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November 2017
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Sonntag, 6. August
Programmwoche 32/2017
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6:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

makro: China-Beben

Film von Thomas Reichart und Katja Eichhorn

Ganzen Text anzeigenChina ist heute die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und Deutschlands wichtigster Handelspartner in Asien. Aber das Riesenreich steckt in der Krise.

Der Bauboom stockt, Arbeiter protestieren, Fabriken schließen. Es ist ein Beben, das von China ausgeht und ...

Text zuklappenChina ist heute die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und Deutschlands wichtigster Handelspartner in Asien. Aber das Riesenreich steckt in der Krise.

Der Bauboom stockt, Arbeiter protestieren, Fabriken schließen. Es ist ein Beben, das von China ausgeht und dessen Schockwellen die ganze Welt treffen.
Chinas Erfolgsformel, billige und einfache Produkte für die Welt, ist verbraucht.

In ehemaligen Wachstumszentren schließen Fabriken, weil die Lohnkosten zu hoch sind, weil einfache Waren anderswo längst günstiger hergestellt werden.

Zhang Huarong, größter Hersteller von Damenschuhen weltweit, verlagert einen Teil der Produktion nach Äthiopien. Afrika sei China wie vor 30 Jahren, schwärmt der Unternehmer. Zhangs Aufstieg ist ein Sinnbild für Chinas Wirtschaftswunder. Vor 30 Jahren war Zhang ein armer Wanderarbeiter, der Schuhe verkaufte, und China ein Agrarland, in dem Menschen hungerten.

Heute lässt Zhang in China acht Millionen Schuhe im Jahr herstellen und im Ausland nochmal drei Millionen. Seinen Erfolg verdankt er einem Heer billiger Arbeitskräfte und langen Schichten: zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Aber die Löhne sind in den letzten zehn Jahren um fast 300 Prozent gestiegen, auf knapp 500 Euro im Monat.

Das Ende von "Made in China"? Viele Unternehmen verlegen ihre Produktion aus China nach Afrika oder in asiatische Nachbarländer wie Vietnam und Kambodscha. Weil dort die Löhne noch niedriger sind. China erlebt einen regelrechten Exodus.

Die Wirtschaft des Landes lahmt und droht dabei auch deutsche Unternehmen mitzureißen. Ihr Absatz geht zurück wegen der Wachstumskrise in China. Es verpufft die Gewissheit, dass es im Reich der Mitte nur nach oben gehen kann und alle daran mitverdienen. So trifft Chinas Schwäche auch Deutschland.

Die China-Korrespondenten Thomas Reichart und Katja Eichhorn sind den Ursachen und Folgen dieses Bebens nachgegangen. Sie machen deutlich, wie groß die Abhängigkeit der Welt vom Wachstum in China ist. Das Riesenreich muss sich öffnen, die allmächtige Partei sich zurückziehen und die Wirtschaft statt auf billiges "made in China" mehr auf eigene Ideen setzen.


6:44
VPS 06:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tele-Akademie

Prof. Dr. Peter Weibel: Digitalisierung

Eine kulturelle Revolution

Ganzen Text anzeigenOb es uns gefällt oder nicht: Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag. Weder unsere Arbeitswelt noch unser Privatleben sind heute ohne digitale Technologien vorstellbar.

Professor Dr. Peter Weibel blickt zurück und beschreibt in diesem Vortrag, wie der Weg von ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenOb es uns gefällt oder nicht: Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag. Weder unsere Arbeitswelt noch unser Privatleben sind heute ohne digitale Technologien vorstellbar.

Professor Dr. Peter Weibel blickt zurück und beschreibt in diesem Vortrag, wie der Weg von der analogen Welt in das Zeitalter der Digitalisierung verlaufen ist. Er zeigt, was heute passiert und wohin die Reise führen könnte.

Kommunikation und Konsum werden immer schneller und bequemer, das "Internet der Dinge" revolutioniert Produktion und Logistik. Seit mehr als 50 Jahren gilt das Mooresche Gesetz, nach dem sich alle zwei Jahre die digitalen Speicher- und Verarbeitungskapazitäten, Prozessorgeschwindigkeiten und Übertragungsraten verdoppeln. Und ein Ende scheint nicht in Sicht.

Professor Dr. Peter Weibel lehrte Visuelle Mediengestaltung an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Er war Gründer und Direktor des Instituts für Neue Medien an der Städelschule in Frankfurt, seit 1999 leitet er das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.


(ARD/SWR)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05

100(0) Meisterwerke

Christian Krohg: Der Fischer Niels Gaihede

beim Mittagsschlaf

In der Reihe "100(0) Meisterwerke" wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.


9:16
VPS 09:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Jonas Lüscher: Kommt alles gut?

(aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie")

Ganzen Text anzeigenDer Schweizer Autor und Philosoph Jonas Lüscher glaubt an die Macht von Geschichten. Erzählen statt zählen, lautet sein Motto. Ein Gespräch über Optimismus und die Kraft der Literatur.

Im neuen Roman "Kraft" seziert Lüscher die große Erzählung vom ...

Text zuklappenDer Schweizer Autor und Philosoph Jonas Lüscher glaubt an die Macht von Geschichten. Erzählen statt zählen, lautet sein Motto. Ein Gespräch über Optimismus und die Kraft der Literatur.

Im neuen Roman "Kraft" seziert Lüscher die große Erzählung vom heilsbringenden Fortschritt aus dem Silicon Valley. Mit Yves Bossart spricht er über den Wert von Geschichten, die Sehnsucht nach Unsterblichkeit und die Frage, ob uns Fortschritt wirklich weiter bringt.

Eigentlich wollte er eine Doktorarbeit im Fach Philosophie schreiben, über den Wert von Erzählungen. Doch dann hat er sich entschlossen, selbst zum Erzähler zu werden. Der Schweizer Autor Jonas Lüscher wagt sich in seinen Büchern an die großen und komplexen Themen. Sein gefeiertes Erstlingswerk "Frühling der Barbaren" widmet sich der Finanzwelt und sein neuer Roman "Kraft" hinterfragt die Utopien des technologischen Fortschritts, die aus dem Silicon Valley zu vernehmen sind.


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Zum 150. Geburtstag von Emil Nolde

Emil Nolde - Maler und Mythos

Film von Wilfried Hauke

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenZum 150. Geburtstag von Emil Nolde am 7. August 2017 wirft der Film einen neuen Blick auf den wohl bekanntesten und beliebtesten norddeutschen Maler.

