ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte, ORF-Generalintendant Gerd Bacher und SRG-Generaldirektor Prof. Dr. Leo Schürmann unterzeichnen am 13. Juli in Mainz den Vertrag über das erste gemeinsame deutschsprachige Satellitenprogramm 3sat. Es soll über den Satelliten ECS-F1, Spotbeam Ost, ausgestrahlt werden. Trägerschaft und rechtliche Verantwortung liegen beim ZDF.
Sendepremiere von 3sat. Am 1. Dezember beginnt um 18.00 Uhr das
sechsstündige werbefreie Programm für rund 8.000 Fernsehhaushalte in
den Kabelnetzen Ludwigshafen und München. Auftakt des Programms: das
mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete dokumentarische Fernsehspiel
"Ein ganz gewöhnliches Leben" von Imre Gyöngyössi und Barna
Kabay.
Änderung des 3sat-Programmschemas. Wichtigste Neuerungen: Übernahme
der ORF-Kindernachrichten "Mini-ZiB", Einrichtung des "3sat-Studio"
nach den "heute"-Nachrichten und ausschließlich Kultur am Samstagabend.
Ausfall des Satellitentransponders Spotbeam Ost auf ECS-F1 und kurzfristiger
Wechsel auf den Spotbeam West. 3sat erhält eine Fülle von Anrufen
und Zuschriften aus Süd- und Osteuropa: große Enttäuschung, weil 3sat
dort nicht mehr zu sehen ist.
Dr. Walter Konrad, vormals Leiter der Hauptabteilung Programmplanung
des ZDF, übernimmt am 1. April das Amt des Koordinators 3sat als Nachfolger
von Dr. Volker Freiherr von Hagen.
Auf dem Gelände der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA)
veranstaltet 3sat zum ersten Mal das "3sat-Kleinkunstfestival". Seit 1992
gastiert das Festival im 3sat-Zelt auf dem Mainzer ZDF-Gelände. Jedes
Jahr im September stehen Newcomer und Stars des Kabaretts auf der
Bühne und begeistern vor ausverkauftem Zelt das Publikum. Alle Veranstaltungen
im 3sat-Zelt sind live oder aufgezeichnet im Programm von
3sat zu sehen. Seit 2000 heißt das traditionelle Treffen der Kabarettszene
"3satfestival".
Am 1. Dezember tritt der Rundfunk-Staatsvertrag der Bundesländer vom
1./3. April 1987 in Kraft; er „ermächtigt und verpflichtet“ das ZDF zur Veranstaltung
eines Satellitenprogramms "mit kulturellem Schwerpunkt". ZDF,
ORF und SRG erneuern am 16. Dezember den 3sat-Vertrag und wandeln
damit ihr Versuchsprojekt in ein Programmangebot auf Dauer um.
Der ZDF-Musikkanal wird als Nachmittagsprogramm 3sat vorgeschaltet:
Montag bis Freitag, ab 14.30 Uhr bis 17.20 Uhr, mit festgelegten Musikgattungen
für jeden Tag - Rock-Pop-Jazz / Klassik / Volksmusik / Musiktheater
/ Operette / Show.
"Lesen live" im Fernsehen: 3sat überträgt rund 30 Stunden Diskussionen
und Lesungen beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Erstmals
vergibt 3sat ein Stipendium, das an eine viel versprechende Autorin
oder einen Autor des Wettbewerbs geht.
3sat wird jetzt auch über die direktstrahlenden Fernsehsatelliten DFS 1
Kopernikus (PAL) und TV Sat 2 (D2 Mac) verbreitet. Sieben Millionen
Haushalte in der Bundesrepublik, in Österreich und in der Schweiz empfangen
inzwischen das 3sat-Programm.
Im ZDF-Sendezentrum wird am 30. Oktober die zweite Sendestraße eingeweiht:
Die Sendetechnik von 3sat hat die Phase des Provisoriums überwunden
und besitzt jetzt den gleichen Standard wie die des ZDF-Hauptprogramms.
Zum 5. Geburtstag von 3sat stellen die Trägeranstalten ZDF, ORF und
SRG im ZDF-Sendezentrum Mainz am 30. November das 3sat-Manifest
vor. In ihm wird die Fortführung des Gemeinschaftsprogramms als Angebot
für anspruchsvolle Minderheiten bekräftigt.
Vertragsunterzeichnung am 5. April in Ost-Berlin: Der Deutsche Fernsehfunk
(DFF) beteiligt sich ab sofort am Satellitenprogramm 3sat. Die Partnerschaft
endet am 31. Dezember 1991 mit der Auflösung des DFF im
Rahmen des deutsch-deutschen Einigungsvertrages.
Der ZDF-Fernsehrat beschließt am 7. Dezember die Weiterentwicklung
von 3sat zu einem "deutschsprachigen Kulturprogramm für Europa".
3sat beginnt am 19. Dezember mit der Verbreitung des eigenen Videotextangebotes
"3satText" auf zunächst 190 Seiten. Darüber hinaus wird
erstmalig in Europa in der sendefreien Zeit ein 15-seitiger Informationsservice
"TextVision" ausgestrahlt, der auch für Fernsehzuschauer ohne
Videotext-Decoder zu empfangen ist.
