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Spullersee Roggal im Sommer

Dokumentation

Der Arlberg - Das verborgene Paradies

Der Arlberg ist der Inbegriff winterlicher Idylle - und die Wiege des alpinen Skilaufs. Doch das berühmte Skigebiet, das Tirol und Vorarlberg verbindet, ist noch viel mehr.

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Mächtig türmen sich die Schneemassen auf den tief verschneiten Hängen. An den steilen Graten hat der Wind bizarre Schneewechten geformt und weiter unten tragen Latschen und Zirben schwer an der glitzernden Pracht. "Ich hätte mir nie gedacht, dass es in einem so kleinen touristisch genutzten Gebiet so viel unberührte Natur geben kann", erzählt Regisseur Heinz Leger. Gemeinsam mit den Kameramännern Josef Neuper, Harald Mittermüller und Otmar Penker hat er das Land rund um den Patteriol in allen vier Jahreszeiten porträtiert.

Versunken unter weißer Pracht

Die Dokumentation erzählt Geschichten, die weit ab der Pisten und Skirouten spielen. Hier donnern im Hochwinter immer wieder Lawinen zu Tal, doch sie bringen weder Zerstörung noch Tod. Im Gegenteil: Der Winter ist die härteste Zeit für Steinböcke und Gämsen. Jetzt liegt das karge Futter metertief unter Schnee begraben und nur dort, wo Lawinen die Hänge vom Schnee befreien, finden die Tiere Nahrung.

Die winterliche Pracht ist aber nur eine Facette, das bekannte Gesicht des Arlbergs, seine wahre Faszination liegt fast die Hälfte des Jahres unter Schnee verborgen. Wenn der Winter die Täler aus seinem eisigen Griff entlässt, zeigt das Gebiet seine wahre Schönheit. Jetzt bekommen die Gämsen ihre Jungen und schon nach wenigen Stunden tollen die Kleinen auf den steilen Hängen herum. Der "Gämsenkindergarten" ist eines der faszinierendsten und amüsantesten Schauspiele, das die Berge zu bieten haben.

Vom Meeresboden zum Felsenmeer

Nach dem langen Winterschlaf sind jetzt auch wieder die Murmeltiere unterwegs. Viele Monate haben sie in ihren Bauen verbracht und von den Fettreserven gezehrt, jetzt steht ihnen der Sinn nur nach einem: Fressen. Einer der Lieblingsplätze von Murmeltieren und Gämsen ist das sogenannte "Steinerne Meer", das den Blick auf längst vergangene Zeiten offenbart. Schwarze Spitzen im Fels, sogenannte Donnerkeile, waren für die frühen Siedler Zeugen gewaltiger Blitzeinschläge und für die gleich daneben liegenden mysteriösen Abdrücke gab es nur eine Erklärung: "Hier hat der Teufel getanzt!" Die wissenschaftliche Erklärung ist nicht ganz so spektakulär, aber nicht minder fantastisch - diese Felsen waren vor 200 Millionen Jahren Meeresboden. Donnerkeile sind die Überreste von Verwandten heutiger Tintenfische - hier hat nicht der Teufel getanzt: die Abdrücke sind Reste eines versteinerten Muschelriffs. Wie in einem steinernen Buch liegen hier Millionen Jahre Geschichte aufgeschlagen.

Spullersee mit herbstlichen Ebereschen
Spullersee mit herbstlichen Ebereschen
Quelle: ORF/Epo Film/Georg Schnell



Seit nunmehr 100 Jahren wird der Arlberg touristisch genutzt und doch gibt es hier eine atemberaubende Orchideenflora, große Gruppen von Stein- und Rotwild und eine nahezu unübersehbare Anzahl von Murmeltieren.

Im Winter sind weite Teile des Gebietes für Menschen unzugänglich und im Sommer gehören den Erholungssuchenden die Wanderwege, den Tieren aber der Rest der Landschaft. Es scheint also doch so etwas wie eine friedliche Koexistenz von menschlich genutztem Raum und unberührter Natur zu geben.

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