Filmautor Wilfried Hauke zeigt einen Künstler in seiner - bis heute faszinierenden - weiten Landschaft und einen durch ...
(ARD/NDR/3sat)

Text zuklappenZum 150. Geburtstag von Emil Nolde am 7. August 2017 wirft der Film einen neuen Blick auf den wohl bekanntesten und beliebtesten norddeutschen Maler.

Filmautor Wilfried Hauke zeigt einen Künstler in seiner - bis heute faszinierenden - weiten Landschaft und einen durch und durch widersprüchlichen Menschen, der keineswegs nur das "Opfer" der NS-Zeit war, als den ihn die junge Bundesrepublik gern sehen wollte.

Der Film ist keine Nacherzählung einer Biografie, sondern zunächst einmal ein Besuch in "Noldes Land". Wilfried Hauke spricht mit Zeitzeugen, die sich noch an ihre Kindheit erinnern, in der unter einem Reetdach in der Nachbarschaft ein alter, verschwiegener Maler lebte: Mit der Grundschullehrerin, die aus Begeisterung für Noldes Bilder aus Berlin nach Seebüll gezogen ist und den Kindern die großartige Farbenwelt dieses Werks nahebringen will. Mit dem Landschaftsmaler, der sich bis heute von Nolde inspirieren lässt, und mit dem Gärtner, der Noldes berühmte Blumenwelt hegt und pflegt. Sie alle stehen dafür, dass Nolde bis heute seine Anziehungskraft nicht verloren hat.

Außerdem spürt der Film den Widersprüchen und vor allem Selbststilisierungen dieses Künstlers nach, der eben alles andere war als nur der naturverliebte, unpolitische, von Meer und Weite schwärmende Naturmaler. Durch Recherchen von Kunsthistorikern und Biografen, zum Teil aktiv - und selbstkritisch - initiiert von der Nolde-Stiftung in Seebüll, hat das Lebensbild viele dunkle Stellen bekommen. In Briefen und Dokumenten werden Noldes Nähe zum Nationalsozialismus und sein Antisemitismus überdeutlich.

So schrieb er an Goebbels, er habe "von Beginn der Nationalsozialistischen Bewegung an als fast einzigster deutscher Künstler im offenen Kampf gegen die Überfremdung der deutschen Kunst, gegen das unsaubere Kunsthändlertum und gegen die Machenschaften der Liebermann- und Cassirerzeit gekämpft."

Bekenntnisse wie diese gibt es viele - Nolde bekam trotzdem Malverbot, weil Hitler seinen Kunstgeschmack gegen den von Goebbels durchsetzte, nicht aber, weil er irgendeine Art von Oppositionsfigur gewesen wäre.

Als eine solche stilisierte sich Nolde jedoch nach dem Krieg. Besuche von bundesrepublikanischer Politprominenz, die Sehnsucht der Nachkriegsgesellschaft nach "sauberen" Bildern und nicht zuletzt auch Siegfried Lenz' "Deutschstunde" haben einen Nolde-Mythos entstehen lassen, der wenig mit den Widersprüchen und Abgründen dieses Malers zu tun hat.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Emil Nolde - Maler und Mythos" zum 150. Geburtstag des Künstlers am 7. August. Nolde zählte zu den führenden Malern des Expressionismus.


(ARD/NDR/3sat)


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11:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Festspielsommer

Klassik Open Air Nürnberg 2017

Last Night

Mit Daniel Hope (Violine)

Chor: Hans-Sachs-Chor, Philharmonischer Chor

Orchester: Nürnberger Symphoniker
Musikalische Leitung: Alexander Shelley
Moderation: Thomas Herr

Ganzen Text anzeigenDer Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker, Alexander Shelley, steht nach acht erfolgreichen Jahren in Nürnberg am 5. August 2017 zum letzten Mal als Chef am Pult seines Orchesters.

Auf dem Programm steht Musik, die dem Anlass Ausdruck gibt: das g-Moll-Violinkonzert ...
(ARD/BR)

Text zuklappenDer Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker, Alexander Shelley, steht nach acht erfolgreichen Jahren in Nürnberg am 5. August 2017 zum letzten Mal als Chef am Pult seines Orchesters.

Auf dem Programm steht Musik, die dem Anlass Ausdruck gibt: das g-Moll-Violinkonzert von Bruch, Wagners "Meistersinger"-Vorspiel, Ausschnitte aus Mendelssohns "Sommernachtstraum", Elgars "Pomp and Circumstances", "Mars" und "Jupiter" aus Holsts "Die Planeten".

Einzigartige Stimmungs-Momente der Nürnberger Open-Air-Festivals, ein Meer von Wunderkerzen und das Feuerwerk zum Abschluss versprechen einen Abend der Gefühle.

Die beiden Klassik-Open-Air-Konzerte am 1. August-Wochenende im Nürnberger Luitpoldhain sind für die Nürnberger ein Fixpunkt im Kalender. Doch diesmal wird über dem Abend im Luitpoldhain Abschiedsstimmung liegen, das Motto "Last Night" ist nicht zufällig gewählt: Chefdirigent Alexander Shelley verlässt die Nürnberger Symphoniker und tritt im Herbst in gleicher Funktion beim National Arts Center Orchestra im kanadischen Ottawa an. An seiner Seite bei "Picknick im Park" in Nürnberg ist ein langjähriger Weggefährte: sein Landsmann, der britische Star-Geiger Daniel Hope.


(ARD/BR)


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13:51
VPS 13:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Meran erzählt - Werke und Tage an der Passer

Film von Patrick Rina

(aus der ORF-Reihe "Österreich-Bild")

Ganzen Text anzeigen2017 ist ein Jahr der Freude in Meran: Zum 700. Mal jährt sich die Verleihung der Stadtrechte. In dem Film kommen Menschen zu Wort, die in, mit und von Meran leben.

Die alte Tiroler Landeshauptstadt hat frappante Verwandlungen erlebt - nicht nur jene vom verwinkelten ...
(ORF)

Text zuklappen2017 ist ein Jahr der Freude in Meran: Zum 700. Mal jährt sich die Verleihung der Stadtrechte. In dem Film kommen Menschen zu Wort, die in, mit und von Meran leben.

Die alte Tiroler Landeshauptstadt hat frappante Verwandlungen erlebt - nicht nur jene vom verwinkelten Kuhstädtchen des Mittelalters zur schick-mondänen Kurstadt der Sisi-Zeit. Das Leben in Meran spielt sich am Ufer der Passer entlang der berühmten Promenaden ab.

