Zahlen und Fakten zum Hunger
Weltweit hungern insgesamt 854 Millionen Menschen
Hunger bedroht die Menschheit auch im 21. Jahrhundert. Jeder siebte Mensch hungert. Weltweit sind es insgesamt 854 Millionen. Jedes Jahr verhungern 8,8 Millionen; alle drei Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger. In Afrika hungern 206 Millionen. In Asien und dem Pazifikraum haben 524 Millionen Menschen nicht genug zu essen, 52 Millionen Hungernde zählt Lateinamerika und im Nahen Osten sind es 38 Millionen. Selbst in den Industrieländern gibt es neun Millionen Hungernde.
Die Gründe für den Hunger sind vielfältig: Oft sind Kriege daran schuld. Flüchtlinge können sich nicht mehr selbst versorgen. Felder sind vermint oder liegen brach und die Wirtschaft stagniert. Aber auch Epidemien verursachen Hunger. Besonders hart trifft es die weltweit etwa 15 Millionen Aids-Waisen. Umweltkatastrophen haben Hungerkrisen zur Folge. Der globale Klimawandel verschärft das Problem - besonders in der Äquatorialregion.

Kriege und Umweltkatastrophen sind die Hauptverursacher
Armut ist die Hauptursache für Hunger. Die Hälfte der Hungernden dieser Welt sind Kleinbauern. Sie leben hauptsächlich von dem, was sie anbauen. Wenn ihre Ernte misslingt oder sie vom Verkauf ihrer Produkte nicht leben können, hungern sie. Das Bevölkerungswachstum wird erst zum Hungerrisiko, weil die natürlichen Ressourcen schwinden und die Arbeitslosigkeit vielerorts zunimmt.

Die ungerechte Weltwirtschaftsordnung sorgt dafür, dass der Anteil der Industrieländer am weltweiten Export bedeutend höher bleibt als der der Entwicklungsländer - und verhindert dort Fortschritt und Wohlstand. Stellt sich die Frage, ob die durch "grüne Gentechnik" optimierten Nutzpflanzen angesichts dieser Situation einen spürbaren Fortschritt in der Bekämpfung des Welthungers bringen werden.

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Grüne Gene
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September 2008 / Müller