Schwerpunkt Neurowissenschaft und Philosophie
Artikelsammlung zu "Wer ist Herr im Haus?" - Die Rolle der Leitdisziplinen
Im Laufe der Jahrhunderte hatten sehr unterschiedliche Disziplinen wie Theologie, Physik oder Philosophie die Rolle der Leitdisziplin inne. scobel stellt die Frage, was eine Leitwissenschaft ausmacht und welche gesellschaftlichen Impulse von ihr ausgehen. Der Schwerpunkt bietet einen Überblick über die neuesten Erkenntnisse der Neurowissenschaft und wirft so gleichzeitig die Frage auf, wie wichtig diese Informationen für unsere Kultur sind.
Entscheidungen vorhersagbar, bevor sie bewusst werden
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Forscher können einfache Entscheidungen von Menschen vorhersagen, bevor sich Betroffene selbst darüber bewusst sind. Allerdings ist die Trefferquote noch nicht sehr hoch. Die Vorhersage sei möglich, weil sich anbahnende Entscheidungen Stoffwechselvorgänge im Gehirn auslösen. Diese Vorgänge seien mit Hilfe einer Kernspintomographie zu sehen, berichten die Wissenschaftler um John-Dylan Haynes vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig.
Hirnforscher haben Gehirnmuster beim Lügen entdeckt
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Was passiert im Gehirn beim Denken? Diese Frage fasziniert die Neurowissenschaft. Liegt ein Mensch im Kernspintomografen - einer Art Röhre -, können Hirnforscher schon seit längerem dem Gehirn mit einer speziellen Technik beim Arbeiten zusehen: Sie beobachten, in welchen Bereichen Nervenzellen feuern und Aktivität zeigen. Inzwischen kann man schon einige Gedanken lesen ohne Scharlatanerie, sondern mit naturwissenschaftlichen Methoden.
Affen können Armprothese mit ihren Gedanken steuern
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Allein mit der Kraft der Gedanken können Affen eine hoch entwickelte Armprothese bewegen und sich selbst füttern. Möglich werde dies durch den Einbau von Elektroden in den für Bewegung zuständigen Hirnbereich. Die Neuroprothese ermögliche eine bisher unerreichte Natürlichkeit in der Beweglichkeit und ein unkompliziertes Zusammenspiel mit der Umwelt, sagen die Wissenschaftler um Andrew Schwartz von der Universität Pittsburghs im US-amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania.
Schwerstbehinderter spricht dank Hirnelektroden wieder
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Ein schwer hirngeschädigter Mann in den USA, der nach einem Überfall vor sechs Jahren in einem komaähnlichen Zustand lag, kann durch Elektroden in seinem Gehirn wieder sprechen und essen. Ein US-Wissenschaftlergruppe um den Neurologen Nicholas Schiff vom "Weill Cornell Medical College" in New York hatte dem 38-Jährigen winzige Elektroden in eine zentrale Schaltstelle des Gehirns eingesetzt, um die in tieferen Schichten noch vorhandene Gehirntätigkeit wieder anzuregen.
"Hirnschrittmacher" zwischen Medizin und Missbrauch
An der Kölner Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie arbeitet Prof. Volker Sturm schon lange an einer Lösung, das Gehirn wieder "in Topform" zu bringen. Sein Hirnschrittmacher gilt als Wunderwaffe bei Parkinson und soll auch bald bei psychischen Leiden eingesetzt werden. Der Neuroethiker Prof. Thomas Metzinger von der Universität Mainz vertritt dagegen die Ansicht, das könnte zum Missbrauch und dem Abbau von Persönlichkeitsrechten führen.
Philosophie heute - Alain Badiou und Slavoj Žižek im Dialog
Der Mensch will sich, seine Funktion in der Gemeinschaft und die Welt, in der er lebt verstehen. Ein sinnvolles, erfülltes Leben ist das Ziel. Dafür braucht es den so wichtigen Blick auf die Dinge von außen. Und schon immer ist es die Aufgabe der Philosophie gewesen, die Fragen aufzuwerfen, die das Funktionieren der Welt, die wir entworfen haben, im Innersten betreffen. In der Vergangenheit war die Philosophie deshalb hoch angesehen.