Filmautor Patrick Rina lässt schillernde Meraner Persönlichkeiten zu Wort kommen. Egal, ob es sich um ein in der Badewanne malendes Enfant terrible der zeitgenössischen Kunstszene, eine beherzte Museumsgründerin, einen musizierenden Burgherrn oder um eine 92-jährige Hüterin von Weltliteratur handelt. Alle prägen Meran, sind selbst Teil der Stadt geworden.


(ORF)


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14:16
VPS 13:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Leben unter Schweizer Palmen

Eine Reise durch das Tessin

Film von Michael Petsch

Ganzen Text anzeigenDas Tessin in der Schweiz ist eine Landschaft, die alles bietet: vom Hochalpenland bis zu einer fast subtropischen Landschaft. Und dazu einige der schönsten Seen Europas.

Dort liegen der Luganer See und der Lago Maggiore mit seinen Palmenhainen und südeuropäisch ...

Text zuklappenDas Tessin in der Schweiz ist eine Landschaft, die alles bietet: vom Hochalpenland bis zu einer fast subtropischen Landschaft. Und dazu einige der schönsten Seen Europas.

Dort liegen der Luganer See und der Lago Maggiore mit seinen Palmenhainen und südeuropäisch anmutenden Ortschaften. Bereits wenn man den Gotthardtunnel verlässt, wird es schlagartig wärmer, heller und strahlender. Eine Reise zu den Sehenswürdigkeiten des Tessins.


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14:31
VPS 14:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Krimisommer

Mordshunger - Verbrechen und andere Delikatessen (1/4)

Eine Leiche zum Dessert

Krimireihe, Deutschland 2012

Darsteller:
Britta JanssenAnna Schudt
Max JanssenAurel Manthei
VanessaSonja Gerhardt
Oliver LappeTobias Diakow
Arri ÖzerSami Loris
Torsten WallatMichael Roll
u.a.
Buch: Mika Kallwass
Regie: Marcus Weiler

Ganzen Text anzeigenIn Klein-Beken herrscht Feierlaune. Britta serviert Backschinken. Nachdem Günther Ervenich seinen kräftig gesalzenen Schinken gegessen hat, bricht er zusammen. Er wurde vergiftet.

Sofort fällt der Verdacht auf die Köchin Britta, die Inhaberin der Dorfkneipe. Für ...

Text zuklappenIn Klein-Beken herrscht Feierlaune. Britta serviert Backschinken. Nachdem Günther Ervenich seinen kräftig gesalzenen Schinken gegessen hat, bricht er zusammen. Er wurde vergiftet.

Sofort fällt der Verdacht auf die Köchin Britta, die Inhaberin der Dorfkneipe. Für die Hobby-Kriminalistin und ihren Bruder Max, den Dorfpolizisten, ist der Fall jedoch klar: Nicht ihr Schinken, sondern das Salz ist für den Tod Ervenichs verantwortlich.

Von dem Salzstreuer fehlt allerdings jede Spur. Neugierig schließt sich Britta den Ermittlungen von Max an, sehr zum Leidwesen von Kommissar Torsten Wallat von der Mordkommission Gummersbach. Recherchen im beruflichen Umfeld des Opfers ergeben, dass Günther Ervenichs Sohn Rolf bereits seit Langem den Bau einer Großmastanlage zusammen mit Fleischfabrikant Ado plant. Der traditionsbewusste Günther Ervenich war zu Lebzeiten strikt gegen dieses Vorhaben.

Als Britta und Max beim alten Bottrop den verschwundenen Salzstreuer finden, gerät dieser unter dringenden Tatverdacht. Bottrop gibt außerdem zu, Pflanzengift in der Garage gelagert zu haben, die Dose sei ihm allerdings gestohlen worden. Mit dem Mord will der kauzige alte Mann nichts zu tun haben.

Wenig später wird die Dose mit dem Gift in Laila Schmittgens Wohnung gefunden. Die Täterin scheint damit entlarvt - immerhin hatte Laila sehr persönliche Gründe, Günther Ervenich zu hassen. Doch Britta und Max haben erhebliche Zweifel an Lailas Täterschaft. Abgesehen davon gefällt die attraktive Verdächtige Max ausnehmend gut. Schließlich bringt ein weiteres Opfer, ein vergifteter Hund, die Geschwister Janssen auf eine heiße Spur.


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15:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Krimisommer

Mordshunger - Verbrechen und andere Delikatessen (2/4)

Der Heiler

Krimireihe, Deutschland 2012

Darsteller:
Britta JanssenAnna Schudt
Max JanssenAurel Manthei
VanessaSonja Gerhardt
Oliver LappeTobias Diakow
Arri ÖzerSami Loris
Torsten WallatMichael Roll
u.a.
Buch: Mika Kallwass
Regie: Marcus Weiler

Ganzen Text anzeigenIm Wald vor der Hütte des Heilpraktikers und Schamanen Sascha Schlenker wird Ruth Heimkens erstochen aufgefunden. Für die Männer im Dorf steht fest: Der Heiler hat sie umgebracht.

Seit einiger Zeit soll Schlenker mit seinen "Sitzungen" die Frauen des Dorfes ...

Text zuklappenIm Wald vor der Hütte des Heilpraktikers und Schamanen Sascha Schlenker wird Ruth Heimkens erstochen aufgefunden. Für die Männer im Dorf steht fest: Der Heiler hat sie umgebracht.

Seit einiger Zeit soll Schlenker mit seinen "Sitzungen" die Frauen des Dorfes behandelt beziehungsweise verhext haben. Auch Ruths Ehemann Werner, der mit Frau und Bruder einen Hof teilt, steht unter Verdacht: Zu oft soll es zu Gewaltausbrüchen von ihm gekommen sein.

Kommissar Max beginnt die Ermittlungen, unterstützt von seiner Schwester, der kriminalistischen Spürnase Britta. Sein Vorgesetzter Torsten Wallat, Hauptkommissar aus der nächstgelegenen Stadt, setzt in der Aufklärung des Falles ganz auf die sichergestellten DNA-Spuren an der Leiche. Er schaut herablassend auf die Ermittlungsmethoden von Max, der das Gespräch mit der Dorfgemeinschaft sucht. So erfährt dieser von einem der Männer, dass Schlenker in der Mordnacht mit blutverschmiertem T-Shirt gesehen wurde.

