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November 2017
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Mittwoch, 28. Juni
Programmwoche 26/2017
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5:55
VPS 05:50

Tonsignal in mono

Geheimnisvolles Okzitanien

Eine Zeitreise durch das Land der Katharer

mit Alexander von Sobeck

Ganzen Text anzeigenOkzitanien, das Land der Katharer, einer christlichen Glaubensbewegung, hat eine bewegte Geschichte und viele Geschichten und Legenden hervorgebracht. Eine Spurensuche in Südfrankreich.

Die sagenhaften Schätze der Templer und der Westgoten, das Versteck des heiligen ...

Text zuklappenOkzitanien, das Land der Katharer, einer christlichen Glaubensbewegung, hat eine bewegte Geschichte und viele Geschichten und Legenden hervorgebracht. Eine Spurensuche in Südfrankreich.

Die sagenhaften Schätze der Templer und der Westgoten, das Versteck des heiligen Grals und der geheimnisumwitterte Fund von Rennes le Châteaux locken immer wieder Abenteurer, Glücksritter und Spinner an.

Die Glaubensgemeinschaft der Katharer wurde ausgelöscht. So gut wie nichts ist von ihnen geblieben. Alles was man heute über sie weiß, stammt aus den Aufzeichnungen ihrer Feinde, der Inquisitoren. Und doch ist die Erinnerung an die Katharer im Südwesten Frankreichs allgegenwärtig.


6:21
VPS 06:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Cécile Schortmann

Ganzen Text anzeigenAlles nur Fassade?
Wie gut wird das Berliner Humboldtforum

Künstler Richard Serra
Ausstellung in Rotterdam und Basel

Joseph Conrads "Die Schattenlinie"
Mit Andreas Isenschmid, Literaturkritiker

Grundeinkommen für alle
Ein Projekt in ...

Text zuklappenAlles nur Fassade?
Wie gut wird das Berliner Humboldtforum

Künstler Richard Serra
Ausstellung in Rotterdam und Basel

Joseph Conrads "Die Schattenlinie"
Mit Andreas Isenschmid, Literaturkritiker

Grundeinkommen für alle
Ein Projekt in der Toskana

Autonome Szene im Netz radikalisiert
Kurz vor dem G20 Gipfel laufen sich auch gewaltbereite Autonome warm


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Ganzen Text anzeigenGeldregen auf Zeit
Grundeinkommen könnte es bald auch in Deutschland geben

Das Mikrobiom
Jeder hat seine spezifische Bakterienwolke

Gereiztes Immunsystem
Allergene lösen eine Entzündungsreaktion im Körper ...

Text zuklappenGeldregen auf Zeit
Grundeinkommen könnte es bald auch in Deutschland geben

Das Mikrobiom
Jeder hat seine spezifische Bakterienwolke

Gereiztes Immunsystem
Allergene lösen eine Entzündungsreaktion im Körper aus

#Alternative_Fakten
Alltagshandlungen unter der Lupe

Die Dosis macht das Gift
Mehr vom Guten ist nicht immer gut, etwas vom Schlechten aber oft


7:18
VPS 07:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:06
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Cécile Schortmann

Ganzen Text anzeigenAlles nur Fassade?
Wie gut wird das Berliner Humboldtforum

Künstler Richard Serra
Ausstellung in Rotterdam und Basel

Joseph Conrads "Die Schattenlinie"
Mit Andreas Isenschmid, Literaturkritiker

Grundeinkommen für alle
Ein Projekt in ...

Text zuklappenAlles nur Fassade?
Wie gut wird das Berliner Humboldtforum

Künstler Richard Serra
Ausstellung in Rotterdam und Basel

Joseph Conrads "Die Schattenlinie"
Mit Andreas Isenschmid, Literaturkritiker

Grundeinkommen für alle
Ein Projekt in der Toskana

Autonome Szene im Netz radikalisiert
Kurz vor dem G20 Gipfel laufen sich auch gewaltbereite Autonome warm


9:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Ganzen Text anzeigenGeldregen auf Zeit
Grundeinkommen könnte es bald auch in Deutschland geben

Das Mikrobiom
Jeder hat seine spezifische Bakterienwolke

Gereiztes Immunsystem
Allergene lösen eine Entzündungsreaktion im Körper ...

Text zuklappenGeldregen auf Zeit
Grundeinkommen könnte es bald auch in Deutschland geben

Das Mikrobiom
Jeder hat seine spezifische Bakterienwolke

Gereiztes Immunsystem
Allergene lösen eine Entzündungsreaktion im Körper aus

#Alternative_Fakten
Alltagshandlungen unter der Lupe

Die Dosis macht das Gift
Mehr vom Guten ist nicht immer gut, etwas vom Schlechten aber oft


10:03
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

NDR Talk Show classics


Ganzen Text anzeigenDie "NDR Talk Show" ist der Klassiker unter den Talkrunden. Zwei Stunden spannende und anregende Unterhaltung mit Prominenten und Menschen, die Schlagzeilen machen.

In dieser "classics"-Ausgabe gibt es ein Wiedersehen mit der Komikerin Mirja Boes, Sänger Udo ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenDie "NDR Talk Show" ist der Klassiker unter den Talkrunden. Zwei Stunden spannende und anregende Unterhaltung mit Prominenten und Menschen, die Schlagzeilen machen.

In dieser "classics"-Ausgabe gibt es ein Wiedersehen mit der Komikerin Mirja Boes, Sänger Udo Lindenberg, der Königin des Jetset Gunilla von Bismarck, Starfrisör Gerhard Meir und dem Sänger Howard Carpendale.


(ARD/NDR)


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11:16
VPS 11:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit Blasenpflaster und Gebetbuch

Deutschlands größte Fußwallfahrt

Film von Pia Dangelmayer, Katharina Heerdegen

und Axel Mölkner-Kappl

Ganzen Text anzeigenIn der Woche vor Pfingsten pilgern oft an die 10 000 Menschen von Regensburg nach Altötting. 111 Kilometer an drei Tagen, das ist eine enorme Herausforderung für Teilnehmer und Organisatoren.

Der Film begleitet einige Pilger-Gruppen, die kleine und große Krisen ...
(ARD/BR)

Text zuklappenIn der Woche vor Pfingsten pilgern oft an die 10 000 Menschen von Regensburg nach Altötting. 111 Kilometer an drei Tagen, das ist eine enorme Herausforderung für Teilnehmer und Organisatoren.

Der Film begleitet einige Pilger-Gruppen, die kleine und große Krisen bewältigen müssen. Und er stellt die Organisatoren der Wallfahrt vor, die von der Verpflegung über die sanitären Einrichtungen bis zu möglichen Rettungseinsätzen alles exakt planen müssen.

Außerdem besucht das Film-Team eine Gastfamilie, die einigen Pilgern eine Schlafstätte anbietet.


(ARD/BR)


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11:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Friedenspfarrer von Bethlehem

Mitri Raheb - Christ und Palästinenser

Film von Klaus Wölfle

Ganzen Text anzeigenMitri Raheb, lutherischer Pastor und arabischer Christ, setzt sich für den Frieden im Nahen Osten ein. Dafür wurde vielfach er ausgezeichnet. Der Film schildert seinen Alltag in Bethlehem.

Raheb ist Seelsorger an der Weihnachtskirche in Bethlehem und Gründer des ...
(ARD/BR)

Text zuklappenMitri Raheb, lutherischer Pastor und arabischer Christ, setzt sich für den Frieden im Nahen Osten ein. Dafür wurde vielfach er ausgezeichnet. Der Film schildert seinen Alltag in Bethlehem.

Raheb ist Seelsorger an der Weihnachtskirche in Bethlehem und Gründer des dazugehörigen Internationalen Begegnungszentrums. Hier können sich Israelis, Palästinenser und Gäste aus aller Welt treffen und austauschen.