Zwischen den Stühlen
"Er bewegt sich in der Nacht, aber eine Fackel geht ihm voraus", so beschreibt die Enzyklopädie der französischen Aufklärung das Tun des Philosophen. Vorübergehend sieht er die Schatten der Dinge im Licht der Reflexion. Er verschafft sich einen Überblick, um die Welt und uns selbst besser zu verstehen.
Was ist Philosophie?
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Was ist Philosophie? Wie erklärt es sich, dass die Philosophie heute kaum noch eine Bedeutung in Kultur und Gesellschaft hat? Und wenn das nicht stimmt, wie ist es dann? Welche Aufgabe wird die Philosophie ín der Zukunft haben? delta will wissen, wo die Pilosophie derzeit steht und hat vier Philosophieprofessoren und eine Professorin befragt.
Freuds Theorien durch neue Techniken bestätigt
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Sigmund Freud gründete seine Lehre vom Unbewussten auf jahrzehntelangen neuroanatomischen Studien. Sein Ziel bestand darin, für die Nervenheilkunde, die damals noch ein junger Zweig der Medizin war, neue Behandlungsmethoden zu erschließen. Um die biologischen Grundlagen zu verstehen, untersuchte Freud zunächst das Nervensystem von Tieren - und später menschliche Gehirne.
Psychoanalyse soll bei Depressionen helfen
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In der weltweit ersten Studie über die Auswirkungen der Psychoanalyse auf das Gehirn wird am Hanse-Wissenschaftskolleg bei Bremen erforscht, wie Psychoanalyse und Neurowissenschaften zusammenarbeiten. Ein umfangreiches, interdisziplinäres Projekt, an dem Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler verschiedener deutscher Universitäten beteiligt sind. Ihr Ziel: Das Gehirn von depressiven und gesunden Menschen mit neuesten Verfahren bei der Arbeit zu beobachten.
Verarbeitung von Emotionen
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Ab der Geburt muss ein Kind seine Fähigkeiten entwickeln. Vor- und besonders frühkindliche Erfahrungen sind die prägendsten Abschnitte in seinem Leben, da am Anfang Reize und Signale der Umwelt noch ohne vorausgehende Erfahrung verarbeitet werden müssen. Mit der sinnlichen Eroberung der Welt reift auch das Gehirn. Dabei sind es vor allem die emotionalen Prozesse, die tiefgreifende Spuren im Seelenleben hinterlassen und späteres Fühlen, Denken und Handeln maßgeblich beeinflussen.
Leben und Forschen von Eric Kandel
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Wie funktioniert das Gedächtnis? Was beeinflusst unser Erinnerungs- und Lernvermögen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Forschungen des berühmten Neurologen Eric R. Kandel. Für seine Arbeit bekam er viele Preise und Auszeichnungen. Im Jahr 2000 wurde er für seine lebenslangen Forschungen über die biologischen Grundlagen menschlichen Geistes und für seine Entdeckung eines Proteins, das eine Schlüsselfunktion beim Lernen und Erinnern spielt, mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt.
Biologische Bausteine des Bewusstseins
Dann gibt es kein "Ich“ ohne autobiografisches Gedächtnis. Und das ist immer subjektiv. Mein Leben ist also auch meine Erfindung. Was aber steckt dann alles in mir, was mir nie bewusst wird. Wie viel von meiner inneren Welt nehme ich überhaupt wahr? Christof Koch ist Marathonläufer und Extremkletterer. Auch als Neurowissenschaftler. Denn er fing als erster an, nach den biologischen Bausteinen des Bewusstseins zu suchen. Längst wissen wir, dass Vererbung durch Moleküle geschieht, aber dass auch unser geistiges "Ich“ aus Materie entstehen soll, ist noch immer ein ungewohnter Gedanke, auch für viele Wissenschaftler.