Auch Max' Schwester Britta ist an der Aufklärung des Falles interessiert und bekommt Dank ihrer zahlreichen guten Kontakte vieles mit. Die Küsterin der Dorfkirche erzählt ihr, dass Ruth durch eine Annonce im Pfarrbrief eine Wohnung gefunden habe - wollte sie etwa ihren Ehemann verlassen und ohne ihn ein neues Leben beginnen? Laut des Obduktionsberichts hatte Ruth Heimkens kurz vor ihrer Ermordung Sex, wurde allerdings nicht vergewaltigt. Hauptkommissar Wallat ist nun von der Schuld Heimkens überzeugt: Schlenker habe eine Affäre mit Ruth gehabt, und Heimkens habe deshalb seine Frau umgebracht.

Britta jedoch recherchiert auf eigene Faust weiter, wobei die Sympathie für den charmanten Frauenversteher Schlenker weiter zunimmt. Als Sascha Schlenker dann plötzlich von den Männern des Dorfes, die sich von ihren Ehefrauen verraten und verlassen fühlen, entführt wird, überschlagen sich die Ereignisse.


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16:29
VPS 16:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Krimisommer

Mordshunger - Verbrechen und andere Delikatessen (3/4)

Beste Freunde

Krimireihe, Deutschland 2012

Darsteller:
Britta JanssenAnna Schudt
Max JanssenAurel Manthei
VanessaSonja Gerhardt
Oliver LappeTobias Diakow
Arri ÖzerSami Loris
Torsten WallatMichael Roll
Karo BäckerKatharina Wackernagel
u.a.
Buch: Mika Kallwass
Regie: Katinka Feistl

Ganzen Text anzeigenBrittas Sandkastenfreundin Karo Bäcker ist mit Ehemann Kai nach Klein-Beken zurückgekehrt. Die Freundinnen verbringen eine sorglose Zeit, bis plötzlich etwas Schreckliches passiert.

Kai wird eines Morgens erschlagen aufgefunden - ausgerechnet in der Räucherkammer ...

Text zuklappenBrittas Sandkastenfreundin Karo Bäcker ist mit Ehemann Kai nach Klein-Beken zurückgekehrt. Die Freundinnen verbringen eine sorglose Zeit, bis plötzlich etwas Schreckliches passiert.

Kai wird eines Morgens erschlagen aufgefunden - ausgerechnet in der Räucherkammer auf Brittas Hof. Zu allem Übel hat die Köchin auch noch ein starkes Tatmotiv: Der notorische Fremdgänger Kai hatte mehrmals ungeniert versucht, sich an sie heranzumachen.

Brittas jüngerer Bruder Max und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf. Max ist natürlich von der Unschuld seiner Schwester überzeugt, doch sämtliche Beweise sprechen gegen Britta. Die Köchin mit Spürnase begibt sich nun auf eigene Faust auf Spurensuche, scheint das doch ihre einzige Chance, den wahren Täter zu finden.

Besonders nachdenklich stimmt Britta ein verdächtiger Zwischenfall im nahe gelegenen Wald: Jemand hat erst wenige Tage zuvor heimlich eine Ast-Falle installiert, die Hobby-Jägerin Waltraut Overbeck beinahe zum Verhängnis wurde. Könnte die Falle Kai gegolten haben, der täglich an jener Stelle vorbei joggte? Wer aber könnte sie aufgestellt haben?

Brittas Verdacht fällt auf Hermann Doll, Karos Vater. Denn der skurrile Handwerker und Gärtner hatte längst von den zahllosen Schäferstündchen seines Schwiegersohns erfahren. Hatte sich der alte Doll für das Leid seiner Tochter rächen wollen? Hermann Doll beharrt allerdings darauf, in der Tatnacht Britta beobachtet zu haben. Da macht Britta eine Entdeckung, die sie in Lebensgefahr bringt.


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17:29
VPS 17:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Krimisommer

Mordshunger - Verbrechen und andere Delikatessen (4/4)

Ave Cäsar

Krimireihe, Deutschland 2012

Darsteller:
Britta JanssenAnna Schudt
Max JanssenAurel Manthei
VanessaSonja Gerhardt
Oliver LappeTobias Diakow
Arri ÖzerSami Loris
Torsten WallatMichael Roll
Jana ZobelJulia Brendler
u.a.
Buch: Mika Kallwass
Regie: Katinka Feistl

Ganzen Text anzeigenEine römische Siedlung unter Klein-Beken! Doch die Euphorie währt nicht lange, denn der Archäologe Sven Meerbusch wird eines Morgens tot aufgefunden. War es Suizid oder Mord?

Am Abend zuvor entlarvte ein Gutachten den spektakulären Fund aus der Grabungsstätte als ...

Text zuklappenEine römische Siedlung unter Klein-Beken! Doch die Euphorie währt nicht lange, denn der Archäologe Sven Meerbusch wird eines Morgens tot aufgefunden. War es Suizid oder Mord?

Am Abend zuvor entlarvte ein Gutachten den spektakulären Fund aus der Grabungsstätte als Fälschung. Hatte Meerbusch die römische Figur selbst angefertigt, um damit seinen wissenschaftlichen Erfolg zu festigen?

Während Kommissar Max Janssen und seine Kollegen zunächst von einem Suizid ausgehen, bleibt seine Schwester, die Köchin Britta, misstrauisch: Denn kurz bevor sie den Toten stranguliert an seiner Heizung fand, kam ihr Waltraut Overbeck mit ihrer Jagdflinte entgegen. Sie hätte ein starkes Mordmotiv, würde der Fund des restlichen Römerdorfes auf ihrem Grundstück doch herbe finanzielle Einbußen für sie bedeuten. Die Freizeitjägerin schreckte im Vorfeld auch nicht davor zurück, die Wissenschaftler mit ihrer Flinte zu bedrohen, um sie zum Abzug zu bewegen.

Aber auch Meerbuschs Kollege Leo Tiemann rückt in den Fokus der Hobby-Detektivin. Der Archäologe hatte Meerbusch in der Vergangenheit Vorwürfe gemacht, ihn plagiiert zu haben. Britta findet Indizien, die darauf hinweisen, dass Meerbusch kurz vor seinem Tod ein ominöses Medikament verabreicht worden sein könnte. Eventuell wurde der Wissenschaftler dadurch willenlos gemacht und schließlich ermordet.

