Robotergehilfen, Gehirndoping per Chip, Kriegsführung am Computer - durch die rasante Entwicklung der Nanotechnologie und des Internets sind Gibsons literarische Fantasien längst in unserer Realität angekommen.
Einer der ältesten Menschheitsträume ist wahr geworden: Wir erschaffen Roboter, die uns immer ähnlicher werden, und uns nicht selten durch ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten übertreffen und dadurch unsere Arbeitswelt radikal verändern. Die neue Generation der Roboter stellt fleißige, intelligente Helfer, die uns ungeliebte Arbeiten abnehmen. Wunscherfüller, die keine störenden Fragen stellen und nie müde werden.
Künstliche Implantate werden uns ins Gehirn gepflanzt, damit wir mit dem rasanten Leben Schritt halten können. Die Versprechen sind groß: Blinde sollen wieder sehen, Amputierte sich mit künstlichen Gliedmaßen wieder normal bewegen können - und das Gehirn selbst soll durch Psychopharmaka und "molekulare Prothesen" schneller und funktionsfähiger gemacht werden.
Virtuelle Assistenten führen uns sicher durch das Dickicht unserer Städte ans Ziel. Und Dank des World Wide Web, Google-Maps, moderner Satellitentechnik oder auch unserem Handy können wir jeden Winkel der Erde erreichen, umgekehrt lässt sich aber auch unser Standort jederzeit feststellen.
Kriegsführung mit modernen Technologien: Dank spezieller Computersoftware töten wir vom Bildschirm aus, bewegen uns in simulierten Welten - fast wie im Videospiel - und führen "saubere" und ökonomische Kriege. Der Irak-Krieg ist ein gutes Beispiel dafür.
Wer wären Sie gerne? Die Flucht aus der Wirklichkeit ist leicht: Wenn wir wollen, können wir uns in einer virtuellen 3-D-Welt ein zweites Leben aufbauen, dort Geld verdienen und ausgeben, Partys feiern und gar einen Cybercoitus mit Pixelbrüsten erleben - schöne neue Welt.