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Oktober 2017
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Dienstag, 2. Mai
Programmwoche 18/2017
Zurückliegenden oder folgenden Tag anzeigen
6:01
VPS 06:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wilder Westen (1/3)

Gebirge

Film von Johnny Moore

Ganzen Text anzeigenDer Wilde Westen. Die Vorstellung vom Leben in Nordamerika im 19. Jahrhundert ist hierzulande von Hollywood geprägt. Wie aber vollzog sich die Besiedelung tatsächlich vor über 150 Jahren?

Die dreiteilige Dokumentation gibt mit mächtigen Bildern Aufschluss über die ...

Text zuklappenDer Wilde Westen. Die Vorstellung vom Leben in Nordamerika im 19. Jahrhundert ist hierzulande von Hollywood geprägt. Wie aber vollzog sich die Besiedelung tatsächlich vor über 150 Jahren?

Die dreiteilige Dokumentation gibt mit mächtigen Bildern Aufschluss über die entbehrungsreichen Trecks nach Westen und über die ersten Versuche, sesshaft zu werden. Im ersten Teil geht es um die Überwindung der Gebirgsketten der Appalachen und der Rocky Mountains.


6:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wilder Westen (2/3)

Great Plains

Film von Naomi Bulcock

Ganzen Text anzeigenDie Great Plains, das unendlich weite Grasland in Nordamerika, waren das Land der Indianer und das Land der Büffel. Von den weißen Siedlern wurden die dort lebenden Büffel nahezu ausgerottet.

Die weiten Flächen übernahmen nun die Rinder, die in riesigen Herden von ...

Text zuklappenDie Great Plains, das unendlich weite Grasland in Nordamerika, waren das Land der Indianer und das Land der Büffel. Von den weißen Siedlern wurden die dort lebenden Büffel nahezu ausgerottet.

Die weiten Flächen übernahmen nun die Rinder, die in riesigen Herden von den Ranches im Süden zu den Städten im Norden getrieben wurden. Dafür waren jene Männer zuständig, die zu einem Mythos der amerikanischen Geschichte wurden: die Cowboys.


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:06
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wilder Westen (3/3)

Wüsten

Film von John Shippey

Ganzen Text anzeigenKaum eine Landschaft versinnbildlicht den Wilden Westen so markant wie die Sandsteinfelsen des Monument Valley. Um hier zu überleben, brauchen Menschen, Tiere und Pflanzen besondere Techniken.

Hier lag die Heimat der Apachen und der Navajo. Sie konnten sich länger ...

Text zuklappenKaum eine Landschaft versinnbildlicht den Wilden Westen so markant wie die Sandsteinfelsen des Monument Valley. Um hier zu überleben, brauchen Menschen, Tiere und Pflanzen besondere Techniken.

Hier lag die Heimat der Apachen und der Navajo. Sie konnten sich länger als alle anderen Indianerstämme gegen die Kavallerie-Einheiten der US-Army behaupten, da sich das Material der Weißen bei den extremen klimatischen Bedingungen als nahezu unbrauchbar erwies.

Städtchen wie Tombstone lieferten die Kulisse von sagenumwitterten Geschichten, in denen heldenhafte Sheriffs und Marshalls Tausende Meilen entfernt von jeder Gerichtsbarkeit angesichts marodierender Räuberbanden das Gesetz selbst in die Hand nahmen.


9:51
VPS 09:50

Marokko - Land der Träume

Film von Natalie Steger

Ganzen Text anzeigenMarokko liegt zwischen Atlas und Atlantik und ist ein vielfältiges, faszinierendes, geheimnisvolles Land. Touristen zieht es in die vier Königsstädte Rabat, Fes, Marrakesch und Meknes.

Auch die langen Sandstrände und die Wüste locken Besucher an. Was aber verbirgt ...

Text zuklappenMarokko liegt zwischen Atlas und Atlantik und ist ein vielfältiges, faszinierendes, geheimnisvolles Land. Touristen zieht es in die vier Königsstädte Rabat, Fes, Marrakesch und Meknes.

Auch die langen Sandstrände und die Wüste locken Besucher an. Was aber verbirgt sich hinter den Kulissen des Königreiches? Was sind die Geheimnisse des Erfolges, welche Träume haben die Menschen? Filmemacherin Natalie Steger und ihr Team gehen diesen Fragen nach.

Sie besuchen Spielfilmdreharbeiten in der Wüste - im Hollywood Nordafrikas. Sie treffen Schlangenbeschwörer und Berberfrauen, die das teuerste Öl der Welt noch von Hand herstellen - das Arganöl. Sie wandeln auf den Spuren von Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in "Casablanca" und zeigen Weinanbau in einem muslimischen Land. Eine deutsche Hotelmanagerin verrät, warum Marrakesch auch Jahrzehnte nach den wilden Jahren mit Mick Jagger, Yves Saint-Laurent, Jimi Hendriks noch immer für so viele eine Traumstadt ist.


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10:19
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

OP gelungen - Patient tot

Lebensgefahr durch neue Krankenhaus-Keime

Film von Meike Hemschemeier

Ganzen Text anzeigenJedes Jahr infizieren sich rund eine Million Patienten in Deutschland mit Krankenhaus-Keimen. Bis zu 40 000 sterben daran, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

Mediziner und Gesundheitspolitiker schlagen Alarm. Zwar wurde das ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenJedes Jahr infizieren sich rund eine Million Patienten in Deutschland mit Krankenhaus-Keimen. Bis zu 40 000 sterben daran, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

Mediziner und Gesundheitspolitiker schlagen Alarm. Zwar wurde das Infektionsschutzgesetz verschärft und der Gesundheitsminister hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, doch der Blick hinter die Kulissen unserer Krankenhäuser zeigt Erschreckendes.

Tagtäglich werden die gesetzlichen Vorschriften missachtet - und alle Beteiligten wissen das. "Wir verstoßen gegen das Gesetz", so sagt uns ein leitender Krankenhausarzt, "weil es zu wenig Pflegepersonal gibt, um die wichtigen Hygienevorschriften auch einzuhalten."

Hinzu kommt Platzmangel. Patienten mit Keimen können nicht isoliert werden, wie es das Infektionsschutzgesetz vorschreibt. Oft werden Risikopatienten deshalb nicht mal auf Keime untersucht. Nicht selten trifft in deutschen Krankenhäusern High-Tech-Medizin auf Hygiene von vorgestern. Zum Frust vieler Ärzte. Denn fehlerhafte Hygiene kann die Erfolge der besten Medizin zunichtemachen. Hinzu kommt: Wird ein Patient mit gefährlichen Keimen infiziert, fehlen in den meisten deutschen Krankenhäusern die Spezialisten, um die zum Teil lebensbedrohlichen Infektionen zu behandeln.

Der Film begleitet den tragischen Krankheitsverlauf einer jungen Patientin nach einer Kaiserschnitt-Entbindung. Er begibt sich auf eine investigative Recherche hinter die sauber anmutenden Fassaden unserer Krankenhäuser. Experten machen auf gravierende Mängel in den Strukturen unserer Kliniken aufmerksam. Insider berichten, wie wichtige Hygienemaßnahmen in unseren Kliniken tagtäglich umgangen werden. Sie benennen die Fehler im System und zeigen, was seit Jahren von vielen Kliniken vertuscht wird: Hygiene und die Behandlung von Patienten mit Krankenhauskeimen sind bis heute zweitrangig. Ziel Nummer Eins ist in deutschen Krankenhäusern der Kampf um möglichst viele Patienten und OPs, um möglichst hohe Gewinne zu machen.

Dass und wie es anders geht, wenn Hygiene Priorität besitzt, zeigen Beispiele aus den Niederlanden und vorbildlich organisierte deutsche Kliniken. Denn hier wissen Experten und Praktiker: Die beste OP und Medizin nutzt nichts, wenn die Verbreitung von Krankenhaus-Keimen nicht gestoppt wird.


(ARD/WDR)


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11:04
VPS 11:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Kein Geld, kein Strom, keine Wärme

Film von Jörg Stolpe

(aus der ARD-Reihe "hier und heute")

Ganzen Text anzeigenDas Geld reicht nicht für den Strom, für immer mehr Menschen in Deutschland ist das bittere Realität. Besonders im Westen gelten immer mehr Menschen als "energiearm".

