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Dezember 2018
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Sonntag, 16. Dezember
Programmwoche 51/2018
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5:55
Tonsignal in mono

Inseln im Strom - vergessenes Paradies im Ärmelkanal

Film von Alexander von Sobeck

Ganzen Text anzeigenDie Kanalinseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der "Inseln im Strom".

Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden ...

Text zuklappenDie Kanalinseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der "Inseln im Strom".

Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden größeren genießen den zweifelhaften Ruf, Steueroasen zu sein, Sark ist eine unabhängige Baronie und Alderney nur noch die Heimat einiger Hummerfischer.


6:15
VPS 21:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

makro: Kühe für Katar

Film von Frank Eggers

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenRinderzucht und Milchwirtschaft, wo sonst fast nichts wächst? Katar will unbedingt Selbstversorger werden. Koste es, was es wolle.

Seit Juni 2017 boykottieren Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate Katar. Fatal für den kleinen Staat. ...

Text zuklappenRinderzucht und Milchwirtschaft, wo sonst fast nichts wächst? Katar will unbedingt Selbstversorger werden. Koste es, was es wolle.

Seit Juni 2017 boykottieren Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate Katar. Fatal für den kleinen Staat. Er gehört durch sein Gasvorkommen zu den reichsten der Welt, ist aber bei Lebensmitteln auf Importe angewiesen.

Der Zugang auf dem Landweg ist dicht. Katar reagierte mit Mega-Investitionen in Infrastruktur und Wirtschaft. Der kleine Staat auf der Halbinsel vor Saudi-Arabien will sich aus dem Klammergriff lösen. Dabei ist ausgerechnet ein Kuhstall zur Pilgerstätte des Widerstands geworden. Zugegeben, ein großer: Mitten in der Wüste wurde eine gigantische, vollautomatisierte Milchfarm aus dem Sand gestampft.

20 000 Kühe sollen hier künftig für Milch, Joghurt und Fleisch "made in Quatar" sorgen. Die ersten 3500 Kühe wurden dafür kurzerhand eingeflogen. Jetzt werden die Kühe mit dem Schiff geliefert. Schwarzbunte Holsteiner aus allen Teilen der Welt. Auch das Futter wird per Schiff herbeigeschafft, das Wasser für die Tier aufbereitet. Ein gigantischer Aufwand. Ein Muskelspiel. Und Teil eines größeren Plans, mit dem Katar alternative Wirtschaftszweige zum lukrativen Gas-Geschäft aufbauen will. Hierfür macht der Staat Zugeständnisse an ausländische Investoren, richtet Freihandelszonen ein, wirbt gezielt auch um deutsche Firmen.

Ein Ende der Blockade ist nicht in Sicht. Doch statt der geplanten Isolation, scheint sie Katar wirtschaftliche Reformen zu bringen.


6:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tele-Akademie

Prof. Dr. Michael Wink: Aggressives Verhalten in der Natur

Ganzen Text anzeigenWoher kommt Gewalt? Sind Menschen von Natur aus gewalttätig - oder eher friedlich? Dieser Frage geht Professor Dr. Michael Wink in seinem Vortrag der Reihe "Tele-Akademie" nach.

Aggression und Gewalt sind bei Tieren weit verbreitet. Da der Homo sapiens als Teil des ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenWoher kommt Gewalt? Sind Menschen von Natur aus gewalttätig - oder eher friedlich? Dieser Frage geht Professor Dr. Michael Wink in seinem Vortrag der Reihe "Tele-Akademie" nach.

Aggression und Gewalt sind bei Tieren weit verbreitet. Da der Homo sapiens als Teil des Tierreichs zu betrachten ist, hat er von Natur aus eine ausgeprägte Prädisposition zur Gewalt. Dennoch zeigen Statistiken einen Rückgang an tödlicher Gewalt. Weshalb?

Neben kulturellen Einflüssen könnte eine Selektion von eher friedfertigen und kooperativen Männern durch die Auswahl der Frauen stattgefunden haben.

Professor Dr. Michael Wink leitet seit 1999 die Abteilung Biologie am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften.


(ARD/SWR)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Richard Sennett: Und wo bleibt der Mensch?

(aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie")

Ganzen Text anzeigenRichard Sennett gehört zu den wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit. Yves Bossart spricht mit dem 75-jährigen Meisterdenker über sein bewegtes Leben und die Grundzüge seines Werks.

Im Zentrum seines Denkens steht der Mensch und die Frage, was der Kapitalismus, ...

Text zuklappenRichard Sennett gehört zu den wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit. Yves Bossart spricht mit dem 75-jährigen Meisterdenker über sein bewegtes Leben und die Grundzüge seines Werks.

Im Zentrum seines Denkens steht der Mensch und die Frage, was der Kapitalismus, die heutige Arbeitswelt und die zunehmende Verstädterung aus uns machen. Yves Bossart hat den weltbekannten Soziologen in Berlin getroffen.

Eigentlich wollte er Musiker werden. Doch dann missglückte eine Operation an der linken Hand. Heute gehört Richard Sennett zu den einflussreichsten Intellektuellen weltweit.

In seinem Bestseller "Der flexible Mensch" zeigte der in London und New York lebende Soziologe, wie sich prekäre Arbeitsbedingungen auf den Charakter des Menschen auswirken. In seinen Büchern "Handwerk" und "Zusammenarbeit" fragte er, was gute Arbeit ist und wie wir den sozialen Zusammenhalt stärken können. Und


10:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

lesenswert quartett

Denis Scheck mit Insa Wilke,

Ijoma Mangold und Jürgen Kaube

Ganzen Text anzeigenDenis Scheck moderiert das traditionsreiche "lesenswert quartett". Dabei sind Ijoma Mangold, Literaturchef der "Zeit", und die Literaturkritikerin Insa Wilke. Gast ist Jürgen Kaube.

Kaube, Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), trat 2015 die ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDenis Scheck moderiert das traditionsreiche "lesenswert quartett". Dabei sind Ijoma Mangold, Literaturchef der "Zeit", und die Literaturkritikerin Insa Wilke. Gast ist Jürgen Kaube.

Kaube, Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), trat 2015 die Nachfolge Frank Schirrmachers an und ist in dem vierköpfigen Herausgeberkreis zuständig für Feuilleton und Wissenschaft.

Vier Bücher - vier Meinungen: Nicht immer sind die Quartett-Teilnehmer einig in ihrer Bewertung. Es gibt Lob und Tadel, mal lebhaft und impulsiv, mal sachlich und analytisch. Immer stehen die Bücher im Mittelpunkt, denn am Ende soll der Leser eine klare Vorstellung vom Inhalt haben und wissen, was ihn bei der Lektüre erwartet.


(ARD/SWR)


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11:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Grand Canyon, USA

Panorama der Erdgeschichte

Film von Goggo Gensch

Ganzen Text anzeigenEs gibt tiefere und engere Schluchten, aber so grandios und ehrfurchtgebietend wie der Grand Canyon ist keine zweite. Ein Flug über den Rand des Canyons ist überwältigend.