Zum Zentrum gehören auch eine Schule, ein Gesundheitszentrum, touristische Betriebe und ein Studio für Kunsthandwerk.

Krieg und Terror prägten schon früh das Leben Mitri Rahebs. Doch er will sich mit dem Hass nicht abfinden. Obwohl das palästinensische Bethlehem von einer neun Meter hohen Mauer von Israel abgeschnitten wird, entwickelt Mitri Raheb Visionen für den Frieden. Mit Leidenschaft setzt er sich für eine gemeinsame Zukunft von Palästinensern und Israelis ein. Er plädiert für die Hoffnung. Doch auch aus Rückschlägen und Enttäuschungen macht er keinen Hehl.


(ARD/BR)


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12:29
VPS 12:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Besuch in der Geisterwelt

Der Schamane Charles Rüttimann

Reportage von Patrick Schellenberg

(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenDer Schamane Charles Rüttimann ist per Du mit Elfen, Faunen und Zwergen. Reporter Patrick Schellenberg begleitete ihn ein Jahr lang auf seinen Streifzügen durch die feinstoffliche Welt.

Selbstverständlich hat Charles Rüttimann keine Beweise für die Existenz dieser ...

Text zuklappenDer Schamane Charles Rüttimann ist per Du mit Elfen, Faunen und Zwergen. Reporter Patrick Schellenberg begleitete ihn ein Jahr lang auf seinen Streifzügen durch die feinstoffliche Welt.

Selbstverständlich hat Charles Rüttimann keine Beweise für die Existenz dieser Wesen. Aber ist es wirklich wichtig, ob sie existieren oder nicht? Ist nicht die Frage viel interessanter, was einen dazu bringt, Geisterwesen zur Realität zu erklären?

Zart streichelt Charles Rüttimann das Moos auf einem Felsbrocken. Der 59-Jährige steht oft am Gambach-Wasserfall, einem Kraft-Ort nah seiner Heimat im Schwarzenburgerland. Er deutet durch die Gischt auf einen Felsvorsprung. Dort wohne die Fee, mit der er sich regelmäßig unterhalte.

Der Biologielaborant arbeitet als Bakterienspezialist in der Lebensmittelindustrie. Während er sich beruflich an streng wissenschaftliche Regeln hält, streift er in seiner Freizeit durch eine Geisterwelt, die den meisten Menschen völlig verschlossen bleibt.

Gewöhnlich stempeln wir Menschen wie Charles Rüttimann als Spinner ab. Doch was können wir entdecken, wenn wir uns auf seine Geisterwelt einlassen?


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:18
VPS 13:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Jahreszeiten: Frühling & Sommer

Film von Robert Schotter, Simone Rosner

und Friedrich Steinhardt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenDie Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Ende der Eiszeit prägen sie den Rhythmus der Natur. Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach ihnen.

Die filmische Reise durch die vier Jahreszeiten beginnt im Februar mit dem Erwachen der ...

Text zuklappenDie Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Ende der Eiszeit prägen sie den Rhythmus der Natur. Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach ihnen.

Die filmische Reise durch die vier Jahreszeiten beginnt im Februar mit dem Erwachen der Natur und endet im spätsommerlichen Monat August.

Zu den Vorboten des Frühjahrs gehört das Schneeglöckchen, das sich unbeirrbar durch das harsche Erdreich ans Tageslicht müht. Doch erst wenn die Sonnenstunden merklich zunehmen und die Schneegrenze immer weiter in die Berggipfel zurückweicht, lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten. Die Flüsse schwellen an, das Grundwasser füllt sich. Im Reich der Tiere herrscht plötzlich rege Betriebsamkeit. Nach und nach legt die Landschaft ihr dunkles Winterkleid ab und präsentiert sich im leuchtend grünen Gewand. Die Zeit der Blüte setzt ein. Auch in der Atmosphäre tut sich was: Die Luft wird täglich milder und ist voll von neuartigen Gerüchen. Das Stimmungsbarometer steigt, die Menschen drängen nach draußen, in den Städten pulsiert wieder das Leben.

Einer, der die Anzeichen der Natur schon früh wahrnimmt, ist Schäfer Johannes Smietana von der Schwäbischen Alp. Er weiß, im Frühjahr ist das Gras am saftigsten und beschert den Lämmern eine besonders eiweißreiche Milch. Spätestens im März machen sich die Bauern ans Werk und bringen die Aussaat in die Erde. Um das Timing der einzelnen Arbeitseinsätze festzulegen, haben sich die Landwirte über Generationen an alten Bauernregeln und am "Hundertjährigen Kalender" orientiert. Heute verlassen sie sich lieber auf die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes.

Lange haben die Wetterkundler nur zwischen meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten unterschieden. Inzwischen hilft als dritte Disziplin die Phänologie. Sie sorgt für eine genauere Bestimmung der einzelnen Perioden. Dabei beobachten Forscher die Entwicklungen in der Natur anhand von sogenannten Zeigerpflanzen. Sie haben festgestellt, dass in Deutschland und ganz Mitteleuropa nicht vier, sondern zehn Jahreszeiten greifen. Welchen Wert die Methode hat, zeigt sich bei der Berechnung des Frühlings mit Hilfe der Apfelblüte. Je nachdem, wann und wo der Baum anfängt zu blühen, sprechen die Wissenschaftler vom Vollfrühling. Und der beginnt seit geraumer Zeit immer früher und dauert länger, auch wenn jüngste Wetterkapriolen mit verheerenden Hochwassern eher das Gegenteil vermuten lassen.

Der Sommer wird – zumindest aus astronomischer Sicht – mit der Sommersonnenwende am 21. Juni eingeläutet. Das ist der Tag, an dem die Sonne bei uns am höchsten steht und am längsten scheint. Entsprechend kurz fällt die Nacht aus. In vielen Regionen feiert die Bevölkerung das Ereignis mit einem lodernden Sonnwendfeuer. Schließlich gehören Juni, Juli, August zur schönsten Zeit des Jahres. Die großen Ferien stehen vor der Tür, die Badesaison erreicht ihren Höhepunkt und laue Abende laden zum Verweilen im Freien ein. So haben Generationen den Sommer in wehmütiger Erinnerung.

Doch mit dem globalen Klimawandel haben sich auch die aktuellen Wetterlagen verändert. Einerseits zeigen sie sich weniger stabil, andererseits werden sie immer extremer. So wie 2003, als anhaltende Rekordtemperaturen den Supersommer in eine gesamteuropäische Hitzewelle mit hohen Ozonwerten und zahlreichen Waldbränden verwandelten. Zudem bedrohen immer häufiger heftige Unwetter, begleitet von Tornados und Hagel, weite Gebiete Deutschlands.

Das "Terra X"-Team hat einen Piloten bei seinem Einsatz in eine Gewitterfront begleitet, der mit dem Versprühen von Silberjodid Hagelunwetter verhindern soll. Sturmjäger liefern schaurig schöne Bilder von Wirbelstürmen, wie man sie nur in der Karibik oder den USA anzutreffen glaubt. Fast niemand weiß, dass Deutschland mit rund 60 Tornados pro Jahr im internationalen Ranking bereits auf Platz zehn steht. Und auch in Zukunft stehen den Deutschen stürmische Zeiten bevor.

Ende August, nach rund 89 Tagen, kündigt sich bereits der Herbst an. Als Vorspiel entfaltet der Altweibersommer noch einmal seine ganze Kraft – traditionell mit viel Sonne und milden Temperaturen. Die Bauern haben ihre Ernte eingefahren, die Winzer in den Weinbergen fangen erst an. Dank des immer wärmer werdenden Klimas einige Wochen früher als noch vor zehn Jahren.