Das heißt, sie zahlen mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Energie. Bei 100 000 Stromkunden ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenDas Geld reicht nicht für den Strom, für immer mehr Menschen in Deutschland ist das bittere Realität. Besonders im Westen gelten immer mehr Menschen als "energiearm".

Das heißt, sie zahlen mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Energie. Bei 100 000 Stromkunden pro Jahr wird in Nordrhein-Westfalen der Strom sogar abgeschaltet. Das ist bundesweit die höchste Quote. Und eine langfristige Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

In diesem Jahr werden viele Stromanbieter die Preise wieder erhöhen. Auch Irene Dresen aus Wuppertal gilt als ernergiearm. Von ihren 800 Euro Grundsicherung zahlt sie 144 Euro für Strom und Gas. Alleine kommt sie aus der Energiearmut nicht mehr raus. Aber Menschen wie ihr wird geholfen: Verbraucherzentralen oder die Caritas sind Unterstützer im Kampf gegen Energiearmut. Die Caritas hilft, indem sie Stromsparhelfer zu Menschen schickt, bei denen es eng wird mit der Stromrechnung. Mit Hilfe raus aus der Energiearmut: In Dortmund sind Hans-Joachim Ruhfaut und Mohammed Lamar als Stromsparhelfer unterwegs, spüren Stromfresser auf und geben Tipps zum richtigen Heizen.


(ARD/WDR)


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11:34
VPS 11:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Unterwegs in den hohen Tauern

Film von Gernot Stadler

Bearbeitung: Margarita Pribyl

Ganzen Text anzeigenDer Ankogel im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg gilt als Wiege des Alpinismus. Zum ersten Mal wurde 1762 ein vergletscherter Alpengipfel mit über 3000 Metern Höhe bezwungen.

Mit dieser alpinistischen Leistung hatte ein neues Zeitalter begonnen. Nach und ...
(ORF)

Text zuklappenDer Ankogel im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg gilt als Wiege des Alpinismus. Zum ersten Mal wurde 1762 ein vergletscherter Alpengipfel mit über 3000 Metern Höhe bezwungen.

Mit dieser alpinistischen Leistung hatte ein neues Zeitalter begonnen. Nach und nach gerieten die mächtigen Gipfel der Ost- und Zentralalpen in das Visier der Pioniere des Alpinismus. Zunächst ging es ihnen aber nicht um sportliche Höchstleistungen und Rekorde.

Die Vermessung der Berge und die Gewinnung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse standen im Vordergrund. Waren es die Pioniere des Alpenvereins, denen die Erschließung der heimischen Bergwelt zu verdanken ist, so sind es auch heute noch viele freiwillige Helfer dieser alpinen Vereinigung, die das weit verzweigte Wegenetz in den Alpen in Stand halten und neue, sichere Wege anlegen.


(ORF)


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11:47
VPS 11:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Gartenparadiese im Havelland

Mit dem Biogärtner auf historischem Boden

Moderation: Karl Ploberger

Ganzen Text anzeigenDie Gartenreise in Norddeutschland führt Biogärtner Karl Ploberger entlang der Havel, einem Nebenfluss der Elbe, von Berlin über Potsdam bis nach Brandenburg.

Die Gastfreundschaft, die er dabei erfährt, ist überwältigend, ebenso die Vielfalt und Pracht der ...
(ORF)

Text zuklappenDie Gartenreise in Norddeutschland führt Biogärtner Karl Ploberger entlang der Havel, einem Nebenfluss der Elbe, von Berlin über Potsdam bis nach Brandenburg.

Die Gastfreundschaft, die er dabei erfährt, ist überwältigend, ebenso die Vielfalt und Pracht der Gärten. Die ausgedehnten Privatgärten leuchten in allen Farben und sind liebevoll gepflegt.

Ein Pflichtbesuch in Potsdam ist der Karl-Förster-Garten, der 1912 auf 5000 Quadratmetern Ackerland nach englischem Vorbild entstand. Karl Förster gilt als Pionier der deutschen Staudenzucht, die Bepflanzung des Gartens umfasst ausschließlich seine Züchtungen, der Garten und das darin befindliche Wohnhaus stehen seit 1981 unter Denkmalschutz.

Inspiration und Trends für den eigenen Garten bieten auch die Bundesgartenschau in Brandenburg und die Königliche Gartenakademie in Berlin. Karl Ploberger entdeckt mitten in der Hauptstadt die Prinzessinnengärten, ein Paradebeispiel für "Urban Gardening". Einige der Gärten befinden sich auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, und die bewegte Geschichte dieser Orte ist überall spürbar.


(ORF)


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12:11
VPS 12:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Nachgefragt: Kampf im Park

Reportage von Julia Kovarik

(aus der ORF-Reihe "Am Schauplatz")

Moderation: Peter Resetarits

Ganzen Text anzeigenIm Sommer 2016 berichtete eine "Schauplatz"-Reportage über Rivalitäten zwischen Jugendbanden in Wiener Parks. Was ist aus den Jugendlichen von damals geworden?

Ist der Konflikt zwischen jungen Afghanen und Tschetschenen inzwischen gelöst? Die Spurensuche führt ...
(ORF)

Text zuklappenIm Sommer 2016 berichtete eine "Schauplatz"-Reportage über Rivalitäten zwischen Jugendbanden in Wiener Parks. Was ist aus den Jugendlichen von damals geworden?

Ist der Konflikt zwischen jungen Afghanen und Tschetschenen inzwischen gelöst? Die Spurensuche führt unter anderem in Österreichs einziges Jugendgefängnis nach Gerasdorf am Steinfeld.

Was ist los in den Wiener Parks? Diese Frage stellte sich das "Am Schauplatz-Team" im Sommer 2016. Jugendbanden sollen dort ihr Unwesen treiben, mit Drogen dealen und sich Schlägereien liefern. Vor allem zwischen jungen tschetschenischen und afghanischen Männern soll es immer wieder zu Konflikten kommen. So las man es fast täglich in den Schlagzeilen.

Entstanden ist damals eine "Schauplatz"-Reportage, die nicht nur mit dem renomm-ierten Renner-Preis ausgezeichnet wurde, sondern auch in sozialen Medien für Aufsehen sorgte. Der seltene Einblick in die fremde Lebenswelt dieser Jugendlichen war wochenlang Gesprächsthema.

"Ich bin 24 Stunden im Park", sagt etwa Achmadullah (20) aus Afghanistan. Er ist 2011 mithilfe eines Schleppers nach Österreich gekommen. "Damals war ich ein guter Junge und wollte es im Leben weiterbringen", sagt er. "Jetzt bin ich Scheiße geworden." Er träumt von einem normalen Leben und einem richtigen Job. Wie so viele nach ihm ist er mutterseelenallein geflüchtet. Die afghanische Community versucht, sich um die Jugendlichen zu kümmern. Aber es seien inzwischen zu viele, sagt Abdul Ghani Nasari aus der afghanischen Moschee.

Bei den tschetschenischen Jugendlichen ist die Flucht schon länger her - aber auch bei ihnen hat die Integration oft nicht funktioniert. Auch Said (18) und seine Clique verbringen ihre Tage im Park. Er ist seit zehn Jahren in Österreich. "Ich wollte eigentlich Arzt werden, weil mein Vater im Krieg in Tschetschenien gefallen ist", erzählt er. "Aber es hat nicht geklappt mit der Schule." Jetzt ist er arbeitslos, wie viele seiner Freunde. "Sie sind eine verlorene Generation. Vaterlos", beschreibt es Huseyn Ishanov, einer der sogenannten "Ältesten" in der tschetschenischen Gemeinschaft.

"Am Schauplatz"-Reporterin Julia Kovarik wissen, was aus den Jugendlichen von damals geworden ist?


(ORF)


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Vietnam in einem Zug

Eine Reise mit den "Moritzburgern"

Film von Rita Knobel-Ulrich

Ganzen Text anzeigen1700 Kilometer lang ist die Strecke von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt. 40 Stunden braucht der Zug dafür. Die Vietnamesen nennen ihn "Wiedervereinigungsexpress".