Die Verantwortlichen der 3sat-Partneranstalten ZDF, ORF und SRG vereinbaren
am 22. April in Mainz einen weiteren Ausbau von 3sat mit dem
Ziel, die Informationskomponente zu stärken. Ein neues Programmschema soll die Information als zentralen Programmauftrag neben der Kultur
berücksichtigen. Der ZDF-Fernsehrat beschließt im Juni das neue Programmschema.
Zirka 11,5 Millionen Fernsehhaushalte in Deutschland, Österreich und der
Schweiz empfangen 3sat über Kabelanschluss. Hinzu kommen zirka drei
Millionen Direktempfänger in Europa.
Eine umfassende Revision des Programmschemas tritt am 1. Januar in
Kraft. 3sat startet eine Reihe neuer Eigenproduktionen, darunter das
3sat-Kulturmagazin "Kultra", Gerichtsreportagen unter dem Titel "Recht
brisant" und das ostdeutsche Satiremagazin "KAOS".
In einem Brief an den ARD-Vorsitzenden Jobst Plog schlägt ZDF-Intendant
Prof. Dieter Stolte am 17. Februar die Beteiligung der ARD am Gemeinschaftsprogramm
3sat vor.
In der "Wiener Erklärung" stellen sich ORF-Generalintendant Gerd
Bacher und der Generaldirektor der SRG, Antonio Riva, am 15. März
ausdrücklich hinter das Angebot des ZDF-Intendanten an die ARD, sich
in Zukunft am internationalen Satellitenprogramm 3sat zu beteiligen.
Beim ARD/ZDF-Spitzengespräch erzielen der ARD-Vorsitzende, NDR-Intendant
Jobst Plog, und ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte am 2. April
grundsätzliche Übereinstimmung darüber, dass sich die ARD in absehbarer
Zeit an 3sat beteiligt, bei gleichzeitiger Einstellung des ARD-Programms
EINS PLUS.
In Mainz unterzeichnen ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte, der ARD-Vorsitzende
Jobst Plog, ORF-Direktor Dr. Peter Radel und der Generaldirektor
der SRG, Antonio Riva, am 8. Juli den neuen 3sat-Vertrag. Er schreibt
die Beteiligung der ARD als gleichberechtigten Mitveranstalter fest. Dr.
Walter Konrad (ZDF) wird als Leiter (Koordinator) des 3sat-Programms
bestätigt, Dr. Christof Schmid (SWF) wird sein Stellvertreter.
Am 1. Dezember startet das neue Gemeinschaftsprogramm 3sat unter
Beteiligung der ARD mit neuer Programmstruktur. Durchgehendes Angebot
von 8.00 Uhr bis zirka 1.00 Uhr. Programmanteile ZDF und ARD bei
jeweils 30 Prozent, zirka 25 Prozent ORF und rund 15 Prozent SRG.
Als erstes unverschlüsseltes Fernsehprogramm stellt 3sat seinen Studiobetrieb
auf die neue Bildschirmnorm 16:9 PALplus um.Alle aus dem Mainzer
Heimatstudio von 3sat gefahrenen Sendungen - zirka 10 bis 15 Prozent
des gesamten Programmangebotes - werden fortan in 16:9 PALplus produziert
und ausgestrahlt.
Der Deutsche Kulturrat ehrt 3sat mit der Verleihung des "Kulturgroschens",
einer alljährlich vergebenen Auszeichnung für "besondere Verdienste
um die Kunst- und Kulturentwicklung".
Ein neues 3sat-Programmschema tritt in Kraft. Im Mittelpunkt steht das
werktäglich von Montag bis Freitag live produzierte Kulturmagazin "Kulturzeit",
das aus einer im ZDF-Sendezentrum in Mainz angesiedelten
Gemeinschaftsredaktion von ZDF, ARD, ORF und SRG heraus entsteht.
Dr. Walter Konrad wird Direktor Europäische Satellitenprogramme beim
ZDF und in dieser Funktion verantwortlich für 3sat. Engelbert Sauter
übernimmt als Koordinator die Leitung von 3sat.
Im Rahmen der "Initiative Theater im Fernsehen" bringt 3sat aktuelles
Theater ins Fernsehen. Fünf Inszenierungen vom Berliner Theatertreffen
überträgt 3sat in seinem Programm. In den folgenden Jahren werden
"Starke Stücke" vom alljährlich in Berlin stattfindenden Theatertreffen
zum Schwerpunktangebot bei 3sat.
"play Dürrenmatt" - die umfangreichste Fernsehretrospektive, die bis
dahin einem Schriftsteller gewidmet wurde - bringt 3sat in die Schlagzeilen
und viele Zuschauer vor den Bildschirm (Spitzeneinschaltung von
1,5 Millionen). "play Dürrenmatt" wird mehrfach ausgezeichnet
(u.a. Goldenes Kabel).
3sat verleiht zwei neue Preise: Den mit 10.000 Mark dotierten 3sat-
Dokumentarfilmpreis bei der Duisburger Filmwoche und den 3sat-
Zuschauerpreis bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels.
Die Duisburger Filmwoche ist eines der wichtigsten Foren für Dokumentarfilme
aus dem deutschen Sprachraum. 3sat vergibt seinen Preis jedes
Jahr an die Regisseurin oder den Regisseur des besten deutschsprachigen
Dokumentarfilms aus dem Festivalprogramm. Bei den Baden-Badener
Tagen des Fernsehspiels hat der Zuschauer die Wahl. Er wählt den nach
seiner Meinung besten Fernsehfilm des Jahres - unabhängig von einer
Jury.