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14:02
VPS 14:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Jahreszeiten: Herbst & Winter

Film von Petra Thurn und Friedrich Steinhardt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenDer zweite Teil konzentriert sich auf Herbst und Winter. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben auch heute noch?

Die Monate des Herbstes – September, Oktober und November - sind die Monate des Abschieds, der goldgelben ...

Text zuklappenDer zweite Teil konzentriert sich auf Herbst und Winter. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben auch heute noch?

Die Monate des Herbstes – September, Oktober und November - sind die Monate des Abschieds, der goldgelben Farben, des Nebels. So wie sich der Frühling durch die einsetzende Schneeschmelze ankündigt, läuten die fallenden Blätter den Herbst ein.

Damit beginnt in der Natur die größte Umbauaktion des Jahres. Gelb, Rot und Braun der Blätter dominieren plötzlich das Landschaftsbild. Die Farben sind die Folge eines Notprogramms im Stoffwechsel der Pflanzen. Damit reagiert die Vegetation auf die abnehmende Tageslänge und die schwindende Lichtausbeute. Das Grün der Fotosynthese wird abgebaut. Übrig bleiben gelbe und braune Farbstoffe, die den typischen Look des Herbsts ausmachen. Aber das ist nur eine der vielen Facetten der dritten Jahreszeit.

Eine andere ist die Landwirtschaft. Selbst im Herbst herrscht dort noch Hochbetrieb. Alle Hände werden gebraucht. Auch bei den Winzern wie Kilian Franzen und Angelina Lenz am Calmont an der Mosel, dem steilsten Weinberg Europas. Seit einigen Jahren fangen sie mit der Lese immer früher an. Die Klimaerwärmung macht es möglich. Sie sorgt nicht nur für eine zeitigere Fruchtreife, sondern vor allem für neue Rebsorten, wie sie eigentlich nur in Italien oder Frankreich wachsen.

Ein verlässlicher Indikator, dass sich der Sommer verabschiedet hat, ist der Zug der Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. Auf der Ostseehalbinsel Darß fallen sie zu Tausenden ein, um Rast zu machen und neue Nahrung aufzunehmen. Weiter westlich an den Küsten ziehen langsam aber sicher frische Winde auf. Manche wachsen zu Orkanen an und fegen über ganz Deutschland. Die höchste Windgeschwindigkeit mit 263 Stundenkilometern wurde am 24. November 1984 auf dem Brocken gemessen, Kyrill im Jahr 2007 tobte so heftig, dass er Schäden in Höhe von 4,2 Milliarden Euro verursachte. Die Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach prophezeien, dass die Herbststürme in Zukunft an Stärke zunehmen werden.


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14:46
VPS 14:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Sternensucher

Film von Sunny Han und Steven Seidenburg

Ganzen Text anzeigenDer taiwanesische Amateur-Astronom Winson Tsai, Entdecker einer Supernova und zweier Kometen, hat einen Traum: Er möchte das erste private Observatorium Taiwans errichten.

Derweil arbeiten in Chile der ebenfalls aus Taiwan stammende Astronom Dr. Chen und sein Team an ...

Text zuklappenDer taiwanesische Amateur-Astronom Winson Tsai, Entdecker einer Supernova und zweier Kometen, hat einen Traum: Er möchte das erste private Observatorium Taiwans errichten.

Derweil arbeiten in Chile der ebenfalls aus Taiwan stammende Astronom Dr. Chen und sein Team an einem Mega-Teleskop.
Die Optik dieses gigantischen Geräts ist zehnmal schärfer als die des schon legendären Weltraumteleskops Hubble.

Doch die Errichtung dieses Präzisionsbaus in der extrem trockenen Atacama-Wüste ist nicht nur hinsichtlich der Technik eine enorme Herausforderung - der logistische Aufwand ist gewaltig.

Auch der Bau des Observatoriums in Taiwan gestaltet sich schwierig. Auf einem der höchsten Berge der Insel lässt der "Kometenjäger" Winson Tsai unter härtesten Bedingungen ein gigantisches Teleskop bauen. Als es durch einen Taifun zu einem Erdrutsch kommt, gerät das Projekt buchstäblich ins Wanken.


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15:32
VPS 15:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die verschwundene Zivilisation

Ältester Tempel der Menschheit

Film von Tim Conrad

Ganzen Text anzeigenEs war eine große archäologische Sensation: Auf dem Göbekli Tepe in der süd-ost-anatolischen Hochebene wurde eine 12 000 Jahre alte Tempelanlage aus der Jungsteinzeit entdeckt.

1994 wurde der deutsche Archäologe Klaus Schmidt in Südostanatolien auf einen ...

Text zuklappenEs war eine große archäologische Sensation: Auf dem Göbekli Tepe in der süd-ost-anatolischen Hochebene wurde eine 12 000 Jahre alte Tempelanlage aus der Jungsteinzeit entdeckt.

1994 wurde der deutsche Archäologe Klaus Schmidt in Südostanatolien auf einen seltsamen Hügel aufmerksam, den die Natur in dieser Gegend niemals so geformt hätte. Was er bei seinen Grabungen entdeckte, stellt die Menschheitsgeschichte auf den Kopf.

In den sperrigen Steinbrocken, die Bauern beim Pflügen ihrer Felder achtlos beiseite geschafft haben, erkennt er Überreste einer steinzeitlichen Kultanlage.
Es ist ein gewaltiger Heiligtums-Bezirk, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Offenbar wurde mit dem Bau bereits begonnen, als die Einwohner der Region noch als Jäger und Sammler umherzogen. Der Tempel wäre demnach also entstanden, bevor die Menschen begannen, selbst in festen Wohnstätten zu leben - eine Erkenntnis, die dem bisherigen Forschungsstand zur Sesshaftwerdung des Menschen widerspricht.


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16:18
VPS 16:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Die Welt der Ritter (1/3)

Männer in Eisen

Film von Christian Feyerabend und Carsten Gutschmidt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenWann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Thanroda in Thüringen gewesen sein.

Jahr für Jahr ziehen ungarische Reiterhorden mordend und brandschatzend durch ...

Text zuklappenWann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Thanroda in Thüringen gewesen sein.

Jahr für Jahr ziehen ungarische Reiterhorden mordend und brandschatzend durch deutsche Lande. In der Not ruft König Otto im Jahr 955 zur entscheidenden Schlacht. 7000 Panzerreiter versammeln sich auf dem Lechfeld. Einer der tapferen Kämpfer ist Heinrich Tangel.

Wie viele andere in Ottos Heer ist er zunächst kein Ritter, sondern ein schlichter Kämpfer auf einem Pferd. Als "Ritter" bezeichnete man zunächst vor allem die Berufssoldaten zu Pferd. Tangel hingegen war ein freier Bauer, der nur in Kriegszeiten zum Waffendienst verpflichtet war und ansonsten seine Felder bestellte. Das Schicksal von Männern wie Heinrich Tangel interessiert Wissenschaftler heute ganz besonders, weil zu seinen Lebzeiten das Rittertum, wie wir es uns heute vorstellen, erste Formen annahm.

Nach der gewonnenen Schlacht zeichnet König Otto die erfolgreichen Kämpfer aus und "befördert" viele nichtadelige Reiter durch die Schwertleite zu Rittern. Diese Möglichkeit des sozialen Aufstiegs war außergewöhnlich. Adlig war man von Geburt, aber Ritter konnte man durch Tüchtigkeit werden. Allerdings gehörte auch das nötige Kleingeld dazu. Die Ausrüstungskosten waren enorm. Das Pferd allein kostete so viel wie zwölf Kühe, die Bewaffnung mehr als doppelt so viel. Den Gegenwert von 45 bis 50 Kühen hatte kaum ein freier Bauer übrig für eine neue Existenzgründung als Ritter.