Im Nordwesten Arizonas gelegen, ist der Grand Canyon 1,8 Kilometer tief, 450 Kilometer lang ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenEs gibt tiefere und engere Schluchten, aber so grandios und ehrfurchtgebietend wie der Grand Canyon ist keine zweite. Ein Flug über den Rand des Canyons ist überwältigend.

Im Nordwesten Arizonas gelegen, ist der Grand Canyon 1,8 Kilometer tief, 450 Kilometer lang und bis zu 30 Kilometer breit. Geologen schätzen, dass sich das Gebiet in den vergangenen 40 bis 50 Millionen Jahren herausgebildet hat.

Für die europäischen Eroberer war der Canyon jahrhundertelang unbezwingbares Niemandsland. Erst 1869 erforschte Major John Wesley Powell auf einer legendären Befahrung des Colorado das Innere der großen Schlucht. Er gab ihr auch den Namen "Grand Canyon". Heute ist der Grand Canyon zusammen mit dem Empire State Building der am meisten besuchte Ort der Vereinigten Staaten. Fünf Millionen Menschen kommen jedes Jahr dorthin.

"Treten Sie an den Rand des Grand Canyon, schauen Sie hinab, immer tiefer in seine erschreckenden Abgründe. Dann erfahren Sie ihre eigene, völlige Bedeutungslosigkeit": So die amerikanische Psychologin M. E. Hart über die Wirkung dieses Naturwunders. Für Simone de Beauvoir galt der Grand Canyon als "geheimnisvolles Inbild aller Landschaften".


(ARD/SWR)


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11:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die große Literatour - John Steinbecks USA

Film von André Schäfer und Jascha Hannover

Ganzen Text anzeigenIm Jahr 1960 begibt sich der Literaturnobelpreisträger John Steinbeck auf eine elfwöchige Reise quer durch die USA und stößt kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt.

Steinbecks ironische Beobachtungen und skurrile Begegnungen seines einzigartigen ...

Text zuklappenIm Jahr 1960 begibt sich der Literaturnobelpreisträger John Steinbeck auf eine elfwöchige Reise quer durch die USA und stößt kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt.

Steinbecks ironische Beobachtungen und skurrile Begegnungen seines einzigartigen Reisebuchs visualisiert der Film - immer auch mit dem Blick auf die USA heute - zu einem unverstellten Blick auf das Innere Amerikas.

Die Reihe "Die große Literatour" begibt sich auf die Spuren der spannendsten Reiseschriftsteller der Geschichte, folgt ihren Reisen und zeigt die Länder aus ihren Blickwinkeln. Eine literarische Zeitreise, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränkt.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Die große Literatour - John Steinbecks USA" zum 50. Todestag des US-amerikanischen Schriftstellers am 20. Dezember.


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12:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten

Film von Norbert Busé

Ganzen Text anzeigenHeinrich Böll gehörte zu den großen, wichtigen Stimmen des 20. Jahrhunderts, sei es als Schriftsteller, sei es als moralische Instanz und Mahner. Was hat uns Heinrich Böll heute noch zu sagen?

Der Film schaut noch einmal ganz neu auf den Nobelpreisträger und ...

Text zuklappenHeinrich Böll gehörte zu den großen, wichtigen Stimmen des 20. Jahrhunderts, sei es als Schriftsteller, sei es als moralische Instanz und Mahner. Was hat uns Heinrich Böll heute noch zu sagen?

Der Film schaut noch einmal ganz neu auf den Nobelpreisträger und engagierten, geistigen Kämpfer des 20. Jahrhunderts und zeigt Auszüge aus bisher unveröffentlichten Kriegstagebüchern und Briefen. Der Zuschauer erlebt einen erstaunlich modernen Denker und Dichter.

Gerade in einer Zeit, in der Grundeinstellungen und Werte neu auf den Prüfstand gestellt und emotional diskutiert werden, lohnt ein frischer Blick auf jemanden wie Heinrich Böll, der zweifelsohne eine moralische Instanz war.

Heinrich Böll, ein Mann von gestern? Jedenfalls ein Schriftsteller-Tycoon, der im Laufe seines Lebens schon mehrere Tode gestorben ist: den des Antifaschisten, Antimilitaristen und Antibourgeois. In der Erinnerung scheint er alt, grau und verstaubt. Kannte den Schriftsteller Böll Anfang der 1970er-Jahre laut einer Umfrage fast jeder Deutsche, ist er heute so gut wie vergessen. Schon lange sei er aus der Zeit gefallen, spötteln Kritiker, und in der Schule gehört er seit einiger Zeit nicht mehr zur Pflichtlektüre.

"Bei zukünftigen Demonstrationen könnte er vielleicht wieder eine Rolle spielen", meint dagegen der Theaterregisseur Thomas Jonigk. "Seine Stimme bietet mir auch heute noch eine Orientierung", so Jonigk weiter. Seine Theaterfassung von Bölls "Ansichten eines Clowns" feierte Anfang 2017 große Erfolge in Köln.

Haben die, die Heinrich Böll bereits zu Grabe trugen, vielleicht etwas Wichtiges übersehen? Die Dokumentation sucht in seinen Kriegstagebüchern nach Antworten. Die Dokumente wurden 2017 erstmals veröffentlicht - eine kleine Sensation. Heinrich Böll wollte sie zeitlebens unter Verschluss halten. Warum nur? Es reicht, nur ein paar Zeilen darin zu lesen, dann ereignet sich etwas, was Generationen zuvor fasziniert haben muss: Bölls einzigartige Sprache.

Und sofort wird der am 16. Juli 1985 gestorbene Autor wieder aktuell: Wie übersteht man psychisch einen Krieg, wenn man ihn überlebt hat? In Anbetracht so vieler Kriege weltweit eine ganz wichtige Frage. Eine, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Die Tagebücher Heinrich Bölls aus den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkriegs zeigen, was den jungen Soldaten beschäftigte: "Ich habe Angst vor dem Leben und stelle fest, dass ich die Menschen hasse! 155 Tage Hölle." "Durch den Krieg wurde ich zum Verächter der Männlichkeit", gibt Böll später in einem Interview zu. Auch die 2001 veröffentlichten "Briefe aus dem Krieg" an seine Frau Annemarie dokumentieren eindrucksvoll, wie sehr aus einem naiven Mitläufer ein überzeugter Kriegsgegner wurde.

"Neben Thomas Mann war der Nobelpreisträger Heinrich Böll der geistige Repräsentant des 20. Jahrhunderts", so sein Biograf Ralf Schnell. Bis heute steht er emblematisch für den "guten Deutschen", den "linken Protest" und den "politischen Dichter". Doch so einfach einem diese Zuschreibungen einfallen, bei genauerer Betrachtung verdecken sie den anderen Böll. Den, der sich in den Tagebüchern und den Briefen an seine Frau lange versteckt hielt und nur selten offen über seine Überzeugungen sprach. Man konnte es aber ahnen, aus welcher Quelle Böll schöpfte, wenn er sich mit Konrad Adenauer auseinandersetzte, dem politischen Protagonisten der jungen Bonner Republik - und eine Art Gegenfigur zu Böll. Dann zeigte sich nämlich sein tiefer christlicher Glaube.

