Die 3sat-Chronik
Von 1984 bis 2004 - 20 Jahre 3sat
1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990
1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004
Von 2005 bis 2009 - 25 Jahre 3sat
2005 2006 2007 2008 2009

Juli 1984
ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte, ORF-Generalintendant Gerd Bacher und SRG-Generaldirektor Prof. Dr. Leo Schürmann unterzeichnen am 13. Juli in Mainz den Vertrag über das erste gemeinsame deutschsprachige Satellitenprogramm 3sat. Es soll über den Satelliten ECS-F1, Spotbeam Ost, ausgestrahlt werden. Trägerschaft und rechtliche Verantwortung liegen beim ZDF.

September 1984
Dr. Volker Freiherr von Hagen, zuvor stellvertretender ZDF-Chefredakteur, wird zum Koordinator 3sat berufen.

Dezember 1984
Sendepremiere von 3sat. Am 1. Dezember beginnt um 18.00 Uhr das sechsstündige werbefreie Programm für rund 8.000 Fernsehhaushalte in den Kabelnetzen Ludwigshafen und München. Auftakt des Programms: das mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete dokumentarische Fernsehspiel "Ein ganz gewöhnliches Leben" von Imre Gyöngyössi und Barna Kabay.

Januar 1986
Änderung des 3sat-Programmschemas. Wichtigste Neuerungen: Übernahme der ORF-Kindernachrichten "Mini-ZiB", Einrichtung des "3sat-Studio" nach den "heute"-Nachrichten und ausschließlich Kultur am Samstagabend.

November 1986
Ausfall des Satellitentransponders Spotbeam Ost auf ECS-F1 und kurzfristiger Wechsel auf den Spotbeam West. 3sat erhält eine Fülle von Anrufen und Zuschriften aus Süd- und Osteuropa: große Enttäuschung, weil 3sat dort nicht mehr zu sehen ist.

April 1987
Dr. Walter Konrad, vormals Leiter der Hauptabteilung Programmplanung des ZDF, übernimmt am 1. April das Amt des Koordinators 3sat als Nachfolger von Dr. Volker Freiherr von Hagen.

September 1987
Auf dem Gelände der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) veranstaltet 3sat zum ersten Mal das "3sat-Kleinkunstfestival". Seit 1992 gastiert das Festival im 3sat-Zelt auf dem Mainzer ZDF-Gelände. Jedes Jahr im September stehen Newcomer und Stars des Kabaretts auf der Bühne und begeistern vor ausverkauftem Zelt das Publikum. Alle Veranstaltungen im 3sat-Zelt sind live oder aufgezeichnet im Programm von 3sat zu sehen. Seit 2000 heißt das traditionelle Treffen der Kabarettszene "3satfestival".

Dezember 1987
Am 1. Dezember tritt der Rundfunk-Staatsvertrag der Bundesländer vom 1./3. April 1987 in Kraft; er „ermächtigt und verpflichtet“ das ZDF zur Veranstaltung eines Satellitenprogramms "mit kulturellem Schwerpunkt". ZDF, ORF und SRG erneuern am 16. Dezember den 3sat-Vertrag und wandeln damit ihr Versuchsprojekt in ein Programmangebot auf Dauer um.

Januar 1989
Der ZDF-Musikkanal wird als Nachmittagsprogramm 3sat vorgeschaltet: Montag bis Freitag, ab 14.30 Uhr bis 17.20 Uhr, mit festgelegten Musikgattungen für jeden Tag - Rock-Pop-Jazz / Klassik / Volksmusik / Musiktheater / Operette / Show.

Juni 1989
"Lesen live" im Fernsehen: 3sat überträgt rund 30 Stunden Diskussionen und Lesungen beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Erstmals vergibt 3sat ein Stipendium, das an eine viel versprechende Autorin oder einen Autor des Wettbewerbs geht.

September 1989
3sat wird jetzt auch über die direktstrahlenden Fernsehsatelliten DFS 1 Kopernikus (PAL) und TV Sat 2 (D2 Mac) verbreitet. Sieben Millionen Haushalte in der Bundesrepublik, in Österreich und in der Schweiz empfangen inzwischen das 3sat-Programm.

Oktober 1989
Im ZDF-Sendezentrum wird am 30. Oktober die zweite Sendestraße eingeweiht: Die Sendetechnik von 3sat hat die Phase des Provisoriums überwunden und besitzt jetzt den gleichen Standard wie die des ZDF-Hauptprogramms.

Dezember 1989
Zum 5. Geburtstag von 3sat stellen die Trägeranstalten ZDF, ORF und SRG im ZDF-Sendezentrum Mainz am 30. November das 3sat-Manifest vor. In ihm wird die Fortführung des Gemeinschaftsprogramms als Angebot für anspruchsvolle Minderheiten bekräftigt.

April 1990
Vertragsunterzeichnung am 5. April in Ost-Berlin: Der Deutsche Fernsehfunk (DFF) beteiligt sich ab sofort am Satellitenprogramm 3sat. Die Partnerschaft endet am 31. Dezember 1991 mit der Auflösung des DFF im Rahmen des deutsch-deutschen Einigungsvertrages.

Dezember 1990
Der ZDF-Fernsehrat beschließt am 7. Dezember die Weiterentwicklung von 3sat zu einem "deutschsprachigen Kulturprogramm für Europa".

3sat beginnt am 19. Dezember mit der Verbreitung des eigenen Videotextangebotes "3satText" auf zunächst 190 Seiten. Darüber hinaus wird erstmalig in Europa in der sendefreien Zeit ein 15-seitiger Informationsservice "TextVision" ausgestrahlt, der auch für Fernsehzuschauer ohne Videotext-Decoder zu empfangen ist.