Anlässlich des 34. Theatertreffens in Berlin verleiht 3sat erstmals den mit
20.000 Mark dotierten 3sat-Innovationspreis für eine zukunftsweisende
Leistung aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles und Inszenierungen.
Mit "alles was Brecht ist..." startet die bis dahin umfangreichste Fernsehretrospektive
zu Leben und Werk Bertolt Brechts. Aus Anlass seines 100.
Geburtstages im Februar 1998 würdigt 3sat den Dichter mit einer großen
Werkschau und begleitenden Dokumentationen. Im Medienverbund mit S2
Kultur und SF DRS werden außerdem dem interessierten Hörer akustische
Trouvaillen des Brecht-Werks geboten.
Die Redaktion "Kulturzeit" beauftragt eine siebenköpfige Jury mit der
Auswahl von "100 Wörtern des Jahrhunderts", die das 20. Jahrhundert
beschreiben und charakterisieren sollen. Die Juroren sind namhafte Persönlichkeiten
der Publizistik, Literatur und des Fernsehens: Friedrich
Dieckmann, Hans Helmut Hillrichs,Walter Jens, Friedrich Küppersbusch,
Sigrid Löffler, Peter von Matt und Johannes Willms. Mit dem Deutschlandradio
Berlin, dem Suhrkamp-Verlag, der Süddeutschen Zeitung und der
Gesellschaft für deutsche Sprache wird eine Medienpartnerschaft vereinbart,
die das Projekt via Hörfunk, Zeitung, Buch und Symposium begleitet.
Am 24. April treffen sich die Chefs von ZDF, ORF, SRG und der ARD zu
einem Spitzengespräch in Mainz und verabschieden das Grundsatzpapier
"3sat - ein Bündnis für Kultur". Darin würdigen sie 3sat als wichtigen Faktor
des kulturellen Lebens und ermuntern 3sat, aktiv und gestaltend diese
Rolle weiterhin wahrzunehmen. Sie beauftragen 3sat mit der Entwicklung
eines Konzepts für ein tägliches Zukunftsmagazin.
Mit der Weimar 1999 - Kulturstadt Europas GmbH schließt 3sat am 20.
Mai 1998 eine exklusive Medienpartnerschaft. Die in Weimar verabschiedete
Vereinbarung sieht regelmäßige Berichterstattungen in der "Kulturzeit"
sowie in weiteren 3sat-Regelsendungen vor. Darüber hinaus wird
3sat seinen Zuschauern ausgewählte Höhepunkte des Kulturstadtprogramms
präsentieren und das Kulturstadtjahr durch eigene, originäre
Fernsehproduktionen begleiten.
3sat widmet der 50. Frankfurter Buchmesse einen eigenen Programmschwerpunkt.
Das Gastland Schweiz steht im Mittelpunkt der Buchmesse:
Unter dem Titel "LiteraTour de Suisse" stellt 3sat vom 26. September bis
zum 25. Oktober 38 Schweizer Autoren und Autorinnen der Gegenwart
mit ihrem Werk vor. Neben Porträts zeigt 3sat Theaterstücke, Fernsehfilme,
Dokumentationen, Gespräche und aktuelle Berichte in der "Kulturzeit".
Vom 22. November bis 23. Dezember beleuchtet 3sat in dem Programmschwerpunkt
"Die 50er Jahre" unterschiedliche Aspekte des Jahrzehnts.
Über 60 Reportagen, Features, Spielfilme, Theaterstücke und Dokumentationen
geben Einblicke in deutsche, österreichische und Schweizer
Geschichte.
Am 19. Februar wird das Kulturstadtjahr 1999 in Weimar eröffnet. Im Rahmen
der Medienpartnerschaft mit der Weimar 1999 - Kulturstadt Europas
GmbH begleitet 3sat ganzjährig kulturelle Ereignisse in Weimar im Programm
und ruft darüber hinaus eigene Projekte zum Kulturstadtjahr ins
Leben wie "1999 Wege nach Weimar" und die „Weimarer Tagebücher“. In
Zusammenarbeit mit der Weimar 1999 - Kulturstadt Europas GmbH entsteht
das Theaterfestival "Frankenstein - Ein Theatermonster".
Der seit April 1990 genutzte Fernsehsatellit ASTRA 1A wird aus technischen
Gründen durch den leistungsstärkeren Satelliten ASTRA 1F ersetzt,
um den einwandfreien Empfang des 3sat-Programms langfristig sicher zu
stellen.
3sat feiert den 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes. Im Programmschwerpunkt
"goethes welt" zeigt 3sat vom 1. bis zum 30. April
Inszenierungen von Stücken Goethes, Spiel- und Fernsehfilme, Dokumentationen
und die "goethe.news", die täglich um 20.15 Uhr, im Anschluss an
die "Tagesschau", die Zeit Goethes in Nachrichtenform präsentieren.
Auf den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen vergibt 3sat im Rahmen
des deutschen Wettbewerbs erstmals den 3sat-Förderpreis. Er wird
von der Jury des Verbandes der deutschen Filmkritik an talentierte Filmemacherinnen
und Filmemacher verliehen und umfasst das Angebot, den
prämierten Film zu erwerben und im 3sat-Programm zu präsentieren.