Mittlerweile hat das Landesmuseum die untersuchte Figur zurückgeschickt - da stellt sich heraus, dass es sich dabei nicht um jene Figur handelt, die die Archäologen eingeschickt hatten. Dem Museum wurde offenbar absichtlich eine Fälschung der römischen Götterstatue untergeschoben. Wer spielt hier ein falsches Spiel?


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18:31
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

SCHWEIZWEIT: Wildes Tessin

Die grüne Oase des Onsernonetals

Film von Jean-Marc Chevillard

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDas Onsernonetal ist eines der faszinierendsten und wildesten Täler der Südschweiz. Urwaldähnliche Wälder überdecken die steilen Hügel, auf deren Anhöhen sonnenverwöhnte Dörfer thronen.

Bis auf 900 Höhenmeter gedeihen Palmen, Reben, Mimosen, Feigenkakteen und ...

Text zuklappenDas Onsernonetal ist eines der faszinierendsten und wildesten Täler der Südschweiz. Urwaldähnliche Wälder überdecken die steilen Hügel, auf deren Anhöhen sonnenverwöhnte Dörfer thronen.

Bis auf 900 Höhenmeter gedeihen Palmen, Reben, Mimosen, Feigenkakteen und Edelkastanien. Das milde Klima, die Ruhe und urtümliche Natur haben schon Künstler und Intellektuelle wie Max Ernst, Kurt Tucholsky und Max Frisch angezogen.

Dort wo die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische stößt, liegt der wilde Süden der Schweiz. Westlich von Locarno gelegen, gilt das Onsernonetal als Favorit für einen Tessiner Nationalpark.

Die Natur ist eindrücklich, aber das Leben für die Bewohner ist hart, und Arbeit findet sich nur schwer. Deshalb hat sich das Tal in den letzten Jahrzehnten ziemlich entvölkert. Zwei Bewohner des Tales möchten dem Entgegenwirken: Der Lehrer und neue "Mühlenbetreiber" Ilario Garbani und der Steindach-Decker Franco Varini. Beide lieben die intakte Natur des Tales und die überlieferten Traditionen der Region. Sie hoffen darauf, dass das Onsernonetal den Status eines Nationalparks erhalten wird und dadurch ein sanfter und nachhaltiger Tourismus entstehen könnte, der den Talbewohnern ökonomisch eine Zukunft zu bieten hätte.


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Ministerpräsident Weil unter Druck
Vorwurf der Absprache mit VW

Neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea
China appelliert zum Dialog

EM-Finale im Frauenfußball
Das ZDF überträgt live ab 16 Uhr 30


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19:11
VPS 19:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Der Patient - Manager seiner Krankheit

Film von Basil Gelpke

(aus der Reihe "NZZ Format")

Ganzen Text anzeigenÄrzte als Halbgötter in Weiß - diese Zeiten sind vorbei. Der Patient von heute ist informierter denn je, er kennt seine Bedürfnisse und übernimmt Verantwortung für seine Erkrankung.

Dadurch wird er aber auch kritischer und anspruchsvoller. Die Digitalisierung ...

Text zuklappenÄrzte als Halbgötter in Weiß - diese Zeiten sind vorbei. Der Patient von heute ist informierter denn je, er kennt seine Bedürfnisse und übernimmt Verantwortung für seine Erkrankung.

Dadurch wird er aber auch kritischer und anspruchsvoller. Die Digitalisierung ermöglicht ihm Zugang zum Herrschaftswissen der Mediziner. Studien belegen, dass die Selbstverantwortung von Patienten sich positiv auf Krankheitsverlauf und Heilung auswirkt.

Weil Patienten die Behandlung ihrer Krankheit selbst in die Hand nehmen wollen, erwarten sie vom Arzt eine ganzheitliche Begleitung. Mitunter können dabei die Grenzen zwischen Medizin und Esoterik verschwimmen.

Ärzte, Patienten und Experten diskutieren über verschiedene Strategien im Umgang mit Krankheiten.


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19:41
VPS 19:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Brügge, Belgien

Metropole des Mittelalters

Film von Willy Meyer

Ganzen Text anzeigenDer Handel brachte Brügge im Mittelalter großen Reichtum, der bis heute in den Bauwerken zu sehen ist. Seit der Jahrtausendwende gehört das Zentrum der belgischen Stadt zum UNESCO-Welterbe.

Bauwerke wie der mächtige Belfried oder der in prachtvoller Renaissance ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDer Handel brachte Brügge im Mittelalter großen Reichtum, der bis heute in den Bauwerken zu sehen ist. Seit der Jahrtausendwende gehört das Zentrum der belgischen Stadt zum UNESCO-Welterbe.

Bauwerke wie der mächtige Belfried oder der in prachtvoller Renaissance gehaltene Justizpalast sowie stattliche Zunft- und Patrizierhäuser erzählen von dem märchenhaften Aufstieg. Der Reichtum der Händler, Bankiers und Adeligen lockte bedeutende Künstler an.

Eigentlich hat eine Naturkatastrophe den Aufstieg Brügges zu einem der bedeutendsten Handelsplätze Europas im Mittelalter zumindest begünstigt. Eine Sturmflut pflügte 1134 eine Rinne in die Meeresbucht Zwin und schuf einen direkten Zugang zur Nordsee.

Brügge entwickelte sich zu einem der meistangelaufenen Häfen im Norden Europas, war bald Drehscheibe im internationalen Handel, der die Wollproduzenten Englands mit den Weingütern der Gascogne und den flandrischen Tuchmachern verband. Große italienische Bankiers wie die Medici eröffneten Filialen und machten Brügge zum Weltfinanzzentrum.

Brügge erlebte sein Goldenes Zeitalter. Zu den architektonischen Höhepunkten dieser Epoche gehören auch Sakralbauten wie die monumentale Liebfrauenkirche. Im Sint-Janshospital, eine der ältesten und größten Herbergen dieser Art in Europa, taten die Beginen ihren Dienst, die unweit der Stadt im Beginenhof in einer klosterähnlichen Frauengemeinschaft lebten.

Unter den Künstlern, die vom Reichtum der Stadt angezogen wurden, waren auch die Maler der Flämischen Schule. Als die "Flämischen Primitiven" revolutionierten sie die bildende Kunst mit einem bis dahin nicht gekannten Realismus, der durch eine natürliche, bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Darstellung eine neue Sicht auf Mensch und Natur eröffnete. Bedeutende Vertreter wie Jan van Eyck wurden auch in Italien als Malerfürsten verehrt. Brügge avancierte zum größten kulturellen Zentrum nördlich der Alpen.