April 1991
Die Verantwortlichen der 3sat-Partneranstalten ZDF, ORF und SRG vereinbaren am 22. April in Mainz einen weiteren Ausbau von 3sat mit dem Ziel, die Informationskomponente zu stärken. Ein neues Programmschema soll die Information als zentralen Programmauftrag neben der Kultur berücksichtigen. Der ZDF-Fernsehrat beschließt im Juni das neue Programmschema.

Dezember 1991
Zirka 11,5 Millionen Fernsehhaushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz empfangen 3sat über Kabelanschluss. Hinzu kommen zirka drei Millionen Direktempfänger in Europa.

Januar 1992
Eine umfassende Revision des Programmschemas tritt am 1. Januar in Kraft. 3sat startet eine Reihe neuer Eigenproduktionen, darunter das 3sat-Kulturmagazin "Kultra", Gerichtsreportagen unter dem Titel "Recht brisant" und das ostdeutsche Satiremagazin "KAOS".

Februar 1993
In einem Brief an den ARD-Vorsitzenden Jobst Plog schlägt ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte am 17. Februar die Beteiligung der ARD am Gemeinschaftsprogramm 3sat vor.

März 1993
In der "Wiener Erklärung" stellen sich ORF-Generalintendant Gerd Bacher und der Generaldirektor der SRG, Antonio Riva, am 15. März ausdrücklich hinter das Angebot des ZDF-Intendanten an die ARD, sich in Zukunft am internationalen Satellitenprogramm 3sat zu beteiligen.

April 1993
Beim ARD/ZDF-Spitzengespräch erzielen der ARD-Vorsitzende, NDR-Intendant Jobst Plog, und ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte am 2. April grundsätzliche Übereinstimmung darüber, dass sich die ARD in absehbarer Zeit an 3sat beteiligt, bei gleichzeitiger Einstellung des ARD-Programms EINS PLUS.

Juli 1993
In Mainz unterzeichnen ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte, der ARD-Vorsitzende Jobst Plog, ORF-Direktor Dr. Peter Radel und der Generaldirektor der SRG, Antonio Riva, am 8. Juli den neuen 3sat-Vertrag. Er schreibt die Beteiligung der ARD als gleichberechtigten Mitveranstalter fest. Dr. Walter Konrad (ZDF) wird als Leiter (Koordinator) des 3sat-Programms bestätigt, Dr. Christof Schmid (SWF) wird sein Stellvertreter.

Dezember 1993
Am 1. Dezember startet das neue Gemeinschaftsprogramm 3sat unter Beteiligung der ARD mit neuer Programmstruktur. Durchgehendes Angebot von 8.00 Uhr bis zirka 1.00 Uhr. Programmanteile ZDF und ARD bei jeweils 30 Prozent, zirka 25 Prozent ORF und rund 15 Prozent SRG.

November 1994
Zirka 25 Millionen Fernsehhaushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind technisch in der Lage, 3sat zu empfangen.

Juli 1995
Als erstes unverschlüsseltes Fernsehprogramm stellt 3sat seinen Studiobetrieb auf die neue Bildschirmnorm 16:9 PALplus um.Alle aus dem Mainzer Heimatstudio von 3sat gefahrenen Sendungen - zirka 10 bis 15 Prozent des gesamten Programmangebotes - werden fortan in 16:9 PALplus produziert und ausgestrahlt.

September 1995
Der Deutsche Kulturrat ehrt 3sat mit der Verleihung des "Kulturgroschens", einer alljährlich vergebenen Auszeichnung für "besondere Verdienste um die Kunst- und Kulturentwicklung".

Oktober 1995
Ein neues 3sat-Programmschema tritt in Kraft. Im Mittelpunkt steht das werktäglich von Montag bis Freitag live produzierte Kulturmagazin "Kulturzeit", das aus einer im ZDF-Sendezentrum in Mainz angesiedelten Gemeinschaftsredaktion von ZDF, ARD, ORF und SRG heraus entsteht.

Februar 1996
Dr. Walter Konrad wird Direktor Europäische Satellitenprogramme beim ZDF und in dieser Funktion verantwortlich für 3sat. Engelbert Sauter übernimmt als Koordinator die Leitung von 3sat.

Mai 1996
Im Rahmen der "Initiative Theater im Fernsehen" bringt 3sat aktuelles Theater ins Fernsehen. Fünf Inszenierungen vom Berliner Theatertreffen überträgt 3sat in seinem Programm. In den folgenden Jahren werden "Starke Stücke" vom alljährlich in Berlin stattfindenden Theatertreffen zum Schwerpunktangebot bei 3sat.

Oktober 1996
"play Dürrenmatt" - die umfangreichste Fernsehretrospektive, die bis dahin einem Schriftsteller gewidmet wurde - bringt 3sat in die Schlagzeilen und viele Zuschauer vor den Bildschirm (Spitzeneinschaltung von 1,5 Millionen). "play Dürrenmatt" wird mehrfach ausgezeichnet (u.a. Goldenes Kabel).

November 1996
3sat verleiht zwei neue Preise: Den mit 10.000 Mark dotierten 3sat- Dokumentarfilmpreis bei der Duisburger Filmwoche und den 3sat- Zuschauerpreis bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels.

Die Duisburger Filmwoche ist eines der wichtigsten Foren für Dokumentarfilme aus dem deutschen Sprachraum. 3sat vergibt seinen Preis jedes Jahr an die Regisseurin oder den Regisseur des besten deutschsprachigen Dokumentarfilms aus dem Festivalprogramm. Bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels hat der Zuschauer die Wahl. Er wählt den nach seiner Meinung besten Fernsehfilm des Jahres - unabhängig von einer Jury.