Warum ich fühle, was du fühlst
Was ist Intuition? Warum empfinden wir Sympathie oder Mitgefühl? Wie funktioniert ein Flirt, und was befähigt zu Empathie und Liebe? Den schwer fassbaren, nicht-rationalen "soft skills" des menschlichen Geistes kamen Neurologen vor einigen Jahren während einer Versuchsreihe eher zufällig auf die Spur. Der Psychiater und Internist Joachim Bauer hat zu diesem erstaunlichen Thema ein Buch geschrieben und erklärt darin: "Warum ich fühle, was du fühlst".
"Das Gehirn trainiert man nur für bestimmte Aufgaben"
"Wir stärken nicht einen großen Muskel, der dann für alle möglichen Dinge besser eingesetzt werden kann", sagt Florian Schmiedek vom Max-Planck-Institut (MPI) für Bildungsforschung in Berlin zum Gehirntraining. "Die Verbesserungen und Veränderungen im Gehirn sind sehr viel spezifischer." Es sei "klar", dass man in einer Aufgabe, mit der man sich viel befasst, besser werde, sagt MPI-Direktor Prof. Ulman Lindenberger. Junge Menschen lösen Probleme am Computer allerding etwas schneller.
Neurologen fordern Konsequenzen für das Strafrecht
Einige Neurowissenschaftler behaupten, dass Mörder, Gewalttäter und notorische Diebe eine signifikant veränderte Hirnstruktur aufweisen. Ihr Hirnstoffwechsel unterscheide sich von dem durchschnittlicher "normaler" Menschen, was dazu führe, dass sie in viel geringerem Maße eine verbindliche Moral entwickeln. Nach Meinung einiger Neurologen sei der "freie Wille" lediglich eine Illusion und kriminelles Verhalten weit mehr genetisch bedingt als durch soziale Erfahrung. Sie fordern Konsequenzen für das Strafrecht.
US-Forscher blicken einander per Scanner ins Gehirn
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Hirnforschern aus den Vereinigten Staaten entwickelten ein computergestütztes Gerät, das zeigen kann, was andere sehen. Ärzte könnten diese Technik vielleicht einmal nutzen, um Hirnschäden bei Schlaganfallpatienten oder Altersschwachsinn zu untersuchen, erklärte US-Forscher Jack Gallant von der kalifornischen Universität Berkeley. Querschnittsgelähmte könnten per Fernbedienung bestimmte Geräte bedienen, indem sie eine Reihe von Bildern vor ihrem geistigen Auge ablaufen ließen.
Babys nehmen Farben mit der anderen Gehirnhälfte wahr
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Kleinkinder nehmen Farben anders wahr als Erwachsene: Sie nutzen vor allem die rechte Gehirnhälfte, so lange sie noch nicht sprechen können. Erst später verarbeiten sie wie Erwachsene die Farbinformation in der linken Gehirnhälfte, in der auch das Sprachzentrum sitzt. Damit zeige die Studie auch, wie stark unsere Sprache das Gehirn prägt, sagen die Forscher um Paul Kay von der Universität von Kalifornien in Berkeley. Sie reihen sich damit in bekannte Forschungsergebnisse ein.
Frauen erinnern sich besser an die alltäglichen Dinge
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Frauen können sich an alltägliche Dinge wie Einkaufslisten oder den scheinbar verlegten Hausschlüssel besser erinnern, sagen Wissenschaftlerinnen der Universität Stockholm. In ihrer Studie musste Männer und Frauen sich Objekte und Gesichter anschauen und danach wiedergeben: Die Mehrheit der Frauen konnte sich leichter erinnern. Das lässt auf ein besseres episodisches Gedächtnis schließen, denn dieser Teil des Gedächtnisses speichert Inhalt, Ort und Zeitpunkt persönlicher Erlebnisse.