Bis heute stehen Böll und Adenauer für die verschiedenen Pole Deutschlands nach dem Krieg, für seine komplementären Vertreter, den "rechten und den linken Schuh der jungen Demokratie". Durch die 1950er-Jahre hindurch kämpft der christliche Pazifist Böll leidenschaftlich gegen Adenauers Wiederbewaffnung, Aufrüstung und das Konzept der atomaren Teilhabe. Unermüdlich stellt er sich gegen Militär und Krieg. "Wann gab es einen Fall gerechter Verteidigung? Wer will je herausfinden, wo Verteidigung anfängt oder Angriff aufhört?" In seinem Radio-Essay "Brief an einen jungen Katholiken" beklagt er 1958 eine Kirche, die den Moralbegriff nur als Sexualmoral verhandelt, anstatt mit ihm Gewalt und Soldatentum zu befragen. Damals war das ein Skandal, sodass der katholische Intendant des Süddeutschen Rundfunks den Beitrag kurz vor der Ausstrahlung aus dem Programm nahm.

Und heute? Heinrich Böll sah die Rolle, die Künstler in der deutschen Gesellschaft einnehmen sollten, ganz klar: Die Kunst muss, frei von jeder kommerziellen Verwertbarkeit, in einem grenzfreien Raum, eine Gesellschaft infrage stellen dürfen. In seinen Widersprüchen, Ängsten und geglückten Formen kann Kunst zur Katharsis führen und frei machen, das eigene Leben besser zu beurteilen. "Die Kunst muss anarchisch sein", formulierte Böll in den 1970er-Jahren, "Anarchie ist der Wunsch nach Herrschaftslosigkeit und auch der Wunsch, selber nicht zu herrschen."

Die Anarchie in der Kunst, die in der Sprache ihren Ausdruck findet, ist heute zumindest in Deutschland selbstverständliches Kulturgut, musste nach dem Krieg aber erst errungen werden. Das wird gerne übersehen. Auch, dass Böll einer der Ersten war, der unter großen persönlichen Opfern bereit war, für diese Freiheit zu kämpfen. Böll wollte nach dem Zweiten Weltkrieg einen christlichen Neustart, eine Gesellschaft mit menschlicherem Antlitz. Vieles, was uns heute selbstverständlich scheint, nahm mit ihm seinen Anfang. Zu den heute immer wieder aufkommenden Fragen zum Thema "Deutsche Leitkultur" hätte er sicher Streitbares beizutragen. Das zeigt, welche Relevanz er auch heute noch hat.


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Adventmärkte in Kärnten - Auf der Suche nach

dem Weihnachtsengerl

Film von Klaus Pertl

(aus der ORF-Reihe "Österreich-Bild")

Ganzen Text anzeigenOh Schreck: Die Adventzeit hat begonnen, und das kleine Weihnachtsengerl, ein Geschenk der Urgroßmutter, ist verschwunden! Die Suche führt zu den schönsten Kärntner Adventmärkten.

Besucht werden die Christkindlmärkte von Klagenfurt, Villach, Velden, Pörtschach, ...
(ORF)

Text zuklappenOh Schreck: Die Adventzeit hat begonnen, und das kleine Weihnachtsengerl, ein Geschenk der Urgroßmutter, ist verschwunden! Die Suche führt zu den schönsten Kärntner Adventmärkten.

Besucht werden die Christkindlmärkte von Klagenfurt, Villach, Velden, Pörtschach, dem Pyramidenkogel und Bad Kleinkirchheim. Außerdem steht der Katschberger Adventweg auf dem Programm.

Der Film zeigt stimmungsvolle Bilder und hebt die Besonderheiten des jeweiligen Ortes hervor. In Villach zum Beispiel kommen das Christkind und die Engerln mit dem Drauschiff an, und beim Alpinen Thermen-Advent im winterlichen Bad Kleinkirchheim steht ein Christkindlpostamt. Velden, der Pyramidenkogel und Pörtschach werden mit dem Schiff verbunden. Und am tief verschneiten Katschberger Adventweg können in der Teddybärenwerkstatt sogar Weihnachtsengel repariert werden.

Die Weihnachtsgeschichte um das verlorene Engerl wird vom Schauspieler Maximilian Achatz erzählt.


(ORF)


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13:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Fabergé - Magie aus Gold und Edelsteinen

Film von Patrick Mark

Ganzen Text anzeigenDie prachtvollen Fabergé-Eier sind ein Inbegriff höchster Goldschmiedekunst und ein Symbol für Luxus. Ihr Schöpfer war der russische Goldschmied und Juwelier Peter Carl Fabergé.

Seine Schmuckstücke zeichneten sich durch kaum zu überbietende handwerkliche ...

Text zuklappenDie prachtvollen Fabergé-Eier sind ein Inbegriff höchster Goldschmiedekunst und ein Symbol für Luxus. Ihr Schöpfer war der russische Goldschmied und Juwelier Peter Carl Fabergé.

Seine Schmuckstücke zeichneten sich durch kaum zu überbietende handwerkliche Raffinesse und Schönheit aus. Seine Kundschaft, wohlhabende Europäer und Russen – unter ihnen auch Kaiser Alexander III. -, ließ ihn bekannt und reich werden. Dann folgte der Abstieg.

Die russische Revolution bedeutete das Ende für Fabergés Handwerkskunst. Er floh über Finnland zunächst nach Wiesbaden und starb 1920 am Genfer See. Die Firma wurde von seinen Söhnen übernommen – relativ erfolglos. 1989 gingen die Markenrechte an einen Großkonzern. Der Name Fabergé stand von da an für Düfte und Pflegeprodukte. 2007 übernahm ein amerikanischer Investor den Namen für exklusive Schmuckherstellung.


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14:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Don Camillo und Peppone

(Le petit monde de Don Camillo)

Spielfilm, Frankreich/Italien 1952

Darsteller:
Don CamilloFernandel
PepponeGino Cervi
ChristinaSylvie
GinaVera Talqui
MariolinoFranco Interlenghi
BischofCharles Vissières
FilottiLuciano Manara
BruscoArmando Migliari
u.a.
Regie: Julien Duvivier
Länge: 103 Minuten

Ganzen Text anzeigenDon Camillo und Peppone sind Lieblingserzfeinde und durch ihre gegensätzliche Weltanschauung im Dauerstreit miteinander. Doch in der Not schaffen sie es auch, sich zusammenzuraufen.

Der Komödienklassiker "Don Camillo und Peppone" war der Auftakt zu einer der ...
(ARD)

Text zuklappenDon Camillo und Peppone sind Lieblingserzfeinde und durch ihre gegensätzliche Weltanschauung im Dauerstreit miteinander. Doch in der Not schaffen sie es auch, sich zusammenzuraufen.

Der Komödienklassiker "Don Camillo und Peppone" war der Auftakt zu einer der erfolgreichsten Filmreihen der 1950er-Jahre. In dem bärbeißigen Gino Cervi (Peppone) als überzeugtem Kommunisten fand Fernandel (Don Carmillo) den idealen Gegenspieler.