Das "KulturForum Europa" (KFE) zeichnet 3sat mit dem "KulturPreis
Europa 1999" aus und würdigt damit das erfolgreiche Bemühen des Senders,
als Kulturbotschafter dreier Länder des deutschen Sprachraums in
Europa aufzutreten und kulturhistorische Barrieren zu überwinden.
Am 2. August 1999 geht 3sat.online an den Start. Das Online-Portal 3sat.de lädt ein, durch das vielfältige 3sat-TV-Programm zu surfen mit Rück- und Ausblicken auf Kultur- und Wissenschaftsmagazine, Hinweisen auf Programmhighlights und Hintergrundinformationen zu Schwerpunktthemen.
Die 3sat-"Kulturzeit" erhält den Deutschen Fernsehpreis. Mit dem erstmals
gemeinsam von ZDF,ARD, RTL und SAT.1 verliehenen Preis wird das
werktägliche Kulturmagazin als beste Informationssendung im deutschen
Fernsehen ausgezeichnet.
3sat feiert am 1. Dezember sein 15-jähriges Jubiläum. Gleichzeitig tritt ein
neues Programmschema in Kraft. Damit startet das neue 3sat-Zukunftsmagazin
"nano", das von Montag bis Freitag um 18.30 Uhr aktuell über
Themen aus Wissenschaft, Forschung,Technik und Umwelt berichtet.
Zum Jahreswechsel zeigt 3sat ein besonderes Musikprogramm: "concerto
massimo" 24 Stunden - 24 Komponisten. Zwischen 7.00 Uhr am Silvestermorgen
und 7.00 Uhr an Neujahr bietet der 3sat Thementag "concerto
massimo" 24 Stunden Musik aus vier Jahrhunderten. Präsentiert wird der
musikalische Jahreswechsel von Senta Berger.
Dr. Gottfried Langenstein, vormals Leiter der Hauptabteilung Internationale
Angelegenheiten des ZDF, übernimmt am 1. Februar das Amt des Direktors
Europäische Satellitenprogramme als Nachfolger von Dr.Walter Konrad.
Eine von den Media-Perspektiven (Heft 2/2000) in Auftrag gegebene Studie
des Instituts für europäische Medienforschung (IFEM), Köln, zu Struktur
und Inhalt der öffentlich-rechtlichen Kulturprogramme 3sat und ARTE
kommt zu dem Schluss, dass beide Programme ihren hohen Qualitätsanspruch
einlösen. Die Studie belegt ferner, dass 3sat seiner Ambition, ein
europäisches Programm zu sein, gerecht wird.
Zum 250.Todestag von Johann Sebastian Bach am 28. Juli 2000 widmet
3sat dem Komponisten einen umfangreichen Programmschwerpunkt.
Unter dem Titel "Passion Bach" zeigt 3sat vom 28. Juli bis zum 10. September
Dokumentationen, Spielfilme und Konzerte. Höhepunkte des Programms
sind die Uraufführungen von vier Neukompositionen mit der
Internationalen Bachakademie Stuttgart. Vier zeitgenössische Komponisten
nehmen sich in deutscher, russischer, englischer und spanischer Sprache
der Passionsberichte der Evangelisten an, für die Bach einst maßstabsetzende
Kompositionen schrieb.
Mit "50 Jahre Fernsehfilm" startet 3sat den umfangreichsten TV-Rückblick
auf den deutschsprachigen Fernsehfilm. Innerhalb eines Jahres zeigt 3sat
mehr als 50 deutsche, österreichische und schweizerische Fernsehfilm-
Klassiker aus den vergangenen fünf Jahrzehnten. Die Retrospektive, ein
Stück Zeit- und Fernsehgeschichte, endet am 14. November 2001.
"All that Jazz" ist der Titel des 3sat-Thementages an Silvester. Das 24-
stündige Jazzprogramm beschreibt in Jahrzehnteschritten die Entwicklung
des Jazz und seiner Stile vom Ragtime bis heute. 3sat setzt damit sein
erfolgreiches Konzept mit 24-Stunden Silvesterkonzerten fort.
Es war das Theaterereignis des Jahrhunderts im Fernsehen: Peter Steins
Faust-Inszenierung, uraufgeführt auf der EXPO 2000 in 21 Stunden,
wird erstmals in ungekürzter Version auf dem Bildschirm gezeigt. Die
Regisseure Peter Schönhofer (Faust I) und Thomas Grimm (Faust II)
haben Goethes Haupt- und Lebenswerk für den Zuschauer mit der
Kamera eingefangen. Aus 600 Stunden Drehmaterial entstand ein 13-stündiges
Programm - die aufwändigste TV-Adaption einer Theaterinszenierung
in der Geschichte des Fernsehens. 3sat zeigte das vom ZDF und
dessen Partnerprogrammen 3sat, ARTE und ZDF-Theaterkanal gemeinsam
getragene Projekt in voller Länge am 17. und 18. Februar 2000.