In Hanoi ist Tran Duong eingestiegen, ein älterer Herr. Auf der Fahrt durch Reisfelder, entlang des blauen ...
(ARD/MDR/NDR)

Text zuklappen1700 Kilometer lang ist die Strecke von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt. 40 Stunden braucht der Zug dafür. Die Vietnamesen nennen ihn "Wiedervereinigungsexpress".

In Hanoi ist Tran Duong eingestiegen, ein älterer Herr. Auf der Fahrt durch Reisfelder, entlang des blauen Meeres, vorbei an grauen Bergen erzählt er von seinem Leben und seiner Liebe zu deutscher Literatur.

Er hat Goethes Gedichte ins Vietnamesische übertragen und Bücher über Heine geschrieben. Während des Vietnamkrieges war Tran Duong Frontberichterstatter; Kim Huang, die zierliche Dame neben ihm, Nachrichtensprecherin beim Radio. Sie ist etwa gleich alt. Ihre Feinmechaniker-Lehre hat sie in Dresden absolviert. Lesen und schreiben lernte sie im benachbarten Moritzburg, genau wie Tran Duong. Die beiden sind unterwegs nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, zu einem Treffen mit anderen "Moritzburgern".

Mehr als 50 Jahre ist es her, dass in Dresden und der kleinen sächsischen Gemeinde rund 350 vietnamesische Kinder verdienter Kämpfer gegen die französische Kolonialherrschaft eine Schul- und Berufsausbildung erhielten. Fast alle haben später in ihrer Heimat Karriere gemacht. Der Zug hält in der alten Kaiserstadt Hue. Ganz in der Nähe, am 17. Breitengrad, befand sich die Grenze zwischen Nord- und Südvietnam. Wo einmal schwerste Kämpfe tobten, zeigt heute geschäftiges Treiben: Das Land befindet sich im Umbruch.

In Hoi An und an den Stränden von Da Nang blüht der Tourismus. Auch viele Kriegsveteranen aus den USA kommen in den Süden und kriechen dann zusammen mit ehemaligen Partisanen durch die Tunnel von Cu Chi. Die Fahrt endet im Bahnhof von Ho-Chi-Minh-Stadt. Es ist heißer, lauter, voller als in Hanoi: Shoppingcenter, Banken, eine Skyline wie überall auf der Welt. Doch neben der Coca-Cola-Werbung hängen politische Parolen. Oben weht die rote Fahne, unten tobt das Business. Die Vietnamesen kriegen das alles unter einen Hut - lächelnd, versteht sich.


(ARD/MDR/NDR)


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14:04
VPS 14:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Java

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in sein Logbuch: "Batavia ist sicher kein Fleck, den zu besuchen Europäer sich drängen sollten." Auch heute ist der Großstadt-Moloch Jakarta nicht schön.

Alexander Schweitzer bricht auf zu einer Bahnfahrt in den Osten Javas im "Argo-Parahyangan". Der Zug gehört der Executive-Class an, der indonesischen Luxusklasse - mit an Bord ein eigener Masseur. Ausgedehnte Reisfelder säumen die Strecke.

Alexander Schweitzer entdeckt "Wayang Golek", eine besondere Art des indonesischen Puppentheaters, und erlebt in Yogyakarta die Unabhängigkeitsfeierlichkeiten mit. 1945 begann der Freiheitskampf. Yogyakarta hatte damals eine große Bedeutung. Der spätere Präsident Sukarno hatte hier seine provisorische Hauptstadt. Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten ist "Panjat Pinang", das Klettern auf Palmen. Junge Männer steigen auf 11,5 Meter hohe Palmenstämme, die mit feinstem Motorenöl eingerieben sind. Sie steigen dabei aufeinander, um oben an Päckchen heranzukommen. Ein recht schmieriges Schauspiel. In der Nähe von Yogyakarta besucht Alexander Schweitzer auch das berühmte Ramayana-Ballett. Es wird hier seit 1961 als großes Tanzdrama im Prambanan-Tempel aufgeführt.

Eisenbahn heißt auf Indonesisch "Kereta api", "Feuerwagen", doch davon gibt es nicht mehr viele. Alexander Schweitzer hat noch eine Dampflokomotive auf der Waldbahn von Cepu entdeckt. Die Holländer hatten sie einst zum Teakholzabbau benutzt. Auch bei der Zuckermühle Olean fahren noch ab und zu Dampfloks. Sie werden für den Zuckerrohrtransport benötigt. Alexander Schweitzer lernt außerdem Jamu kennen, eine traditionelle asiatische Naturheilrezeptur.

Im Osten Javas steigt er um in sogenannte "Ekonomi"-Züge. Sie entsprechen in etwa der dritten Klasse. Die Züge sind langsamer und halten häufiger. Innen sind sie nicht ganz so vornehm, aber hier lernt man das richtige Leben besser kennen. In Kertosono steigen Musiker zu, sie verdienen ihr Geld während der Fahrt. Vorbei an Tempeln und Kakaoplantagen erreicht der Filmemacher schließlich Banyuwangi, den östlichsten Bahnhof Javas. Hier ist die Nachbarinsel Bali nur noch einen Steinwurf entfernt - und hier endet Alexander Schweitzers Reise.


(ARD/SWR)


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14:48
VPS 14:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Taiwan

Film von Andreas Stirl

Ganzen Text anzeigenEine Zugfahrt rund um die Insel Taiwan, mit Besuchen der Hauptstadt Taipeh und verschiedener bedeutender Städte und Sehenswürdigkeiten des Landes.

In Taipeh wird das ehemals höchste Gebäude der Welt gezeigt, der Wolkenkratzer Taipeh 101, die Nationale ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenEine Zugfahrt rund um die Insel Taiwan, mit Besuchen der Hauptstadt Taipeh und verschiedener bedeutender Städte und Sehenswürdigkeiten des Landes.

In Taipeh wird das ehemals höchste Gebäude der Welt gezeigt, der Wolkenkratzer Taipeh 101, die Nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle, der Lungshan-Tempel, einer der ältesten und bedeutendsten Taiwans, außerdem der Bahnhof und verschiedene Eisenbahnen.

Weitere Stationen sind die ehemalige Goldgräberstadt Jiufen und die Taroko-Schlucht, mit ihren 500 tiefen Einschnitten. Kaohsiung, die zweitgrößte Stadt des Landes, ist bekannt für ihre herausragenden U-Bahn Haltestellen, ganz in der Nähe befindet sich das Buddah Gedächtnis Center mit seiner 36 Meter hohen Statue. Fort Zeelandia und der Konfuziustempel sind die wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten der früheren Hauptstadt Tainan.

Fast ein Jahrhundert lang wurde in Taiwan Zucker verarbeitet. In Xihu ist aus einer ehemaligen Raffinerie ein Museum entstanden mit einer sieben Kilometer langen Museumseisenbahn. Weitere touristische Höhepunkte sind die Bahnen zum Sonne-Mond-See und zum Berg Alishan, wobei letzterer 2009 Opfer eines Taifuns wurde und Züge nur noch auf einem kurzen Abschnitt verkehren. Am Endpunkt kann man den legendären Sonnenaufgang im Alishan-Gebirge erleben. Seit 2007 sind die beiden Metropolen des Landes Taipeh und Kaohsiung mit einer 350 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsbahn verbunden, die die 345 Kilometer lange Strecke in 96 Minuten durchfährt.


(ARD/SWR)


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15:32
VPS 15:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Myanmar

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenMyanmar, das ehemalige Burma, öffnet sich nach einer knapp 50-jährigen Militärherrschaft langsam wieder für Ausländer und Touristen.

Spannend und praktisch gleichermaßen kann man das unbekannte Land mit der Eisenbahn entdecken. Nach dem Besuch der ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenMyanmar, das ehemalige Burma, öffnet sich nach einer knapp 50-jährigen Militärherrschaft langsam wieder für Ausländer und Touristen.

Spannend und praktisch gleichermaßen kann man das unbekannte Land mit der Eisenbahn entdecken. Nach dem Besuch der Shwedagon-Pagode, dem Nationalheiligtum Myanmars, beginnt das Schienenabenteuer in Yangon. Morgens um sechs geht es los Richtung Mandalay.