In der Po-Ebene Norditaliens leben zwei Männer in einem Dorf in trauter Zwietracht: Hochwürden Don Camillo, der temperamentvolle Pfarrer mit den lockeren Fäusten, und sein nicht weniger streitbarer Erzfeind Peppone, Bürgermeister und Anführer der "Roten". Beide Männer verfolgen das gleiche Ziel - das Dorf und seine Bewohner glücklich zu machen. Nur sind ihre Vorstellungen vom Glück leider grundverschieden. Aber ihre Feindschaft, geboren aus weltanschaulichem Gegensatz, kennt auch die Freundschaft.

Meist jedoch liegen Don Camillo und Peppone sich in den Haaren. Als Peppone und seine Mannen zum Beispiel nach ihrem Wahlsieg einen feierlichen Umzug veranstalten, eilt Don Camillo zum Glockenturm und übertönt mit seinem heftigen Geläut Peppones Festansprache. Der Kern seiner Rede dringt trotzdem durch: Peppone hat vor, ein prachtvolles "Haus des Volkes" zu errichten. Das passt Don Camillo gar nicht, denn der kämpft schon lange für einen Kindergarten, für dessen Bau ihm allerdings das nötige Kleingeld fehlt. Als Don Camillo jedoch herausbekommt, woher Peppones Geldsegen für das "Haus des Volkes" stammt, finden die beiden Männer schnell zu einer Einigung.

Aber natürlich lässt der nächste Streit nicht lange auf sich warten. Als Peppone zum Streik der Landarbeiter aufruft, drohen auf dem Hof eines Großbauern Hunderte von Kühen zugrunde zu gehen. Des Nachts dringt Don Camillo schwer bewaffnet in die Stallungen ein - wo er auf Peppone trifft, der drohend seinen Karabiner schwingt. Auf ein kurzes Wortgefecht folgt die Einsicht. Und so sorgen die Streithähne gemeinsam für das Wohl der hungrigen Rindviecher.

Auch bei anderen Gelegenheiten halten Don Camillo und Peppone zusammen. Wenn es etwa darum geht, ein junges Liebespaar vor dem Zorn seiner verfeindeten Familien zu schützen. Oder als ein altes, im Sterben liegendes Mütterchen den letzten Wunsch äußert, unter der Fahne der verhassten Monarchie zu Grabe getragen zu werden. Eines Tages aber geht Don Camillo zu weit: Vor den Augen des Bischofs zettelt er ausgerechnet bei der Einweihung des Kindergartens und des "Hauses des Volkes" eine zünftige Schlägerei an.


(ARD)


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16:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Don Camillos Rückkehr

(Le retour de Don Camillo)

Spielfilm, Frankreich/Italien 1953

Darsteller:
Don CamilloFernandel
PepponeGino Cervi
MarchettiPaolo Stoppa
Fr. BottazziLeda Gloria
BischofCharles Vissières
NeroAlexandre Rignault
Dr. SpilettiEdouard Delmont
Beppo BottazziClaudy Chapeland
u.a.
Regie: Julien Duvivier
Länge: 104 Minuten

Ganzen Text anzeigenDon Camillo wurde in ein abgelegenes Dorf strafversetzt, sein alter Lieblingsfeind Peppone aber vermisst ihn und beschließt, diesen mittels eines raffinierten Plans zurückzuholen.

Julien Duvivier inszenierte "Don Camillos Rückkehr" als zweiten der populären "Don ...
(ARD)

Text zuklappenDon Camillo wurde in ein abgelegenes Dorf strafversetzt, sein alter Lieblingsfeind Peppone aber vermisst ihn und beschließt, diesen mittels eines raffinierten Plans zurückzuholen.

Julien Duvivier inszenierte "Don Camillos Rückkehr" als zweiten der populären "Don Camillo und Peppone"-Filme. Mit pointierten Dialogen, deftigem Humor und jeder Menge Charme glänzen wieder Starkomiker Fernandel und Gino Cervi in den Hauptrollen.

Der fidele Don Camillo ist von seinen Vorgesetzten strafversetzt worden. Als der Pfarrer in ein abgelegenes Bergdorf kommt, wird er nicht gerade feierlich empfangen: Der Jubel am Bahnhof gilt nicht ihm, sondern einer berühmten Radrennfahrerin. Für den Geistlichen hat niemand ein Wort übrig. Seine neue Haushälterin ist nicht gerade das, was man einen freundlichen Menschen nennt, und als Don Camillo am Sonntag seinen ersten Gottesdienst hält, predigt er vor leeren Bänken. Kurzum: Enttäuschung auf der ganzen Linie.

In seinem Heimatort Brescello geht es dem Widersacher Peppone auch nicht viel besser: Der rauflustige Bürgermeister vermisst seinen Lieblingsfeind, denn Don Camillos Nachfolger taugt bestenfalls als Witzfigur. Ein Mann wie Peppone aber braucht einen ebenbürtigen Gegner. Also setzt er sich dafür ein, dass Hochwürden Don Camillo wieder in sein geliebtes Heimatdorf zurückkehren darf. Ein bisschen Eigennutz steckt allerdings schon hinter seiner Hilfsbereitschaft: Peppone möchte einen störrischen Großgrundbesitzer dazu überreden, für den geplanten Deichbau einen Teil seines Landes herzugeben - und da kann die Unterstützung eines kirchlichen Würdenträgers nicht schaden.

Andererseits muss man es ja aber auch nicht übertreiben mit der Freundschaft zum Feind. Also heckt Peppone einen Plan aus, um Don Camillo eine enttäuschende Ankunft zu bereiten. Ein Boxkampf soll die Bürger Brescellos davon abhalten, dem Pfarrer am Bahnhof zuzujubeln. Wutentbrannt stürmt Don Camillo daraufhin das Gemeindehaus - und muss seinem Erzfeind zu Hilfe eilen, der im Ring gerade kräftig vermöbelt wird. Nach diesem turbulenten Wiedersehen geht das alte Spiel von Neuem los. Wie zwei große Lausbuben benehmen Don Camillo und Peppone sich. Bis der Tag kommt, an dem ein Hochwasser Brescello bedroht. In solchen Momenten der Gefahr können selbst Streithähne ihren Zwist vergessen und gemeinsam anpacken.

Redaktionshinweis: Am Sonntag, 23. Dezember, sind drei weitere "Don Camillo und Peppone"-Filme in 3sat zu sehen: um 13.45 Uhr "Die große Schlacht des Don Camillo", um 15.20 Uhr "Hochwürden Don Camillo" und um 17.15 Uhr "Genosse Don Camillo".


(ARD)


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18:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Buchzeit

Talkrunde über literarische Neuerscheinungen im

Szenelokal Oosten im Frankfurter Osthafen

Moderation: Gert Scobel

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenWeihnachtszeit ist Lesezeit. Gert Scobel diskutiert mit den Literaturexpertinnen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher im Frankfurter Oosten über ausgewählte Neuerscheinungen.

