In nicht allzu ferner Zukunft wollen sich die Bewohner der Naturinsel komplett selbst versorgen
Drachenmühle - Im Einklang mit der Natur
Gäste sind willkommen und helfen bei den täglich anfallenden Arbeiten mit
Ihre Lebensart möchten die Eigentümer der Drachenmühle an andere weitergeben. Sie haben eine offene Tür für Handwerker auf der Walz, vergeben Plätze für ein freiwilliges ökologisches Jahr und freuen sich über jeden Besucher, der sich für ein Leben mit und in der Natur interessiert.
Alle Bewohner der Drachenmühle - auch die Gäste - helfen bei den täglich anfallenden Arbeiten mit. Morgens wird der Essensplan erstellt und die Aufgaben verteilt. Dazu gehören beispielsweise Kräutersammeln, Garten- und Küchenarbeiten sowie das Versorgen der Tiere. Auf dem Gelände leben einige Nutztiere wie Ziegen, Schafe, Schweine, Hühner und Enten. Mit Hilfe eines Biomeilers soll warmes Wasser gewonnen werden. Dazu werden Grünholzhäcksel auf einem großen Haufen kompostiert. Die dabei entstehende Verrottungswärme liegt bei etwas 70 Grad Celsius und wird durch ein im Haufen verlegtes Wasserrohr abgeleitet. Neben der effektiven Energiegewinnung entsteht qualitativ hochwertiger Kompost.
Noch ist der Biomeiler nicht voll funktionsfähig. Gebadet wird daher mit kaltem Wasser. Doch die Bewohner der Drachenmühle sind es gewöhnt mit wenig Komfort auszukommen. Die Körperhygiene findet weitgehend im Freien statt. Dort befinden sich auch die beiden Toiletten: Ein Kompostklo und ein Treebog, eine Art Hochsitzklo, bei dem durch herumwachsende Weiden alles natürlich verrottet. Letzteres darf nur nach einer dreitägigen, rein ökologischen Ernährung benutzt werden.
Während der kalten Jahreszeit müssen Anna-Theresia Schmidt und Christian Sven Schembritzki einige Lebensmittel zukaufen. Sie finanzieren diese Ausgaben durch den Verkauf von Naturwaren übers Internet und auf Märkten. Auch technische Geräte, wie Telefon, Laptop und eine Waschmaschine können sie sich dadurch leisten.
Die Drachenmühle liegt zwischen Dresden und Leipzig. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Mit der Bahn fährt man bis Oschatz, und steigt dann um in den Bus oder die alte Dampflock "Wilder Robert" bis zur Station Schweta Gasthaus. Von dort geht es zu Fuß den Weg entlang der Gleise zurück, Richtung Norden. An der 90 Grad Kurve am Ortsausgang gibt es ein Hinweisschild zur Drachenmühle
Auszeichnung der Drachenmühle: Offizielles Projekt der Vereinten Nationen "Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2009/2010