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Dokumentation

Die Karibik (3/5): Nach der Flut

Trinidad und Tobago sind zwei ganz besondere Inseln der Karibik. Einst Teil des südamerikanischen Festlandes, besitzen beide eine reiche, dem Kontinent ähnliche Fauna und Flora. Und doch sind sie ganz verschieden: Die Zeit der Isolation hat sie verändert. Der Film schildert, wie vor allem große und spezialisierte Arten in der Isolation einer Insel verschwinden, da sie abgeschnitten sind und auf begrenztem Raum nicht überleben können.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 07.12.2021

Wie kaum ein anderes Gebiet der Erde verbindet man die Karibik mit dem Paradies, einem Garten Eden. Doch hinter diesem Klischee gibt es eine weitaus interessantere Karibik zu entdecken: artenreich wie kaum eine andere Region, ein Modell der Evolution, das Leben in ständiger Bewegung. Und es scheint, als ob alles einem wilden Rhythmus folge. Keine Insel der Karibik gleicht ihrem Nachbarn, eine jede hat eine eigene Geschichte, eine eigene Flora und Fauna.

Eine ganz besondere Stellung in der Vielfalt der karibischen Inselwelt nehmen Trinidad und Tobago ein. Die Inseln liegen zwar im Karibischen Meer, haben aber eine enge Verbindung zum südamerikanischen Kontinent. Eine Legende der Warao-Indianer erzählt von "der großen Flut", die Trinidad vom Festland vor 1500 Jahren trennte, das wissen die Geologen heute. Für viele Arten ein Glücksfall, ihr Leben ist nun karibisch entspannt. Denn die großen Räuber konnten sich auf der Insel nicht halten. Seither sind die größten Räuber an Land ziemlich klein, wie die etwa dackelgroße Tayra, ein Marder und der Ozelot - eine kleine Raubkatze. Das gibt anderen Inselbewohnern Raum.

Nur in den Flüssen und Sümpfen herrschen noch Anakonda und Krokodilkaiman. Aber auch dort ist Trinidad für eine Überraschung gut: Kapuzineraffen nutzen Äste als Amboss, um an das Fleisch großer Schnecken zu gelangen, den Kaiman haben die schlauen Affen dabei immer im Blick.

Tobago, die kleinere Insel ist schon seit 10 000 Jahren vom Kontinent getrennt: Hier haben sich am Boden nur wenige Arten wie Boa Konstriktor, Aguti oder Gürteltier gehalten. Die Insel ist ein Vogelparadies und sicherer Hafen für zahllose Meeresvögel.

Der Film zeigt, wie sich Flora und Fauna entwickeln, wenn sich die Voraussetzungen ändern. Auf einmal Insel: Was macht das mit der Natur? Was blieb vom Kontinent? Wer gewinnt, wer verliert im Überlebensspiel der Insel? Für die Natur sind die Inseln ein Sprungbrett zwischen Südamerika und den Kleinen Antillen. Diese Brückenlage und die vielfältigen Lebensräume machen sie reich an Arten.

Dank besonders lichtempfindlicher Kameras aus der Weltraumforschung zeigt der Film sensationelle Bilder aus den dunkelsten Höhlen und in tiefster Nacht. Extrem lichtempfindliche Vögel konnten zum ersten Mal überhaupt gefilmt werden, und bei der Eiablage von Lederschildkröten konnte erstmals das natürliche Verhalten beobachtet und gefilmt werden.

Redaktionshinweis:
Die beiden letzten Folgen der fünfteiligen Reihe "Die Karibik" zeigt 3sat am Montag, 14. Dezember, ab 20.15 Uhr.

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