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Hermann Maier und Annemarie Moser Pröll auf Skitour in der Region Kleinarl-Wagrain.

Dokumentation

Hermann Maier: Meine Heimat - Naturjuwel Salzburg

Wer könnte seine Heimat besser vorstellen als der "Universum"-erprobte Hermann Maier? Der gebürtige Flachauer geht der Frage nach, wie sich die Natur in seiner Heimat in den vergangenen 200 Jahren verändert hat.

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"Ich bin immer wieder erstaunt, wie vielfältig Salzburg ist. Wir haben wirklich alles vom Gletscher bis zu den Salzachauen vor den Toren der Landeshauptstadt!", beschreibt Hermann Maier seine Entdeckungsreise durch Salzburg.

Hermann Maier und Annemarie Moser Pröll auf Skitour in der Region Kleinarl-Wagrain.
Hermann Maier und Annemarie Moser Pröll auf Skitour in der Region Kleinarl-Wagrain.
Quelle: ORF/Interspot Film/Franz Taferner.

Er klettert durch Schluchten, steigt auf Berge, geht mit Annemarie Moser-Pröll auf Skitour und besucht Menschen, die sich für die Wiederansiedelung einst in Salzburg beheimateter Tiere einsetzen.

"Die Gegend rund um die Flachau ist mir vertraut", so Maier, "aber es gibt Regionen in Salzburg, da bin ich noch nie hingekommen. Die entlegensten Winkel meines Heimatlandes kennenzulernen war sehr beeindruckend. Man kann schon sehr froh sein, wenn man in so einem Land leben darf, das muss man genießen."

"Was Schöneres können wir uns nicht vorstellen, Berge haben wir, Seen haben wir, die Stadt haben wir. Wir können uns glücklich schätzen. Wenn ich in meiner aktiven Zeit nach Kleinarl heimgekommen und ins Tal hineingefahren bin", erinnert sich Annemarie Moser-Pröll, "ist mir das Herz aufgegangen. Ich habe gewusst, ich bin daheim."

Die Wildtiere kehren zurück

Salzburg ist ein Mosaik an Lebensräumen. Vom ewigen Eis bedeckte Gletscherregionen, schroffe Felsformationen, endlose weiche Almmatten, klare Bergseen und artenreiche Auengebiete - Naturliebhaber finden hier alles, was das Herz begehrt. Vor 200 Jahren waren in Salzburg die großen Raubtiere genauso verbreitet wie Fischotter, Biber, Steinbock und Waldrapp. Vieles hat sich seither verändert. Die Bevölkerung explodierte, Wald und Wiesen mussten in Anbauflächen umgewandelt werden, die Flüsse wurden gezähmt und die Tierwelt zurückgedrängt. Seit etwa Mitte der 1950er Jahre wendet sich das Blatt langsam wieder. Manche Wildtiere kehren allein zurück, anderen muss mit Wiederansiedlungsprojekten geholfen werden. Dank einer Privatinitiative wurden insgesamt 20 Steinböcke mit dem Hubschrauber auf das Gasthofplateau bei Flachauwinkl transportiert und freigelassen. Das weitläufige Plateau ist schwer zugänglich, und nur wenige Wanderer nehmen den beschwerlichen Weg auf sich, es ist ein idealer Lebensraum für Steinböcke.

Hermann Maier mit Adler auf dem Arm, mit Falknerin Rebecca von der Burg Hohen Werfen.
Hermann Maier mit Adler auf dem Arm, mit Falknerin Rebecca von der Burg Hohen Werfen.
Quelle: ORF/Interspot Film/Flo Blang.

Im Salzburger Oberland besucht Hermann Maier den Biologen Johannes Fritz. Er und sein Team kümmern sich um Waldrappe, eigentümliche Zugvögel, denen das Ziehen ins südliche Winterquartier erst beigebracht werden muss. Die Vögel lernen, ihren menschlichen Zieheltern, die in einem Ultraleichtflugzeug sitzen, zu folgen. Bei einer der ersten Trainingseinheiten war Hermann Maier dabei: "Waldrappe sind auf den ersten Blick nicht sehr hübsch, aber dafür merkt man sich ihren Anblick. Es sind Charaktervögel von herber Schönheit."

Salzburg erstreckt sich vom Großvenediger im Süden des Landes über die schroffen Gipfel der nördlichen Kalkalpen bis zum Seengebiet im Salzburger Oberland. Die schmelzenden Gletscherzungen im Nationalpark Hohe Tauern lüften wahre Wildnis. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts schwinden sie im Rekordtempo. Auch das Obersulzbachkees hat sich weit zurückgezogen. Der Gletscher gibt eine Landschaft frei, in die der Mensch seit Beginn der Eiszeit nicht eingegriffen hat. Diese Wildnis im Wandel regt zu Forschungen an.

In der Landeshauptstadt sind Natur und Stadt kein Widerspruch. Mit Mönchsberg, Festungsberg und Kapuzinerberg zieht es viele Wildtiere in die Nähe der Zivilisation. Unterhalb der Hohen Festung brüten seit jeher Dohlen und Falken und am Kapuzinerberg spazieren Gämsen. In den vergangenen 200 Jahren hat sich auch in Salzburg viel verändert. Nach wie vor aber hat die Almwirtschaft einen hohen Stellenwert und für den Erhalt weiträumiger Naturräume wurde und wird viel getan. Durch die Renaturierung vieler Flussläufe ist den Bibern eine Rückkehr gelungen, ebenso wie den Fischottern. Was diese Wassermarder mit dem sagenumwobenen "Tatzelwurm" zu tun haben, verrät das "Universum" über das Naturjuwel Salzburg.

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