Das Ende des 15. Jahrhunderts brachte den Niedergang. Der Zwin - Brügges Verbindung zur Nordsee - versandete. In der Folge lähmte jahrhundertelanger Stillstand die Stadt. Und auch die industrielle Revolution ging an Brügge vorbei. Im Rückblick ein großes Glück: Nichts wurde abgerissen, um Platz für Fabriken zu schaffen. Da auch die beiden Weltkriege Brügge verschonten, blieb die Altstadt nahezu erhalten. Bis heute prägen dort neben der Gotik auch andere Stilepochen wie Renaissance, Barock und Neogotik in wunderbarer Synthese das Stadtbild.


(ARD/SWR)


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Asül für Alle


Ganzen Text anzeigenWenn eine Ausländerbehörde von Django Asül geleitet wird, ist das Chaos nicht weit. Wenn ihm dabei Rolf Miller ambitioniert zur Seite steht, naht das Inferno.

Wie immer dabei: Wolfgang Krebs in der Rolle des Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer und des ...
(ARD/BR)

Text zuklappenWenn eine Ausländerbehörde von Django Asül geleitet wird, ist das Chaos nicht weit. Wenn ihm dabei Rolf Miller ambitioniert zur Seite steht, naht das Inferno.

Wie immer dabei: Wolfgang Krebs in der Rolle des Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer und des Heimatministers Söder. Gastkabarettist Willy Astor, der König der Kalauer aus dem Hasenbergl, dekonstruiert und kombiniert Sprachfetzen, bis es wehtut.

Mit schrägen Denkansätzen gehen die beiden grundverschiedenen Kabarettisten Django Asül und Rolf Miller aktuellen Fragen auf den Grund. Sie treiben ihr Unwesen streng nach dem Motto: Echte Gaudi entsteht erst dann, wenn der Ernst der Lage bereits da ist.


(ARD/BR)


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20:59
VPS 21:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Martina Schwarzmann: Gscheid gfreid

3sat-Zelt in Mainz, September 2016

Regie: Volker Weicker

Ganzen Text anzeigenSie ist ein Phänomen in der Kabarettszene - und das nicht etwa, weil sie eine Frau ist: Martina Schwarzmann. Im 3sat-Zelt präsentiert sie ihr Programm "Gescheid gfreid".

Im Plauderton und mit oberbayerischem Akzent erzählt und besingt sie das Einmaleins des Alltags ...

Text zuklappenSie ist ein Phänomen in der Kabarettszene - und das nicht etwa, weil sie eine Frau ist: Martina Schwarzmann. Im 3sat-Zelt präsentiert sie ihr Programm "Gescheid gfreid".

Im Plauderton und mit oberbayerischem Akzent erzählt und besingt sie das Einmaleins des Alltags mit allem Drum und Dran. Ob Familienalltag, Essen und Trinken oder Technik: Sie findet immer den anderen Blickwinkel, der ihre Geschichten so amüsant macht.

Bevor Martina Schwarzmann von der Bühnenkunst leben kann, lernt sie etwas sehr Bodenständiges: Sie wird Köchin. Doch selbst als sie das professionelle Kochen aufgibt, weil es auf der Bühne so prächtig läuft, behält sie diese Bodenständigkeit und schreibt Texte und Lieder in entwaffnend ehrlicher Mundart. Ihre Inspiration ist ihre Heimat, die bayerische Provinz, die sie, anders als viele andere Bühnenkünstler, bis heute nicht verlassen hat.

Mit ihrer ländlichen Herkunft kann Martina Schwarzmann immer aus dem Vollen schöpfen: Sei es die "depperte" Verwandtschaft, die schon da ist, wenn man selbst geboren wird, die eigenen Kinder, die die Wohnung für osteuropäische Einbrecher uninteressant machen, oder der "Super-Typ", von dem man vorher nie gedacht hat, dass man mal seine Dreckwäsche wäscht - alles bietet der 37-Jährigen Inspiration. Dabei kommt sie dank überbordender Fantasie auch gerne mal vom Hölzchen aufs Stöckchen - und mit jeder Wendung wird es lustiger.

Das Dasein als Hausfrau und Mutter ist ein eigenes Kapitel bei Schwarzmann, mit hohem Wiedererkennungswert, doch formuliert sie keine einzige erwartbare Zeile dazu, denn für Klischees ist diese Frau einfach zu scharfsinnig. Doch auch die bajuwarische Lebensart nimmt einen wichtigen Stellenwert in ihrem Programm ein. Bissig, aber nie bösartig nimmt sie die geliebte Heimat und ihre Bewohner aufs Korn. Die Haare geflochten, das Mundwerk lose, ihr Publikum liebt sie dafür, auch außerhalb der bayerischen Landesgrenzen. Eine große Show braucht sie dafür nicht: Ein Barhocker und ihre Gitarre reichen ihr, um ihr Publikum von Minute eins an für sich einzunehmen.


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21:44
VPS 21:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Alfred Hitchcock

Familiengrab

(Family Plot)

Spielfilm, USA 1976

Darsteller:
FranKaren Black
George LumleyBruce Dern
Arthur Adamson akaWilliam Devane
Edward ShoebridgeBarbara Harris
Blanche Tyler
u.a.
Regie: Alfred Hitchcock
Länge: 116 Minuten

Ganzen Text anzeigenEine Hellseherin und ihr Freund werden von einer alten Dame beauftragt, ihren Neffen zu finden, der als Erbe eingesetzt werden soll, weil er der einzig verbliebene Verwandte ist.

Die Amateurdetektive finden den Mann, doch er ist ein Krimineller, der gerade einen ...

Text zuklappenEine Hellseherin und ihr Freund werden von einer alten Dame beauftragt, ihren Neffen zu finden, der als Erbe eingesetzt werden soll, weil er der einzig verbliebene Verwandte ist.

Die Amateurdetektive finden den Mann, doch er ist ein Krimineller, der gerade einen Bischof entführen will. - Die unterhaltsame Krimi-Persiflage voller ironischer Elemente war der letzte Spielfilm, den Alfred Hitchcock inszenierte.