Lange Abende laden zum Lesen ein. Und mit dem richtigen Buch verschenkt man ...

Text zuklappenWeihnachtszeit ist Lesezeit. Gert Scobel diskutiert mit den Literaturexpertinnen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher im Frankfurter Oosten über ausgewählte Neuerscheinungen.

Lange Abende laden zum Lesen ein. Und mit dem richtigen Buch verschenkt man Gefühle von Romantik bis Spannung und im besten Falle auch Erkenntnisse. Doch wie soll man solche Bücher finden? Das "Buchzeit"-Team hat vorsortiert und präsentiert seine Favoriten.

Eine Kleinstadt in Illinois. Die Pulitzerpreisträgerin Elizabeth Strout entwirft ganz normale Menschen, die dort ihr ganz normales Leben miteinander teilen. Und doch entwickelt sich in ihrem Roman "Alles ist möglich" der ganze Kosmos menschlicher Gefühle.

Jon ist Staatssekretär in London und geschieden. Seine romantische Seite lebt er schreibend aus, als Autor von Liebesbriefen, die er im Auftrag von Frauen verfasst. So trifft er eines Tages auf Meg, die sich gerade von ihrer Sucht erholt. "Süßer Ernst" der britischen Autorin A. L. Kennedy ist ein Roman über das vibrierende London und die Möglichkeit der Liebe.

Lion Feuchtwanger schrieb sein Leben lang Tagebuch. Sehr intime Texte, die nun veröffentlicht sind. Es sind Einblicke in "Ein möglichst intensives Leben", die dem Leser gewährt werden.

"Das große Experiment" ist der erste Band mit Erzählungen des Amerikaners Jeffrey Eugenides. Der Autor, bekannt durch epische Romane, beweist sich in der kurzen Erzählform mit Geschichten über Menschen, die Probleme haben, meist Paarprobleme.

Barbara Vinken ist Kulturwissenschaftlerin, Professorin für Romanistik und Autorin; Sandra Kegel ist Redakteurin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) für Literatur und literarisches Leben; Katrin Schumacher ist Literaturkritikerin und Redaktionsleiterin Literatur/Bühne/Film im MDR.


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Themen liegen noch nicht vor


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19:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tantra - durch Lust zur Erleuchtung?

Film von Basil Gelpke

(aus der Reihe "NZZ Format")

Ganzen Text anzeigenImmer mehr Menschen suchen nach neuen Formen der Partnerschaft und einem besseren Sexleben. Tantra-Kurse liegen deshalb im Trend. "NZZ Format" geht der Begriffsverwirrung rund um Tantra nach.

Ähnlich wie beim Yoga versteht man im Westen unter Tantra etwas anderes als ...

Text zuklappenImmer mehr Menschen suchen nach neuen Formen der Partnerschaft und einem besseren Sexleben. Tantra-Kurse liegen deshalb im Trend. "NZZ Format" geht der Begriffsverwirrung rund um Tantra nach.

Ähnlich wie beim Yoga versteht man im Westen unter Tantra etwas anderes als im Herkunftsland. In Indien bezeichnet Tantra eine Vielzahl mystischer und esoterischer Praktiken - von der Selbstfindung bis hin zur schwarzen Magie.


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19:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Yosemite Park, USA

Jahreszeiten eines Naturwunders

Film von Ralph Ströhle

Ganzen Text anzeigen"Ahwahnee", ein vor Staunen geöffneter Mund, diesen Namen hatten die Indianer ursprünglich dem Yosemite-Tal gegeben. Der Film stellt den Yosemite-Nationalpark im Lauf der vier Jahreszeiten vor.

Der Yosemite-Nationalpark ist eines der am meisten besuchten Naturwunder ...
(ARD/SWR)

Text zuklappen"Ahwahnee", ein vor Staunen geöffneter Mund, diesen Namen hatten die Indianer ursprünglich dem Yosemite-Tal gegeben. Der Film stellt den Yosemite-Nationalpark im Lauf der vier Jahreszeiten vor.

Der Yosemite-Nationalpark ist eines der am meisten besuchten Naturwunder der USA. Millionen von Touristen bestaunen jedes Jahr die Granitfelsen El Capitan oder Half Dome und vor allem die unzähligen Wasserfälle, die nach der Schneeschmelze im Frühjahr zu Tal stürzen.

Vier große Wasserfälle haben den Park berühmt gemacht: der Yosemite-, Vernal-, Nevada- und der Bridalveil-Fall.

"Yosemite" wurde 1864 vom amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln als "Public Preserve" dem Staat Kalifornien zugesprochen, 1890 zum Nationalpark erklärt und 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Für John Muir, den legendären amerikanischen Pionier, war das Tal in der Sierra Nevada Kaliforniens gar, "das glorreichste Wunder der Natur".


(ARD/SWR)


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Nuhr im Ersten

Der Satiregipfel

Ganzen Text anzeigenScharfzüngig und anspruchsvoll, bissig und hintergründig, unterhaltsam und witzig - Kabarett und Comedy treffen sich bei "Nuhr im Ersten - Der Satiregipfel".

Dieter Nuhr und seine Gäste machen sich satirische Gedanken zum politischen Geschehen in Deutschland. Zu ...
(ARD/RBB)

Text zuklappenScharfzüngig und anspruchsvoll, bissig und hintergründig, unterhaltsam und witzig - Kabarett und Comedy treffen sich bei "Nuhr im Ersten - Der Satiregipfel".

Dieter Nuhr und seine Gäste machen sich satirische Gedanken zum politischen Geschehen in Deutschland. Zu Gast sind diesmal: Ingo Appelt, Tobias Mann, Michael Mittermeier, Andreas Rebers und Torsten Sträter.


(ARD/RBB)


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21:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio

Die Mathias Richling Show

Erstausstrahlung

Mathias Richling, berühmt als "Mann der tausend Gesichter" und mit Recht gefürchtet von den Besitzern dieser Gesichter, ist der Star der "Mathias Richling Show".

Sechs Mal im Jahr nimmt er sich in 3sat die aktuelle Promis aus Politik und Unterhaltung vor.


(ARD/SWR/3sat)


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21:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Loriots Pappa ante Portas

Spielfilm, Deutschland 1991

Darsteller:
Heinrich LohseVicco von Bülow
Renate LohseEvelyn Hamann
Dieter LohseGerrit Schmidt-Foß
Brigitte MielkeDagmar Biener
Gertrud MielkeOrtrud Beginnen
Frau KleinertInge Wolffberg
Kurt KaminskiHans-Günther Martens
Fabrikant DrögelHans-Helmut Müller
HedwigIrm Hermann
HellmutHans Peter Korff
u.a.
Regie: Vicco von Bülow
Länge: 85 Minuten

Ganzen Text anzeigenHeinrich Lohse, langjähriger Einkaufschef einer Röhrenfabrik, geht unfreiwillig in Frühpension. Doch der 60-Jährige fühlt sich noch zu jung, um nur auf der faulen Haut zu liegen.