Inmitten von Mönchen und Händlern schaukelt der Zug durch flaches Land, geprägt von Reisfeldern. In Bago sehen die Filmemacher eine Python, von der es heißt, sie sei die Reinkarnation Buddhas. Immer weiter Richtung Norden kommen sie nach Naypyidaw, der neuen Hauptstadt des Landes. Sie wurde aufgrund eines Wahrsagers an dieser Stelle gebaut. Lange war der Bau geheim. Heute leben auf einer Fläche fünf Mal so groß wie Berlin knapp eine Million Menschen. Sie können auf 20-spurigen Straßen zur Arbeit fahren.

In Thazi steigt das Filmteam um. Nun beginnt der Aufstieg nach Shwenyaung, nahe dem berühmten Inle-See. Bei einer Bootsfahrt kann man Einbeinfischer bei ihrer Arbeit beobachten. Außerdem besucht das Film-Team die berühmten schwimmenden Gärten. Danach geht es zurück nach Mandalay, zweitgrößte Stadt Myanmars und letzte Hauptstadt des burmesischen Königreiches. Hier sieht man Goldklopfer bei ihrer ehrenwerten Arbeit und genießt anschließend den Sonnenuntergang am Ayerwady-Fluss.

Am nächsten Tag, sehr früh am Morgen, beginnt für viele Touristen der Höhepunkt: Der Zug verlässt den Bahnhof Richtung Hsipaw im nördlichen Shan-Staat. Diese Region nahe der chinesischen Grenze ist landschaftlich besonders eindrucksvoll und auch die Menschen fühlen sich hier als etwas ganz Besonderes. In Pyin U Lwin warten alte Gharries, bunte Kutschen, auf Touristen - eine Erinnerung an die britische Kolonialzeit, als dieser Ort als kühler Sommeraufenthalt geschätzt wurde. Über eine der höchsten Eisenbahnbrücken der Welt - dem 111 Meter hohen und fast 800 Meter langen Gokteik-Viadukt - geht es weiter im Schritttempo. Noch vor wenigen Jahren waren hier Kameras aus militärischen Gründen tabu. In Hsipaw endet das Schienenabenteuer - das Filmteam ist eingeladen bei einer Shan-Hochzeit bei der sich die Braut Kinder, Glück und Gesundheit wünscht.


(ARD/SWR)


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16:16
VPS 16:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Auf schmaler Spur durch Indien (1/3)

Die Kalka-Shimla-Bahn

Unterwegs mit Indiens "Toy Trains"

Film von Peter Weinert

Ganzen Text anzeigenEine Streckenführung voller Superlative: Auf knapp 100 Kilometern durch die spektakuläre Gebirgslandschaft des Himalajas klettert die Kalka-Shimla-Bahn rund 1500 Meter in die Höhe.

Dabei passiert sie 103 Tunnel, fährt über 864 Brücken und durch 919 Kurven. Nur ...
(ARD/HR)

Text zuklappenEine Streckenführung voller Superlative: Auf knapp 100 Kilometern durch die spektakuläre Gebirgslandschaft des Himalajas klettert die Kalka-Shimla-Bahn rund 1500 Meter in die Höhe.

Dabei passiert sie 103 Tunnel, fährt über 864 Brücken und durch 919 Kurven. Nur die Fahrzeit ist nicht rekordverdächtig: Rund sechs Stunden ist die Kalka-Shimla-Bahn unterwegs auf ihrer 96,5 km langen Strecke. Trotzdem - oder genau deswegen - liebt man sie.

Die Anwohner genauso wie die Eisenbahntouristen, die ihretwegen in den Norden Indiens kommen. Erbaut im Jahr 1891, führt die Strecke von der Kleinstadt Kalka nach Shimla, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Himachal Pradesh.

Das auf rund 2200 Meter Höhe gelegene Shimla gehörte früher zum nepalesischen Königreich und besitzt ein angenehm frisches Klima, weswegen die britische Kolonialregierung diese Stadt auch als Sommerresidenz nutzte. Bis zum Bau der Eisenbahn musste das gesamte Regierungspersonal einschließlich seiner Arbeitsmaterialien zweimal jährlich den Weg von und nach Kalkutta als gewaltige Karawane mit bis zu 20000 Trägern zurücklegen. 1914 fanden in Shimla die britisch-chinesisch-tibetischen Verhandlungen über die künftige Grenzziehung Tibets statt, und noch einmal im Jahr 1971 stand Shimla im Mittelpunkt des politischen Geschehens: Nach dem Bangladesh-Krieg unterzeichneten hier der pakistanische Staatspräsident Bhutto und die indische Premierministerin Indira Gandhi das Shimla-Abkommen, in dem die Waffenstillstandslinie in der umstrittenen Kashmir-Region festgelegt wurde, die bis heute gilt.

Neben diesen politischen Meilensteinen, für die die Gebirgsstadt berühmt ist, ist Shimla auch als touristisches Ziel für einheimische und ausländische Besucher bekannt. Einen wesentlichen Anteil daran besitzt die mitunter abenteuerliche, an schroffen Steilhängen entlang führende Bahnstrecke. Vor allem wegen ihrer zahlreichen architektonisch wertvollen Brücken steht die Kalka-Shimla-Bahn inzwischen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die rund 100 Kilometer lange Strecke führt vorbei an beschaulichen Kleinstädten wie Barog oder Kandaghat, in denen auch zahlreiche Tempelanlagen zu sehen sind. Eine Besonderheit hat die Stadt Solan zu bieten, die in Indien als Zentrum der Pilzzucht gilt. Das richtige Verhältnis von kühler Gebirgsluft und ausreichender Feuchtigkeit hat dazu geführt, dass hier inzwischen in Hunderten von Zuchtfarmen Champignons, Austernsaitlinge und andere Pilze kultiviert werden.

Der inzwischen von Dieselloks deutscher Herkunft angetriebene "Toy Train" mit seiner kühnen Streckenführung ist ein Zeugnis britischer Ingenieurskunst. Ein Überbleibsel der Kolonialherren, welches von den Indern gern übernommen wurde. Der Film stellt die Bahn und die Orte entlang ihrer Strecke vor und betrachtet die Menschen, die mit den Zügen fahren ebenso wie die, die für den reibungslosen Betriebsablauf dieser "sehr lebendigen Museumsbahn" verantwortlich sind.


(ARD/HR)


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17:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Auf schmaler Spur durch Indien (2/3)

Die Kangra Valley-Bahn

Unterwegs mit Indiens "Toy Trains"

Film von Peter Weinert

Ganzen Text anzeigenMit seinen versprengten Weilern vor der Kulisse der Himalaja-Berge, seinen Terrassenfeldern und Schmelzwasserbächen ist es geradezu eine Märchenlandschaft: das Kangra-Tal im Norden Indiens.

Und mitten durch dieses grandiose Tal - Kenner sprechen vom schönsten ...
(ARD/HR)

Text zuklappenMit seinen versprengten Weilern vor der Kulisse der Himalaja-Berge, seinen Terrassenfeldern und Schmelzwasserbächen ist es geradezu eine Märchenlandschaft: das Kangra-Tal im Norden Indiens.

Und mitten durch dieses grandiose Tal - Kenner sprechen vom schönsten Einschnitt am Süd-Himalaja - fährt die Kangra-Valley Bahn auf einer 164 Kilometer langen Strecke zwischen Pathankot und Baijnath - über insgesamt 971 Brücken und durch nur zwei Tunnel.

Die Vorgaben bei ihrem Bau 1929 waren eindeutig: "Optischer Einklang mit der Natur" lautete das oberste Ziel. Davon profitieren bis heute die Fahrgäste, sie bekommen eine Genussreise durch eines der schönsten Täler Indiens.

