Telemedienkonzept
Inhaltsbeschreibung
Im Telemedienkonzept wird die inhaltliche Ausrichtung von 3sat.de beschrieben. Außerdem findet sich dort ein differenziertes Verweildauerkonzept, in dem dargelegt wird, welche Inhalte für wie lange zum Abruf vorgehalten werden sollen. Es entspreche zwar nicht dem Wesen des Internets, Inhalte nach einem kalendarischen Muster wieder zu entfernen, 3sat habe aber ein in sich schlüssiges Konzept vorgelegt, publizistisch wertvolle Inhalte für festgelegte Fristen im Netz zu belassen.

Werbefrei
Grundsätzlich gilt für alle Onlineangebote von 3sat, dass sie gemäß den gesetzlichen Bestimmungen frei von Werbung und Sponsoring sind. Angekaufte Spielfilme und angekaufte Folgen von Fernsehserien, die keine Auftragsproduktionen sind, werden nicht zum Abruf angeboten. Eine flächendeckende lokale Berichterstattung findet nicht statt.

Gemeinsam mit den ARD-Landesrundfunkanstalten hält das ZDF die Onlineangebote 3sat.de, phoenix.de und kika.de zum Abruf bereit. Die Federführung für die Angebote 3sat.de und phoenix.de liegt beim ZDF, das dafür separate Telemedienkonzepte vorgelegt hat.

Fernsehrat
Im Dezember 2008 hat der ZDF-Fernsehrat im Vorgriff auf die Anforderungen des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages zur Umsetzung des Drei-Stufen-Tests für die Genehmigung neuer oder veränderter sowie der bestehenden Telemedienangebote die Einführung eines Genehmigungsverfahrens beschlossen und am 26. Juni 2009 in Richtlinien umgesetzt.

Mit Beschluss vom 26. Juni 2009 hat der Fernsehrat die Genehmigungsverfahren zum Telemedienbestand des ZDF sowie der ARD/ZDF-Gemeinschaftsangebote 3sat und PHOENIX eingeleitet.

Der ZDF-Fernsehrat hat am 25.06.2010 die nach seinen Vorgaben überarbeiteten Telemedienkonzepte von ZDF, 3sat und Phoenix genehmigt. Nach umfangreicher Prüfung und Abwägung stellte das pluralistisch zusammengesetzte Gremium fest, dass die Telemedienangebote den Voraussetzungen des Rundfunkstaatsvertrags entsprechen und vom öffentlich-rechtlichen Auftrag umfasst seien.

12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag
Der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag ist zum 1. Juni 2009 im Rundfunkstaatsvertrag aufgegangen und seine Änderungen sind somit zu diesem Datum in Kraft getreten. Insbesondere ist in § 11a der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Telemedien, also Internet- und Teletextangebote, neu geregelt worden. In § 11d erhalten die Telemedien einen eigenen Auftrag, der unter anderem den Abruf von Sendungen bis zu sieben Tage nach deren Ausstrahlung vorsieht. Sendungen, die länger angeboten werden sollen, müssen den Drei-Stufen-Test durchlaufen. Dies gilt sowohl für bestehende als auch für neue oder veränderte Angebote.

Drei-Stufen-Test
Der Drei-Stufen-Test ist ein dem Fernsehrat durch den Rundfunkstaatsvertrag aufgegebenes Prüfverfahren.
Nach § 11f Abs. 4 Rundfunkstaatsvertrag muss bewertet werden,

  1. inwieweit das Angebot den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft entspricht,
  2. in welchem Umfang durch das Angebot in qualitativer Hinsicht zum publizistischen Wettbewerb beigetragen wird und
  3. welcher finanzielle Aufwand für das Angebot erforderlich ist.

Die Durchführung des Verfahrens und die Auswahl der Gutachter obliegen allein dem Fernsehrat.

Mehr
Telemedienkonzept 3sat als PDF zum herunterladen Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien
Info
3sat hat am 29. Mai 2009 das Konzept für seine Online- und Teletext- angebote an den ZDF-Fernsehrat und an die Länder übersandt. Der ZDF- Fernsehrat hat am 25.06.2010 die nach seinen Vorgaben überarbeiteten Telemedienkonzepte von ZDF, 3sat und Phoenix genehmigt.
Links
www.fernsehrat.zdf.de
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