Mai 1997
Anlässlich des 34. Theatertreffens in Berlin verleiht 3sat erstmals den mit 20.000 Mark dotierten 3sat-Innovationspreis für eine zukunftsweisende Leistung aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles und Inszenierungen.

November 1997
Mit "alles was Brecht ist..." startet die bis dahin umfangreichste Fernsehretrospektive zu Leben und Werk Bertolt Brechts. Aus Anlass seines 100. Geburtstages im Februar 1998 würdigt 3sat den Dichter mit einer großen Werkschau und begleitenden Dokumentationen. Im Medienverbund mit S2 Kultur und SF DRS werden außerdem dem interessierten Hörer akustische Trouvaillen des Brecht-Werks geboten.

März 1998
Die Redaktion "Kulturzeit" beauftragt eine siebenköpfige Jury mit der Auswahl von "100 Wörtern des Jahrhunderts", die das 20. Jahrhundert beschreiben und charakterisieren sollen. Die Juroren sind namhafte Persönlichkeiten der Publizistik, Literatur und des Fernsehens: Friedrich Dieckmann, Hans Helmut Hillrichs,Walter Jens, Friedrich Küppersbusch, Sigrid Löffler, Peter von Matt und Johannes Willms. Mit dem Deutschlandradio Berlin, dem Suhrkamp-Verlag, der Süddeutschen Zeitung und der Gesellschaft für deutsche Sprache wird eine Medienpartnerschaft vereinbart, die das Projekt via Hörfunk, Zeitung, Buch und Symposium begleitet.

April 1998
Am 24. April treffen sich die Chefs von ZDF, ORF, SRG und der ARD zu einem Spitzengespräch in Mainz und verabschieden das Grundsatzpapier "3sat - ein Bündnis für Kultur". Darin würdigen sie 3sat als wichtigen Faktor des kulturellen Lebens und ermuntern 3sat, aktiv und gestaltend diese Rolle weiterhin wahrzunehmen. Sie beauftragen 3sat mit der Entwicklung eines Konzepts für ein tägliches Zukunftsmagazin.

Mai 1998
Mit der Weimar 1999 - Kulturstadt Europas GmbH schließt 3sat am 20. Mai 1998 eine exklusive Medienpartnerschaft. Die in Weimar verabschiedete Vereinbarung sieht regelmäßige Berichterstattungen in der "Kulturzeit" sowie in weiteren 3sat-Regelsendungen vor. Darüber hinaus wird 3sat seinen Zuschauern ausgewählte Höhepunkte des Kulturstadtprogramms präsentieren und das Kulturstadtjahr durch eigene, originäre Fernsehproduktionen begleiten.

Oktober 1998
3sat widmet der 50. Frankfurter Buchmesse einen eigenen Programmschwerpunkt. Das Gastland Schweiz steht im Mittelpunkt der Buchmesse: Unter dem Titel "LiteraTour de Suisse" stellt 3sat vom 26. September bis zum 25. Oktober 38 Schweizer Autoren und Autorinnen der Gegenwart mit ihrem Werk vor. Neben Porträts zeigt 3sat Theaterstücke, Fernsehfilme, Dokumentationen, Gespräche und aktuelle Berichte in der "Kulturzeit".

Dezember 1998
Vom 22. November bis 23. Dezember beleuchtet 3sat in dem Programmschwerpunkt "Die 50er Jahre" unterschiedliche Aspekte des Jahrzehnts. Über 60 Reportagen, Features, Spielfilme, Theaterstücke und Dokumentationen geben Einblicke in deutsche, österreichische und Schweizer Geschichte.

Februar 1999
Am 19. Februar wird das Kulturstadtjahr 1999 in Weimar eröffnet. Im Rahmen der Medienpartnerschaft mit der Weimar 1999 - Kulturstadt Europas GmbH begleitet 3sat ganzjährig kulturelle Ereignisse in Weimar im Programm und ruft darüber hinaus eigene Projekte zum Kulturstadtjahr ins Leben wie "1999 Wege nach Weimar" und die „Weimarer Tagebücher“. In Zusammenarbeit mit der Weimar 1999 - Kulturstadt Europas GmbH entsteht das Theaterfestival "Frankenstein - Ein Theatermonster".

März 1999
Der seit April 1990 genutzte Fernsehsatellit ASTRA 1A wird aus technischen Gründen durch den leistungsstärkeren Satelliten ASTRA 1F ersetzt, um den einwandfreien Empfang des 3sat-Programms langfristig sicher zu stellen.

April 1999
3sat feiert den 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes. Im Programmschwerpunkt "goethes welt" zeigt 3sat vom 1. bis zum 30. April Inszenierungen von Stücken Goethes, Spiel- und Fernsehfilme, Dokumentationen und die "goethe.news", die täglich um 20.15 Uhr, im Anschluss an die "Tagesschau", die Zeit Goethes in Nachrichtenform präsentieren.

Mai 1999
Auf den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen vergibt 3sat im Rahmen des deutschen Wettbewerbs erstmals den 3sat-Förderpreis. Er wird von der Jury des Verbandes der deutschen Filmkritik an talentierte Filmemacherinnen und Filmemacher verliehen und umfasst das Angebot, den prämierten Film zu erwerben und im 3sat-Programm zu präsentieren.

Juni 1999
Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb vergibt 3sat erstmals den mit 10.000 Mark dotierten 3sat-Preis an eine Autorin oder einen Autor des Wettbewerbs.

Juli 1999
Das "KulturForum Europa" (KFE) zeichnet 3sat mit dem "KulturPreis Europa 1999" aus und würdigt damit das erfolgreiche Bemühen des Senders, als Kulturbotschafter dreier Länder des deutschen Sprachraums in Europa aufzutreten und kulturhistorische Barrieren zu überwinden.