Betagte Schmalspur-Diesellokomotiven ziehen die kleinen Waggons. Sie sind hell- und dunkelblau gestrichen. Hier und da blättert die Farbe ab. Alles ist ein wenig gebraucht, ein wenig alt, ein wenig angerostet. Aber die Bahnen werden gewartet und überprüft, und sie dienen den Anwohnern des Tales als alltägliches Beförderungsmittel. Die Bahn ist die Schwester der Kalka-Shimla-Railway, beide fahren an der Südseite des Himalajas, 300 Kilometer voneinander entfernt. Jede durch eine völlig andere Landschaft mit besonderen Menschen und ihren eigenen Kulturen. Jede auf andere Art und Weise spektakulär - aber beide stehen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Das Kangra-Tal ist ein Sammelsurium historischer und spiritueller Plätze und Tempel. Vor 200 Jahren entstand hier eine feine Miniaturmalerei, die für ihre Detailgenauigkeit bekannt war, mit der man unter anderem auch sämtliche Formen menschlicher Liebe darstellte. Heute gibt es nur noch wenige Künstler, die diese Technik beherrschen, doch sie versuchen, ihre Erfahrungen und Fertigkeiten an den Nachwuchs weiter zu geben. Eines der wichtigsten Heiligtümer im Norden Indiens liegt an der Strecke, etwa 30 Kilometer von der Stadt Kangra: Der Jawalamukhi Devi-Tempel. Eine weitere Attraktion für Besucher der Region ist das Nurpur-Fort.

Die Strecke der Kangra-Valley Bahn führt durch den nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Die Höhenlagen reichen von 350 bis 7000 Meter. Fast 70 Prozent besteht aus großflächigen Waldgebieten. Davon stehen 90 Prozent unter Naturschutz. Einzigartig für Indien: Die Landwirtschaft deckt den Eigenverbrauch des ganzen Bundesstaates. Er grenzt im Norden an Kashmir, im Osten an Tibet, ist daher auch die Heimat vieler Exiltibeter.

Eine besondere Rolle nimmt dabei die kleine Stadt Dharamshala ein, wo der Dalai Lama seine Exilregierung eingerichtet hat. Inzwischen sollen in Dharamshala und in der Umgebung etwa 50 000 Tibeter leben, davon 20 000 Mönche. In einer Universität, Schulen und Instituten wird tibetische Kultur gepflegt und erhalten.


(ARD/HR)


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17:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Auf schmaler Spur durch Indien (3/3)

Die Matheran-Hill-Bahn

Unterwegs mit Indiens "Toy Trains"

Film von Peter Weinert

Ganzen Text anzeigenMatheran, der Luftkurort im Westen Indiens, liegt nur wenige Kilometer von Mumbai auf einem Tafelberg in rund 800 Metern Höhe. Ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen.

Sie schätzen die frische Luft, die schattigen Wälder und die zahlreichen, von ...
(ARD/HR)

Text zuklappenMatheran, der Luftkurort im Westen Indiens, liegt nur wenige Kilometer von Mumbai auf einem Tafelberg in rund 800 Metern Höhe. Ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen.

Sie schätzen die frische Luft, die schattigen Wälder und die zahlreichen, von Wanderwegen erschlossenen Aussichtspunkte. Besonderes Kennzeichen Matherans ist die Abwesenheit von Autos und Motorrädern, sie dürfen nicht in den rund 5000 Einwohner zählenden Ort.

Wer die kaum enden wollenden Hupkonzerte indischer Großstädte gewohnt ist, mag sich vorkommen wie im Paradies.

Schon bevor ruhesuchende Großstädter die Vorzüge dieses Ortes entdeckten, war es ein indischer Geschäftsmann, der gern die frische Luft des Bergortes genoss und Ende des 19. Jahrhundert häufig auf dem Pferderücken hierher kam. Um die Anreise nach Matheran auch für normale Bürger einfacher zu machen, begann er 1901 mit dem Bau der Matheran-Hill-Bahn. Es entstand eine Schmalspurbahn, die in zwei Stunden auf rund 20 Kilometern abenteuerlicher Strecke aus dem fast auf Meereshöhe gelegenen Neral in den über 700 Meter höher gelegenen Kurort führt. Dabei gelang den Ingenieuren das Kunststück, einen Zickzack-Kurs mit zahlreichen engen Kurven entlang der steilen Bergflanke zu führen, der nur einen einzigen Tunnel erforderlich machte. Und dieser ist auch noch so kurz, dass er den Beinamen "One-Kiss-Tunnel" führt.


(ARD/HR)


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Ganzen Text anzeigenMethadon als Krebsmedikament
Methadon kann Chemotherapie gegen Krebs effektiver machen

Das Leid mit dem "light"
Süßstoffe sorgen nur dafür, dass man sich den Zucker anderswo holt

Orientierungssinn verkümmert
Durch Navigationssysteme fehlt das ...

Text zuklappenMethadon als Krebsmedikament
Methadon kann Chemotherapie gegen Krebs effektiver machen

Das Leid mit dem "light"
Süßstoffe sorgen nur dafür, dass man sich den Zucker anderswo holt

Orientierungssinn verkümmert
Durch Navigationssysteme fehlt das Orientierungstraining

Droge Zucker
Gehirn speichert Süßigkeiten als "wichtig" ab


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Angela Merkel trifft Präsident Putin
Schwierige Gespräche in Sotschi

Von der Leyen sagt USA-Reise ab
Bundeswehrskandal bekommt Vorrang

Le Pen kupfert Fillon-Rede ab
Kandidatin bekommt Kritik und Häme


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Peter Schneeberger

Ganzen Text anzeigenFilmfestival "goEast"
Gegen Ausgrenzung von Minderheiten

Gesicherte finanzielle Förderung
Nobelpreisträger für Literaturfestival

Trina Merry - Bodypainting
Wie wird Kunst bewertet und was wird bewertet?

Politiker-Inszenierung im ...

Text zuklappenFilmfestival "goEast"
Gegen Ausgrenzung von Minderheiten

Gesicherte finanzielle Förderung
Nobelpreisträger für Literaturfestival

Trina Merry - Bodypainting
Wie wird Kunst bewertet und was wird bewertet?

Politiker-Inszenierung im Wahlkampf
Wie viel Polittheater ist nötig?


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

3sat thema: Sklaven des Erfolgs

Houston

Spielfilm, Deutschland 2013

Darsteller:
Clemens TrunschkaUlrich Tukur
WagnerGarret Dillahunt
BorgmannWolfram Koch
ChristineJenny Schily
HannesJens Münchow
u.a.
Regie: Bastian Günther
Länge: 105 Minuten

Ganzen Text anzeigenNur mühsam schafft es Clemens Trunschka, seine Existenz als funktionierender Alkoholiker aufrecht zu erhalten. Seine Ehe droht an der Sucht zu zerbrechen. Da glimmt ein Funke Hoffnung auf.

Als er von einem großen deutschen Automobilkonzern den Auftrag erhält, den ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenNur mühsam schafft es Clemens Trunschka, seine Existenz als funktionierender Alkoholiker aufrecht zu erhalten. Seine Ehe droht an der Sucht zu zerbrechen. Da glimmt ein Funke Hoffnung auf.

Als er von einem großen deutschen Automobilkonzern den Auftrag erhält, den amerikanischen CEO von Houston-Petrol, Steve Ringer, als neuen Vorstandsvorsitzenden anzuwerben, sieht Trunschka die Chance, sein Leben als Headhunter wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Nachdem eine erste Kontaktaufnahme in Deutschland scheitert, reist Trunschka nach Houston, Texas. Doch Ringer ist auch dort nicht zu fassen. Die Jagd verschwimmt im Rausch, die Lage scheint mehr und mehr ausweglos. Egal was Trunschka versucht, er kommt seinem Ziel nicht näher.

In seinem zweiten Spielfilm erzählt Regisseur Bastian Günther von einem alkoholkranken Headhunter - großartig in der Hauptrolle: Ulrich Tukur - der an der Aufgabe, den Manager eines großen Energieunternehmens zu kontaktieren, scheitert und darüber in eine Lebenskrise gerät. "Houston" wurde 2013 auf den Internationalen Filmtagen Hof mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung für "Houston": "Eindringlich und mit besonderer stilistischer Konsequenz erzählt Regisseur Bastian Günther von Einsamkeit und Scheitern eines erfolgsgetriebenen Headhunters und vom moralischen Verfall der gnadenlosen Leistungsgesellschaft. Die präzise gezeichneten Charaktere berühren und verstören in ihrer nuancierten Vielschichtigkeit zwischen Hoffnung und Abgrund sowie zwischen Tragik und Komik." Ein Film wie ein Trip, intensiv und verstörend, geprägt vom Licht und der sterilen Architektur von Houston, Texas.


