Der "Vordenker" William Gibson
Porträt William Gibson
Kurzbiografie des amerikanischen Science-Fiction-Autors
William Ford Gibson kam am 17. März 1948 in South Carolina zur Welt. Nachdem sein Vater starb, als Gibson erst sechs Jahre alt war, zog die unter Depressionen leidende Mutter mit ihrem Sohn zurück in ihre Heimatstadt in den Südwesten Virginias. Mit 15 kam William Gibson in eine Privatschule in Arizona, die er drei Jahre nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter ohne Abschluss verließ. Um dem Militärdienst zu entkommen, zog Gibson nach Kanada, wo er seine zukünftige Frau kennen lernte.

Neuromancer-Trilogie und andere Projekte
Neben seiner Neuromancer-Trilogie schrieb Gibson gemeinsam mit Bruce Sterling das ambitionierte Roman-Projekt "The Difference Engine", das 1990 erschien. Darin wird das Szenario einer Computerwelt im viktorianischen Zeitalter gemalt und darüber sinniert, was passiert wäre, wenn die industrielle und die kybernetische Revolution gleichzeitig stattgefunden hätten. Ein gelungener Schachzug war auch das auf 500 Exemplare limitierte Erscheinen von Gibsons Werk "Agrippa - A Book of the Dead", das nach einmaligem Lesen von Computerviren zerstört wurde.


Geplante Verfilmungen
Das zentrale Thema des Romans ist es, aufzuzeigen, wie sich die Welt seit den Anschlägen auf das World-Trade-Center im September 2001 verändert hat. Unterdessen wurden die frühen Kurzgeschichten "Jonny Mnemonic" aus der Sammlung "Cyberspace" 1995 mit Keanu Reeves in der Hauptrolle sowie "New Rose Hotel" aus der Sammlung "Burning Crome" 1998 mit Christopher Walken und Willem Dafoe verfilmt. Auch die Bücher "Neuromancer" und "Pattern Recognition" sollen zukünfig verfilmt werden.

Sendedaten
scobel - immer donnerstags um 21 Uhr in 3sat
Sendung zum Thema
"Quellcode des Lebens"
Im Interview: William Gibson Veröffentlichungen von William Gibson (Auswahl) Gibsons "Neuromancer" und die Folgen The Future is now!
Links
Homepage William Gibson William Gibson: Von der Matrix zu den Schlapphüten Als William Gibson den Cyberspace erfand
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Juni 2008 / Müller