Die Mehrung des Wissens ist nach Karl Popper nur eine Kette von Versuch und Irrtum und ähnelt hier der Evolution der Arten. Naturgesetze oder Theorien sind hypothetisch und werden immer nur vorläufig akzeptiert. Alle Erkenntnis bleibt unvollkommen. Ähnlich sieht es Paul Feyerabend. Der Philosoph ist davon überzeugt, dass der Übergang von der Welt des vorneuzeitlichen Naturdenkens zu der Welt der modernen Wissenschaft kein wirklicher Fortschritt ist. Wir denken nicht besser als frühere Epochen, wir denken nur anders.
"Jetzt ist es der Mensch, der scheitert, weil er mit dem Fortschritt seiner eigenen Zivilisation nicht Schritt halten kann." - José Ortega y Gasset
Das Rad technischer Innovationen und Entwicklungen dreht sich immer schneller. Heutzutage hat Fortschritt mehr mit Quantität als mit Qualität zu tun. Als gesellschaftspolitische Vision scheint er seine Bedeutung verloren zu haben.