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Seestern im Seegras, Großes Barriere Riff

Dokumentation

Das große Barriere-Riff (3/3) - Grenzenloses Naturwunder

Es ist eine Region der Superlative: das längste Korallenriff der Erde, so groß, dass man es aus dem Weltall mit freiem Auge erkennen kann, ein gigantisches Ökosystem mit Millionen von farbenprächtigen Korallen und Tausenden Tier- und Pflanzenarten.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
01.02.2021
21:45 - 22:25 Uhr
Verfügbar in
D / CH / A

Im dritten und letzten Teil der BBC-Serie beleuchtet "Universum" eine völlig neue Seite des Großen Barriere-Riffs an der Nordküste Australiens: die beeindruckenden Wanderungen von Tieren, die das Riff zum Ziel für Fortpflanzung und Familiengründung haben.

Brauntölpel und Rotfußtölpel auf Raine Island, Großes Barriere Riff
Brauntölpel und Rotfußtölpel auf Raine Island, Großes Barriere Riff
Quelle: ORF/BBC/David Wachenfeld

Direkt aus dem ewigen Eis des siebenten Kontinents, der sturmumtosten Antarktis, kommen zahlreiche Wal-Arten.

Die Meeressäuger legen Tausende Kilometer in den Gewässern des Südpazifiks zurück, um sich in den warmen Regionen zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Mit ihren melodiösen Gesängen bringen Buckel- und Zwergwale eine völlig neue Klangkulisse in die Unterwasserwelt des Großen Barriere-Riffs.

Junge Grüne Meeresschildkröte vor Raine Island, Großes Barriere Riff.
Junge Grüne Meeresschildkröte vor Raine Island, Großes Barriere Riff.
Quelle: ORF/BBC/David Wachenfeld

Das gigantische Riffsystem beherbergt auch eine der wichtigsten Brutstätten der Grünen Meeresschildkröte: Die Insel Raine Island ist Schauplatz eines atemberaubenden Ereignisses. Jahr für Jahr finden sich hier Tausende Grüne Meeresschildkröten ein. Die Schildkröten mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilo schleppen sich bei Sonnenuntergang an Land und suchen nach dem idealen Platz für ihre Eiablage. Haben sie diesen Ort gefunden, graben sie in der Nacht ein 50 Zentimeter tiefes Loch. Meist ist es für die Schildkröten ein Wettlauf gegen die Zeit: Steht die Sonne einmal im Zenit, droht ihr Körper auszutrocknen, und im Meer lauern Tigerhaie, die extra hergekommen sind, um leichte Beute zu machen. Trotz der Gefahren beherbergt Raine Island die größten Tierkolonien. Jedes Fleckchen Erde wird zur Aufzucht genutzt - auch von insgesamt 84 Vogelarten, die hier ihre Nester bauen.

Kartoffelbarsch am Cod Hole, Ribbon Reef, Großes Barriere Riff.
Kartoffelbarsch am Cod Hole, Ribbon Reef, Großes Barriere Riff.
Quelle: ORF/BBC/James Brickell

Doch das empfindliche Gleichgewicht des Großen Barriere-Riffs ist bedroht. Große Naturkatastrophen können in wenigen Stunden alles zerstören, was über Jahrhunderte gewachsen ist. So begünstigt die Erderwärmung heftige Wirbelstürme mit orkanartigen Windgeschwindigkeiten. Sie fegen mit Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h über Meer und Land hinweg - und vernichten dabei alles, was sich ihnen in den Weg stellt.

Auch unter Wasser entfaltet die globale Erwärmung ihre zerstörerische Kraft. Wird das Meerwasser zu warm, verlieren die Korallen ihre intensive Farbgebung - Korallenbleiche heißt diese Stressreaktion. Bleibt die Hitze zu lange bestehen, verlieren die Korallentiere nicht nur ihre Farbe, sondern sterben ganz ab. Es grenzt an ein Wunder, dass sich das Große Barriere-Riff trotz dieser negativen Begleitumstände noch immer ausdehnt. Zu verdanken ist das allein der unglaublichen Regenerationskraft des mehr als 2.200 Kilometer langen Großen Barriere-Riffs.

Eine Dokumentation von Richard Fitzpatrick
Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

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