Olinda an der Ostküste Brasiliens ist wie ihr Name - die "Wunderschöne". Eine der schönsten Kleinstädte Brasiliens mit chmalen Gassen, Kopfsteinpflaster, bunten Häusern, Künstlerateliers, Kirchen, Klöstern und Kapellen. Eine lebendige Stadt voller Lebensfreude.
Hinter geschlossenen Türen wird geprügelt, missbraucht und verletzt
In Olinda liegen Pracht und Armut, Kultur und Elend nahe beieinander. Rund um die Stadt werden jährlich nahezu 4.500 Gewalttaten gegen Frauen angezeigt, die Dunkelziffer schätzt man drei mal so hoch. Gewalttaten gegen Frauen sind hier noch immer Kavaliersdelikte. Besonders schlimm für die Kinder, denn Menschen, die als Kind Gewalt erlitten haben, wenden bei ihren eigenen Kindern oft das Gleiche an. Dieser Teufelskreis, muss dringend unterbrochen werden. Misereor fördert ein Präventiv-Programm für Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind.
Auch Rio de Janeiro, die "schönste Stadt der Welt" ist ein sozialer Brennpunkt. Karneval, Samba, Ipanema, Copacabana und Zuckerhut, das ganzjährige Badewetter und die kilometerlangen Sandstrände garantieren den Touristen herrliche Urlaubstage. Doch die Außenbezirke der 10-Millionen-Metropole sind gefährlich und wachsen immer weiter. Petra Schulz erzählt vom Leben in den Favelas, von Gewalt und Prostitution, von Alkoholismus und Drogen und von Eltern, die selbst kaum ihren eigenen Unterhalt sichern können. Aber sie erzählt auch von einem ganz außergewöhnlichen Projekt, von der "Hafenschule". Eine Schule in der Hafenfavela, die mehr als 1.000 Slumkindern kostenlos Erziehung und gute Schulbildung bis zum Abitur bietet.