Pseudo-Hellseherin Blanche und ihr Freund und Taxifahrer George wittern die Chance ihres Lebens, als eine wohlhabende ältere Dame sie bittet, nach ihrem verschollenen Neffen zu suchen. Diesem will sie ihr gesamtes Vermögen vermachen und lockt bei Auffinden des Unbekannten mit einer Belohnung in Höhe von 10 000 Dollar. Doch die Suche nach dem verschollenen Erben gestaltet sich schwieriger als erwartet: Dieser hat als Arthur Adamson eine falsche Identität angenommen und nutzt seine hochkarätige Stellung als seriöser Juwelier, um gemeinsam mit seiner Komplizin Fran gut situierte Geschäftsleute zu entführen und Lösegeld in Form von wertvollen Brillanten zu erpressen. Ihre Bemühungen, Adamsons zwielichtige Vergangenheit aufzudecken, führen Blanche und George immer näher an dessen dubiose Geschäfte, so dass dieser das scheinbare Detektivpaar schnellstmöglich aus dem Weg räumen will.

Ungemein humorvoll und zugleich bitterböse gestaltete Hitchcock den letzten Film seines über 50-jährigen Schaffens. "Familiengrab" ist ein einziges durchtriebenes Spiel der Identitäten - keine der Figuren im Film ist wirklich die, für die sie sich ausgibt. Angedeutet wird dies bereits im Originaltitel des Films, "Family Plot", denn "Plot" bedeutet neben "Grab" oder "Handlung" auch "Intrige" und verweist damit auf das Hauptthema des Films. Hitchcock, der "Master of Suspense", der seine Schauspieler meist an der kurzen Leine hielt, ließ seinen Darstellern diesmal die Freiheit zur Improvisation. Ihre Spielfreude ist neben den geistreichen, pointierten Dialogen und dem exzellenten Drehbuch von Ernst Lehmann eine der Hauptgründe für die Dynamik und Frische des Films. Von Kritikern begeistert aufgenommen, wurde "Familiengrab" zu einem Kassenerfolg. Im März 1979 verlieh das American Film Institute Hitchcock noch den "Life Achievement Award". Kurz darauf musste er die Arbeiten am nächsten Projekt "The Short Night" aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Hitchcock starb am 29. April 1980 im Alter von 80 Jahren in Los Angeles.


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23:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Polizeiruf 110: Eine nette Person

Fernsehfilm, DDR 1983

Darsteller:
Hauptmann FuchsPeter Borgelt
Leutnant BerndtJens-Uwe Bogadtke
Leutnant der KAndreas Schmidt-Schaller
Edith Sass alias HausmannGudrun Ritter
Charlotte HinzeHelga Göring
u.a.
Buch: Gabriele Gabriel
Regie: Gunter Friedrich
Länge: 77 Minuten

Ganzen Text anzeigenEdith liebt ihren Freund über alles und möchte ihm seinen Lebenstraum erfüllen: einen eigenen Friseursalon. Sie hat keinen Skrupel, sich das Geld auf unrechtmäßige Weise zu beschaffen.

Ihre Opfer sind alleinstehende alte Menschen, die sich nach nichts mehr sehnen ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenEdith liebt ihren Freund über alles und möchte ihm seinen Lebenstraum erfüllen: einen eigenen Friseursalon. Sie hat keinen Skrupel, sich das Geld auf unrechtmäßige Weise zu beschaffen.

Ihre Opfer sind alleinstehende alte Menschen, die sich nach nichts mehr sehnen als nach "einer netten Person". Edith ist so charmant und hilfsbereit, dass sie in kürzester Zeit das Vertrauen verschiedener Senioren gewinnt.

Einer alten Frau verspricht sie, ein Schreberhäuschen für sie zu kaufen - und macht sich dann mit dem Geld aus dem Staub. Von einem älteren Herrn leiht sie sich kurz vor dessen Tod 14 000 Mark und verschwindet. Einem völlig mittellosen gebrechlichen Rentner klaut sie seine einzige Habe, eine kostbare alte Uhr. Aber jetzt ist ihr die Polizei auf den Fersen.


(ARD/MDR)


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0:56
VPS 00:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Was niemand weiß

(Det Som Ingen Ved)

Spielfilm, Dänemark/Schweden 2008

Darsteller:
ThomasAnders W. Berthelsen
UrsulaMaria Bonnevie
IngridGhita Nørby
MarianneMarie Louise Wille
Lange-ErichsenHenning Jensen
u.a.
Regie: Søren Kragh-Jacobsen
Länge: 95 Minuten

Ganzen Text anzeigenDie Schwester des Puppenspielers Thomas ertrinkt unter mysteriösen Umständen, kurz bevor sie ihm unschöne Informationen über ihren verstorbenen Vater geben kann. Wurde sie ermordet?

Thomas' Vater soll einer ominösen Bruderschaft angehört und als Geheimdienstmann ...

Text zuklappenDie Schwester des Puppenspielers Thomas ertrinkt unter mysteriösen Umständen, kurz bevor sie ihm unschöne Informationen über ihren verstorbenen Vater geben kann. Wurde sie ermordet?

Thomas' Vater soll einer ominösen Bruderschaft angehört und als Geheimdienstmann an Strategien der biologischen Kriegsführung gearbeitet haben. - Thriller des dänischen Dogma- und "Borgen"-Regisseurs Søren Kragh-Jacobsen.

Da Charlotte eine gute Schwimmerin war, glaubt Thomas nicht an einen Unfall. Von ihrer Freundin Ursula erfährt er, dass seine Schwester Dokumente kannte, die ihren Vater schwer belasten. Nun ist Thomas vollends davon überzeugt, dass Charlotte ermordet wurde. Er ermittelt auf eigene Faust weiter und trifft sich mit Kriegskameraden seines Vaters, darunter Lange-Erichsen, inzwischen Chef des Sicherheitsdienstes. Dieser gibt sich familiär kameradschaftlich, hetzt aber seine Sicherheitsleute auf Thomas und Ursula. Am nächsten Tag findet man Ursulas Leiche.

Mit seinem zehnten Kinofilm bestätigt Søren Kragh-Jacobsen seinen Ruf als einer der besten und vielseitigsten dänischen Regisseure. Der Dogma-Mitinitiator Kragh-Jacobsen erregte mit "Mifune" (1999) internationale Aufmerksamkeit und übernahm in den ersten beiden Staffeln der Fernsehserie "Borgen - Geheime Seilschaften" (2010 - 2012) wiederholt die Regie. Die Hauptrolle des in einer Lebenskrise steckenden und durch den Tod seiner Schwester aufgerüttelten Thomas' besetzte er mit Anders W. Berthelsen. Dieser hatte sich bereits in "Mifune" bewährt und spielte den Pastor im dänischen Überraschungserfolg "Italienisch für Anfänger" (2000).