Unter dem Titel "jetzt: max frisch" zeigt 3sat vom 3. April bis zum 3. Mai
einen Programmschwerpunkt zum 10.Todestag des Schweizer Schriftstellers
mit Theateraufzeichnungen, Fernseh- und Spielfilmen, Dokumentationen
und Gesprächen. Der Programmschwerpunkt „jetzt: max frisch“ wird
in einem Medienverbund von Fernsehen, Hörfunk und Verlag präsentiert:
Die Radioprogramme SWR2, SF DRS2 und Radio Bremen 2 senden Hörspiele,
Lesungen, Diskussionen und Features. Beim Suhrkamp Verlag ist ein
Begleitbuch mit dem Titel "jetzt: max frisch" erschienen.
Gert Scobel, Moderator des 3sat-Magazins "Kulturzeit", sowie die Regisseure
der Fernsehfassung von Peter Steins "Faust" (3sat-Sendetermin:
17./18. Februar 2001), Peter Schönhofer (Faust I) und Thomas Grimm (Faust II),
erhalten den Bayerischen Fernsehpreis 2001, eine der bedeutendsten
Auszeichnungen für Fernsehschaffende in Deutschland.
In Berlin unterzeichnen Dr. Gottfried Langenstein und Klaus-Dieter Lehmann,
Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, einen Vertrag über
eine Medienpartnerschaft. 3sat wird über den Auf- und Ausbau der
Museumsinsel in Berlin berichten. Die Phasen der Restaurierungs- und
Aufbauarbeiten werden filmisch dokumentiert und in einem einzigartigen
Archiv zusammengefasst. Außerdem wird "Kulturzeit" in den folgenden
Jahren regelmäßig und aktuell berichten.
3sat feiert im September zwei Jubiläen - 100 Jahre deutsches Kabarett
und 15 Jahre 3satfestival. Das Zeltfestival ist das einzige geblieben, das ein
Live-Ereignis für das Publikum vor Ort schafft und gleichzeitig ein Ereignis
innerhalb des Fernsehprogramms ist, denn 3sat zeigt alle Veranstaltungen
live oder aufgezeichnet. Jedes Jahr spielen die Künstler und Künstlerinnen
des Festivals vor einem ausverkauften 3sat-Zelt.
Dr. Gottfried Langenstein und der Berlinale-Direktor Dieter Kosslick
sowie Hans Helmut Prinzler, Direktor des Filmmuseums Berlin, unterzeichnen
eine Partnerschaftsvereinbarung zur Retrospektive der Berlinale
"European 60s".
3sat präsentiert vom Beginn der 52. Internationalen Filmfestspiele Berlin
(7. Februar 2002) bis November 2002 die umfangreichste Reihe mit Filmen
des europäischen Kinos, die bisher im deutschen Fernsehen zu sehen
war, in seinem Programm: Über 40 cineastische Werke lassen die turbulenten
"Sixties" lebendig werden. 3sat erweitert und ergänzt durch die
Partnerschaft mit der Berlinale und dem Filmmuseum Berlin - Deutsche
Kinemathek die Retrospektive der Berlinale "European 60s - Revolte,
Phantasie & Utopie" und setzt damit gemeinsam mit den Filmfestspielen
ein Signal für die Bedeutung und den Erhalt des europäischen Kinos.
Das 3sat-Silvesterprogramm "TanzWelten" entführt während einer
24-stündigen Reise in die Vielfalt und Faszination des Bühnentanzes.
Vom klassischen "Pas de deux" bis zur kraftvollen Körperakrobatik
moderner Compagnien, vom Tanz als Medium der Gesellschaftskritik bis
zur Abstraktion, von Afrika über Spanien bis zu den Metropolen Amerikas,
präsentiert 3sat in einem 24-Stundenprogramm vom 31. Dezember 2001,
6.00 Uhr, bis Dienstag, 1. Januar 2002, 7.00 Uhr, nonstop die Welt des
Tanzes. Die Palette reicht dabei von den folkloristischen Wurzeln des Tanzes
über klassische Handlungsballette, zeitgenössische Choreographie und
experimentelle Stücke bis zu aktuellen Produktionen.
3sat präsentiert eine umfangreiche Retrospektive zu Leben und Werk von
Stefan Zweig. Zum 60.Todestag des österreichischen Schriftstellers im
Februar 2002 zeigt 3sat vom 23. Februar bis zum 16. März den literarischen
Programmschwerpunkt "Die Welt des Stefan Zweig" mit Theaterinszenierungen,
Dokumentationen und Spielfilmen.
3sat präsentiert sich mit einem neu gestalteten Programmschema. Fest
programmierte Sendeplätze verbessern die Programmübersicht und
erleichtern dem Zuschauer die Auswahl von Sendungen. Das Nachmittagsprogramm
mit seinen anspruchsvollen Produktionen verstärkt das 3sat-
Programmprofil "anders fernsehen". Mit zwei zusätzlichen Nachrichtensendungen
("Zeit im Bild", 13.00 Uhr, "Schweizer Tagesschau", 17.45 Uhr)
baut 3sat sein umfangreiches Informationsangebot aus. Eine neue
Gesprächsreihe "gero von boehm begegnet...", die 3sat jeden zweiten
Dienstag, ab 22.25 Uhr, ausstrahlt, komplettiert das Programmangebot.