Das "Terra X"-Experiment prüft, was ein Ritter für sein Geld erwarten durfte. Eine High-Speed-Kamera erlaubt einen nie gesehenen Blick darauf, wie genau ein Kettenhemd gegen Schwerter und Pfeile schützte. Rechtsmediziner Professor Dr. Markus A. Rothschild und Militärhistoriker Roland Schewe M.A. kommentieren die Ergebnisse. Gegen Schwerthiebe und -stiche bot das Kettenhemd ausreichend Schutz, etwa wie eine Kevlarweste, die heute Soldaten und Polizisten tragen. Als dann allerdings verbesserte Langbögen und Armbrüste ins Spiel kamen, hatte das Kettenhemd ausgedient. Nur der Ritter in Vollpanzerung war gegen die Fernwaffen einigermaßen geschützt.

Heinrich Tangel hatte Glück, er erhält von seinem König eine Burg samt Land und Leuten. Sie sichert sein Einkommen. Wie im Mittelalter eine Burg gebaut wurde, zeigt "Terra X" in einem einzigartigen Langzeit-Experiment in Guédelon bei Paris. Hier wird eine Burg Stein für Stein nur mit mittelalterlichen Werkzeugen gebaut. Warum nur ein Bruchteil der europäischen Burgen heute noch erhalten ist, zeigt eine spektakuläre 3D-Animation der Belagerung und Stürmung einer frühen Burg, die so manchen "Burgirrtum" widerlegt.


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17:02
VPS 17:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Die Welt der Ritter (2/3)

Für Ruhm und Ehre

Film von Christian Feyerabend und Carsten Gutschmidt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenAls Papst Urban im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, legte er nicht so viel Wert auf die Herkunft der Recken wie auf deren Entschlossenheit, Jerusalem zurückzuerobern.

"Wer Räuber war, kann Ritter werden", versprach Urban, und Zehntausende folgten seinem Ruf. ...

Text zuklappenAls Papst Urban im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, legte er nicht so viel Wert auf die Herkunft der Recken wie auf deren Entschlossenheit, Jerusalem zurückzuerobern.

"Wer Räuber war, kann Ritter werden", versprach Urban, und Zehntausende folgten seinem Ruf. Während der ersten beiden Kreuzzüge quälten sich gewaltige Heerscharen aus Europa auf dem Landweg rund um das Mittelmeer und durch endlose Wüstengebiete.

Immer wieder wurden sie unterwegs von Wegelagerern und Feinden aus dem Hinterhalt angegriffen. Erst als die Seefahrerstädte Genua und Venedig neue Transportschiffe entwickelt hatten, konnten Ritter auch "Kreuzfahrten" ins Heilige Land buchen - ein gewaltiges Geschäft. Immer mehr Ritter wählten schließlich den Seeweg, unter ihnen Heinrich von Neuffen.

Im zweiten Teil der "Terra X"- Reihe "Die Welt der Ritter" überlässt Heinrich Tangel seiner Frau Adelheid die Verwaltung der heimischen Burg und bricht unter dem Stauferkaiser Friedrich II. zum fünften Kreuzzug auf. Seine Seereise hatte er sich allerdings anders vorgestellt. Der Transport von Rittern und ihren Pferden auf dem Mittelmeer war zwar eine logistische Meisterleistung, aber längst keine Vergnügungsfahrt. Im Bauch riesiger Transportschiffe saßen Pferde und Ritter gleichermaßen in der Falle.

Piraten und Stürme hatten leichtes Spiel, Schiffbrüche waren nicht selten. Wer überlebte, war schwach von der Seekrankheit und dem fauligen Wasser an Bord. Von Neuffen jedoch hatte großes Glück: Er überstand nicht nur die Überfahrt, sondern auch den Kreuzzug. Schließlich kehrte er gesund und beladen mit Souvenirs aus dem Heiligen Land zu seiner Burg zurück.

Dass die Ehefrau die Herrschaft über eine Burganlage und den zugehörigen Landbesitz übernahm, war nicht die Regel, kam aber vor. Die eine oder andere Burgherrin musste sogar Feinde abwehren und Belagerungen überstehen. Quellen belegen solche Auseinandersetzungen. Sogar im Gerichtskampf durften Frauen ihr Recht durchsetzen - auch gegen Männer. In seinem berühmten Fechtbuch erklärt beispielsweise der Fechtmeister Hans Talhoffer nicht nur den Männern, wie ein Gerichtskampf zu gewinnen ist, sondern widmet ein ganzes Kapitel den speziell für Frauen empfohlenen Techniken.

Wunschbild der mittelalterlichen Männer scheinen solche Frauen aber nicht gewesen zu sein. Der damals in Mode gekommene Minnesang beschwor ein ganz anderes Frauenbild: Die bewunderte Frau, die sogenannte "Minneherrin", wird stets als schön, edel und gut gekleidet beschrieben. Sie bleibt zu jeder Zeit damenhaft zurückhaltend, und ihr Minneritter ist gezwungen, sie aus der Ferne anzubeten. Analog zur Gottesliebe des Kreuzritters wird vom Minneritter reine Liebe für seine Herrin erwartet.


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17:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Die Welt der Ritter (3/3)

Die Letzten ihrer Art

Film von Christian Feyerabend und Carsten Gutschmidt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenGötz von Berlichingen gilt als Räuber, bestenfalls als Raubritter, der seinen Lebensunterhalt durch Fehde und Überfälle bestritt. Und doch ist er einer der letzten, echten Ritter.

Er verhält sich gar nicht viel anders als seine Standesgenossen in den Jahrhunderten ...

Text zuklappenGötz von Berlichingen gilt als Räuber, bestenfalls als Raubritter, der seinen Lebensunterhalt durch Fehde und Überfälle bestritt. Und doch ist er einer der letzten, echten Ritter.

Er verhält sich gar nicht viel anders als seine Standesgenossen in den Jahrhunderten zuvor, aber die Welt der Ritter hatte sich im 16. Jahrhundert verändert. Sein Handeln passt nicht in die neue Zeit, und er wird immer wieder mit Strafen belegt.

Auch Kaiser Maximilian, der sich selbst als "den letzten Ritter" bezeichnete, knüpfte an ritterliche Traditionen an - zumindest auf dem Hobby-Sektor. Er veranstaltete glanzvolle Turniere und versuchte sich sogar als Dichter von Ritterromanen. Im Alltag jedoch war Maximilian kein mittelalterlicher Ritter mehr, sondern ein moderner Fürst. In der Kriegsführung setzte er auf ein Heer aus Landsknechten, denn Ritter von Stand waren ihm viel zu teuer und nicht effektiv genug. Außerdem begeisterte er sich sehr für moderne Technologie und entwarf sogar selbst Kanonen. Seine Kavallerie bestand längst nicht mehr nur aus Rittern. Wer ein guter Kämpfer war, durfte in der Reiterei bleiben, ansonsten ersetzten nicht adlige Berufskrieger den Ritter von Stand.

1000 Jahre lang beherrschten die Ritter das Kriegsgeschehen, aber mit Maximilian ging das Zeitalter der "Männer in Eisen" zu Ende. Götz beruft sich zwar noch auf die "alten ritterlichen Rechte und Pflichten seines Standes" und behauptet: "Wo immer Unrecht ist, nehme ich mich der Sache an." Tatsächlich verhalf er seinen Hintersassen zu Recht, trieb Buß- und Strafgelder ein und sorgte für Schadensersatz. Sogar mit der reichen Stadt Nürnberg, mit Bischöfen und Fürsten legte er sich an - natürlich immer gegen eine entsprechende Beteiligung. Was aus mittelalterlicher Sicht das Recht des Ritters war, wurde zu Beginn der Neuzeit zum kriminellen Delikt.

