Instrumentalisierung von Sprache
Worte können Handlungen in Gang setzen
Schon im Drama "Othello" führen geschickt plazierte und wiederholte Andeutungen dazu, dass der Mohr seine unschuldige Ehefrau schließlich aus Eifersucht ermordet. Sprache setzt Handlungen in Gang und schafft Tatsachen - im Guten wie im Bösen. Der Mensch kann seine Zunge hüten, aber auch verbrennen. Mit Worten werden Absichten bekundet und Verpflichtungen eingegangen. Mittels Sprache kann man Distanz schaffen oder Beziehungen binden. Aber Sprache kann auch bedrohlich wirken.

Sprache zur Beeinflussung der Massen
Ziel der Werbung ist es mittels verbaler Verführung, positive Suggestionen in einen Kaufreiz umzulenken. Zur Verführung und Manipulation wird Sprache besonders dann eingesetzt, wenn es um die Einflussnahme auf große Menschenmassen geht, die man für ein bestimmtes Ziel mobilisieren will. Präsident George W. Bush musste mit seinen Worten nicht nur die Amerikaner, sondern die ganze westliche Welt auf einen Angriffskrieg einstimmen. Dazu benutzte der das einfache, aber wirksame klassische Mittel der Schwarzweiß-Malerei.


Joseph Goebbels als perfekter Demagoge
Der absolute Meister politischer Rhetorik aber war Propagandaminister Joseph Goebbels. Auf dem Höhepunkt seiner Macht brauchte er seine Ziele gar nicht mehr mit Worten verschleiern, sondern konnte sie klar aussprechen. Natürlich sprach Goebbels vor ausgewählten Parteimitgliedern, und jede Kameraeinstellung war für die Wochenschau genau vorbereitet, aber selten hatten Worte eine so gewaltige, zerstörerische Wirkung.

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"scobel"
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"Wenn Wörter nach Zitroneneis duften! Manipulation - Die suggestive Kraft der Sprache
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November 2008 / Müller