Die Aussagen "Das Buch ist mir aus der Hand gefallen“ oder "Ich habe das Buch fallen gelassen“ verdeutlichen eine verschiedene Täterschaft
Sprach-Philosophie
Ludwig Wittgenstein begreift Sprache als Konstrukt, das Wirklichkeit abbilden kann
Anfang des 20. Jahrhunderts vollzog sich in der Philosophie ein weit reichender Wandel - später Linguistic Turn genannt. Die Hinwendung zur Sprache und insbesondere zu ihrem Gebrauch im Alltag führte zu einer Veränderung der Philosophie insgesamt. Ludwig Wittgenstein sah Sprache in seinem "Tractatus Logico Philosophicus" von 1918 zunächst lediglich als Abbild der Wirklichkeit. In Cambridge entwickelte er die Idee, das Welt und Sprache eine gemeinsame logische Struktur haben müssten.

Verständigung erscheint als faszinierendes Rätsel
Für Wittgenstein ist Sprache immer nur innerhalb einer bestimmten Lebensform zu denken, die die Regeln der Verwendung festlegt. Allerdings gibt es in einer Lebensform durchaus Sätze und Begriffe, die zwar nicht klar definiert werden können aber dennoch eine sinnvolle Verwendung haben. "Es gibt viele Dinge, die wir mit Denken erfassen können, die wir nicht wirklich gut versprachlichen können. Denken Sie an geometrische oder räumliche Beziehungen, denken Sie an Geschmack oder Duftinformationen usw. Wir wissen das zu unterscheiden, können es aber nicht leicht versprachlichen", so Krifka weiter.


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November 2008 / Müller