Deltawellen des Gehirns sorgen für das Lernen im Schlaf
Deltawellen des Gehirns sorgen dafür, dass wir im Schlaf lernen. Das Gehirn sendet diese oszillierenden elektrischen Signale im Tiefschlaf aus. Das Team um Prof. Jan Born vom Institut für Neuroendokrinologie der Universität Lübeck verstärkte diese Signale bei Testpersonen über Elektroden - daraufhin schnitten diese Probanden am nächsten Tag bei Gedächtnistests deutlich besser ab als die Schläfer der unbeeinflussten Kontrollgruppe. Weitere Einblicke lieferte ein Pariser Partnerteam durch Versuche an Ratten.
Verändertes Belohnungszentrum führt zur Spielsucht
Wissenschaftler der Klinik für Neurologie des Universitäts-Krankenhauses Hamburg-Eppendorf (UKE) haben eine der Grundlagen der Spielsucht im Gehirn aufgeklärt. Ähnlich wie bei anderen Abhängigkeiten wurde vermutet, dass der Spielsucht eine Veränderung des Belohnungssystems im Gehirn (Nucleus accumbens) zu Grunde liegt. Die Hamburger Wissenschaftler haben nun erstmals eine solche Veränderung nachgewiesen, hat das UKE mitgeteilt.
Eine Genvariante lässt uns schlecht aus Fehlern lernen
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Der Austausch einer einzigen Stelle im Gen für den Dopamin-D2-Rezeptor gibt Hinweise darauf, wie Menschen aus positiven oder negativen Rückmeldungen lernen. Das hat ein Forscherteam um Markus Ullsperger vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig herausgefunden. Versuchspersonen, bei denen die Rezeptordichte verringert war, nutzten negatives Feedback weniger häufig zum Lernen als Versuchspersonen mit einer höheren Rezeptordichte.
Labore erproben Handeln mit der Kraft der Gedanken
Selbst wenn der Körper nach einem Unfall vollständig gelähmt ist, könnten Patienten in ferner Zukunft mit der Kraft der Gedanken eine Computermaus oder eine Prothese steuern. Anwendungen sehen die Wissenschaftler in Kommunikationsmöglichkeiten für Körperbehinderte, intelligenten Prothesen, oder Steuerungssystemen für Autofahrer. Dabei erfassen Brain-Computer-Interfaces (BCI) dank elektrischer Ströme im Gehirn die Absichten des Patienten und setzen sie in Signale um.
Der Optimismus sitzt in zwei Regionen unseres Gehirns
Zwei Regionen des Gehirns, der Mandelkern (Amygdala) und der rostrale anteriore cinguläre Cortex (rACC) sorgen dafür, dass die meisten Menschen ihre Zukunftsaussichten optimistischer beurteilen als sie tatsächlich sind. Wer eine positive Vorstellung von der Zukunft habe, bemühe sich zudem in der Gegenwart mehr, anvisierte Ziele auch zu erreichen, berichten Wissenschaftler aus Großbritannien und den USA. Je optimistischer jemand in die Zukunft blickte, desto höher wurde dort die Aktivität.
Die Gehirnaktivität zeigt, wie man sich entschieden hat
Hirnforscher am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften um Prof. John-Dylan Haynes können anhand der Gehirnaktivität sagen, welche Entscheidung ein Mensch getroffen hat, bevor die Entscheidung nach außen sichtbar wird. Allerdings gilt das bisher nur für einfache Kopfrechenaufgaben, die die Probanden im Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) lösen mussten. Sie konnten sich frei und geheim entscheiden, Zahlen zu addieren oder zu substrahieren.
Wissenschaftler haben Gedächtnis von Ratten gelöscht
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Forschern aus den Vereinigten Staaten und Israel ist es gelungen, das Gedächtnis von Ratten wie eine Festplatte zu löschen. Durch das Injizieren eines Inhibitors der Proteinkinase M ζ (PKMζ) hatten die Wissenschaftler den Tieren eine grundlegende Erinnerung genommen: Sie wussten nicht mehr, dass ihnen von Zuckerlösung übel wird und tranken die Flüssigkeit. Das passiert bei Ratten normalerweise nie: Sich daran zu erinnern, was ihnen nicht bekommt, ist für sie überlebenswichtig.
