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Das Becherhaus, vor 127 Jahren erbaut am höchsten Punkt des Bechergrats auf 3.200 Metern im Südtiroler Teil der Stubaier Alpen, wurde den ganzen Winter über umfassend saniert und hat seit 19. Juni geöffnet.

Dokumentation

Hochalpen - Neue Wege in den Bergen

Bergsport liegt im Trend. Die Hochalpen gehören zu den beeindruckendsten Landschaften Europas - und gleichzeitig zu den fragilsten, gefährdet durch Klimawandel, Abwanderung und Tourismus.

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Im Berg- und Tourismusland Südtirol dürfen schon längst keine neuen Berg- und Schutzhütten mehr errichtet werden, dafür werden bestehende Hütten umfassend erneuert. Die spektakulärste Renovierung läuft seit vergangenem Herbst auf 3.200 Metern am Becherhaus im italienischen Teil der Stubaier Alpen. Das höchstgelegene Südtiroler Schutzhaus wird mit einem Budget von 1,2 Millionen Euro zukunftsfit gemacht (Bild oben).

Ines Pedoth hat das "Alpine Work Team" von Peter Trenkwalder bei den Arbeiten am Berg in Schnee und Eis besucht und erfahren, dass man bei der herausfordernden Renovierung wegen stabilerer Wetterverhältnisse auf die Wintersaison setzt. Die neuen Hüttenwirte im Becherhaus, Edeltraud und Lukas Lantschner, verraten, warum sie lieber eine so abgelegene Location bewirtschaften als im Tal zu arbeiten.

Die Brixner-Hütte auf 2.280 Metern hat Quereinsteiger mit Studienabschluss als neue Hüttenwirte, unter ihnen Magdalena Jöchler. Die Südtirolerin will im Winter weiterhin als TV-Regisseurin in Wien arbeiten und im Sommer auf der Alm. "Wenn es dieses Corona-Jahr nicht gegeben hätte, ich glaube nicht, dass ich die Schneid gehabt hätte, das zu machen", sagt sie, "doch schon der erste Lockdown hat gezeigt, man muss die Chancen nutzen wie sie kommen, man muss das Leben nehmen wie es kommt. Man muss die Zeit nutzen, und das machen, was einem Spaß macht, weil das Leben hat man nur einmal."

Profi-Bergführer Hanspeter Eisendle (li.), einer der besten Dolomiten-Kletterer. Simon Messner will weder Sportkletterer noch Profisportler sein, er sieht sich als Alpinist.
Profi-Bergführer Hanspeter Eisendle (li.), einer der besten Dolomiten-Kletterer. Simon Messner will weder Sportkletterer noch Profisportler sein, er sieht sich als Alpinist.
Quelle: ORF/Pedoth

Profi-Bergsteiger Hanspeter Eisendle und Extrem-Kletterer Simon Messner, Sohn von Bergsteiger-Legende Reinhold Messner, erzählen, was sie auf die höchsten Gipfel treibt, wie sie die Zukunft des Alpinismus sehen und wie sie den Klimawandel in den Bergen erleben.

Simon Messner: "Die Klimaveränderung fällt durch immer extremere Wetterphänomene auf. Es gibt Winter, die sind so warm wie seit hundert Jahren nicht mehr, und dann wieder extrem schneereiche. In den Dolomiten gibt es mehr Felsstürze. Ganze Feiler brechen zusammen. Generell wird der Fels instabiler - und Bergsport gefährlicher."

Eine Dokumentation von Ines Pedoth.

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