Maximilian dagegen war gewissermaßen der erste "Freizeitritter" der Geschichte und nahm damit alle modernen Ritter-Events und Online-Spiele vorweg. Tatsächlich waren seine Turniere vor allem eine großartige Show, ein sportliches Großereignis, das die Besucher aus ganz Europa anlockte. Und so ein Ritter-Grand-Prix des Mittelalters war mindestens genau so gefährlich wie moderne Autorennen. Immer wieder stürzten Ritter bei diesem "Extremsport" zu Tode oder wurden von splitternden Lanzen verletzt.

Was im Detail passiert, wenn zwei Ritter aufeinandertreffen, zeigt "Terra X" in einem Experiment in der Crash-Test-Anlage eines Automobilherstellers. So mancher Helm, der eigentlich schützen sollte, führte im Turnier zum Genickbruch. Wer es sich leisten konnte, ließ eine Genickstütze an Helm und Panzer schrauben - auch eine Erfindung des Mittelalters.


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18:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano: Ein Kind um jeden Preis

Moderation: Alexandra Kröber

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenAuslaufmodell Adoption
Adoptionswilligen stehen viele Hindernisse im Weg

Das Geschäft mit dem Kinderwunsch
Eltern sind offenbar bereit, jeden Preis zu zahlen

"Transformation zur Ware verhindern"
Den Umgang mit Eizell- und Samenspenden neu ...

Text zuklappenAuslaufmodell Adoption
Adoptionswilligen stehen viele Hindernisse im Weg

Das Geschäft mit dem Kinderwunsch
Eltern sind offenbar bereit, jeden Preis zu zahlen

"Transformation zur Ware verhindern"
Den Umgang mit Eizell- und Samenspenden neu denken

Kinderwunsch juristisch gesehen
Medizinischer Fortschritt braucht neue Regelungen

Reproduktives Reisen
Warnung vor globaler Kommerzialisierung der Eizellspende


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Homo-Ehe im Parlament
Am Freitag stimmt der Bundestag ab

Castor-Transport auf dem Neckar
Atommüll kommt ins Zwischenlager

Strategien gegen Cyber-Kriminelle
Experten warnen vor Software-Terror


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Cécile Schortmann

Ganzen Text anzeigenApokalyptischer Populismus
Wendy Brown über Demokratie unter Beschuss

Cornelius Gurlitts Bilder in Bonn
Wir sprechen mit Stefan Koldehoff über seine Eindrücke nach der Medienpräsentation der Kunstsammlung.

Künstler in Polen unter Druck
Ein ...

Text zuklappenApokalyptischer Populismus
Wendy Brown über Demokratie unter Beschuss

Cornelius Gurlitts Bilder in Bonn
Wir sprechen mit Stefan Koldehoff über seine Eindrücke nach der Medienpräsentation der Kunstsammlung.

Künstler in Polen unter Druck
Ein Stimmungsbericht

Propaganda im 21. Jahrhundert
Ausstellung "After the fact. Propaganda im 21. Jahrhundert" in München


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Das Mädchen, das mein Leben rettete

Film von Hogir Hirori

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenFilmemacher Hogir Hirori reist ins türkisch-syrisch-kurdische Grenzgebiet, um die Flucht seines Volkes zu dokumentieren. Der Film zeigt sehr authentisch die Nöte der Flüchtlinge in Kurdistan.

In einem Flüchtlingscamp trifft Hirori auf die elfjährige Souad - krank ...

Text zuklappenFilmemacher Hogir Hirori reist ins türkisch-syrisch-kurdische Grenzgebiet, um die Flucht seines Volkes zu dokumentieren. Der Film zeigt sehr authentisch die Nöte der Flüchtlinge in Kurdistan.

In einem Flüchtlingscamp trifft Hirori auf die elfjährige Souad - krank und hilflos, von ihren Eltern keine Spur. Der Reporter will ihr helfen, doch plötzlich ist sie verschwunden. Hirori bricht den Dreh ab und macht sich auf die Suche. Das rettet sein Leben.


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21:07
VPS 21:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Gastgeber wider Willen

Giffers erhält ein Bundesasylzentrum

Film von Rolf Dietrich

Ganzen Text anzeigenDie Freiburgische Gemeinde Giffers wird zum Standort eines Bundesasylzentrums. Filmautor Rolf Dietrich hört sich bei Befürwortern und Gegnern des Asylzentrums um.

Anfang 2018 sollen die ersten Asylbewerber dort einziehen. Ein beschauliches Dörfchen wird damit ...

Text zuklappenDie Freiburgische Gemeinde Giffers wird zum Standort eines Bundesasylzentrums. Filmautor Rolf Dietrich hört sich bei Befürwortern und Gegnern des Asylzentrums um.

Anfang 2018 sollen die ersten Asylbewerber dort einziehen. Ein beschauliches Dörfchen wird damit plötzlich mit der globalen Flüchtlingsthematik konfrontiert. Das löst bei vielen Einheimischen Verunsicherung aus. Ängste, Wut und Ohnmacht sind spürbar.

Die Proteste sind lautstark und finden weit über die Kantonsgrenzen hinaus Gehör.

Das Asylzentrum Guglera liegt auf einer dünn besiedelten Hochebene im Sense-Oberland des deutschsprachigen Teils des Kantons Freiburg. Das ehemalige Institut liegt weitab vom Dorfkern von Giffers. Trotzdem fürchten sich viele Einheimische davor, dass hier bald bis zu 300 Flüchtlinge leben sollen. Dabei kennen sie die Problematik rund um die Migration nur aus den Medien, denn es gibt nicht viele Fremde im Sense-Oberland, der Ausländeranteil beträgt lediglich sieben Prozent. Den Umgang mit so vielen Fremden ist man hier nicht gewohnt.

Warum löst das geplante Asylzentrum eine solche Kontroverse aus? Mit Mahnfeuern, lauten Kuhglocken und heftigen verbalen Attacken drücken die Sense-Oberländer ihren Unmut an einem Informationsabend im Februar 2015 unmissverständlich aus. Es stellen sich Glaubens- und Wertefragen. Der Sensebezirk war während Jahrzehnten stark von der katholischen Kirche geprägt. Jetzt müssen sich die Einheimischen darauf einstellen, dass plötzlich viele Muslime unter ihnen leben werden.

Nach und nach müssen auch die heftigsten Kritiker begreifen, dass sie das Asylzentrum nicht verhindern können. Doch die tiefe Verunsicherung bleibt bestehen. Immer wieder werden die Pläne rund um die Guglera gestört. Zum Beispiel durch einen Sabotageakt, der einen großen Wasserschaden anrichtet. Und Monate bevor überhaupt der erste Asylbewerber in die Guglera einzieht, denken Einheimische laut über die Bildung einer Bürgerwehr nach.


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:23
VPS 22:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Das letzte Schweigen

Fernsehfilm, Deutschland 2010

Darsteller:
David JahnSebastian Blomberg
Timo FriedrichWotan Wilke Möhring
Elena LangeKatrin Sass
Krischan MittichBurghart Klaußner
Ruth WeghammKaroline Eichhorn
Karl WeghammRoeland Wiesnekker
u.a.
Buch: Baran bo Odar
Regie: Baran bo Odar
Länge: 111 Minuten

Ganzen Text anzeigenAuf den Tag genau 23 Jahre nach dem Mord an einem kleinen Mädchen verschwindet an derselben Stelle wieder ein Mädchen, die 13-jährige Sinikka.

Entsetzen lähmt die sommerlich heiße Kleinstadtidylle. Für Sinikkas Eltern beginnt das verzweifelte Warten, für die ...

Text zuklappenAuf den Tag genau 23 Jahre nach dem Mord an einem kleinen Mädchen verschwindet an derselben Stelle wieder ein Mädchen, die 13-jährige Sinikka.

Entsetzen lähmt die sommerlich heiße Kleinstadtidylle. Für Sinikkas Eltern beginnt das verzweifelte Warten, für die Mutter der damals ermordeten Pia kehrt die schreckliche Vergangenheit zurück. Ein beklemmendes Thrillerdrama mit Starbesetzung.