August 1999
Am 2. August 1999 geht 3sat.online an den Start. Das Online-Portal 3sat.de lädt ein, durch das vielfältige 3sat-TV-Programm zu surfen mit Rück- und Ausblicken auf Kultur- und Wissenschaftsmagazine, Hinweisen auf Programmhighlights und Hintergrundinformationen zu Schwerpunktthemen.

Oktober 1999
Die 3sat-"Kulturzeit" erhält den Deutschen Fernsehpreis. Mit dem erstmals gemeinsam von ZDF,ARD, RTL und SAT.1 verliehenen Preis wird das werktägliche Kulturmagazin als beste Informationssendung im deutschen Fernsehen ausgezeichnet.

Dezember 1999
3sat feiert am 1. Dezember sein 15-jähriges Jubiläum. Gleichzeitig tritt ein neues Programmschema in Kraft. Damit startet das neue 3sat-Zukunftsmagazin "nano", das von Montag bis Freitag um 18.30 Uhr aktuell über Themen aus Wissenschaft, Forschung,Technik und Umwelt berichtet.

Zum Jahreswechsel zeigt 3sat ein besonderes Musikprogramm: "concerto massimo" 24 Stunden - 24 Komponisten. Zwischen 7.00 Uhr am Silvestermorgen und 7.00 Uhr an Neujahr bietet der 3sat Thementag "concerto massimo" 24 Stunden Musik aus vier Jahrhunderten. Präsentiert wird der musikalische Jahreswechsel von Senta Berger.

Februar 2000
Dr. Gottfried Langenstein, vormals Leiter der Hauptabteilung Internationale Angelegenheiten des ZDF, übernimmt am 1. Februar das Amt des Direktors Europäische Satellitenprogramme als Nachfolger von Dr.Walter Konrad.

Eine von den Media-Perspektiven (Heft 2/2000) in Auftrag gegebene Studie des Instituts für europäische Medienforschung (IFEM), Köln, zu Struktur und Inhalt der öffentlich-rechtlichen Kulturprogramme 3sat und ARTE kommt zu dem Schluss, dass beide Programme ihren hohen Qualitätsanspruch einlösen. Die Studie belegt ferner, dass 3sat seiner Ambition, ein europäisches Programm zu sein, gerecht wird.

Juli 2000
Zum 250.Todestag von Johann Sebastian Bach am 28. Juli 2000 widmet 3sat dem Komponisten einen umfangreichen Programmschwerpunkt. Unter dem Titel "Passion Bach" zeigt 3sat vom 28. Juli bis zum 10. September Dokumentationen, Spielfilme und Konzerte. Höhepunkte des Programms sind die Uraufführungen von vier Neukompositionen mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Vier zeitgenössische Komponisten nehmen sich in deutscher, russischer, englischer und spanischer Sprache der Passionsberichte der Evangelisten an, für die Bach einst maßstabsetzende Kompositionen schrieb.

November 2000
Mit "50 Jahre Fernsehfilm" startet 3sat den umfangreichsten TV-Rückblick auf den deutschsprachigen Fernsehfilm. Innerhalb eines Jahres zeigt 3sat mehr als 50 deutsche, österreichische und schweizerische Fernsehfilm- Klassiker aus den vergangenen fünf Jahrzehnten. Die Retrospektive, ein Stück Zeit- und Fernsehgeschichte, endet am 14. November 2001.
Schwerpunkt
50 Jahre Fernsehfilm

Dezember 2000
"All that Jazz" ist der Titel des 3sat-Thementages an Silvester. Das 24- stündige Jazzprogramm beschreibt in Jahrzehnteschritten die Entwicklung des Jazz und seiner Stile vom Ragtime bis heute. 3sat setzt damit sein erfolgreiches Konzept mit 24-Stunden Silvesterkonzerten fort.
Thementag
All that Jazz - Concerto Massimo

Februar 2001
Es war das Theaterereignis des Jahrhunderts im Fernsehen: Peter Steins Faust-Inszenierung, uraufgeführt auf der EXPO 2000 in 21 Stunden, wird erstmals in ungekürzter Version auf dem Bildschirm gezeigt. Die Regisseure Peter Schönhofer (Faust I) und Thomas Grimm (Faust II) haben Goethes Haupt- und Lebenswerk für den Zuschauer mit der Kamera eingefangen. Aus 600 Stunden Drehmaterial entstand ein 13-stündiges Programm - die aufwändigste TV-Adaption einer Theaterinszenierung in der Geschichte des Fernsehens. 3sat zeigte das vom ZDF und dessen Partnerprogrammen 3sat, ARTE und ZDF-Theaterkanal gemeinsam getragene Projekt in voller Länge am 17. und 18. Februar 2000.

April 2001
Unter dem Titel "jetzt: max frisch" zeigt 3sat vom 3. April bis zum 3. Mai einen Programmschwerpunkt zum 10.Todestag des Schweizer Schriftstellers mit Theateraufzeichnungen, Fernseh- und Spielfilmen, Dokumentationen und Gesprächen. Der Programmschwerpunkt „jetzt: max frisch“ wird in einem Medienverbund von Fernsehen, Hörfunk und Verlag präsentiert: Die Radioprogramme SWR2, SF DRS2 und Radio Bremen 2 senden Hörspiele, Lesungen, Diskussionen und Features. Beim Suhrkamp Verlag ist ein Begleitbuch mit dem Titel "jetzt: max frisch" erschienen.

Gert Scobel, Moderator des 3sat-Magazins "Kulturzeit", sowie die Regisseure der Fernsehfassung von Peter Steins "Faust" (3sat-Sendetermin: 17./18. Februar 2001), Peter Schönhofer (Faust I) und Thomas Grimm (Faust II), erhalten den Bayerischen Fernsehpreis 2001, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Fernsehschaffende in Deutschland.

