Das soll die Gesundheit fördern und entspannend wirken. Das Wasser hingegen ist wegen der heißen unterirdischen Lava viel zu heiß zum Baden und mehr ein Genuss für das Auge.

Mantarochen vor der Insel Iriomote im Süden Japans
Mantarochen vor der Insel Iriomote im Süden Japans
Quelle: ORF/BBC/NHK/Junya Miyake

Im äußersten Südwesten Japans in einer Tiefe von 5 bis 30 Metern liegt eine mysteriöse Pyramide. Im Jahr 1985 hat ein japanischer Taucher das 200 Meter lange Yonaguni-Monument entdeckt. Auch nach mehreren Untersuchungen sind sich Forscher uneinig, ob das Bauwerk geologisch entstanden ist oder von Menschen errichtet wurde.

Die südlichen Inseln sind auch bekannt für viele seltene Tierarten. Neben den Miniatur-Wildschweinen leben hier tief im Wald leuchtend blaue Einsiedlerkrebse. Sie kommen nur zur Eiablage in das Meer. Auch Suppenschildkröten sind hier zu sehen, wenn sie ihre Eier an jenem Strand vergraben, an dem sie auf die Welt gekommen sind. Mit etwas Glück zeigt sich der Atlasspinner (Bild oben), der mit einer Spannweite von bis zu 30 Zentimetern die größten Schmetterlingsflügel der Welt besitzt.

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