Auch den damals ermittelnden Kommissar Mittich hat der Fall, den er nie aufklären konnte, in all den Jahren nicht losgelassen. Inzwischen ist er pensioniert, bittet aber seinen jungen Nachfolger David Jahn darum, bei der Aufklärung des neuen Falls mithelfen zu dürfen. Beide, Mittich wie Jahn, sind davon überzeugt, dass es sich in beiden Fällen um denselben Täter handelt, und beide kämpfen gegen den offiziell zuständigen Ermittler Matthias Grimmer an, der sich weigert, die Parallelen der Fälle zur Kenntnis zu nehmen. Am heftigsten erschüttert ist jedoch Timo Friedrich, der vor 23 Jahren Mittäter des Verbrechens war - und die Tat dann erfolgreich verdrängt hat. Bis heute. Plötzlich zeigt sich mit aller Macht, wie zerbrechlich und unberechenbar das Leben ist - auch für die Täter und die Ermittler.


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0:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die geheimnisvolle Welt der Katzen

Film von Roswitha Puls

Ganzen Text anzeigenDie Katze, das beliebteste Haustier der Deutschen, gibt sich gern rätselhaft. Die Reportage gibt Tipps und Einblicke in das Zusammenleben von Mensch und Katze.

Experten beantworten Fragen wie: Was können Katzenfreunde tun, um ein Zusammenleben mit dem Stubentiger ...
(ARD/RBB)

Text zuklappenDie Katze, das beliebteste Haustier der Deutschen, gibt sich gern rätselhaft. Die Reportage gibt Tipps und Einblicke in das Zusammenleben von Mensch und Katze.

Experten beantworten Fragen wie: Was können Katzenfreunde tun, um ein Zusammenleben mit dem Stubentiger optimal zu gestalten? Welche Nahrung ist gut für eine Katze? Was schadet ihrem Organismus? Braucht sie Gesellschaft, oder will sie ihr Revier für sich allein?

Was löst möglicherweise Aggressionen bei Katzen aus? Und wie schaffen Halter das beste Umfeld für ihr Tier?

Die Reportage begleitet außerdem Katzenfreunde beim Einzug ihres neuen vierbeinigen Mitbewohners, und die Sängerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann gibt Einblicke in ihr Leben mit zwei Katzen.


(ARD/RBB)


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0:45
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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1:14
VPS 01:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ECO

Das Wirtschaftsmagazin

Moderation: Reto Lipp

Ganzen Text anzeigenFerienkantone wie Graubünden oder das Tessin leiden unter dem Schwund ihrer europäischen Touristen. Grund genug, sich wieder auf die wichtigste Besuchergruppe zu besinnen: Die Inländer.

Sie machen fast die Hälfte aller Touristen aus. "ECO" zeigt, wie der Schweizer ...

Text zuklappenFerienkantone wie Graubünden oder das Tessin leiden unter dem Schwund ihrer europäischen Touristen. Grund genug, sich wieder auf die wichtigste Besuchergruppe zu besinnen: Die Inländer.

Sie machen fast die Hälfte aller Touristen aus. "ECO" zeigt, wie der Schweizer Tourismus um die eigenen Leute buhlt - und stellt die Bemühungen auf den Prüfstand. Außerdem: Stewi - Neuer Schwung für den Traditionsbetrieb. Und: Business Lunch - Teil 3.


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1:44
VPS 01:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Die Welt der Ritter (1/3)

Männer in Eisen

Film von Christian Feyerabend und Carsten Gutschmidt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenWann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Thanroda in Thüringen gewesen sein.

Jahr für Jahr ziehen ungarische Reiterhorden mordend und brandschatzend durch ...

Text zuklappenWann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Thanroda in Thüringen gewesen sein.

Jahr für Jahr ziehen ungarische Reiterhorden mordend und brandschatzend durch deutsche Lande. In der Not ruft König Otto im Jahr 955 zur entscheidenden Schlacht. 7000 Panzerreiter versammeln sich auf dem Lechfeld. Einer der tapferen Kämpfer ist Heinrich Tangel.

Wie viele andere in Ottos Heer ist er zunächst kein Ritter, sondern ein schlichter Kämpfer auf einem Pferd. Als "Ritter" bezeichnete man zunächst vor allem die Berufssoldaten zu Pferd. Tangel hingegen war ein freier Bauer, der nur in Kriegszeiten zum Waffendienst verpflichtet war und ansonsten seine Felder bestellte. Das Schicksal von Männern wie Heinrich Tangel interessiert Wissenschaftler heute ganz besonders, weil zu seinen Lebzeiten das Rittertum, wie wir es uns heute vorstellen, erste Formen annahm.

Nach der gewonnenen Schlacht zeichnet König Otto die erfolgreichen Kämpfer aus und "befördert" viele nichtadelige Reiter durch die Schwertleite zu Rittern. Diese Möglichkeit des sozialen Aufstiegs war außergewöhnlich. Adlig war man von Geburt, aber Ritter konnte man durch Tüchtigkeit werden. Allerdings gehörte auch das nötige Kleingeld dazu. Die Ausrüstungskosten waren enorm. Das Pferd allein kostete so viel wie zwölf Kühe, die Bewaffnung mehr als doppelt so viel. Den Gegenwert von 45 bis 50 Kühen hatte kaum ein freier Bauer übrig für eine neue Existenzgründung als Ritter.

Das "Terra X"-Experiment prüft, was ein Ritter für sein Geld erwarten durfte. Eine High-Speed-Kamera erlaubt einen nie gesehenen Blick darauf, wie genau ein Kettenhemd gegen Schwerter und Pfeile schützte. Rechtsmediziner Professor Dr. Markus A. Rothschild und Militärhistoriker Roland Schewe M.A. kommentieren die Ergebnisse. Gegen Schwerthiebe und -stiche bot das Kettenhemd ausreichend Schutz, etwa wie eine Kevlarweste, die heute Soldaten und Polizisten tragen. Als dann allerdings verbesserte Langbögen und Armbrüste ins Spiel kamen, hatte das Kettenhemd ausgedient. Nur der Ritter in Vollpanzerung war gegen die Fernwaffen einigermaßen geschützt.

Heinrich Tangel hatte Glück, er erhält von seinem König eine Burg samt Land und Leuten. Sie sichert sein Einkommen. Wie im Mittelalter eine Burg gebaut wurde, zeigt "Terra X" in einem einzigartigen Langzeit-Experiment in Guédelon bei Paris. Hier wird eine Burg Stein für Stein nur mit mittelalterlichen Werkzeugen gebaut. Warum nur ein Bruchteil der europäischen Burgen heute noch erhalten ist, zeigt eine spektakuläre 3D-Animation der Belagerung und Stürmung einer frühen Burg, die so manchen "Burgirrtum" widerlegt.


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2:28
VPS 02:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Die Welt der Ritter (2/3)

Für Ruhm und Ehre

Film von Christian Feyerabend und Carsten Gutschmidt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenAls Papst Urban im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, legte er nicht so viel Wert auf die Herkunft der Recken wie auf deren Entschlossenheit, Jerusalem zurückzuerobern.

"Wer Räuber war, kann Ritter werden", versprach Urban, und Zehntausende folgten seinem Ruf. ...

Text zuklappenAls Papst Urban im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, legte er nicht so viel Wert auf die Herkunft der Recken wie auf deren Entschlossenheit, Jerusalem zurückzuerobern.

"Wer Räuber war, kann Ritter werden", versprach Urban, und Zehntausende folgten seinem Ruf. Während der ersten beiden Kreuzzüge quälten sich gewaltige Heerscharen aus Europa auf dem Landweg rund um das Mittelmeer und durch endlose Wüstengebiete.