Mai 2001
Bei den 47. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen ist der 3sat- Förderpreis zum ersten Mal mit 2.500 Euro dotiert.
Schwerpunkt
47. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen

Juli 2001
In Berlin unterzeichnen Dr. Gottfried Langenstein und Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, einen Vertrag über eine Medienpartnerschaft. 3sat wird über den Auf- und Ausbau der Museumsinsel in Berlin berichten. Die Phasen der Restaurierungs- und Aufbauarbeiten werden filmisch dokumentiert und in einem einzigartigen Archiv zusammengefasst. Außerdem wird "Kulturzeit" in den folgenden Jahren regelmäßig und aktuell berichten.

September 2001
3sat feiert im September zwei Jubiläen - 100 Jahre deutsches Kabarett und 15 Jahre 3satfestival. Das Zeltfestival ist das einzige geblieben, das ein Live-Ereignis für das Publikum vor Ort schafft und gleichzeitig ein Ereignis innerhalb des Fernsehprogramms ist, denn 3sat zeigt alle Veranstaltungen live oder aufgezeichnet. Jedes Jahr spielen die Künstler und Künstlerinnen des Festivals vor einem ausverkauften 3sat-Zelt.
Schwerpunkt
3satfestival

Dezember 2001
Dr. Gottfried Langenstein und der Berlinale-Direktor Dieter Kosslick sowie Hans Helmut Prinzler, Direktor des Filmmuseums Berlin, unterzeichnen eine Partnerschaftsvereinbarung zur Retrospektive der Berlinale "European 60s".

3sat präsentiert vom Beginn der 52. Internationalen Filmfestspiele Berlin (7. Februar 2002) bis November 2002 die umfangreichste Reihe mit Filmen des europäischen Kinos, die bisher im deutschen Fernsehen zu sehen war, in seinem Programm: Über 40 cineastische Werke lassen die turbulenten "Sixties" lebendig werden. 3sat erweitert und ergänzt durch die Partnerschaft mit der Berlinale und dem Filmmuseum Berlin - Deutsche Kinemathek die Retrospektive der Berlinale "European 60s - Revolte, Phantasie & Utopie" und setzt damit gemeinsam mit den Filmfestspielen ein Signal für die Bedeutung und den Erhalt des europäischen Kinos.

Das 3sat-Silvesterprogramm "TanzWelten" entführt während einer 24-stündigen Reise in die Vielfalt und Faszination des Bühnentanzes. Vom klassischen "Pas de deux" bis zur kraftvollen Körperakrobatik moderner Compagnien, vom Tanz als Medium der Gesellschaftskritik bis zur Abstraktion, von Afrika über Spanien bis zu den Metropolen Amerikas, präsentiert 3sat in einem 24-Stundenprogramm vom 31. Dezember 2001, 6.00 Uhr, bis Dienstag, 1. Januar 2002, 7.00 Uhr, nonstop die Welt des Tanzes. Die Palette reicht dabei von den folkloristischen Wurzeln des Tanzes über klassische Handlungsballette, zeitgenössische Choreographie und experimentelle Stücke bis zu aktuellen Produktionen.
Schwerpunkt
European 60s
Thementag
TanzWelten

Februar 2002
3sat präsentiert eine umfangreiche Retrospektive zu Leben und Werk von Stefan Zweig. Zum 60.Todestag des österreichischen Schriftstellers im Februar 2002 zeigt 3sat vom 23. Februar bis zum 16. März den literarischen Programmschwerpunkt "Die Welt des Stefan Zweig" mit Theaterinszenierungen, Dokumentationen und Spielfilmen.
Schwerpunkt
Die Welt des Stefan Zweig

April 2002
3sat präsentiert sich mit einem neu gestalteten Programmschema. Fest programmierte Sendeplätze verbessern die Programmübersicht und erleichtern dem Zuschauer die Auswahl von Sendungen. Das Nachmittagsprogramm mit seinen anspruchsvollen Produktionen verstärkt das 3sat- Programmprofil "anders fernsehen". Mit zwei zusätzlichen Nachrichtensendungen ("Zeit im Bild", 13.00 Uhr, "Schweizer Tagesschau", 17.45 Uhr) baut 3sat sein umfangreiches Informationsangebot aus. Eine neue Gesprächsreihe "gero von boehm begegnet...", die 3sat jeden zweiten Dienstag, ab 22.25 Uhr, ausstrahlt, komplettiert das Programmangebot.

November 2002
3sat führt am 1. November von 7.00 Uhr bis 7.00 Uhr "In 24 Stunden um die Welt..." zu Denkmälern, die die UNESCO zum Weltkultur- und Naturerbe zählt. Zu sehen sind an diesem Tag mehr als hundert Filme der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit", in denen 3sat seit 1995 jeden Sonntag ab 21.00 Uhr ein Welterbe-Denkmal vorstellt. Entdecker, Abenteurer und Poeten sind mit auf dieser Weltreise: Moderiert wird der Thementag von Raoul Schrott.
Thementag
In 24 Stunden um die Welt...

Dezember 2002
3sat beschließt das alte und beginnt das neue Jahr mit einem weiteren Thementag: Pop around the clock, 24 Stunden - 24 Stars. Präsentiert werden non-stop Konzerte von Elvis bis Britney. "Pop around the clock" ist nach Klassik, Jazz und Tanz das vierte 24-Stunden-Programm in Folge, das 3sat zu Silvester veranstaltet.
Thementag
Pop around the clock

Januar 2003
Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen wird das Kulturhauptstadtjahr in Graz eröffnet. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit der Graz 2003 Kulturhauptstadt Europas Organisations GmbH begleitet 3sat ganzjährig kulturelle Ereignisse in Graz im Fernsehprogramm.