3sat führt am 1. November von 7.00 Uhr bis 7.00 Uhr "In 24 Stunden um
die Welt..." zu Denkmälern, die die UNESCO zum Weltkultur- und Naturerbe
zählt. Zu sehen sind an diesem Tag mehr als hundert Filme der
Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit", in denen 3sat seit 1995
jeden Sonntag ab 21.00 Uhr ein Welterbe-Denkmal vorstellt. Entdecker,
Abenteurer und Poeten sind mit auf dieser Weltreise: Moderiert wird der
Thementag von Raoul Schrott.
3sat beschließt das alte und beginnt das neue Jahr mit einem weiteren
Thementag: Pop around the clock, 24 Stunden - 24 Stars. Präsentiert
werden non-stop Konzerte von Elvis bis Britney. "Pop around the clock"
ist nach Klassik, Jazz und Tanz das vierte 24-Stunden-Programm in Folge,
das 3sat zu Silvester veranstaltet.
Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen wird das Kulturhauptstadtjahr
in Graz eröffnet. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit
der Graz 2003 Kulturhauptstadt Europas Organisations GmbH begleitet
3sat ganzjährig kulturelle Ereignisse in Graz im Fernsehprogramm.
Frank Hubrath, bislang Chefredakteur der Schweizer Programmzeitschrift
TR7, ist seit 1. Januar 2003 neuer Leiter der Redaktion 3sat des Schweizer
Fernsehens DRS. Hubrath löst Luis Bolliger ab, der seit dem 3sat-Start
1984 in dieser Position tätig war.
Bernhard Nellessen, bisher vier Jahre lang Chefredakteur des Südwestrundfunks
in Mainz und zugleich Stellvertreter des Landessenderdirektors
Rheinland-Pfalz, ist seit 1. Mai 2003 neuer ARD-Koordinator 3sat.
Nellessen löst Christof Schmid ab, der seit 1993 in dieser Position tätig
war.
3sat sendet ab 1. Juni in neuem Design. Offen und zeitgemäß präsentiert
sich 3sat seinen Zuschauern. Im Mittelpunkt des neuen 3sat-Designs steht
das Logo in frischem Rot und neuer Form. In Senderkennungen und anderen
Präsentationselementen zeigt 3sat Gesicht: Menschen, die sympathisch
offen und nicht stereotyp sind, prägen das Erscheinungsbild von 3sat.
Das 3sat-Logo wurde in den Abteilungen Grafik und Präsentation von 3sat
beim ZDF entwickelt.
Am 1. November dieses Jahres setzt 3sat sein Programmschema außer
Kraft und sendet den Thementag "Russland entdecken": 24 Stunden
Dokumentationen, Berichte und Filme zu Russlands Landschaften, Menschen,
Geschichte und Gegenwart. 3sat zeigt "Russland entdecken" aus
Anlass der "Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003/2004", die unter
der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau und dem Präsidenten
der Russischen Föderation Wladimir Putin stehen.
Die ARD ist zehn Jahre bei 3sat. Am 1. Dezember 1993 vereinbarten ARD,
ZDF, ORF und SFDRS eine Partnerschaft. Zugunsten der ARD gab das
ZDF damals 30 Prozent seiner Sendezeit bei 3sat auf. Für die Zukunft
wünschen sich die vier beteiligten Sender weiterhin eine starke Partnerschaft
und ein Programm, das den Zuschauern anspruchsvolles Fernsehen
bietet.
3sat ändert sein Programmschema und setzt damit verstärkt auf "Kultur
und Qualität als Konzept". Zwei neue Sendeformate, mehr Zeit in der
Prime Time für Dokumentationen und ein klar strukturiertes Filmangebot
am Abend, mehr Sendeminute für Theater und Musik sind die wesentlichen
Änderungen.
Das neue 14-tägige Magazin mit Gert Scobel "delta" geht
erstmals am 12. Februar im Rahmen des philosophischen Schwerpunkts
"Kant - Die Geburt der Philosophie der Moderne" auf Sendung. Zum
200.Todestag des Philosophen Immanuel Kant zeigt 3sat eine Woche lang
Dokumentationen zu den Denkern des 20. Jahrhunderts. Ein weiteres
neues Format "bookmark" mit Helmut Markwort stellt einmal im Monat,
samstags ab 18.00 Uhr, Sachbücher und ihre Autoren vor.
Über den Satelliten ECS-F1 startet 3sat am 1. Dezember 1984 mit täglich
sechs Stunden werbefreiem Programm. 8.000 Haushalte in den Kabelpilotprojekten Ludwigshafen und später München sind angeschlossen. 1989
erreicht 3sat 7 Millionen und 2003 40 Millionen Haushalte in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Europaweit werden 2003 85,5 Millionen
Haushalte erreicht.
2005 ist das große Schiller-Jahr: Der Todestag des Dichters jährt sich zum
200. Mal. Für 3sat Grund genug, dem Dichter und Denker einen Themenschwerpunkt zu widmen.
Mit der Premiere des Theaterfilms "Kabale und Liebe", der mit dem Shootingstar Paula Kalenberg als Luise, August Diehl als Ferdinand, Götz George als Präsident, Katja Flint als Lady Milford und Katharina Thalbach als Frau Miller hervorragend besetzt ist, beweist Leander Haußmann, dass ein klassisches Theaterdrama das Zeug zu bester Fernsehunterhaltung hat.
Der Themenschwerpunkt startet und endet mit jeweils einem großen Thementag: Zwischen "24 Stunden Schiller" am 1. Mai und "Freiheit!" am 3. Oktober stehen viele große Inszenierungen, Opern, Filme und Konzerte auf dem Programm.