Immer wieder wurden sie unterwegs von Wegelagerern und Feinden aus dem Hinterhalt angegriffen. Erst als die Seefahrerstädte Genua und Venedig neue Transportschiffe entwickelt hatten, konnten Ritter auch "Kreuzfahrten" ins Heilige Land buchen - ein gewaltiges Geschäft. Immer mehr Ritter wählten schließlich den Seeweg, unter ihnen Heinrich von Neuffen.

Im zweiten Teil der "Terra X"- Reihe "Die Welt der Ritter" überlässt Heinrich Tangel seiner Frau Adelheid die Verwaltung der heimischen Burg und bricht unter dem Stauferkaiser Friedrich II. zum fünften Kreuzzug auf. Seine Seereise hatte er sich allerdings anders vorgestellt. Der Transport von Rittern und ihren Pferden auf dem Mittelmeer war zwar eine logistische Meisterleistung, aber längst keine Vergnügungsfahrt. Im Bauch riesiger Transportschiffe saßen Pferde und Ritter gleichermaßen in der Falle.

Piraten und Stürme hatten leichtes Spiel, Schiffbrüche waren nicht selten. Wer überlebte, war schwach von der Seekrankheit und dem fauligen Wasser an Bord. Von Neuffen jedoch hatte großes Glück: Er überstand nicht nur die Überfahrt, sondern auch den Kreuzzug. Schließlich kehrte er gesund und beladen mit Souvenirs aus dem Heiligen Land zu seiner Burg zurück.

Dass die Ehefrau die Herrschaft über eine Burganlage und den zugehörigen Landbesitz übernahm, war nicht die Regel, kam aber vor. Die eine oder andere Burgherrin musste sogar Feinde abwehren und Belagerungen überstehen. Quellen belegen solche Auseinandersetzungen. Sogar im Gerichtskampf durften Frauen ihr Recht durchsetzen - auch gegen Männer. In seinem berühmten Fechtbuch erklärt beispielsweise der Fechtmeister Hans Talhoffer nicht nur den Männern, wie ein Gerichtskampf zu gewinnen ist, sondern widmet ein ganzes Kapitel den speziell für Frauen empfohlenen Techniken.

Wunschbild der mittelalterlichen Männer scheinen solche Frauen aber nicht gewesen zu sein. Der damals in Mode gekommene Minnesang beschwor ein ganz anderes Frauenbild: Die bewunderte Frau, die sogenannte "Minneherrin", wird stets als schön, edel und gut gekleidet beschrieben. Sie bleibt zu jeder Zeit damenhaft zurückhaltend, und ihr Minneritter ist gezwungen, sie aus der Ferne anzubeten. Analog zur Gottesliebe des Kreuzritters wird vom Minneritter reine Liebe für seine Herrin erwartet.


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3:11
VPS 03:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Die Welt der Ritter (3/3)

Die Letzten ihrer Art

Film von Christian Feyerabend und Carsten Gutschmidt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenGötz von Berlichingen gilt als Räuber, bestenfalls als Raubritter, der seinen Lebensunterhalt durch Fehde und Überfälle bestritt. Und doch ist er einer der letzten, echten Ritter.

Er verhält sich gar nicht viel anders als seine Standesgenossen in den Jahrhunderten ...

Text zuklappenGötz von Berlichingen gilt als Räuber, bestenfalls als Raubritter, der seinen Lebensunterhalt durch Fehde und Überfälle bestritt. Und doch ist er einer der letzten, echten Ritter.

Er verhält sich gar nicht viel anders als seine Standesgenossen in den Jahrhunderten zuvor, aber die Welt der Ritter hatte sich im 16. Jahrhundert verändert. Sein Handeln passt nicht in die neue Zeit, und er wird immer wieder mit Strafen belegt.

Auch Kaiser Maximilian, der sich selbst als "den letzten Ritter" bezeichnete, knüpfte an ritterliche Traditionen an - zumindest auf dem Hobby-Sektor. Er veranstaltete glanzvolle Turniere und versuchte sich sogar als Dichter von Ritterromanen. Im Alltag jedoch war Maximilian kein mittelalterlicher Ritter mehr, sondern ein moderner Fürst. In der Kriegsführung setzte er auf ein Heer aus Landsknechten, denn Ritter von Stand waren ihm viel zu teuer und nicht effektiv genug. Außerdem begeisterte er sich sehr für moderne Technologie und entwarf sogar selbst Kanonen. Seine Kavallerie bestand längst nicht mehr nur aus Rittern. Wer ein guter Kämpfer war, durfte in der Reiterei bleiben, ansonsten ersetzten nicht adlige Berufskrieger den Ritter von Stand.

1000 Jahre lang beherrschten die Ritter das Kriegsgeschehen, aber mit Maximilian ging das Zeitalter der "Männer in Eisen" zu Ende. Götz beruft sich zwar noch auf die "alten ritterlichen Rechte und Pflichten seines Standes" und behauptet: "Wo immer Unrecht ist, nehme ich mich der Sache an." Tatsächlich verhalf er seinen Hintersassen zu Recht, trieb Buß- und Strafgelder ein und sorgte für Schadensersatz. Sogar mit der reichen Stadt Nürnberg, mit Bischöfen und Fürsten legte er sich an - natürlich immer gegen eine entsprechende Beteiligung. Was aus mittelalterlicher Sicht das Recht des Ritters war, wurde zu Beginn der Neuzeit zum kriminellen Delikt.

Maximilian dagegen war gewissermaßen der erste "Freizeitritter" der Geschichte und nahm damit alle modernen Ritter-Events und Online-Spiele vorweg. Tatsächlich waren seine Turniere vor allem eine großartige Show, ein sportliches Großereignis, das die Besucher aus ganz Europa anlockte. Und so ein Ritter-Grand-Prix des Mittelalters war mindestens genau so gefährlich wie moderne Autorennen. Immer wieder stürzten Ritter bei diesem "Extremsport" zu Tode oder wurden von splitternden Lanzen verletzt.

Was im Detail passiert, wenn zwei Ritter aufeinandertreffen, zeigt "Terra X" in einem Experiment in der Crash-Test-Anlage eines Automobilherstellers. So mancher Helm, der eigentlich schützen sollte, führte im Turnier zum Genickbruch. Wer es sich leisten konnte, ließ eine Genickstütze an Helm und Panzer schrauben - auch eine Erfindung des Mittelalters.


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3:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Jahreszeiten: Frühling & Sommer

Film von Robert Schotter, Simone Rosner

und Friedrich Steinhardt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenDie Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Ende der Eiszeit prägen sie den Rhythmus der Natur. Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach ihnen.

Die filmische Reise durch die vier Jahreszeiten beginnt im Februar mit dem Erwachen der ...

Text zuklappenDie Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Ende der Eiszeit prägen sie den Rhythmus der Natur. Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach ihnen.

Die filmische Reise durch die vier Jahreszeiten beginnt im Februar mit dem Erwachen der Natur und endet im spätsommerlichen Monat August.

Zu den Vorboten des Frühjahrs gehört das Schneeglöckchen, das sich unbeirrbar durch das harsche Erdreich ans Tageslicht müht. Doch erst wenn die Sonnenstunden merklich zunehmen und die Schneegrenze immer weiter in die Berggipfel zurückweicht, lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten. Die Flüsse schwellen an, das Grundwasser füllt sich. Im Reich der Tiere herrscht plötzlich rege Betriebsamkeit. Nach und nach legt die Landschaft ihr dunkles Winterkleid ab und präsentiert sich im leuchtend grünen Gewand. Die Zeit der Blüte setzt ein. Auch in der Atmosphäre tut sich was: Die Luft wird täglich milder und ist voll von neuartigen Gerüchen. Das Stimmungsbarometer steigt, die Menschen drängen nach draußen, in den Städten pulsiert wieder das Leben.