Frank Hubrath, bislang Chefredakteur der Schweizer Programmzeitschrift TR7, ist seit 1. Januar 2003 neuer Leiter der Redaktion 3sat des Schweizer Fernsehens DRS. Hubrath löst Luis Bolliger ab, der seit dem 3sat-Start 1984 in dieser Position tätig war.
Schwerpunkt
Graz 2003

Mai 2003
Bernhard Nellessen, bisher vier Jahre lang Chefredakteur des Südwestrundfunks in Mainz und zugleich Stellvertreter des Landessenderdirektors Rheinland-Pfalz, ist seit 1. Mai 2003 neuer ARD-Koordinator 3sat. Nellessen löst Christof Schmid ab, der seit 1993 in dieser Position tätig war.

Juni 2003
3sat sendet ab 1. Juni in neuem Design. Offen und zeitgemäß präsentiert sich 3sat seinen Zuschauern. Im Mittelpunkt des neuen 3sat-Designs steht das Logo in frischem Rot und neuer Form. In Senderkennungen und anderen Präsentationselementen zeigt 3sat Gesicht: Menschen, die sympathisch offen und nicht stereotyp sind, prägen das Erscheinungsbild von 3sat. Das 3sat-Logo wurde in den Abteilungen Grafik und Präsentation von 3sat beim ZDF entwickelt.
Imagetrailer
3sat zeigt Gesicht

November 2003
Am 1. November dieses Jahres setzt 3sat sein Programmschema außer Kraft und sendet den Thementag "Russland entdecken": 24 Stunden Dokumentationen, Berichte und Filme zu Russlands Landschaften, Menschen, Geschichte und Gegenwart. 3sat zeigt "Russland entdecken" aus Anlass der "Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003/2004", die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau und dem Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin stehen.
Thementag
Russland entdecken

Dezember 2003
Die ARD ist zehn Jahre bei 3sat. Am 1. Dezember 1993 vereinbarten ARD, ZDF, ORF und SFDRS eine Partnerschaft. Zugunsten der ARD gab das ZDF damals 30 Prozent seiner Sendezeit bei 3sat auf. Für die Zukunft wünschen sich die vier beteiligten Sender weiterhin eine starke Partnerschaft und ein Programm, das den Zuschauern anspruchsvolles Fernsehen bietet.

Februar 2004
3sat ändert sein Programmschema und setzt damit verstärkt auf "Kultur und Qualität als Konzept". Zwei neue Sendeformate, mehr Zeit in der Prime Time für Dokumentationen und ein klar strukturiertes Filmangebot am Abend, mehr Sendeminute für Theater und Musik sind die wesentlichen Änderungen.

Das neue 14-tägige Magazin mit Gert Scobel "delta" geht erstmals am 12. Februar im Rahmen des philosophischen Schwerpunkts "Kant - Die Geburt der Philosophie der Moderne" auf Sendung. Zum 200.Todestag des Philosophen Immanuel Kant zeigt 3sat eine Woche lang Dokumentationen zu den Denkern des 20. Jahrhunderts. Ein weiteres neues Format "bookmark" mit Helmut Markwort stellt einmal im Monat, samstags ab 18.00 Uhr, Sachbücher und ihre Autoren vor.
Schwerpunkt
Kant - Die Geburt der Philosophie der Moderne

Dezember 2004
Am 1. Dezember feiert 3sat 20 Jahre.

Über den Satelliten ECS-F1 startet 3sat am 1. Dezember 1984 mit täglich sechs Stunden werbefreiem Programm. 8.000 Haushalte in den Kabelpilotprojekten Ludwigshafen und später München sind angeschlossen. 1989 erreicht 3sat 7 Millionen und 2003 40 Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Europaweit werden 2003 85,5 Millionen Haushalte erreicht.
Jubiläum
20 Jahre 3sat

Mai bis Oktober 2005
2005 ist das große Schiller-Jahr: Der Todestag des Dichters jährt sich zum 200. Mal. Für 3sat Grund genug, dem Dichter und Denker einen Themenschwerpunkt zu widmen.

Mit der Premiere des Theaterfilms "Kabale und Liebe", der mit dem Shootingstar Paula Kalenberg als Luise, August Diehl als Ferdinand, Götz George als Präsident, Katja Flint als Lady Milford und Katharina Thalbach als Frau Miller hervorragend besetzt ist, beweist Leander Haußmann, dass ein klassisches Theaterdrama das Zeug zu bester Fernsehunterhaltung hat.

Der Themenschwerpunkt startet und endet mit jeweils einem großen Thementag: Zwischen "24 Stunden Schiller" am 1. Mai und "Freiheit!" am 3. Oktober stehen viele große Inszenierungen, Opern, Filme und Konzerte auf dem Programm.
Thementage
24 Stunden Schiller Freiheit!

Oktober 2005
"Kulturzeit" feiert am 2. Oktober 2005 sein 10-jähriges Jubiläum. Zwischen dem Sendestart im Oktober 1995 und heute liegen 2.300 Ausgaben des Kulturmagazins von ZDF, ORF, SF und ARD, 11.000 Beiträge, 7.000 Kultur-Tipps, 10.000 Nachrichten, 2.000 Gäste/Gespräche, 250 Literaturgespräche und 87.000 Sendeminuten.
Jubiläum
10 Jahre Kulturzeit

April 2006
3sat widmet Sigmund Freud zum 150. Geburtstag einen Themenschwerpunkt: "Freud - die Reise ins Unbewusste“ zeigt ab 17. April über drei Wochen hinweg in 25 Sendungen, davon neun Erstaustrahlungen, wie aktuell Freud heute noch ist und zeichnet ein umfassendes Bild des Begründers der Psychoanalyse und seines Wirkens.
Schwerpunkt
Freud - die Reise ins Unbewusste

Mai 2006
3sat verleiht zum zehnten Mal den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis für eine "zukunftsweisende Leistung" aus dem Kreise der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Künstlerinnen und Künstler. Der diesjährige Preisträger heißt Dimiter Gotscheff und wird für seine Inszenierung von Anton Tschechows "Iwanow" ausgezeichnet.

