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Dokumentation

Eisige Welten - Gletscher in Österreich

Gletscher faszinieren Touristen, sind identitätsstiftend für Regionen und reagieren direkt auf Klimaveränderungen. Dass sie aktuell rasant schmelzen, macht Gletscher zu einer Goldgrube für Archäologen.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 28.08.2019

Einst gefürchtet, heute beliebt: Gletscher sind Tourismusmagneten und eine Fundgrube für Archäologen, wie spätestens seit dem Ötzi-Fund 1991 allseits bekannt ist. Genau vermessen werden die eisigen Welten seit schon beinahe 130 Jahren, seit 1891: Diese seit damals erhobenen Daten belegen den Rückgang der Gletscher.

In früheren Zeiten noch furchteinflößend, gewannen die Gletscher in den letzten beiden Jahrhunderten an Anziehungskraft: Sie wurden gemalt, erobert, bestiegen und zur Touristenattraktion. Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher am Fuße des Großglockners, wurde 1856 vom jagdbegeisterten Kaiser Franz Joseph I. besucht. Viele Mythen und Sagen umranken die Gletscherwelten, worin beispielsweise Riesen die Naturgewalt verkörpern: In Hintertux in Tirol könne man etwa heute noch die Fußabdrücke des "Tuxer Riesen" in der Felslandschaft erkennen.

Der Jamtalferner Gletscher
Der Jamtalferner Gletscher
Quelle: ORF

Gletscher sind wie Lebewesen, sie wachsen, ziehen sich zurück, sie können zur Gänze verschwinden und wiederkommen. Derzeit schmelzen oder stagnieren die meisten Gletscher, nur einige wenige weiten sich aus. Belegt wird dies mit den Daten der Gletschermessungen Innsbrucker Glaziologen und des Alpenvereines, die seit schon beinahe 130 Jahren, seit 1891, von 20 sogenannten Gletscherknechten gesammelt werden. "Je älter ich werde, desto weiter muss ich mit dem Gletscher nach oben wandern, um ihn vermessen zu können" berichtet der pensionierte Geograph und Gletscherknecht Günther Groß.

Der Rückgang der Gletscher bereitet insbesondere Wintersportzentren Sorge. In Sölden in Tirol, am Rettenbachgletscher, startet die Skisaison im September, im Oktober der alpine Skiweltcup. Um der Natur, der Schmelze der Gletscher zu trotzen, wird zusätzlich zu den Schneedepots mancherorts sogar ein Fließ als Sonnenschutz über das Gletschereis gelegt. Des einen Leid ist des anderen Freud - so geht es den Archäologen. Die Gletscherarchäologie erlebt seit dem Fund des Ötzi 1991 einen enormen Boom. Zahlreiche Universitätsprojekte beschäftigen sich mit den Geheimnissen, die die Gletscher bei ihrem Rückgang freigeben.

Mit ihrem Film "Eisige Welten - Gletscher in Österreich" taucht Christiane Sprachmann in die faszinierende Welt der Gletscher ein, spricht mit Forscherinnen und Forschern über deren Geheimnisse und trifft Menschen, die mit und von den Gletschern leben.

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