Einer, der die Anzeichen der Natur schon früh wahrnimmt, ist Schäfer Johannes Smietana von der Schwäbischen Alp. Er weiß, im Frühjahr ist das Gras am saftigsten und beschert den Lämmern eine besonders eiweißreiche Milch. Spätestens im März machen sich die Bauern ans Werk und bringen die Aussaat in die Erde. Um das Timing der einzelnen Arbeitseinsätze festzulegen, haben sich die Landwirte über Generationen an alten Bauernregeln und am "Hundertjährigen Kalender" orientiert. Heute verlassen sie sich lieber auf die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes.

Lange haben die Wetterkundler nur zwischen meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten unterschieden. Inzwischen hilft als dritte Disziplin die Phänologie. Sie sorgt für eine genauere Bestimmung der einzelnen Perioden. Dabei beobachten Forscher die Entwicklungen in der Natur anhand von sogenannten Zeigerpflanzen. Sie haben festgestellt, dass in Deutschland und ganz Mitteleuropa nicht vier, sondern zehn Jahreszeiten greifen. Welchen Wert die Methode hat, zeigt sich bei der Berechnung des Frühlings mit Hilfe der Apfelblüte. Je nachdem, wann und wo der Baum anfängt zu blühen, sprechen die Wissenschaftler vom Vollfrühling. Und der beginnt seit geraumer Zeit immer früher und dauert länger, auch wenn jüngste Wetterkapriolen mit verheerenden Hochwassern eher das Gegenteil vermuten lassen.

Der Sommer wird – zumindest aus astronomischer Sicht – mit der Sommersonnenwende am 21. Juni eingeläutet. Das ist der Tag, an dem die Sonne bei uns am höchsten steht und am längsten scheint. Entsprechend kurz fällt die Nacht aus. In vielen Regionen feiert die Bevölkerung das Ereignis mit einem lodernden Sonnwendfeuer. Schließlich gehören Juni, Juli, August zur schönsten Zeit des Jahres. Die großen Ferien stehen vor der Tür, die Badesaison erreicht ihren Höhepunkt und laue Abende laden zum Verweilen im Freien ein. So haben Generationen den Sommer in wehmütiger Erinnerung.

Doch mit dem globalen Klimawandel haben sich auch die aktuellen Wetterlagen verändert. Einerseits zeigen sie sich weniger stabil, andererseits werden sie immer extremer. So wie 2003, als anhaltende Rekordtemperaturen den Supersommer in eine gesamteuropäische Hitzewelle mit hohen Ozonwerten und zahlreichen Waldbränden verwandelten. Zudem bedrohen immer häufiger heftige Unwetter, begleitet von Tornados und Hagel, weite Gebiete Deutschlands.

Das "Terra X"-Team hat einen Piloten bei seinem Einsatz in eine Gewitterfront begleitet, der mit dem Versprühen von Silberjodid Hagelunwetter verhindern soll. Sturmjäger liefern schaurig schöne Bilder von Wirbelstürmen, wie man sie nur in der Karibik oder den USA anzutreffen glaubt. Fast niemand weiß, dass Deutschland mit rund 60 Tornados pro Jahr im internationalen Ranking bereits auf Platz zehn steht. Und auch in Zukunft stehen den Deutschen stürmische Zeiten bevor.

Ende August, nach rund 89 Tagen, kündigt sich bereits der Herbst an. Als Vorspiel entfaltet der Altweibersommer noch einmal seine ganze Kraft – traditionell mit viel Sonne und milden Temperaturen. Die Bauern haben ihre Ernte eingefahren, die Winzer in den Weinbergen fangen erst an. Dank des immer wärmer werdenden Klimas einige Wochen früher als noch vor zehn Jahren.


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4:39
VPS 04:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Jahreszeiten: Herbst & Winter

Film von Petra Thurn und Friedrich Steinhardt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenDer zweite Teil konzentriert sich auf Herbst und Winter. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben auch heute noch?

Die Monate des Herbstes – September, Oktober und November - sind die Monate des Abschieds, der goldgelben ...

Text zuklappenDer zweite Teil konzentriert sich auf Herbst und Winter. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben auch heute noch?

Die Monate des Herbstes – September, Oktober und November - sind die Monate des Abschieds, der goldgelben Farben, des Nebels. So wie sich der Frühling durch die einsetzende Schneeschmelze ankündigt, läuten die fallenden Blätter den Herbst ein.

Damit beginnt in der Natur die größte Umbauaktion des Jahres. Gelb, Rot und Braun der Blätter dominieren plötzlich das Landschaftsbild. Die Farben sind die Folge eines Notprogramms im Stoffwechsel der Pflanzen. Damit reagiert die Vegetation auf die abnehmende Tageslänge und die schwindende Lichtausbeute. Das Grün der Fotosynthese wird abgebaut. Übrig bleiben gelbe und braune Farbstoffe, die den typischen Look des Herbsts ausmachen. Aber das ist nur eine der vielen Facetten der dritten Jahreszeit.

Eine andere ist die Landwirtschaft. Selbst im Herbst herrscht dort noch Hochbetrieb. Alle Hände werden gebraucht. Auch bei den Winzern wie Kilian Franzen und Angelina Lenz am Calmont an der Mosel, dem steilsten Weinberg Europas. Seit einigen Jahren fangen sie mit der Lese immer früher an. Die Klimaerwärmung macht es möglich. Sie sorgt nicht nur für eine zeitigere Fruchtreife, sondern vor allem für neue Rebsorten, wie sie eigentlich nur in Italien oder Frankreich wachsen.

Ein verlässlicher Indikator, dass sich der Sommer verabschiedet hat, ist der Zug der Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. Auf der Ostseehalbinsel Darß fallen sie zu Tausenden ein, um Rast zu machen und neue Nahrung aufzunehmen. Weiter westlich an den Küsten ziehen langsam aber sicher frische Winde auf. Manche wachsen zu Orkanen an und fegen über ganz Deutschland. Die höchste Windgeschwindigkeit mit 263 Stundenkilometern wurde am 24. November 1984 auf dem Brocken gemessen, Kyrill im Jahr 2007 tobte so heftig, dass er Schäden in Höhe von 4,2 Milliarden Euro verursachte. Die Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach prophezeien, dass die Herbststürme in Zukunft an Stärke zunehmen werden.


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5:23
VPS 05:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Sternensucher

Film von Sunny Han und Steven Seidenburg

Ganzen Text anzeigenDer taiwanesische Amateur-Astronom Winson Tsai, Entdecker einer Supernova und zweier Kometen, hat einen Traum: Er möchte das erste private Observatorium Taiwans errichten.

Derweil arbeiten in Chile der ebenfalls aus Taiwan stammende Astronom Dr. Chen und sein Team an ...

Text zuklappenDer taiwanesische Amateur-Astronom Winson Tsai, Entdecker einer Supernova und zweier Kometen, hat einen Traum: Er möchte das erste private Observatorium Taiwans errichten.

Derweil arbeiten in Chile der ebenfalls aus Taiwan stammende Astronom Dr. Chen und sein Team an einem Mega-Teleskop.
Die Optik dieses gigantischen Geräts ist zehnmal schärfer als die des schon legendären Weltraumteleskops Hubble.

Doch die Errichtung dieses Präzisionsbaus in der extrem trockenen Atacama-Wüste ist nicht nur hinsichtlich der Technik eine enorme Herausforderung - der logistische Aufwand ist gewaltig.

Auch der Bau des Observatoriums in Taiwan gestaltet sich schwierig. Auf einem der höchsten Berge der Insel lässt der "Kometenjäger" Winson Tsai unter härtesten Bedingungen ein gigantisches Teleskop bauen. Als es durch einen Taifun zu einem Erdrutsch kommt, gerät das Projekt buchstäblich ins Wanken.