Migration ist ein vielschichtiger Prozess und vor dem Hintergrund einer andauernden Integrationsdebatte ein überaus aktuelles Thema. 3sat greift die verschiedenen Aspekte der Migration auf und präsentiert vom 14. bis zum 21. Mai mit "Aus der Fremde - In die Fremde" einen 16-teiligen Schwerpunkt mit Spiel- und Dokumentarfilmen, Reportagen und Dokumentationen, die sich mit dem Leben von Migranten, ihren Hoffnungen und Sehnsüchten, ihren Chancen und Schwierigkeiten beschäftigen.
Schwerpunkt
Aus der Fremde - In die Fremde
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September 2006
2006 feiert das 3satfestival ein Jubiläum: Zum zwanzigsten Mal zeigen Künstler aus allen Bereichen der Kleinkunst im 3sat-Zelt einen Querschnitt der interessantesten Produktionen des Jahres. Seit dem Start des Festivals 1987 kommen die besten Künstler der deutschsprachigen und internationalen Szene ins 3sat-Zelt, darunter Harald Schmidt, Matthias Deutschmann, Urban Priol, Volker Pispers und viele andere.
Jubiläum
20 Jahre 3satfestival

Oktober 2006
3sat startet am 7. Oktober mit dem neuen Servicemagazin "vivo“. Moderiert wird "vivo“ von Annabelle Mandeng. Das Magazin ist für alle, die gerne und bewusst leben und mehr über das Leben wissen möchten. Die monothematische Sendung vermittelt in einzelnen Rubriken, zum Beispiel in der On-Reportage mit Gregor Steinbrenner, Wissenswertes und Aktuelles, bringt Ideen fürs Leben auf den Bildschirm.

November 2006
Seit zehn Jahren verleiht 3sat auf der Duisburger Filmwoche den 3sat- Dokumentarfilmpreis. Die 3sat-Partner vergeben die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung für einen herausragenden Film des Festivals, den eine unabhängige Jury bestimmt.
Jubiläum
Die 30. Duisburger Filmwoche

Januar 2007
Seit 1. Januar ist Dr. Reinhard Scolik Leiter Planung und Koordination bei der Generaldirektion ORF. Der Jurist war seit 2002 Programmdirektor des ORF. Er folgt auf Wolfgang Lorenz, der ab Januar 2005 in dieser Funktion tätig war.

Thementag
Im Namen Gottes

April 2007
Wie werden wir in der Zukunft leben, lernen, arbeiten oder wohnen? 3sat blickt mit der Dokumentationsreihe „Z wie Zukunft“, ab 15. April, in die Zukunft und fragt in sechs Folgen nach den Lebens- und Arbeitsbedingungen, die uns erwarten.
Schwerpunkt
Z wie Zukunft

Mai 2007
Daniel Fiedler ist ab 1. Mai neuer 3sat-Koordinator. Er folgt auf Engelbert Sauter, der diese Position seit 1996 innehatte und maßgeblich am Aufbau von 3sat beteiligt war. Daniel Fiedler arbeitete seit 2001 als Referent der Direktion Europäische Satellitenprogramme und leitete seit 2006 die Zentralredaktion 3sat.

August 2007
Am 25. August 1967 eröffnete Willy Brandt auf der Internationalen Funkausstellung Berlin mit einem Druck auf den roten Knopf das Zeitalter des Farbfernsehens. 3sat erinnert 40 Jahre später, am 25. August 2007, mit dem Thementag „Televisionen in Schwarz-Weiß“ an die große Ära des Fernsehens, bevor die Bilder bunt wurden. Präsentiert werden die „Televisionen in Schwarz-Weiß“ von Katrin Bauerfeind.
Thementag
Televisionen in Schwarz-Weiß

September 2007
In der zehnteiligen Reihe „Stations. Meisterwerke zeitgenössischer Kunst“ stellt „Kulturzeit“ in Zusammenarbeit mit der Kunstzeitschrift „Monopol“ Meisterwerke zeitgenössischer Kunst vor. Ab 26. September zeigt das Kulturmagazin jeden zweiten Mittwoch einen Filmbeitrag zu einem Meisterwerk der vergangenen 20 Jahre, darunter Künstler wie Andreas Slominski, Luc Tuymans und Isa Genzken.
Schwerpunkt
Meisterwerke zeitgenössischer Kunst

Dezember 2007
Schön, herausragend, einzigartig: 851 Orte zählt das UNESCO-Welterbe. An seinem Thementag "In 24 Stunden um die Welt" am 2. Dezember 2007 geht 3sat auf Weltreise zu 95 dieser Stätten in 53 Ländern. Ausgangspunkt ist das Welterbe Völklinger Hütte - eines der ungewöhnlichsten Kulturdenkmäler. Von hier moderiert Dieter Moor die Reise um die Welt.
Thementag
In 24 Stunden um die Welt

Januar 2008
Dr. Rainer M. Schaper wird Abteilungsleiter Kultur beim Schweizer Fernsehen (SF) und in dieser Funktion zuständig für 3sat.

April 2008
Neue Akzente setzt 3sat mit seinen beiden Magazinen "Kulturzeit" und "nano": Die neue Studioausstattung ist offener und sorgt mit multimedialen Effekte für die verbesserte Präsentation von aktuellen Themen.