(ARD/SWR)


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

3sat thema: Sklaven des Erfolgs

Erfolgreich Scheitern

Film von Constanze Grießler

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenScheitern und Fehler machen, ob es sich um eine kleine Panne oder ein komplettes Desaster handelt, in unserer Leistungsgesellschaft wird das deutlich negativ bewertet.

Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den kleinen und großen Niederlagen und zeigt ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenScheitern und Fehler machen, ob es sich um eine kleine Panne oder ein komplettes Desaster handelt, in unserer Leistungsgesellschaft wird das deutlich negativ bewertet.

Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den kleinen und großen Niederlagen und zeigt Menschen, die diese erfahren haben. Was, wenn man seinen Blickwinkel einmal ändert: Wenn man Scheitern als Weg zum Erfolg betrachtet?

Dabei könnte eine offene "Fehlerkultur" helfen. Das beweisen die extrem erfolgreichen "fuck up nights", eine weltweite Bewegung. Vor Publikum erzählen Unternehmerinnen und Unternehmer humorvoll von ihrem Scheitern, von ihren "fuck ups". Je schlimmer der Flop, desto tosender der Applaus. Die Dokumentation begleitet eine typische Veranstaltung in Innsbruck: Ein junger Mann auf der Bühne hat es trotz seiner schweren Legasthenie geschafft, ein Start-up-Unternehmen zu gründen. Veranstalterin Bettina Wenko: "Scheitern ist sexy! Endlich wird ein gesellschaftliches Tabu salonfähig".

Kann man Scheitern als Chance feiern? Ja, konstatiert auch die österreichische Skispringer-Legende Toni Innauer: "Vieles, was ich früher als Scheitern empfunden habe, wie, dass ich nur Zweiter bei Olympischen Spielen wurde, war entweder ein glanzvolles Scheitern oder aus heutiger Sicht: nicht gewinnen, aber nicht wirklich verlieren. Ich habe es komplett falsch eingeordnet. Heute sehe ich es so: Für mich sind Menschen gescheitert, die nicht einmal den Mut haben, sich einer Aufgabe zu stellen. Da ist der Sport ein recht gutes Lernfeld und Regulativ, um auch verlieren zu lernen.

Krisen und Fehler gehören zum Leben, auch in der Kunst. Es kann auch als Künstler sinnvoll sein, mal "auf die Fresse zu fallen". Erik Kessels, Leiter einer erfolgreichen Werbeagentur mit Niederlassungen in Amsterdam, Los Angeles und London, feiert den Fehler, das Imperfekte, denn es sei ein wichtiger Motor für seine kreative Arbeit: "Wenn man sich selbst zu ernst nimmt, dann hat man keine Ideen, ein kreativer Mensch muss einfach viel ausprobieren, vieles wieder verwerfen, auf die Fresse fallen. Ich sage immer: Ich mache mich mindestens einmal am Tag zum Idioten. Und das ist gut so."

Was aber, wenn man wirklich beruflich gescheitert ist, insolvent ist? Katja Porsch hat es erlebt und redet heute als erfolgreiche Motivationstrainerin darüber: Vom ersten Porsche mit 25 und der ersten Insolvenz mit 31 - statt Luxusapartment eine 23-Quadratmeter-Wohnung: "Wir haben als Kind die geile Eigenschaft, dass wir immer wieder aufstehen, so lange, bis wir es können. Und je älter wir werden, lassen wir uns, glaub' ich, diesen Willen hinzufallen abtrainieren und sind einfach nicht mehr bereit, uns wehzutun, aber genau das brauchen wir, um Erfolg zu haben. Beides gehört zusammen und ich kann den Erfolg nicht haben, wenn ich den Misserfolg nicht eingehe."

Doch es gibt auch eine Kehrseite: Scheitern wird immer öfter, nicht zuletzt durch die perfekte "Selbstpräsentation" in den sozialen Medien, als Wellness-Erfahrung auf dem Weg zur Selbstoptimierung verhandelt. Künstler und Graphikdesigner Stefan Sagmeister, der sich lange schon mit dem Thema "Glück" beschäftigt, sieht den derzeitigen Kult ums Scheitern kritisch: "Ich bin auf vielen Konferenzen und in der Zwischenzeit geht mir dieses ganze Jubeln rund um das Scheitern wahnsinnig auf den Wecker. Das richtige Scheitern - also wenn's wirklich um Scheitern geht, ist wahnsinnig schlimm und grauslich."


(ORF/3sat)


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22:52
VPS 22:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

3sat thema: Sklaven des Erfolgs

Einsame Spitze

Topmanager am Limit

Film von Tina Soliman

Ganzen Text anzeigenSie haben den Gipfel des Erfolgs in der Geschäftswelt erreicht: Top-Manager verkörpern Macht und Selbstbewusstsein. Auch privat erklimmen sie hohe Berge und müssen sich immer beweisen.

Sie wollen die Härtesten, die Mutigsten, die Vitalsten sein, Meister im ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenSie haben den Gipfel des Erfolgs in der Geschäftswelt erreicht: Top-Manager verkörpern Macht und Selbstbewusstsein. Auch privat erklimmen sie hohe Berge und müssen sich immer beweisen.

Sie wollen die Härtesten, die Mutigsten, die Vitalsten sein, Meister im Gewinnen. Deutsche Top-Manager sprechen erstmals darüber, was sie antreibt und wann sie sich getrieben fühlen. Und sie gestehen, dass es sehr einsam an der Spitze eines Unternehmens sein kann.

Die Gestaltungsfreiheit nimmt an der Spitze ab, dafür nehmen die Erwartungen übermäßig zu. Die sonst gegenüber der Öffentlichkeit so distanzierte Management-Elite wagt sich in dieser Dokumentation vorsichtig aus der sicheren Blase, in der sie sich nur mit Gleichgesinnten austauscht. Die Filmemacher zeichnen anhand einiger ausgewählter Beispiele ein Psychogramm dieser wichtigen gesellschaftlichen Gruppe.

Die Protagonisten sind ein deutscher Manager und eine Managerin, die sich in einer männlich geprägten Konzernstruktur behaupten muss - und scheitert. Ein Unternehmer, der sich plötzlich in einer Psychiatrischen Klinik wiederfindet, weil er seine eigentlichen Bedürfnisse übersehen hat und die enorme Last der Verantwortung unterschätzte.


(ARD/NDR)


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23:37
VPS 23:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

3sat thema: Sklaven des Erfolgs

Schaltzentrale der Macht

Aufsichtsräte im Härtetest

Film von Ingolf Gritschneider

Ganzen Text anzeigenDer Berliner Flughafen, die Affäre von VW und die Siemens-Korruptionsaffäre: Alles Krisen, die funktionierende Aufsichtsräte hätten verhindern können - warum taten sie es nicht?

Aufsichtsräte sollen die Geschäftsleitung kontrollieren. Doch oft verdanken sie ihr ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenDer Berliner Flughafen, die Affäre von VW und die Siemens-Korruptionsaffäre: Alles Krisen, die funktionierende Aufsichtsräte hätten verhindern können - warum taten sie es nicht?

Aufsichtsräte sollen die Geschäftsleitung kontrollieren. Doch oft verdanken sie ihr Amt weniger ihren unternehmerischen oder fachspezifischen Fähigkeiten als ihren guten Kontakten innerhalb der sogenannten Deutschland AG. Der Film blickt hinter die Kulissen der Macht.

Eine Ausbildung brauchen Aufsichtsräte nicht für ihre Tätigkeit, Sachverstand hingegen schon, um Milliarden schwere und richtungsweisende Entscheidungen beurteilen zu können. Mancher Firmenboss ergattert am Ende seiner Karriere noch ein gut bezahltes Aufsichtsratsmandat. Offizielle Zahlen dazu gibt es nicht, aber es gibt Schätzungen der Gehälter, 350 000 bis 1 Million Euro, sagen Wirtschaftsexperten. Und manche der Spitzenüberwacher haben gleich mehrere Mandate. Wie können sie da noch genau hinschauen?

