Cyberpunk
Technischer Fortschritt endet in Depression und Chaos
Unter Cyberpunk versteht man eine Richtung in der Science-Fiction-Literatur, die in den 1980er Jahren entstand und etwa 1994 endete. Der US-amerikanische Autor William Gibson gilt als Erfinder des Cyberpunks. Das Wort Cyberpunk setzt sich zusammen aus Kybernetik, der Wissenschaft der Regelungs- und Steuerungsvorgänge und Punks - gesellschaftlichen Außenseitern, die sich auch über soziale Regeln hinwegsetzen.
So werden in Gibsons Werken auch Szenarien geschildert, die im Unterschied zu den klassischen Vorläufern nicht steril, sondern eher düster und von Depression und Pessimismus geprägt sind. Cyberpunk beschreibt eine Welt, in der der technologische Fortschritt nicht zu einer wirklichen Verbesserung der Lebensqualität geführt hat. Die Hauptfiguren der Cyberpunk-Romane, meist Hacker, stellen ihre Existenz oft der Macht der allgegenwärtigen, allwissenden und skrupellosen Großkonzerne gegenüber.

Sendedaten
scobel - immer donnerstags um 21 Uhr in 3sat
Sendung zum Thema
"William Gibson - Quellcode des Lebens"
Juni 2008 / Müller