"Kulturzeit" feiert am 2. Oktober 2005 sein 10-jähriges Jubiläum. Zwischen
dem Sendestart im Oktober 1995 und heute liegen 2.300 Ausgaben
des Kulturmagazins von ZDF, ORF, SF und ARD, 11.000 Beiträge, 7.000
Kultur-Tipps, 10.000 Nachrichten, 2.000 Gäste/Gespräche, 250 Literaturgespräche und 87.000 Sendeminuten.
3sat widmet Sigmund Freud zum 150. Geburtstag einen Themenschwerpunkt:
"Freud - die Reise ins Unbewusste“ zeigt ab 17. April über drei
Wochen hinweg in 25 Sendungen, davon neun Erstaustrahlungen, wie
aktuell Freud heute noch ist und zeichnet ein umfassendes Bild des
Begründers der Psychoanalyse und seines Wirkens.
3sat verleiht zum zehnten Mal den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis
für eine "zukunftsweisende Leistung" aus dem Kreise der zum Berliner
Theatertreffen eingeladenen Künstlerinnen und Künstler. Der diesjährige
Preisträger heißt Dimiter Gotscheff und wird für seine Inszenierung von
Anton Tschechows "Iwanow" ausgezeichnet.
Migration ist ein vielschichtiger Prozess und vor dem Hintergrund einer
andauernden Integrationsdebatte ein überaus aktuelles Thema. 3sat greift
die verschiedenen Aspekte der Migration auf und präsentiert vom 14. bis
zum 21. Mai mit "Aus der Fremde - In die Fremde" einen 16-teiligen
Schwerpunkt mit Spiel- und Dokumentarfilmen, Reportagen und Dokumentationen, die sich mit dem Leben von Migranten, ihren Hoffnungen
und Sehnsüchten, ihren Chancen und Schwierigkeiten beschäftigen.
2006 feiert das 3satfestival ein Jubiläum: Zum zwanzigsten Mal zeigen
Künstler aus allen Bereichen der Kleinkunst im 3sat-Zelt einen Querschnitt
der interessantesten Produktionen des Jahres. Seit dem Start des
Festivals 1987 kommen die besten Künstler der deutschsprachigen und
internationalen Szene ins 3sat-Zelt, darunter Harald Schmidt, Matthias
Deutschmann, Urban Priol, Volker Pispers und viele andere.
3sat startet am 7. Oktober mit dem neuen Servicemagazin "vivo“. Moderiert
wird "vivo“ von Annabelle Mandeng. Das Magazin ist für alle, die
gerne und bewusst leben und mehr über das Leben wissen möchten. Die
monothematische Sendung vermittelt in einzelnen Rubriken, zum Beispiel
in der On-Reportage mit Gregor Steinbrenner, Wissenswertes und
Aktuelles, bringt Ideen fürs Leben auf den Bildschirm.
Seit zehn Jahren verleiht 3sat auf der Duisburger Filmwoche den 3sat-
Dokumentarfilmpreis. Die 3sat-Partner vergeben die mit 6.000 Euro
dotierte Auszeichnung für einen herausragenden Film des Festivals, den
eine unabhängige Jury bestimmt.
Seit 1. Januar ist Dr. Reinhard Scolik Leiter Planung und Koordination bei
der Generaldirektion ORF. Der Jurist war seit 2002 Programmdirektor
des ORF. Er folgt auf Wolfgang Lorenz, der ab Januar 2005 in dieser Funktion
tätig war.
Wie werden wir in der Zukunft leben, lernen, arbeiten oder wohnen? 3sat
blickt mit der Dokumentationsreihe „Z wie Zukunft“, ab 15. April, in die
Zukunft und fragt in sechs Folgen nach den Lebens- und
Arbeitsbedingungen, die uns erwarten.
Daniel Fiedler ist ab 1. Mai neuer 3sat-Koordinator. Er folgt auf Engelbert
Sauter, der diese Position seit 1996 innehatte und maßgeblich am Aufbau
von 3sat beteiligt war. Daniel Fiedler arbeitete seit 2001 als Referent der
Direktion Europäische Satellitenprogramme und leitete seit 2006 die Zentralredaktion
3sat.
Am 25. August 1967 eröffnete Willy Brandt auf der Internationalen Funkausstellung
Berlin mit einem Druck auf den roten Knopf das Zeitalter des
Farbfernsehens. 3sat erinnert 40 Jahre später, am 25. August 2007, mit
dem Thementag „Televisionen in Schwarz-Weiß“ an die große Ära des
Fernsehens, bevor die Bilder bunt wurden. Präsentiert werden die „Televisionen
in Schwarz-Weiß“ von Katrin Bauerfeind.
In der zehnteiligen Reihe „Stations. Meisterwerke zeitgenössischer Kunst“
stellt „Kulturzeit“ in Zusammenarbeit mit der Kunstzeitschrift „Monopol“
Meisterwerke zeitgenössischer Kunst vor. Ab 26. September zeigt das
Kulturmagazin jeden zweiten Mittwoch einen Filmbeitrag zu einem
Meisterwerk der vergangenen 20 Jahre, darunter Künstler wie Andreas
Slominski, Luc Tuymans und Isa Genzken.