Ein Paradebeispiel: der Berliner Flughafen. Was hat der Aufsichtsrat hier geprüft? Jahrelang konnte die Geschäftsleitung offenbar eine verhängnisvolle Entscheidung nach der anderen treffen, ohne von dem Kontrollgremium zur Räson gebracht zu werden. Kritiker monieren mangelnde Sachkenntnis und Ignoranz, und das, wo doch gerade die obersten Repräsentanten der beteiligten Länder, Berlins damaliger Bürgermeister Wowereit und Brandenburgs seinerzeitiger Ministerpräsident Platzeck, sogar den Vorsitz des Gremiums inne hatten.

Mit dem Skandal um den Berliner Flughafen blickt der Film auch auf andere folgenschwere aktuelle und historische Aufsichtsratsentscheidungen zurück und spricht mit einstigen und aktuellen Wirtschaftsgrößen wie dem ehemaligen Siemens-Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer, dem amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden von ThyssenKrupp Ulrich Lehner und der ehemaligen Top-Managerin Christine Wolff, die als erste Frau in den Aufsichtsrat von Hochtief berufen wurde. So entsteht ein zwiespältiges Bild eines verantwortungsvollen Amtes zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Engagement und Ignoranz.


(ARD/WDR)


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0:21
VPS 00:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Rolf Lyssy

Der Filmemacher

Reportage von Samira Matta

(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenRolf Lyssy hat mit "Die Schweizermacher" den bisher erfolgreichsten Schweizer Film auf die Kinoleinwand gebracht. Doch das Leben des Filmemachers war nicht stetig von Erfolg gekrönt.

Trotz Rückschlägen und einer schweren Depression hat er das Filmen nie aufgegeben ...

Text zuklappenRolf Lyssy hat mit "Die Schweizermacher" den bisher erfolgreichsten Schweizer Film auf die Kinoleinwand gebracht. Doch das Leben des Filmemachers war nicht stetig von Erfolg gekrönt.

Trotz Rückschlägen und einer schweren Depression hat er das Filmen nie aufgegeben und steht mit 80 Jahren wieder auf dem Set. Denn eines wusste er bereits früh: Er wollte zum Film. - Reporterin Samira Matta über den erfolgreichsten Filmemacher der Schweiz.

Rolf Lyssy ist in Herrliberg bei Zürich aufgewachsen, damals noch ein kleines Bauerndorf am Zürichsee. Er war der einzige jüdische Bub in der Gemeinde - und erst noch aus der Stadt zugezogen

Der große Erfolg von "Die Schweizermacher" brachte dem Regisseur auch Neid und Missgunst. Trotz zermürbender Auseinandersetzungen mit Fördergremien drehte er viele Filme und schaut heute auf ein bewegtes Leben zurück.

In den 1990er-Jahren erkrankte er nach einem gescheiterten Filmprojekt und der Trennung von seiner Frau an einer schweren Depression. Er wies sich in die psychiatrische Klinik ein. Es war die schwärzeste Zeit seines Lebens.

Und doch hat Rolf Lyssy nie aufgegeben, hat sich seinen Humor und die feine Ironie bewahrt. Immer war der Filmemacher an Themen mit gesellschaftlicher Relevanz interessiert, zum Beispiel Sterbehilfe. Davon handelt sein neuester und - wie er sagt - bestimmt nicht letzter Film.


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0:44
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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1:12
VPS 01:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Houston

Spielfilm, Deutschland 2013

Darsteller:
Clemens TrunschkaUlrich Tukur
WagnerGarret Dillahunt
BorgmannWolfram Koch
ChristineJenny Schily
HannesJens Münchow
u.a.
Regie: Bastian Günther
Länge: 106 Minuten

Ganzen Text anzeigenNur mühsam schafft es Clemens Trunschka, seine Existenz als funktionierender Alkoholiker aufrecht zu erhalten. Seine Ehe droht an der Sucht zu zerbrechen. Da glimmt ein Funke Hoffnung auf.

Als er von einem großen deutschen Automobilkonzern den Auftrag erhält, den ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenNur mühsam schafft es Clemens Trunschka, seine Existenz als funktionierender Alkoholiker aufrecht zu erhalten. Seine Ehe droht an der Sucht zu zerbrechen. Da glimmt ein Funke Hoffnung auf.

Als er von einem großen deutschen Automobilkonzern den Auftrag erhält, den amerikanischen CEO von Houston-Petrol, Steve Ringer, als neuen Vorstandsvorsitzenden anzuwerben, sieht Trunschka die Chance, sein Leben als Headhunter wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Nachdem eine erste Kontaktaufnahme in Deutschland scheitert, reist Trunschka nach Houston, Texas. Doch Ringer ist auch dort nicht zu fassen. Die Jagd verschwimmt im Rausch, die Lage scheint mehr und mehr ausweglos. Egal was Trunschka versucht, er kommt seinem Ziel nicht näher.

In seinem zweiten Spielfilm erzählt Regisseur Bastian Günther von einem alkoholkranken Headhunter - großartig in der Hauptrolle: Ulrich Tukur - der an der Aufgabe, den Manager eines großen Energieunternehmens zu kontaktieren, scheitert und darüber in eine Lebenskrise gerät. "Houston" wurde 2013 auf den Internationalen Filmtagen Hof mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung für "Houston": "Eindringlich und mit besonderer stilistischer Konsequenz erzählt Regisseur Bastian Günther von Einsamkeit und Scheitern eines erfolgsgetriebenen Headhunters und vom moralischen Verfall der gnadenlosen Leistungsgesellschaft. Die präzise gezeichneten Charaktere berühren und verstören in ihrer nuancierten Vielschichtigkeit zwischen Hoffnung und Abgrund sowie zwischen Tragik und Komik." Ein Film wie ein Trip, intensiv und verstörend, geprägt vom Licht und der sterilen Architektur von Houston, Texas.


(ARD/SWR)


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2:57
VPS 02:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Vietnam in einem Zug

Eine Reise mit dem "Moritzburgern"

Film von Rita Knobel-Ulrich

Ganzen Text anzeigen1700 Kilometer lang ist die Strecke von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt. 40 Stunden braucht der Zug dafür. Die Vietnamesen nennen ihn "Wiedervereinigungsexpress".

In Hanoi ist Tran Duong eingestiegen, ein älterer Herr. Auf der Fahrt durch Reisfelder, entlang des blauen ...
(ARD/MDR/NDR)

Text zuklappen1700 Kilometer lang ist die Strecke von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt. 40 Stunden braucht der Zug dafür. Die Vietnamesen nennen ihn "Wiedervereinigungsexpress".

In Hanoi ist Tran Duong eingestiegen, ein älterer Herr. Auf der Fahrt durch Reisfelder, entlang des blauen Meeres, vorbei an grauen Bergen erzählt er von seinem Leben und seiner Liebe zu deutscher Literatur.

Er hat Goethes Gedichte ins Vietnamesische übertragen und Bücher über Heine geschrieben. Während des Vietnamkrieges war Tran Duong Frontberichterstatter; Kim Huang, die zierliche Dame neben ihm, Nachrichtensprecherin beim Radio. Sie ist etwa gleich alt. Ihre Feinmechaniker-Lehre hat sie in Dresden absolviert. Lesen und schreiben lernte sie im benachbarten Moritzburg, genau wie Tran Duong. Die beiden sind unterwegs nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, zu einem Treffen mit anderen "Moritzburgern".

Mehr als 50 Jahre ist es her, dass in Dresden und der kleinen sächsischen Gemeinde rund 350 vietnamesische Kinder verdienter Kämpfer gegen die französische Kolonialherrschaft eine Schul- und Berufsausbildung erhielten. Fast alle haben später in ihrer Heimat Karriere gemacht. Der Zug hält in der alten Kaiserstadt Hue. Ganz in der Nähe, am 17. Breitengrad, befand sich die Grenze zwischen Nord- und Südvietnam. Wo einmal schwerste Kämpfe tobten, zeigt heute geschäftiges Treiben: Das Land befindet sich im Umbruch.

In Hoi An und an den Stränden von Da Nang blüht der Tourismus. Auch viele Kriegsveteranen aus den USA kommen in den Süden und kriechen dann zusammen mit ehemaligen Partisanen durch die Tunnel von Cu Chi. Die Fahrt endet im Bahnhof von Ho-Chi-Minh-Stadt. Es ist heißer, lauter, voller als in Hanoi: Shoppingcenter, Banken, eine Skyline wie überall auf der Welt. Doch neben der Coca-Cola-Werbung hängen politische Parolen. Oben weht die rote Fahne, unten tobt das Business. Die Vietnamesen kriegen das alles unter einen Hut - lächelnd, versteht sich.


