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Oktober 2017
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Mittwoch, 8. März
Programmwoche 10/2017
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6:22
VPS 06:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenBuch: "Le Mensch" von Alfred Grosser
Der französische Politologe über die Entstehung sozialer Identität

Mainzer Stadtschreiber: Abbas Khider
Eine authentische und unüberhörbare Stimme für alle Heimatlosen

John Malkovich in der ...

Text zuklappenBuch: "Le Mensch" von Alfred Grosser
Der französische Politologe über die Entstehung sozialer Identität

Mainzer Stadtschreiber: Abbas Khider
Eine authentische und unüberhörbare Stimme für alle Heimatlosen

John Malkovich in der Elbphilharmonie
Die Weltpremiere von "Just Call Me God" - einer Abrechnung mit den Herrschern der Weltgeschichte

Buch: "Die verschleierte Gefahr"
Zana Ramadani untersucht, wie sich die religiöse Erziehung auf das Frauenbild von jungen muslimischen Männern auswirkt

Das Phänomen Ed Sheeran
Vom kleinen, rothaarigen Brillenträger zum Weltstar


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenNeuer Satellit liefert Bilder
"Sentinel-2B" schickt aktuelle Bilder von der Erdoberfläche

Mumien im Computertomographen
Hildesheimer Radiologen durchleuchten Mumien für das Roemer- und Pelizaeus-Museum

Facebook und Hetz-Beiträge
Facebook muss ...

Text zuklappenNeuer Satellit liefert Bilder
"Sentinel-2B" schickt aktuelle Bilder von der Erdoberfläche

Mumien im Computertomographen
Hildesheimer Radiologen durchleuchten Mumien für das Roemer- und Pelizaeus-Museum

Facebook und Hetz-Beiträge
Facebook muss weiterhin nicht aktiv nach rechtswidrigen Inhalten gegen einen Flüchtling suchen und diese löschen

Gefährliche Energy-Drinks?
WHO für ein Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche

Scheue True-Wale im Atlantik
Internationales Forscherteam hat zum ersten Mal "True-Wale" unter Wasser gefilmt


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenBuch: "Le Mensch" von Alfred Grosser
Der französische Politologe über die Entstehung sozialer Identität

Mainzer Stadtschreiber: Abbas Khider
Eine authentische und unüberhörbare Stimme für alle Heimatlosen

John Malkovich in der ...

Text zuklappenBuch: "Le Mensch" von Alfred Grosser
Der französische Politologe über die Entstehung sozialer Identität

Mainzer Stadtschreiber: Abbas Khider
Eine authentische und unüberhörbare Stimme für alle Heimatlosen

John Malkovich in der Elbphilharmonie
Die Weltpremiere von "Just Call Me God" - einer Abrechnung mit den Herrschern der Weltgeschichte

Buch: "Die verschleierte Gefahr"
Zana Ramadani untersucht, wie sich die religiöse Erziehung auf das Frauenbild von jungen muslimischen Männern auswirkt

Das Phänomen Ed Sheeran
Vom kleinen, rothaarigen Brillenträger zum Weltstar


9:46
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenNeuer Satellit liefert Bilder
"Sentinel-2B" schickt aktuelle Bilder von der Erdoberfläche

Mumien im Computertomographen
Hildesheimer Radiologen durchleuchten Mumien für das Roemer- und Pelizaeus-Museum

Facebook und Hetz-Beiträge
Facebook muss ...

Text zuklappenNeuer Satellit liefert Bilder
"Sentinel-2B" schickt aktuelle Bilder von der Erdoberfläche

Mumien im Computertomographen
Hildesheimer Radiologen durchleuchten Mumien für das Roemer- und Pelizaeus-Museum

Facebook und Hetz-Beiträge
Facebook muss weiterhin nicht aktiv nach rechtswidrigen Inhalten gegen einen Flüchtling suchen und diese löschen

Gefährliche Energy-Drinks?
WHO für ein Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche

Scheue True-Wale im Atlantik
Internationales Forscherteam hat zum ersten Mal "True-Wale" unter Wasser gefilmt


10:15
VPS 10:14

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Anne Will

Krise zwischen Berlin und Ankara -

Wie umgehen mit Erdogans Türkei?