Zum Schrecken seiner Gattin Renate, die sich ohne den ordnungsliebenden Pedanten ...
(ARD)

Text zuklappenHeinrich Lohse, langjähriger Einkaufschef einer Röhrenfabrik, geht unfreiwillig in Frühpension. Doch der 60-Jährige fühlt sich noch zu jung, um nur auf der faulen Haut zu liegen.

Zum Schrecken seiner Gattin Renate, die sich ohne den ordnungsliebenden Pedanten komfortabel eingerichtet hat, kündigt Heinrich an, sein in 37 Berufsjahren erworbenes Organisationstalent ganz dem Haushalt und der Familie zur Verfügung zu stellen.

Mit dem Ergebnis, dass er palettenweise Senf einkauft und der Putzfrau erklärt, wie sie das Haus effektiver reinigen könne. Außerdem lässt er sich von den erstbesten Hausierern Wurzelbürsten und Badezusatz aufschwätzen - weil es günstige Rabatte gibt.

Renate erträgt die Schrullen ihres Mannes zunächst mit Engelsgeduld und hofft, dass Heinrich sich nur an die neue Situation gewöhnen müsse. Doch als Heinrich mangels Beschäftigung mit zum Kaffeekränzchen kommt und sie beim gemütlichen Einkaufsbummel ungeduldig zur Eile drängt, hängt alsbald der Haussegen schief. Auf der Suche nach Freiräumen nimmt Renate einen Job in einer Bonbonfabrik an. Heinrich dämmert, dass er etwas falsch gemacht hat, und will seine Frau besänftigen. Um sie zu überraschen, vermietet er das Haus an eine Filmproduktion - und treibt Renate damit an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.

Mit seinen unnachahmlichen Karikaturen und Fernseh-Sketchen schrieb der vielseitige Komiker und Cartoonist Vicco von Bülow alias Loriot deutsche Humorgeschichte. Sein unvergleichlicher Witz, subtil und populär zugleich, funktioniert auch im Spielfilm: Nach dem großen Erfolg "Ödipussi" realisierte er mit "Loriots Pappa ante Portas" seinen zweiten, nicht minder erfolgreichen Kinofilm. Die bissige Persiflage auf Rentner und Vorruheständler lockte hierzulande 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinos. Neben Loriot, der in mehreren Rollen brilliert - unter anderem in einer köstlichen Parodie auf den Autor Peter Handke -, überzeugt seine langjährige Sketch-Partnerin Evelyn Hamann.


(ARD)


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23:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Polizeiruf 110: Unsichtbare Fährten

Fernsehfilm, DDR 1989

Darsteller:
Klaus TetzlawPeter Reinhardt
Oberleutnant ZimmermannLutz Riemann
Oberleutnant GraweAndreas Schmidt-Schaller
KommissarWilli Sohrade
Kerstin TetzlawConstanze Roeder
u.a.
Buch: Horst Ansorge
Regie: Hans Werner
Länge: 71 Minuten

Ganzen Text anzeigenKlaus Tetzlaw ist Polizist und Abschnittsbevollmächtigter. Sein Schäferhund Olf soll nun zum Diensthund ausgebildet werden. Sohn Bernd will sich jedoch nicht von dem Hund trennen.

Deshalb versteckt er den Hund eines Nachts in Opa Schmidts Schuppen. Opa Schmidt ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenKlaus Tetzlaw ist Polizist und Abschnittsbevollmächtigter. Sein Schäferhund Olf soll nun zum Diensthund ausgebildet werden. Sohn Bernd will sich jedoch nicht von dem Hund trennen.

Deshalb versteckt er den Hund eines Nachts in Opa Schmidts Schuppen. Opa Schmidt wiederum glaubt, ein Fuchs wolle sich an seinen Hühnern vergreifen - und geht mit dem Luftgewehr los. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass Olf nicht angeschossen wird.

So kann er seine Laufbahn als Spürhund der Polizei doch noch antreten. Nach ausgiebigem Training kommt er sowohl einem Einbrecher auf die Spur als auch einem vermissten Mädchen. Als Klaus Tetzlaw selbst in Lebensgefahr gerät, rettet Olf ihm das Leben.


(ARD/MDR)


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0:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

M - Eine Stadt sucht einen Mörder

Spielfilm, Deutschland 1931

Darsteller:
Hans Beckert, der MörderPeter Lorre
Der SchränkerGustaf Gründgens
Inspektor Karl LohmannOtto Wernicke
TaschendiebPaul Kemp
BauernfängerTheo Lingen
u.a.
Regie: Fritz Lang
Länge: 108 Minuten

Ganzen Text anzeigenEin psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen.

Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen ...
(ARD)

Text zuklappenEin psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen.

Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung.

Seine permanenten Razzien in einschlägigen Etablissements führen nicht zum Erfolg, schrecken aber die Berufsverbrecher auf, die ihre Gaunereien wegen des großen Polizeiaufgebots nicht mehr ungestört durchführen können. Der "Schränker", ein einflussreicher, wegen mehrfachen Totschlags gesuchter Ganove, setzt sich mit den führenden Köpfen verschiedener Verbrecherorganisationen zusammen und schlägt vor, dass die Unterwelt die Angelegenheit selbst in die Hand nimmt.

Die Organisation der Bettler überzieht die Stadt daraufhin mit einem lückenlosen Spitzelnetz, in dem der Kindermörder sich verfängt, nachdem ein blinder Bettler ihn am Pfeifen einer Melodie wiedererkennt. Nun tritt der inzwischen von der Polizei als Hans Beckert identifizierte Serientäter vor das Tribunal der Unterwelt und versucht verzweifelt zu erklären, er sei ein Getriebener, der hilflos einem Mordimpuls folge. Als die aufgebrachten Ganoven den Psychopathen lynchen wollen, erscheint die Polizei.

Fritz Langs erster Tonfilm zählt zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Durch präzise Alltagsbeobachtungen, klare Figurenzeichnungen und die filmisch virtuose Schilderung der Menschenhatz erzeugt der expressionistische Kriminalfilm bis zuletzt atemlose Spannung. Viel mehr als nur ein Porträt eines Psychopathen, schuf der Regisseur ein eindringliches Bild vom Deutschland der 1930er-Jahre - in Hinsicht auf die krisenhafte Zeit und das Aufkommen des Nationalsozialismus. Vom ursprünglichen Titel des Films "Mörder sind unter uns" musste 1931 auf Druck der Nazis abgelassen werden.

Der am 5. Dezember 1890 in Wien geborene Fritz Lang hat mit Filmen wie "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" und "Metropolis" (1927) deutsche und internationale Filmgeschichte geschrieben. Er war einer der expressionistischen Regisseure, die das deutsche Kino der Weimarer Republik zum größten Konkurrenten Hollywoods machten. Der "Master of Darkness", wie er in den USA genannt wurde, inspirierte den Film Noir der 1940er- und 1950er-Jahre.


(ARD)


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2:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Traumrouten des Orients (1/3)

Von Isfahan nach Samarkand

Film von Hajo Bergmann

Ganzen Text anzeigenDie abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt gehört zu den Reisewegen durch Zentralasien, die voller Geheimnisse und Überraschungen sind.