Schön, herausragend, einzigartig: 851 Orte zählt das UNESCO-Welterbe. An seinem Thementag "In 24 Stunden um die Welt" am 2. Dezember 2007 geht 3sat auf Weltreise zu 95 dieser Stätten in 53 Ländern. Ausgangspunkt ist das Welterbe Völklinger Hütte - eines der ungewöhnlichsten Kulturdenkmäler. Von hier moderiert Dieter Moor die Reise um die Welt.
Neue Akzente setzt 3sat mit seinen beiden Magazinen "Kulturzeit" und "nano": Die neue Studioausstattung ist offener und sorgt mit multimedialen Effekte für die verbesserte Präsentation von aktuellen Themen.
Außerdem startet das neue Format von 3sat-Moderator Gert Scobel "scobel", das ebenfalls neue Akzente setzt: Ein Format, wie es bisher in der deutschen Fernsehlandschaft nicht zu entdecken ist. Offen in der Form, steht die Umsetzung der Themen ganz im Vordergrund.
Das 3sat-Magazin "neues" erhält den Deutschen Fernsehpreis. Mit dem Preis wird das Comutainment-Magazin als beste Wissenssendung im deutschen Fernsehen ausgezeichnet.
Nach Max Planck im Jahr 2008 widmet 3sat 2009 seine zweite große wissenschaftliche Themenwoche dem Begründer der Evolutionstheorie
Charles Darwin. Die insgesamt acht Sendungen - fünf davon in Erstausstrahlung - beleuchten Person, Forschung und gesellschaftliches Wirken des britischen Ausnahmeforschers. Besonders bemerkenswert sind unter anderem die 3sat-Produktionen "nano extra: Darwins langer Schatten", die den Darwinismus ideengeschichtlich einordnet, und die beiden "hitec"-Dokumentationen "Gefährliche Mahlzeiten" und "Das Geheimnis der Junk-DNA", die die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Forschung der wissenschaftlichen Darwin-Erben lenken.
In einer nach 2008 nochmals außergewöhnlichen Programmbemühung startet 3sat im Frühjahr 2009 eine ganze Reihe neuer Programme: Katrin Bauerfeind, die für 3sat bereits unter anderem am Fernsehexperiment "Baustelle Kulturzeit" mitgeprägt hat, bekommt im Februar ihre eigene Sendung: "Bauerfeind". In dem Popkulturmagazin benutzt Bauerfeind den Bildschirm wie eine Computeroberfläche: Sie startet Beiträge, wiederholt und kommentiert einzelne Passagen.
Nach ihrer erfolgreichen Wettfahrt "1-2-3 Moskau" im März 2008 führt die
Fahrt von Katrin Bauerfeind und Henning Wehland nun in einem alten
VW-T3-Bus durch Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien, Mazedonien und Bulgarien in die Metropole am Bosporus. 3sat zeigt die vierteilige Reihe "1-2-3 Istanbul" im Februar und März 2009.
3sat schickt für "Nicht der Süden" zwei Berliner Schriftsteller an den Nordpolarkreis. Das Reiseabenteuer von Kirsten Fuchs und Volker Strübing zeigt 3sat im März in vier Teilen. Ein Buch von den beiden Autoren ist unter gleichem Titel im Verlag Voland & Quist erschienen.
Seit 2007 stellt das 3sat-Magazin "Kulturzeit" in Kooperation mit der
Kunstzeitschrift "Monopol" herausragende Werke moderner Meister vor.
Mit inzwischen über 40 Folgen ist die Reihe "Stations" auf dem besten
Wege zum ARD/WDR-Klassiker "100(0) Meisterwerke aus den großen Museen der Welt" aufzuschließen. Mit inzwischen über 40 Folgen stellt sie eine repräsentative Auswahl herausragender Werke dar, die sich behauptet oder Maßstäbe gesetzt haben.
Die 3sat-Dokumentarfilmreihe "Mädchengeschichten" wird im elften
Jahr ihres Bestehens mit dem "Adolf-Grimme-Preis" ausgezeichnet.
Die Reihe porträtiert seit 1998 17-jährige Mädchen aus verschiedenen
Ländern der Welt. Die Reihe steht für ein einzigartiges Forum des Autorendokumentarfilms, der junge Frauen, ihre Träume, Wünsche und Zukunftspläne in den Mittelpunkt rückt.
Wie heißt das Innere eines Brötchens? Wie der Geruch nach einem
Sommerregen? In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Taschenbuch
Verlag (dtv) hatte 3sat 2008 den Sprachwettbewerb "Uns fehlen die
Worte" ausgerufen. Das Ziel: 3sat-Zuschauer füllen Leerstellen der deutschen Sprache. Prominente Juroren wie Feridun Zaimoglu und Axel Hacke entschieden sich für 70 Begriffe wie "Brötchenwatte" und "Regenwürze". Das gleichnamige Buch zum Wettbewerb erscheint bei dtv im November 2009.
Im Juni heben führende Gremienvertreter von ZDF, ORF, SRG und ARD
bei ihrer Tagung in Luzern hervor, dass 3sat ein sehr wertvoller Bestandteil des Service-public-Angebots der beteiligten Rundfunkunternehmen sei: Das Programm mit seinen Schwerpunkten in Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft verdiene weiter einen festen Platz in der Angebotspalette seiner Partner ZDF, ORF, SRG und ARD.