Ganzen Text anzeigenIlkay Yücel
Schwester von Deniz

Heiko Maas
SPD, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Can Dündar
Ex-Chefredakteur der Tageszeitung
"Cumhuriyet", der in türkischer Haft saß

Armin Laschet
CDU, stellvertretender ...
(ARD)

Text zuklappenIlkay Yücel
Schwester von Deniz

Heiko Maas
SPD, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Can Dündar
Ex-Chefredakteur der Tageszeitung
"Cumhuriyet", der in türkischer Haft saß

Armin Laschet
CDU, stellvertretender Bundesvorsitzender

Sevim Dagdelen
Die Linke, Sprecherin für
Internationale Beziehungen der Bundestagsfraktion

Günter Verheugen
SPD, ehemaliger EU-Erweiterungskommissar


(ARD)


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11:17
VPS 11:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Liebhaber

Film von Silvia Kaiser

Ganzen Text anzeigenWie geht es den Männern, die aus Überzeugung Liebhaber sind? Was ist ihnen in Beziehungen wichtig und welche Bindungsängste haben sie? Silvia Kaiser stellt zwei überzeugte Liebhaber vor.

Daniel (34) und Justin (47) haben verschiedene Gründe für ihre Entscheidung, ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenWie geht es den Männern, die aus Überzeugung Liebhaber sind? Was ist ihnen in Beziehungen wichtig und welche Bindungsängste haben sie? Silvia Kaiser stellt zwei überzeugte Liebhaber vor.

Daniel (34) und Justin (47) haben verschiedene Gründe für ihre Entscheidung, die Rolle des Liebhabers zu übernehmen, und gehen unterschiedlich vor, um zu ihrem Ziel zu gelangen.

Daniel kann eines besonders gut: verheiratete Frauen ins Bett kriegen. Dabei will er nicht nur die flüchtige, sexuelle Affäre, er will auch die Liebe der Frauen. Er will die ganze Person, sie sollen ihm verfallen. Dafür trainiert er unterschiedliche Techniken der Verführung. Er weiß, wie er die Aufmerksamkeit auf sich zieht - und ist fasziniert vom eigenen Erfolg. Die Frauen, die sich in ihn verlieben, werden immer schöner und erfolgreicher; verheiratet sind sie in jedem Fall.

Javier genießt die Stunden in seiner Wohnung allein. Über zehn Jahre war er verheiratet, drei Kinder wurden geboren. Dann, nach der Scheidung, spricht ihn eine Frau an. Sie ist verheiratet und macht ihm ein eindeutiges Angebot: Sie will eine unverbindliche, sexuelle Affäre. Javier nimmt das Angebot an und genießt die Vorzüge der Unverbindlichkeit: häufigen und lustvollen Sex, gute Gespräche, schöne Lokale und Cafés - zwei Jahre des Glücks als Liebhaber. Keine Sekunde will er davon missen.

Daniel hat sich inzwischen selbst verliebt und wird nun von Eifersucht gequält. Er möchte seine geliebte Partnerin auf keinen Fall in fremden Betten wissen. Und Javier?


(ARD/WDR)


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11:48
VPS 11:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wie solidarisch ist Deutschland?

Film von Eva Schötteldreier

Ganzen Text anzeigenReiche werden reicher - Arme bleiben arm, während die "Mitte" gegen den Abstieg kämpft. Die Filmemacherin Eva Schötteldreier sucht nach den Ursachen dieser Entwicklung.

Die Unternehmen boomen, doch die Löhne stagnieren, gleichzeitig wächst die Ungleichheit bei den ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenReiche werden reicher - Arme bleiben arm, während die "Mitte" gegen den Abstieg kämpft. Die Filmemacherin Eva Schötteldreier sucht nach den Ursachen dieser Entwicklung.

Die Unternehmen boomen, doch die Löhne stagnieren, gleichzeitig wächst die Ungleichheit bei den Vermögen. Deutschland nimmt bei der Vermögensungleichheit in der Eurozone inzwischen einen enttäuschenden Spitzenplatz ein.

Was ist passiert? Wo bleibt die Beteiligung der Reichen und Superreichen? Wann wurde der breite politische Konsens aufgekündigt, dass Wachstum allen zugute kommen soll? Eva Schötteldreier macht sich auf die Suche nach Antworten und entdeckt ein Land, dessen soziale Balance deutlich angeschlagen ist. Sie trifft Star-Ökonomen, Wissenschaftler, Familien, Millionäre, Hartz-IV-Bekämpfer und Sozialethiker. Der beunruhigende Tenor: Bis weit in die 1970er-Jahre war man sich einig, dass die steuerlichen Lasten und Abgaben - je nach eigenen Kräften - relativ gleichmäßig verteilt werden sollten. Dieses Prinzip gilt nicht mehr.

Trotz anhaltend hohem Wirtschaftswachstum rutschen immer mehr Menschen ab, vor allem die Mittelschicht gerät unter Druck: Sie sind beim Steuerzahlen Spitze, ebenso bei den Sozialabgaben. Im Alter oder aber mit Kindern werden sie zu Verlierern. Lösungen und Alternativen zur sozialen Schräglage sind in Sicht, brauchen aber die radikale Abkehr vom Bestehenden.