Außerdem startet das neue Format von 3sat-Moderator Gert Scobel "scobel", das ebenfalls neue Akzente setzt: Ein Format, wie es bisher in der deutschen Fernsehlandschaft nicht zu entdecken ist. Offen in der Form, steht die Umsetzung der Themen ganz im Vordergrund.

Oktober 2008
Das 3sat-Magazin "neues" erhält den Deutschen Fernsehpreis. Mit dem Preis wird das Comutainment-Magazin als beste Wissenssendung im deutschen Fernsehen ausgezeichnet.
Info
"Beste Wissenssendung"

Januar 2009
Nach Max Planck im Jahr 2008 widmet 3sat 2009 seine zweite große wissenschaftliche Themenwoche dem Begründer der Evolutionstheorie Charles Darwin. Die insgesamt acht Sendungen - fünf davon in Erstausstrahlung - beleuchten Person, Forschung und gesellschaftliches Wirken des britischen Ausnahmeforschers. Besonders bemerkenswert sind unter anderem die 3sat-Produktionen "nano extra: Darwins langer Schatten", die den Darwinismus ideengeschichtlich einordnet, und die beiden "hitec"-Dokumentationen "Gefährliche Mahlzeiten" und "Das Geheimnis der Junk-DNA", die die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Forschung der wissenschaftlichen Darwin-Erben lenken.
Schwerpunkt
Flash: Darwin: Vita, die Reise der Beagle und die Evolution des Lebens Der Darwin-Code: zum 200. Geburtstag Charles Darwins

Februar/März/April 2009
In einer nach 2008 nochmals außergewöhnlichen Programmbemühung startet 3sat im Frühjahr 2009 eine ganze Reihe neuer Programme: Katrin Bauerfeind, die für 3sat bereits unter anderem am Fernsehexperiment "Baustelle Kulturzeit" mitgeprägt hat, bekommt im Februar ihre eigene Sendung: "Bauerfeind". In dem Popkulturmagazin benutzt Bauerfeind den Bildschirm wie eine Computeroberfläche: Sie startet Beiträge, wiederholt und kommentiert einzelne Passagen.

Nach ihrer erfolgreichen Wettfahrt "1-2-3 Moskau" im März 2008 führt die Fahrt von Katrin Bauerfeind und Henning Wehland nun in einem alten VW-T3-Bus durch Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien, Mazedonien und Bulgarien in die Metropole am Bosporus. 3sat zeigt die vierteilige Reihe "1-2-3 Istanbul" im Februar und März 2009.

3sat schickt für "Nicht der Süden" zwei Berliner Schriftsteller an den Nordpolarkreis. Das Reiseabenteuer von Kirsten Fuchs und Volker Strübing zeigt 3sat im März in vier Teilen. Ein Buch von den beiden Autoren ist unter gleichem Titel im Verlag Voland & Quist erschienen.
Sendung
Bauerfeind
Vierteiler
1-2-3 Istanbul Nicht der Süden

Februar 2009
Seit 2007 stellt das 3sat-Magazin "Kulturzeit" in Kooperation mit der Kunstzeitschrift "Monopol" herausragende Werke moderner Meister vor. Mit inzwischen über 40 Folgen ist die Reihe "Stations" auf dem besten Wege zum ARD/WDR-Klassiker "100(0) Meisterwerke aus den großen Museen der Welt" aufzuschließen. Mit inzwischen über 40 Folgen stellt sie eine repräsentative Auswahl herausragender Werke dar, die sich behauptet oder Maßstäbe gesetzt haben.
Kulturzeit-Reihe
Stations - Meisterwerke zeitgenössischer Kunst

März 2009
Die 3sat-Dokumentarfilmreihe "Mädchengeschichten" wird im elften Jahr ihres Bestehens mit dem "Adolf-Grimme-Preis" ausgezeichnet. Die Reihe porträtiert seit 1998 17-jährige Mädchen aus verschiedenen Ländern der Welt. Die Reihe steht für ein einzigartiges Forum des Autorendokumentarfilms, der junge Frauen, ihre Träume, Wünsche und Zukunftspläne in den Mittelpunkt rückt.
Filmreihe
MÄDCHENgeschichten Grimme-Preis für 3sat-Doku-Reihe

Mai 2009
Wie heißt das Innere eines Brötchens? Wie der Geruch nach einem Sommerregen? In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv) hatte 3sat 2008 den Sprachwettbewerb "Uns fehlen die Worte" ausgerufen. Das Ziel: 3sat-Zuschauer füllen Leerstellen der deutschen Sprache. Prominente Juroren wie Feridun Zaimoglu und Axel Hacke entschieden sich für 70 Begriffe wie "Brötchenwatte" und "Regenwürze". Das gleichnamige Buch zum Wettbewerb erscheint bei dtv im November 2009.
3sat-Sprachwettbewerb
Flash: Wettbewerb "Uns fehlen die Worte" mit Lösungsvorschlägen Uns fehlen die Worte… nicht mehr! Liste mit Gewinnerwörtern

Juni 2009
Im Juni heben führende Gremienvertreter von ZDF, ORF, SRG und ARD bei ihrer Tagung in Luzern hervor, dass 3sat ein sehr wertvoller Bestandteil des Service-public-Angebots der beteiligten Rundfunkunternehmen sei: Das Programm mit seinen Schwerpunkten in Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft verdiene weiter einen festen Platz in der Angebotspalette seiner Partner ZDF, ORF, SRG und ARD.

Dezember 2009
Am 1. Dezember wird 3sat 25 Jahre alt.

Stand: November 2009 / 3sat.online /ug