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2:31
VPS 02:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3

Die Ferien des Monsieur Hulot

Spielfilm, Frankreich 1953

Darsteller:
Monsieur HulotJacques Tati
MartineNathalie Pascaud
Martines TanteMichèle Rolla
FredLouis Perrault
CommandantAndré Dubois
u.a.
Regie: Jacques Tati
Länge: 86 Minuten

Ganzen Text anzeigenKleinbürger Monsieur Hulot verbringt seinen Urlaub in einer Pension in der Bretagne. Seine Bemühungen, sich mit den übrigen Gästen anzufreunden, führen zu Missgeschicken.

Jacques Tatis zweiter langer Spielfilm (1953) und der erste mit der Figur Monsieur Hulot. ...

Text zuklappenKleinbürger Monsieur Hulot verbringt seinen Urlaub in einer Pension in der Bretagne. Seine Bemühungen, sich mit den übrigen Gästen anzufreunden, führen zu Missgeschicken.

Jacques Tatis zweiter langer Spielfilm (1953) und der erste mit der Figur Monsieur Hulot. Tati verewigte sich mit der von ihm entwickelten und dargestellten Figur des Monsieur Hulot mit fünf Spielfilmen in der Filmgeschichte.

Monsieur Hulot ist ein biederer Kleinbürger. Mit seinem uralten Auto fährt er in die Bretagne, findet ein kleines Pensionszimmer unter dem Dach und bemüht sich fortan intensiv, die übrigen Gäste zu unterhalten und ihr Interesse zu wecken.

Schüchtern wirbt er um die junge Martine, die seine ritterliche Haltung und seine Aufmerksamkeit schätzt. Doch alle seine weiteren Bemühungen, unter den Gästen Gesellschaft zu finden, rufen Missverständnisse und Katastrophen hervor.

Auf einem Maskenball findet nur er sich im Kostüm, allein mit Martine. Als der linkische Hulot bei dem Versuch, einige Kracher zu löschen, das gesamte Feuerwerk zündet, bekommt er vollends die Verachtung seiner Miturlauber zu spüren. Das ist zugleich das unglückliche Ende seines Urlaubs und alle Pensionsgäste sind froh, ihn davonfahren zu sehen.

Bei der Gestaltung von "Die Ferien des Monsieur Hulot" war Tatis vorrangiges Anliegen die Konstruktion von Komik, weniger das Schaffen einer linearen Handlung: "Wenn ein einfacher Mann Ferien macht, für die er ein ganzes Jahr gespart hat, dann ist das ein großes Abenteuer für ihn und all die Leute, die seine Wünsche nachempfinden können." Der Film ähnelt einem Sammelalbum von Beobachtungen, Schnappschüssen und liebevoll gezeichneten Figuren.

Tati sah in seiner Erfindung des Monsieur Hulot den einfachen Mann von der Straße symbolisiert. Vage hatte er die Figur an zwei Bekannte angelehnt, denen er die Gutmütigkeit und zumal den eigentümlichen Gang abschaute.

Redaktionshinweis: Im Anschluss folgt mit "Playtime" ein zweiter Film des französischen Komödienmeisters Jacques Tati.


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3:57
VPS 03:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Playtime

Spielfilm, Frankreich 1965

Darsteller:
Monsieur HulotJacques Tati
Mme. GiffardErika Dentzler
Mr. SchultzBilly Kearns
u.a.
Regie: Jacques Tati
Länge: 120 Minuten

Ganzen Text anzeigenMonsieur Hulot schlendert verträumt durch das futuristische Paris. Er wird Zeuge der Monotonie der Moderne, verirrt sich in dem Labyrinth und bringt es mit seiner Neugier durcheinander.

"Playtime" ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Jacques Tati hat ein filmisches ...

Text zuklappenMonsieur Hulot schlendert verträumt durch das futuristische Paris. Er wird Zeuge der Monotonie der Moderne, verirrt sich in dem Labyrinth und bringt es mit seiner Neugier durcheinander.

"Playtime" ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Jacques Tati hat ein filmisches Ballett geschaffen, das keiner Geschichte bedarf, sondern nur aus einer Verkettung von Bewegungen besteht.

Monsieur Hulot ist auf der Suche nach einem Monsieur Giffard, aber durch eine Vielzahl von Missgeschicken verpassen sie sich immer wieder. Monsieur Hulot sucht ihn an den verschiedensten Orten und durchquert dabei einen Flughafen, ein Bürogebäude, eine Wohnung und ein Restaurant. Jede Station erscheint ihm steril und einheitlich: aus Beton, Glas und Stahl.

"Playtime" erzählt keine lineare Geschichte, ist vielmehr eine Choreografie von Charakteren und architektonischen Elementen. Tati ließ sein ultramodernes Paris am Rande des echten konstruieren, mit Häusern, die sich bewegen ließen und immer neue Kameraperspektiven ermöglichten. "Tativille" nannte er diese künstliche Trabantenstadt mit Fassaden aus Glas und Spiegeln, die das Leben wie in einem Schaufenster zeigten. Die Figur des Hulot tritt dabei immer mehr in den Hintergrund; die Suche nach Monsieur Giffard ist nur ein vager roter Faden.

"Playtime" ist Tatis erste "demokratische" Komödie. Monsieur Hulot ist dabei eine Figur wie die anderen, meist von Laien verkörperten Personen. Deren Versuche, das Leben in der modernen Stadt humaner zu gestalten, führen zur allmählichen Auflösung der fest gefügten Ordnung.

"Play Time" war Tatis Reaktion auf die Monotonie und die Stereotypen genormter Behausungen, genormter Ferien, genormter Mode und genormter Menschen. Die Kosten dieser Superproduktion und ihre Einspielergebnisse standen in keinem Verhältnis zueinander und ruinierten den Regisseur nachhaltig.

Der Film wurde auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet und erhielt 1968 den Grand Prix de l'Académie du cinéma. Kritik und Publikum nahmen den Film aber nur verhalten an, wenn man ihn an seinem Vorgänger "Mein Onkel" misst. Tati nahm die Postmoderne vorweg und war seiner Zeit weit voraus. Zu seinen Lebenszeiten blieb der Film weitestgehend unverstanden. Erst 35 Jahre später wurde der Film als visionäres Meisterwerk erkannt.