Über 3000 Kilometer lang ist die Reise, die zu den legendärsten Metropolen des Orients führt. In ...

Text zuklappenDie abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt gehört zu den Reisewegen durch Zentralasien, die voller Geheimnisse und Überraschungen sind.

Über 3000 Kilometer lang ist die Reise, die zu den legendärsten Metropolen des Orients führt. In dieser Folge geht es von Isfahan über Mesched nach Buchara bis nach Samarkand.

In Isfahan begegnen die Reisenden einem jungen Mullah, sehen einem Miniaturmaler bei der Arbeit zu, und ein Teppichhändler beschreibt ihnen die Situation seines Gewerbes, des drittgrößten des Landes. In der Wüstenstadt Jasd gibt es noch die Türme des Schweigens, auf denen ehemals Feuerbestattungen durchgeführt wurden, und Tempel mit der ewigen Flamme Zarathustras.

Früh am Morgen treffen sich heutzutage dort die Männer zum Souchane, einem traditionellen Muskeltraining, gepaart mit islamischen Gebetsformeln. Weiter geht es nach Kerman. Das Neujahrsfest Nouruz steht bevor, und jede Familie erwirbt Sofreh-e-Haft-Sin - sieben Symbole, darunter Knoblauch, Apfel, Weizenpudding und Essig, die zum Jahreswechsel in keinem Haushalt fehlen dürfen.

Dann wird der Reiseweg abenteuerlich: Schneeberge, hohe Pässe, Salzwüsten und schließlich die Kaluten - einzigartige Formationen in der Wüste, die von Wind und Erosion gestaltet wurden. In der kaum besiedelten Wüste Lut zeigt sich das Leben eines Kamelzüchters und das der Frauen auf dem Land. Nach einem Besuch in Mesched, der heiligsten Stadt in Iran, geht es weiter in die Berge Usbekistans zum Neujahrsfest. Ein Sufi-Meister und Kräuterarzt weiht in die Geheimnisse seines Berufes und die religiösen Praktiken ein. Buchara und Samarkand, die Endpunkte dieser Reiseetappe, sind heute wieder wunderschöne Zentren des Orients und erinnern an die Blütezeiten der Seidenstraße.


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2:50
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Traumrouten des Orients (2/3)

Grand Trunk Road

Film von Hajo Bergmann

Ganzen Text anzeigenIndien und Pakistan bilden einen geheimnisvollen Subkontinent. In der Kolonialzeit bauten die Briten eine Straße durch das gesamte Reich und nannten sie "Grand Trunk Road".

Der legendäre Weg bildet auf über 2400 Kilometern eine pulsierende Lebensader. Von Kolkata ...

Text zuklappenIndien und Pakistan bilden einen geheimnisvollen Subkontinent. In der Kolonialzeit bauten die Briten eine Straße durch das gesamte Reich und nannten sie "Grand Trunk Road".

Der legendäre Weg bildet auf über 2400 Kilometern eine pulsierende Lebensader. Von Kolkata über Benares am Ganges entlang nach Delhi führt die Route von Indien über die pakistanische Grenze nach Lahore und Peshawar.

Der Route kommt eine besondere Bedeutung zu: Sie führt durch die verfeindeten Nachbarstaaten Indien und Pakistan, die kulturell immer zusammengehört haben.

In Kolkata, dem Ausgangspunkt der Reiseetappe, tobt das religiöse Fest Durga Puja, ein farbenprächtiges Ereignis. Von dort aus führt die Grand Trunk Road weiter durch den Bundesstaat Bihar bis in die Stadt Bodhgaya. Dort soll Buddha unter dem Bodhibaum Erleuchtung erlangt haben. In Varanasi streift die historische Straße den heiligsten Ort Indiens. Für jeden Hindu ist es wichtig, einmal im Ganges ein rituelles Bad genommen zu haben und wenn möglich auch in Varanasi ins Nirwana einzugehen. Über Delhi geht die Reise bis zur Grenze nach Pakistan, wo allabendlich die Flaggenparade als martialische Show stattfindet.

Für kurze Zeit öffnet sich die Grenze, und im Stechschritt zeigen historisch gekleidete Soldaten unter dem Jubel der Zuschauer ihre Gefährlichkeit. In der pakistanischen Stadt Lahore spielen Mädchen Fußball, und Journalistin Xari Jali erzählt vom Werk Rudyard Kiplings, der die Grand Trunk Road in seinem Roman "Kim" verewigte. Mit Eindrücken aus dem afghanischen Viertel von Peshawar, wo Lapislazuli bearbeitet und gehandelt wird, endet die Etappe.

Die abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt gehört zu den Reisewegen durch Zentralasien, die voller Geheimnisse und Überraschungen sind. Über 3000 Kilometer lang ist die Reiseetappe, die zu den legendärsten Metropolen des Orients führt.


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3:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Traumrouten des Orients (3/3)

Pamir-Highway

Film von Hajo Bergmann

Ganzen Text anzeigenDie Reise beginnt in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe und führt von dort den Fluss Pandsch entlang, durch den Wachan-Korridor und weiter bis in die kirgisische Hauptstadt Bischkek.

Der Reiseweg wurde 1932 als Geschenk des Sowjetstaates an die entlegene Region ...

Text zuklappenDie Reise beginnt in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe und führt von dort den Fluss Pandsch entlang, durch den Wachan-Korridor und weiter bis in die kirgisische Hauptstadt Bischkek.

Der Reiseweg wurde 1932 als Geschenk des Sowjetstaates an die entlegene Region fertiggestellt. Die Nähe zu Afghanistan und China gibt dem Pamir-Highway die Aura einer Abenteuerroute.

In den Dörfern am Wegrand ähneln sich die Eindrücke: kleine Gehöfte mit Garten und wenigen Haustieren. Zu sehen sind nur Frauen und Kinder. Die Männer seien fort, heißt es überall, im Ausland zum Arbeiten.

Die Berge sind höher als 7000 Meter und nach Marx, Engels oder dem Kommunismus benannt. So ehrte die Sowjetunion ihre höchsten Gipfel. Will man das Leben der Familien im Pamir kennenlernen, sollte man in "Homestays" übernachten. Pässe, die in über 4000 Metern Höhe liegen, sorgen für wechselnde Eindrücke und bezaubernde Stimmungen. Auf fast 5000 Metern leben Nomaden auf ihren Sommerweiden, wo sie aus der Milch von Yaks und Ziegen Käse herstellen.

In Kirgistan ändert sich die Kultur. Steppenland mit Pferdeherden bestimmt dort das Bild. Am Yssykköl-See erleben die Besucher einen erstaunlichen Kulturpark: Der Pavillon über den Schriftsteller Tschingis Aitmatow zieht Menschen aus dem ganzen Land an. Der Park würdigt auch die Weltreligionen: Christliche, jüdische, islamische oder buddhistische Zeichen stehen dort für religiöse Toleranz.

Die abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt gehört zu den Reisewegen durch Zentralasien, die voller Geheimnisse und Überraschungen sind. Über 3000 Kilometer lang ist die Reiseetappe, die zu den legendärsten Metropolen des Orients führt.


