Horst Evers

Geboren 1967 in Diepholz (Niedersachsen).
Der Kabarettist und Schriftsteller Horst Evers (eigentlich: Horst Winter) studierte nach dem Abitur zunächst Publizistik, dann Deutsch und Sozialkunde für das Lehramt in Berlin. Während des Studiums entstanden erste Texte, mit denen er seit 1988 öffentlich auftrat. 1989 gründete er mit Hans Duschke, Bov Bjerg und Andreas Scheffler die Literaturzeitschrift „Salbader“, ein Magazin mit Texten aus dem Umfeld verschiedener Berliner Lesebühnen. Eine davon, „Dr. Seltsams Frühschoppen“,  wurde von Horst Evers 1990  mit ins Leben gerufen. Evers jobbte einige Jahre lang u.a. in der Gastronomie, als Nachhilfelehrer, Taxifahrer und Eilzusteller bei der Post. Seit 1993 ist er freier Schriftsteller und Kabarettist. Horst Evers, dessen Bühnenprogramme u.a. mit dem Deutschen Kabarettpreis (2002) und dem Deutschen Kleinkunstpreis (2008) ausgezeichnet wurden, lebt in Berlin.

Blick ins Werk

Mit einem halben Ohr versuchten die beiden, während ihres Gesprächs auch noch dem Dialog zwischen Schiff und Njiuv zu folgen, auch wenn der im Moment inhaltlich offenbar etwas stagnierte: „… is ja ooch ejal, aba solange die hintere Tür nich zu is, wird dit hia nich weitajehn, kann ick ooch jar nüscht machn, kann ick da nich …“
„Aber wir müssen jetzt sofort starten, sonst verlieren wir das Überraschungsmoment!“
„Hier startet jar nüscht, solange die hintere Tür nicht rischtisch zu is. Ick hab die Rejeln doch nich jemacht.“
„Ich verlange, dass wir sofort abfliegen.“
„Na, und ick valange, dit die hintere Tür rischtisch zu is! Und ick hab Zeit.“
Sonoro versuchte, Goiko die Schiffskommunikation etwas genauer zu erklären: „Für uns klingt die Signora anders als für dich. Jeder hört sie auf seine Weise.“
„Wie macht sie das?“
„Da muss ich etwas ausholen. Die Signora war eigentlich ein Schiff des öffentlichen Personennahverkehrs im Tyrius-Quadranten.“
„Ein Nahverkehrsschiff?“
„Ja, natürlich. Du bist hier mit Artenschutzrechtsaktivisten unterwegs. Die sind nicht gerade die wohlhabendste Gruppierung im Universum. Eher im Gegenteil.“
„Wie muss ich das verstehen?“
„Komm, eure Greenpeace-Kämpfer ketten sich ja auch nicht mit meterlangen, supermodernen, luxuriösen Yachten an die Walfänger, sondern eben mit Schlauchbooten.“
„Du meinst, wir durchqueren das Universum quasi mit einem Nahverkehrs-Schlauchboot?“

(Leseprobe aus dem Roman „Alles außer irdisch“ - © Rowohlt•Berlin Verlag, Berlin)

Bücher

 

Die Welt ist nicht immer Freitag
Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2002

 

Gefühltes Wissen
Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2005

 

Mein Leben als Suchmaschine
Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2008

 

Für Eile fehlt mir die Zeit
Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2011

 

Der König von Berlin
Kriminalroman
Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2012

 

Wäre ich du, würde ich mich lieben
Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2013

 

Vom Mentalen her quasi Weltmeister
Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2014

 

Alles außer irdisch
Roman, Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2016

Auszeichnungen

 

1994

Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis des Landkreises Darmstadt-Dieburg


2001

Kleinkunstpreis „Salzburger Stier“

Kabarettpreis „Prix Pantheon“ (Kategorie: Publikumspreis)


2002

Deutscher Kabarettpreis (Kategorie: Programmpreis)


2006

Kiep – Kleinkunstpreis der Stadt Haltern (Kreis Recklinghausen)


2008

Deutscher Kleinkunstpreis (Kategorie: Kleinkunst)


2009

Kabarettpreis „Gaul von Niedersachsen“ des Theaters am Küchengarten, Hannover

oben

Fotograf: Uwe Frauendorf (Leipzig)

