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Mann in Outdoor-Kleidung vor einem Gebirgsbach

Dokumentation

Die Hohen Tauern mit Hermann Maier

Hermann Maier, Skilegende und Gewinner des Wettlaufs zum Südpol, gebürtiger Flachauer, bricht zu einer "Universum"-Expedition der besonderen Art auf, in seine Heimat, die Hohen Tauern, eine Region der Pioniere.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Wolken wie aus Zuckerwatte, tiefblauer Himmel und zwei Bergsteiger am höchsten Gipfel Österreichs - Hermann Maier und sein Bergführer Hans Rogl. In einem bildgewaltigen "Universum" präsentiert die Skilegende seine Heimat, die Hohen Tauern. "Das Land rund um den Großglockner ist schon ein ganz besonderer Flecken Erde", zeigt sich der gebürtige Flachauer beeindruckt, "es ist unglaublich, wie gut hier Mensch und Natur harmonieren." Realisiert hat die Produktion über dieses Stück wildromantischer Natur ein Team der Interspot Film mit Regisseur Heinz Leger. Sie begleiten Hermann Maier zu den steilen Graten, auf denen Steinböcke elegant von Fels zu Fels springen, sich Bartgeier in schwindelnde Höhen schrauben, und zu den kleinen, versteckten Naturschönheiten wie bunten Bergwiesen.

Nationalpark Hohe Tauern: größtes Naturschutzgebiet Österreichs

Blick auf einen Fluss im Gebirge
Hochtäler, wie man sie selten noch wo findet
Quelle: ORF/Günther Pichlkostner

Im Schatten von Großglockner und Großvenediger erstreckt sich mit dem Nationalpark Hohe Tauern das größte Naturschutzgebiet Österreichs, dessen Wurzeln 100 Jahre in die Vergangenheit reichen. Als die ersten Menschen in die Alpen vordrangen, trafen sie auf ausgedehnte, einförmige Urwälder. In jahrhundertelanger Arbeit rodeten sie den Wald, schufen Äcker und Almen und drangen mit ihren Siedlungen bis in die Hochlagen vor.

Den ersten Bauern folgten viele Wildtiere, die in der nun strukturreichen Landschaft Lebensraum fanden: Auerhühner besiedelten die Waldweiden, Steinhühner die Bergmähder und Rothirsche die Almen. Für einige Wildtiere, die in den Urwäldern selten waren, haben die Menschen den Lebensraum beträchtlich erweitert: etwa für die Birkhühner, die Murmeltiere oder die Kreuzottern. So ist im Laufe der Jahrhunderte eine einmalige Lebensgemeinschaft aus Tieren der Kulturlandschaft und speziell angepassten Wildtieren der Hochlagen entstanden.

Gelungene Wiederansiedlung zahlreicher Tierarten

Ein Bergsteiger sonnt sich auf einem Gipfel neben dem Gipfelkreuz
Unberührte Natur: die Gipfel der Hohen Tauern
Quelle: ORF/Günther Pichlkostner

Hermann Maier ist mit Menschen unterwegs, die auf ganz besondere Art mit diesem Land verbunden sind: So erzählt Nationalpark-Ranger Markus Lackner die dramatische Geschichte der Steinböcke. Sie waren einst Aberglauben und Volksmedizin zum Opfer gefallen, jedem Teil des eleganten Tieres hatte man heilende Wirkung zugeschrieben - und so war vor rund 200 Jahren das letzte Exemplar in unseren Alpen erlegt worden. Nur wenige Tiere konnten unter dem Schutz des italienischen Königs überleben und erst durch die gemeinsamen Anstrengungen von Natur- und Artenschützern gelang es, die Steinböcke in ihrer angestammten Heimat wieder anzusiedeln.

Die Betreiber des Nationalparks Hohe Tauern haben mit ihren Kollegen aus den angrenzenden Regionen Gewaltiges geleistet: Das größte Schutzgebiet der Alpen beherbergt heute wieder rund 900 Steinböcke, und auch Bartgeier brüten wieder in den zerklüfteten Felsspalten des Schutzgebiets. Kärnten, Salzburg und Tirol geben diesem außergewöhnlichen Nationalpark eine Heimat, der wilde Urlandschaft nahtlos mit bergbäuerlicher Naturlandschaft verbindet.

Der Herminator mit "im Holz"

Zwei Waldarbeiter bearbeiten Baumstämme
Hermann Maier - von klein auf mit "im Holz"
Quelle: ORF/Interspot Film

Dass der "Herminator" nach wie vor anzupacken weiß, wird in der nächsten Szene klar: Mit kräftigen Hieben treibt er Keile in die frische Schnittwunde einer Lärche, langsam neigt sich der Baum und fällt krachend zu Boden.
Der Archehofbauer Alois Steiner ist gemeinsam mit der Noriker-Stute Lexa unterwegs und zeigt, wie man das Land in der Außenzone des Nationalparks schonend nutzen kann. Wenn man Hermann Maier beim Arbeiten zusieht, wird schnell klar, dieser Mann weiß nicht nur mit Abfahrtsski und Maurerkelle virtuos umzugehen. So wie die Rindenstücke fliegen, sieht man, dass er schon als Volksschulbub mit seinem Großvater "ins Holz" gegangen ist.

Auf 48 Kilometern windet sich die Großglockner Hochalpenstraße mit 36 Kehren auf 2.500 Meter Seehöhe ins Herz des Nationalparks. Doch die Straße, die heute rund 900.000 Besucher/innen pro Saison zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe führt, ist keine neuzeitliche Erfindung, sie folgt uralten Spuren. Funde von vorkeltischen Bronzemessern, keltischem Goldschmuck und einer römischen Herkules-Statuette zeugen von der jahrtausendealten Bedeutung dieses Alpenübergangs. Von hier oben hat man einen ausgezeichneten Blick auf Österreichs längsten Gletscher, die Pasterze. Es wäre nicht Hermann Maier, wenn nicht auch ein bisschen Abenteuer dabei wäre: Gemeinsam mit dem Gletscherforscher Andreas Kellerer-Pirklbauer lässt er sich in eine Gletscherspalte abseilen, um den rapiden Rückgang des "ewigen Eises" aus nächster Nähe zu studieren.

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