Franzose führt relativ normales Leben mit Mini-Gehirn
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Ein Beamter, der mit einem winzigen Gehirn ein nahezu normales Leben führt, hat französische Ärzte in Erstaunen versetzt. Der Mann sei unlängst ins Krankenhaus gekommen, weil sein linkes Bein sich schwach angefühlt habe, berichtete die Fachzeitschrift "Lancet". Eine Computertomografie und eine Kernspintomografie bei dem 44-Jährigen hätten "äußerst ungewöhnliche" Bilder erbracht, sagte der Arzt Lionel Feuillet vom Marseiller Krankenhaus La Timone. Das Gehirn war eigentlich nicht vorhanden.
Das Gehirn korrigiert Fehler, bevor wir sie bemerken
Ein schnelles Warnsignal hilft dem Gehirn, Fehler zu vermeiden. Wissenschaftler der britischen Universität Exeter analysierten die Gehirnaktivität von Probanden, während diese eine Aufgabe am Computer lösen mussten. Das Gehirn der Testpersonen reagierte innerhalb einer Zehntelsekunde auf Reize, die in Vorversuchen zu einem Fehler geführt hatten - so schnell, dass der Fehler den Probanden erst gar nicht bewusst wurde. Erzeugt wird dieses "Fehler-Warnsignal" in einer Hirnregion in der Nähe der Schläfen.
Superrechner soll Verständnis von Nervenleiden helfen
"Wir wollen bis 2015 die erste Version eines Modells des menschlichen Gehirns bauen", sagt Prof. Henry Markram, Leiter des Blue-Brain-Projekts des Polytechnikums Lausanne. Supercomputer sind nach Ansicht des Physikers Felix Schürmann ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis von Nervenleiden wie Epilepsie und Autismus. Von simulierten Hirnfunktionen erhoffen sich die Forscher langfristig neue Einsichten in solche Krankheiten. "Wir entwickeln ein Modell der neokortikale Säule", erläutert Schürmann.
Steigende Eiweiß-Konzentration im Hirn zeigt Müdigkeit
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Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben eine Substanz im Gehirn entdeckt, die Menschen schläfrig macht. Dafür wurde zwölf gesunden Testpersonen für 24 Stunden der Schlaf entzogen. Über ein hoch empfindliches bildgebendes Verfahren beobachteten die Forscher, dass die Menge des Proteins A1-Adenosinrezeptor im Gehirn der Versuchspersonen zunahm. "Was wir sehen ist, dass das Gehirn Proteine produziert, um den Schlafdruck zu erhöhen", erklärte Professor Andreas Bauer.
Gehirn kann schlimme Erinnerungen aktiv unterdrücken
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Mit etwas Training können einige Menschen unangenehme Erinnerungen unterdrücken. Das haben Forscher um Brendan Depue vom Institut für Psychologie der Universität von Colorado herausgefunden. Die Gruppe hatte ihren Testpersonen in dem Experiment mit einem Magnetresonanz-Tomographen ins Hirn geschaut. Die Forscher hatte den Versuchspersonen in der Lernphase 40 Bildpaare präsentiert. Das erste zeigte ein neutrales menschliches Porträt, das zweite ein unangenehmes Motiv.

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Die Regionen des Gehirns



Wer ist Herr im Haus? Philosophie und Neurowis- senschaft im Gespräch
Zukunft der Philosophie
Wer bin ich?
Leitdisziplinen im laufe der Jahrtausende
Was kann die Neurowissenschaft?

mehrere Simulationen zur Funktionsweise des Gehirns von der École Politechnique Fédérale de Lausanne (engl.)

Juli 2008 / Müller
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