  • Horst Evers

    Geboren 1967 in Diepholz (Niedersachsen).
    Der Kabarettist und Schriftsteller Horst Evers (eigentlich: Horst Winter) studierte nach dem Abitur zunächst Publizistik, dann Deutsch und Sozialkunde für das Lehramt in Berlin. Während des Studiums entstanden erste Texte, mit denen er seit 1988 öffentlich auftrat. 1989 gründete er mit Hans Duschke, Bov Bjerg und Andreas Scheffler die Literaturzeitschrift „Salbader“, ein Magazin mit Texten aus dem Umfeld verschiedener Berliner Lesebühnen. Eine davon, „Dr. Seltsams Frühschoppen“,  wurde von Horst Evers 1990  mit ins Leben gerufen. Evers jobbte einige Jahre lang u.a. in der Gastronomie, als Nachhilfelehrer, Taxifahrer und Eilzusteller bei der Post. Seit 1993 ist er freier Schriftsteller und Kabarettist. Horst Evers, dessen Bühnenprogramme u.a. mit dem Deutschen Kabarettpreis (2002) und dem Deutschen Kleinkunstpreis (2008) ausgezeichnet wurden, lebt in Berlin.

  • Blick ins Werk

    Mit einem halben Ohr versuchten die beiden, während ihres Gesprächs auch noch dem Dialog zwischen Schiff und Njiuv zu folgen, auch wenn der im Moment inhaltlich offenbar etwas stagnierte: „… is ja ooch ejal, aba solange die hintere Tür nich zu is, wird dit hia nich weitajehn, kann ick ooch jar nüscht machn, kann ick da nich …“
    „Aber wir müssen jetzt sofort starten, sonst verlieren wir das Überraschungsmoment!“
    „Hier startet jar nüscht, solange die hintere Tür nicht rischtisch zu is. Ick hab die Rejeln doch nich jemacht.“
    „Ich verlange, dass wir sofort abfliegen.“
    „Na, und ick valange, dit die hintere Tür rischtisch zu is! Und ick hab Zeit.“
    Sonoro versuchte, Goiko die Schiffskommunikation etwas genauer zu erklären: „Für uns klingt die Signora anders als für dich. Jeder hört sie auf seine Weise.“
    „Wie macht sie das?“
    „Da muss ich etwas ausholen. Die Signora war eigentlich ein Schiff des öffentlichen Personennahverkehrs im Tyrius-Quadranten.“
    „Ein Nahverkehrsschiff?“
    „Ja, natürlich. Du bist hier mit Artenschutzrechtsaktivisten unterwegs. Die sind nicht gerade die wohlhabendste Gruppierung im Universum. Eher im Gegenteil.“
    „Wie muss ich das verstehen?“
    „Komm, eure Greenpeace-Kämpfer ketten sich ja auch nicht mit meterlangen, supermodernen, luxuriösen Yachten an die Walfänger, sondern eben mit Schlauchbooten.“
    „Du meinst, wir durchqueren das Universum quasi mit einem Nahverkehrs-Schlauchboot?“

    (Leseprobe aus dem Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ - © 2016 Carl Hanser Verlag München)

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  • Bücher

    Eine Auswahl

     

    Die Welt ist nicht immer Freitag
    Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2002

     

    Gefühltes Wissen
    Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2005

     

    Mein Leben als Suchmaschine
    Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2008

     

    Für Eile fehlt mir die Zeit
    Frankfurt/Main: Eichborn Verlag 2011

     

    Der König von Berlin
    Kriminalroman
    Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2012

     

    Wäre ich du, würde ich mich lieben
    Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2013

     

    Vom Mentalen her quasi Weltmeister
    Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2014

     

    Alles außer irdisch
    Roman, Berlin: Rowohlt Berlin Verlag 2016

  • Auszeichnungen

    Eine Auswahl

     

    1994

    Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis des Landkreises Darmstadt-Dieburg


    2001

    Kleinkunstpreis „Salzburger Stier“

    Kabarettpreis „Prix Pantheon“ (Kategorie: Publikumspreis)


    2002

    Deutscher Kabarettpreis (Kategorie: Programmpreis)


    2006

    Kiep – Kleinkunstpreis der Stadt Haltern (Kreis Recklinghausen)


    2008

    Deutscher Kleinkunstpreis (Kategorie: Kleinkunst)


    2009

    Kabarettpreis „Gaul von Niedersachsen“ des Theaters am Küchengarten, Hannover

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