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Westküste Zakynthos.

Dokumentation

Griechenland - Der Garten der Götter

Griechenland ist die Heimat der antiken Götter von Artemis bis Zeus. Das alte Weltreich ist Standort beeindruckender Tempel, Klöster und Ruinen, Schauplatz mystischer Kultstätten, Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Diese sagenumwobene Kulturlandschaft rund um den Geburtsort der Olympischen Spiele bildet die Kulisse für diese Dokumentation.

Nichts hat die europäische Ideenwelt so beeinflusst wie die griechische Mythenwelt der Antike - kunstvolle Götterdichtungen, Religion, Literatur und Geschichtsschreibung zugleich, die bis heute in prächtigen Tempeln und Ruinen nachklingen. Doch die Inspiration für diese Mythen und Monumente lag in der überreichen Natur Griechenlands. Denn die Tier- und Pflanzenwelt Griechenlands gehört zum Vielfältigsten, was Europa zu bieten hat. Es ist gewiss kein Zufall, dass im "Garten der Götter" auch die menschliche Phantasie aufblühte.

Zwischen der Welt der Ideen und den Fakten der Natur bewegt sich diese unkonventionelle Dokumentation von Regisseur Michael Schlamberger. Er verwebt die prächtigen Schauwerte des Naturfilms mit einer spannenden Spurensuche in der Vorstellungswelt des antiken Griechenland. Ergebnis ist eine Lustreise durch den "Garten der Götter".

Olymp - Sitz der Götter

Olymp
Sagenumwobener Olymp
Quelle: ORF/ScienceVision/Peter Stachel.

Regisseur Schlamberger staunt: "Jeder denkt zuerst an Zeus und seine Blitze. Aber die Verbindungen sind allgegenwärtig, auch in den weniger bekannten Mythen. Es ist erstaunlich, wie präsent die Natur in den Geschichten der griechischen Götter ist.

Götter nehmen einerseits die Gestalt von Naturerscheinungen an, von bestimmten Tieren oder Phänomenen. Andererseits existieren zu bestimmten Landschaften oder großen natürlichen Gesetzmäßigkeiten wunderbare Geschichten. Das hat mich an dem Projekt unheimlich fasziniert."

Geheimnisvolle Naturwelt

Unechte Karettschildkröte
Unechte Karettschildkröte
Quelle: ORF/ScienceVision/Rita Schlamberger

Der Kameramann und Filmemacher entdeckte zwischen den Zeugnissen der griechischen Zivilisation eine Naturwelt, die immer noch voller Geheimnisse steckt. Es gelang sogar, in jenen verschwiegenen Buchten und Stränden zu drehen, die Karettschildkröten als Paarungs-Treffpunkt und Nistplatz benutzen.

"Wir haben beim Schlüpfen der Schildkröten ein Riesenglück gehabt. Normalerweise schlüpfen die meisten während der Nacht, wobei sie natürlich nicht zu filmen sind. Man darf nicht vergessen, diese Strände stehen unter strengem Naturschutz. Scheinwerfer aufzustellen, ist ausgeschlossen, weil sie die kleinen Schildkröten komplett verwirren würden. Aber bei uns haben sie sich entschlossen, bis zum schönsten Frühmorgen-Licht mit dem Schlüpfen zu warten." erzählt der Regisseur.

Unterschiedlichste Lebensräume auf engem Raum

Mohnwiese.
Quelle: ORF/ScienceVision/Peter Praschag.

Der Filmer erklärt seine besondere Faszination für Griechenland so: "Die natürliche Vielfalt ist in Griechenland besonders stark ausgeprägt, weil so viele verschiedene Lebensräume auf relativ engem Raum zusammengedrängt sind. Hochgebirge und Tiefsee, wüstenähnliche Gebiete und riesige bunte Blumenwiesen sind oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt."

Nachteil der abwechslungsreichen Topografie: Wer versucht, wie bei UNIVERSUM-Produktionen üblich, mit Kränen und anderer Spezialausrüstung besonderes spektakuläre Bilder zu drehen, hat mitunter Transportprobleme. "Um einen Kran-Blick über den Rand der Samaria-Schlucht auf Kreta zu kriegen, haben wir vier voll beladene Lastesel gebraucht. Und da sind wir zweibeinigen noch gar nicht mitgezählt."

Schwer erreichbar oder von Touristen überlaufen

Poseidon-Tempel.
Poseidon-Tempel auf Kap Sounion
Quelle: ORF/ScienceVision/Peter Praschag.

Viele Gegenden sind überhaupt nur aus der Luft erreichbar. So waren die Dreharbeiten am Olymp im Winter nur mit Unterstützung des griechischen Militärs und dank dessen Fluggeräts möglich. Doch an manche anderen Stellen hatte das Team ein völlig gegensätzliches Problem - zu leichte Erreichbarkeit.

"Wir wussten, dass es extrem schwierig sein würde, den Poseidontempel auf Kap Sounion im Sonnenuntergang ohne Touristen zu filmen." Der Tempel im goldenen Licht gehört zu den spektakulärsten Motiven in ganz Griechenland - entsprechend groß ist der Andrang: "Unser Team hat versucht zu verhindern, dass ständig jemand ins Bild läuft. Was erstaunlicherweise immer wieder für ein paar Sekunden tatsächlich geklappt hat."

Spektakuläre Naturaufnahmen

Einem glücklichen Zufall und seiner Geistesgegenwart verdankt der Naturfilmer auch eine der spektakulärsten Szenen dieser Dokumentation.
An den Hängen des Olymp über der Baumgrenze wurde das Filmteam Zeuge einer einmaligen Konfrontation: Gänsegeier hatten sich gerade über einen Kadaver hergemacht, begleitet von einer Masse protestierender Raben. Plötzlich tauchte ein Wolf auf und verscheuchte die Geier, um sich das Aas zu schnappen. "Eine solche Begegnung wurde meines Wissens in Europa noch nie gefilmt" freut sich Schlamberger.

Kleinste Riesenschlange der Welt

Auch die kleinste Riesenschlange der Welt aufzuspüren, erwies sich als äußerst schwierig. Der Lohn für die Mühen: Erstmals wurde diese einzige europäische Verwandte der berüchtigten Pythons und Boa constrictors gefilmt. Schlamberger musste mit seiner Kamera dazu nahe ran an die Riesenschlange: Die Sandboa misst nur bescheidene 40 Zentimeter. An einem Strand im Westen des Peloponnes wurde sogar die einzige Population Afrikanischer Chamäleons aufgespürt, die nicht in Afrika lebt. Die farbenfrohen Reptilien gelangten vor Jahrtausenden an Bord von Handelsschiffen an griechische Gestade. Und beschlossen zu bleiben.

Durch eher saisonale Formen des Tourismus zeichnet sich der Golf von Amvrakikos aus: Das Deltagebiet zweier Flussmündungen bildet ein riesiges Mosaik aus Buchten und Lagunen, Salzmarschen und Schilfgürteln. Zweimal im Jahr leisten Millionen von durchziehenden Wasservögeln den örtlichen Raritäten wie Löfflern, Schlangenadlern oder Krauskopfpelikanen Gesellschaft.

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