(ARD/MDR/NDR)


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3:42
VPS 03:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Java

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in sein Logbuch: "Batavia ist sicher kein Fleck, den zu besuchen Europäer sich drängen sollten." Auch heute ist der Großstadt-Moloch Jakarta nicht schön.

Alexander Schweitzer bricht auf zu einer Bahnfahrt in den Osten Javas im "Argo-Parahyangan". Der Zug gehört der Executive-Class an, der indonesischen Luxusklasse - mit an Bord ein eigener Masseur. Ausgedehnte Reisfelder säumen die Strecke.

Alexander Schweitzer entdeckt "Wayang Golek", eine besondere Art des indonesischen Puppentheaters, und erlebt in Yogyakarta die Unabhängigkeitsfeierlichkeiten mit. 1945 begann der Freiheitskampf. Yogyakarta hatte damals eine große Bedeutung. Der spätere Präsident Sukarno hatte hier seine provisorische Hauptstadt. Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten ist "Panjat Pinang", das Klettern auf Palmen. Junge Männer steigen auf 11,5 Meter hohe Palmenstämme, die mit feinstem Motorenöl eingerieben sind. Sie steigen dabei aufeinander, um oben an Päckchen heranzukommen. Ein recht schmieriges Schauspiel. In der Nähe von Yogyakarta besucht Alexander Schweitzer auch das berühmte Ramayana-Ballett. Es wird hier seit 1961 als großes Tanzdrama im Prambanan-Tempel aufgeführt.

Eisenbahn heißt auf Indonesisch "Kereta api", "Feuerwagen", doch davon gibt es nicht mehr viele. Alexander Schweitzer hat noch eine Dampflokomotive auf der Waldbahn von Cepu entdeckt. Die Holländer hatten sie einst zum Teakholzabbau benutzt. Auch bei der Zuckermühle Olean fahren noch ab und zu Dampfloks. Sie werden für den Zuckerrohrtransport benötigt. Alexander Schweitzer lernt außerdem Jamu kennen, eine traditionelle asiatische Naturheilrezeptur.

Im Osten Javas steigt er um in sogenannte "Ekonomi"-Züge. Sie entsprechen in etwa der dritten Klasse. Die Züge sind langsamer und halten häufiger. Innen sind sie nicht ganz so vornehm, aber hier lernt man das richtige Leben besser kennen. In Kertosono steigen Musiker zu, sie verdienen ihr Geld während der Fahrt. Vorbei an Tempeln und Kakaoplantagen erreicht der Filmemacher schließlich Banyuwangi, den östlichsten Bahnhof Javas. Hier ist die Nachbarinsel Bali nur noch einen Steinwurf entfernt - und hier endet Alexander Schweitzers Reise.


(ARD/SWR)


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4:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Taiwan

Film von Andreas Stirl

Ganzen Text anzeigenEine Zugfahrt rund um die Insel Taiwan, mit Besuchen der Hauptstadt Taipeh und verschiedener bedeutender Städte und Sehenswürdigkeiten des Landes.

In Taipeh wird das ehemals höchste Gebäude der Welt gezeigt, der Wolkenkratzer Taipeh 101, die Nationale ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenEine Zugfahrt rund um die Insel Taiwan, mit Besuchen der Hauptstadt Taipeh und verschiedener bedeutender Städte und Sehenswürdigkeiten des Landes.

In Taipeh wird das ehemals höchste Gebäude der Welt gezeigt, der Wolkenkratzer Taipeh 101, die Nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle, der Lungshan-Tempel, einer der ältesten und bedeutendsten Taiwans, außerdem der Bahnhof und verschiedene Eisenbahnen.

Weitere Stationen sind die ehemalige Goldgräberstadt Jiufen und die Taroko-Schlucht, mit ihren 500 tiefen Einschnitten. Kaohsiung, die zweitgrößte Stadt des Landes, ist bekannt für ihre herausragenden U-Bahn Haltestellen, ganz in der Nähe befindet sich das Buddah Gedächtnis Center mit seiner 36 Meter hohen Statue. Fort Zeelandia und der Konfuziustempel sind die wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten der früheren Hauptstadt Tainan.

Fast ein Jahrhundert lang wurde in Taiwan Zucker verarbeitet. In Xihu ist aus einer ehemaligen Raffinerie ein Museum entstanden mit einer sieben Kilometer langen Museumseisenbahn. Weitere touristische Höhepunkte sind die Bahnen zum Sonne-Mond-See und zum Berg Alishan, wobei letzterer 2009 Opfer eines Taifuns wurde und Züge nur noch auf einem kurzen Abschnitt verkehren. Am Endpunkt kann man den legendären Sonnenaufgang im Alishan-Gebirge erleben. Seit 2007 sind die beiden Metropolen des Landes Taipeh und Kaohsiung mit einer 350 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsbahn verbunden, die die 345 Kilometer lange Strecke in 96 Minuten durchfährt.


(ARD/SWR)


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5:09
VPS 05:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Myanmar

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenMyanmar, das ehemalige Burma, öffnet sich nach einer knapp 50-jährigen Militärherrschaft langsam wieder für Ausländer und Touristen.

Spannend und praktisch gleichermaßen kann man das unbekannte Land mit der Eisenbahn entdecken. Nach dem Besuch der ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenMyanmar, das ehemalige Burma, öffnet sich nach einer knapp 50-jährigen Militärherrschaft langsam wieder für Ausländer und Touristen.

Spannend und praktisch gleichermaßen kann man das unbekannte Land mit der Eisenbahn entdecken. Nach dem Besuch der Shwedagon-Pagode, dem Nationalheiligtum Myanmars, beginnt das Schienenabenteuer in Yangon. Morgens um sechs geht es los Richtung Mandalay.

Inmitten von Mönchen und Händlern schaukelt der Zug durch flaches Land, geprägt von Reisfeldern. In Bago sehen die Filmemacher eine Python, von der es heißt, sie sei die Reinkarnation Buddhas. Immer weiter Richtung Norden kommen sie nach Naypyidaw, der neuen Hauptstadt des Landes. Sie wurde aufgrund eines Wahrsagers an dieser Stelle gebaut. Lange war der Bau geheim. Heute leben auf einer Fläche fünf Mal so groß wie Berlin knapp eine Million Menschen. Sie können auf 20-spurigen Straßen zur Arbeit fahren.

In Thazi steigt das Filmteam um. Nun beginnt der Aufstieg nach Shwenyaung, nahe dem berühmten Inle-See. Bei einer Bootsfahrt kann man Einbeinfischer bei ihrer Arbeit beobachten. Außerdem besucht das Film-Team die berühmten schwimmenden Gärten. Danach geht es zurück nach Mandalay, zweitgrößte Stadt Myanmars und letzte Hauptstadt des burmesischen Königreiches. Hier sieht man Goldklopfer bei ihrer ehrenwerten Arbeit und genießt anschließend den Sonnenuntergang am Ayerwady-Fluss.

Am nächsten Tag, sehr früh am Morgen, beginnt für viele Touristen der Höhepunkt: Der Zug verlässt den Bahnhof Richtung Hsipaw im nördlichen Shan-Staat. Diese Region nahe der chinesischen Grenze ist landschaftlich besonders eindrucksvoll und auch die Menschen fühlen sich hier als etwas ganz Besonderes. In Pyin U Lwin warten alte Gharries, bunte Kutschen, auf Touristen - eine Erinnerung an die britische Kolonialzeit, als dieser Ort als kühler Sommeraufenthalt geschätzt wurde. Über eine der höchsten Eisenbahnbrücken der Welt - dem 111 Meter hohen und fast 800 Meter langen Gokteik-Viadukt - geht es weiter im Schritttempo. Noch vor wenigen Jahren waren hier Kameras aus militärischen Gründen tabu. In Hsipaw endet das Schienenabenteuer - das Filmteam ist eingeladen bei einer Shan-Hochzeit bei der sich die Braut Kinder, Glück und Gesundheit wünscht.


(ARD/SWR)