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4:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Märchenhafter Oman (1/2)

Der Norden: Auf den Spuren Sindbads

Film von Rosie Koch

Ganzen Text anzeigenDer erste Teil der Dokumentation nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch die landschaftliche Vielfalt von Omans Norden. Ausgangspunkt der Reise ist die moderne Hauptstadt des Omans, Maskat.

Der Name der Stadt bedeutet so viel wie "Ankerplatz" – eine treffende ...

Text zuklappenDer erste Teil der Dokumentation nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch die landschaftliche Vielfalt von Omans Norden. Ausgangspunkt der Reise ist die moderne Hauptstadt des Omans, Maskat.

Der Name der Stadt bedeutet so viel wie "Ankerplatz" – eine treffende Bezeichnung für den Regierungssitz einer Seefahrernation. Von der Meeresküste führt die Route über die von Oasen gesäumten Wadis bis hin zu den alten Bergdörfern im rauen Hadschar-Gebirge.

Einige Kilometer südlich von Maskat haben Arabische Wüstengazellen ein Refugium gefunden. Weiter im Süden führt ein alter Handelspfad durch ein tiefes Flusstal, das sogenannte Wadi Tiwi, weit hinein in die Gebirge und Wüsten des Landes. Nutzpflanzen aus aller Welt reisten mit den Händlern in die Oasengärten und wurden Teil der Terrassenbeete. Heute leben immer weniger Menschen in den Oasen, und immer weniger von ihnen kennen die mündlich überlieferten Geheimnisse der Bewirtschaftung der fruchtbaren Wasserstellen.

Nur die wenigsten der malerischen Lehmdörfer an den steilen Hängen des Hadschar-Gebirges sind heute noch bewohnt. Ein Imker jedoch nutzt sein altes Haus für Bienenstöcke, ein ehemaliger Bewohner von Misfat Al Abriyeen betreibt ein kleines Hotel in seinem verlassenen Heimatdorf.

In der nächsten großen Stadt, in Nizwa, findet auch heute noch jeden Freitag ein Ziegenmarkt statt. Wie auf dem Laufsteg werden die Tiere potenziellen Käufern präsentiert. Der Handel hat im Oman Geschichte. Die Stadt Sur war bereits im 6. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum für den Handel mit Ostafrika und ist heute die einzige Stadt im Mittleren Osten, in der noch Dhaus, traditionelle arabische Segelschiffe, gebaut werden.

Westlich der Stadt, weiter landeinwärts, ist nur noch Wüste – die sogenannten Sharqiya Sands sind die Heimat der Beduinen. Auch wenn sie heute in klimatisierten Häusern wohnen und Geländelimousinen fahren, die Wüste hat für die "Herren der Kamele" nicht an Reiz verloren.


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5:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Märchenhafter Oman (2/2)

Der Süden: Entlang der Weihrauchstraße an die grüne Küste

Film von Rosie Koch

Ganzen Text anzeigenDer zweite Teil der Dokumentation "Märchenhafter Oman" lädt zu einer Reise durch den Süden des Landes ein. Sie führt entlang der Weihrauchstraße bis hin zur grünen Küste.

Die Route führt in das unendliche Wüstengebiet im Inneren des Omans, vorbei am Reservat ...

Text zuklappenDer zweite Teil der Dokumentation "Märchenhafter Oman" lädt zu einer Reise durch den Süden des Landes ein. Sie führt entlang der Weihrauchstraße bis hin zur grünen Küste.

Die Route führt in das unendliche Wüstengebiet im Inneren des Omans, vorbei am Reservat der letzten Arabischen Oryxantilopen gen Süden, in die Provinz Dhofar, wo Weihrauchbäume wachsen und die Arabischen Leoparden beheimatet sind.

Vom Oryxantilopen-Reservat im Herzen des Landes führt eine Straße durch die Wüste in den Süden des Landes. Genauer gesagt in die Provinz Dhofar, eine der wenigen Regionen der Welt, in der Weihrauchbäume wachsen. Noch heute leben dort Menschen davon, den Bäumen in mühevoller Arbeit ihr wertvolles Harz zu entlocken.

Die Metropole von Omans Süden ist Salalah, eine moderne Stadt am Meer. Neben einer einzigartigen Unterwasserwelt und einem großen Fischreichtum ist Salalah auch berühmt für seine Obst- und Gemüseplantagen: Die Provinzhauptstadt nennt man daher auch den "Garten des Omans". Gemüse und Obst aus den Plantagen wird dort direkt entlang der Küstenstraße verkauft. Salalah ist aber auch Sitz einiger wichtiger Universitäten, an denen, wie überall sonst im Oman, mehr Frauen als Männer studieren.

Im Hinterland von Salalah türmt sich das Dhofar-Gebirge auf. Es ist der Rückzugsort der letzten Arabischen Leoparden. Wenn im Sommer die Arabische Halbinsel in Gluthitze versinkt, suchen Tausende von Touristen aus den Golfstaaten im südlichen Oman Zuflucht. Denn von Juli bis September wird dieser Küstenstreifen von den Ausläufern des Monsuns, des Charifs, in dichten Nebel und Nieselregen getaucht. Die Vegetation scheint zu explodieren – es entsteht ein kühles, grünes Paradies inmitten eines Glutofens.

"Zugereiste" ganz anderer Art finden sich in den Mangrovenhainen und Lagunen entlang der Südküste: Vögel kommen aus Afrika, aus Europa oder Indien, andere Arten wie die Rosaflamingos sind ständige Bewohner der Lagunen.


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5:50

Marokko - Land der Träume

Film von Natalie Steger

Ganzen Text anzeigenMarokko, zwischen Atlas und Atlantik gelegen, ist faszinierend. Die meisten Touristen zieht es in die vier Königsstädte Rabat, Fès, Marrakesch und Meknès, ans Meer und in die Wüste.

Was aber verbirgt sich hinter den Kulissen des Königreiches? Was sind die ...

Text zuklappenMarokko, zwischen Atlas und Atlantik gelegen, ist faszinierend. Die meisten Touristen zieht es in die vier Königsstädte Rabat, Fès, Marrakesch und Meknès, ans Meer und in die Wüste.

Was aber verbirgt sich hinter den Kulissen des Königreiches? Was sind die Geheimnisse des Erfolges, welche Träume haben die Menschen? Natalie Steger und ihr Team stellen das orientalische "Land der Träume" vor.

Sie besuchen Spielfilmdreharbeiten in der Wüste - im Hollywood Nordafrikas. Sie treffen Schlangenbeschwörer und Berberfrauen, die das teuerste Öl der Welt noch von Hand herstellen - das Arganöl. Sie wandeln auf den Spuren von Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in "Casablanca" und zeigen Weinanbau in einem muslimischen Land. Eine deutsche Hotelmanagerin verrät, warum Marrakesch auch Jahrzehnte nach den wilden Jahren mit Mick Jagger, Yves Saint Laurent, Jimi Hendrix noch immer für so viele eine Traumstadt ist.