(ARD/WDR)


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12:32
VPS 12:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

SCHWEIZWEIT: In der Ruhe liegt die Kraft

Film von Pascal Magnin

Ganzen Text anzeigenIm malerischen Dorf Malleray-Bévilard im bernischen Jura lebt die Familie Gertsch. Seit Generationen bewirtschaftet sie den Wald. Seit einiger Zeit wieder auf traditionelle Art und Weise.

Im Wald rund um Malleray-Bévillard ist es ruhig. Auch wenn Holz geschlagen ...

Text zuklappenIm malerischen Dorf Malleray-Bévilard im bernischen Jura lebt die Familie Gertsch. Seit Generationen bewirtschaftet sie den Wald. Seit einiger Zeit wieder auf traditionelle Art und Weise.

Im Wald rund um Malleray-Bévillard ist es ruhig. Auch wenn Holz geschlagen wird, dröhnen keine Motorsägen durch das Unterholz. Nach alter Väter Sitte hallen Axtschläge durch den Wald.

Die Familie Gertsch schlägt die Bäume mit handgefertigten Äxten, die der Dorfschmid Serge Turberg nach alter Handwerkskunst herstellt. Das war nicht immer so. Früher verarbeiteten sie die Bäume im Akkord mit Maschinen und Motorsägen. Heute zieht die Familie gemeinsam mit ihren handgefertigten Äxten und Sägen in den Wald, um Bäume in aller Ruhe von Hand zu schlagen. Der Gewinn, so meinen sie, liege in der neu gewonnenen Lebensqualität. Mehr Ruhe, weniger Lärm.


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:21
VPS 13:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Frauen, die Geschichte machten (1/6)

Kleopatra

Film von Christian Feyerabend und Susanne Utzt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenSie waren mächtig und ohnmächtig, populär und angefeindet, entschlossen und verzweifelt, kämpferisch und ergeben - und sie schrieben Geschichte.

Kleopatra, Jeanne d'Arc, Elisabeth I., Katharina die Große, Luise von Preußen und Sophie Scholl - sie alle ragten auf ...

Text zuklappenSie waren mächtig und ohnmächtig, populär und angefeindet, entschlossen und verzweifelt, kämpferisch und ergeben - und sie schrieben Geschichte.

Kleopatra, Jeanne d'Arc, Elisabeth I., Katharina die Große, Luise von Preußen und Sophie Scholl - sie alle ragten auf besondere Weise aus ihrer Zeit heraus. Von Frauenbildern, Frauenrollen, Frauenträumen und Karrieren handelt die Filmreihe.

Kleopatra befehligte Heere und ließ Kriegsschiffe bauen. Sie witterte Verrat und schaltete Rivalen aus, sprach mindestens neun Sprachen, empfing Diplomaten und verhandelte mit Königen. Doch zur Legende wurde Ägyptens letzte Pharaonin, weil sie angeblich die größte Verführerin der Antike war. 48 vor Christus begann ihre Liebesbeziehung mit Julius Caesar. Die Verbindung mit dem gefeierten Feldherrn, dem sie einen Sohn schenkte, bewahrte Ägypten vor der totalen Vereinnahmung durch das Römische Reich. Im Juni 46 vor Christus folgte Kleopatra ihrem Geliebten mitsamt Kind nach Rom. Der Wechsel von ihrer prächtigen Heimatstadt an den Tiber kam dem Umzug in eine kulturelle Einöde gleich. Doch die kämpferische Königin verstand es, aus dem Mangel an gesellschaftlichem Esprit Vorteile zu schöpfen. Sie lud Roms Schickeria in ihr Haus ein, führte ihr vor Augen, wie opulent man in ihrer Welt zu leben verstand. Die Römerinnen bestaunten ihren Schick und schauten bei ihr Frisur und Mode ab. Innerhalb weniger Monate avancierte Kleopatra zur Trendsetterin der römischen Gesellschaft.

Beachtet war sie - aber sicher nicht beliebt. Sie führte ein selbstbestimmtes Leben, wie es für eine Römerin kaum denkbar schien. Sie nahm sich, was sie wollte, und das bedeutete - zumindest aus der Sicht ihrer Zeit - Macht und Sex. Dass sich hinter der lasziven Verführerin eine klar kalkulierende Politikerin verbarg, der es immerhin gelungen war, die Eigenständigkeit ihres Landes zu behaupten, erschloss sich nur wenigen Zeitgenossen. Im März 44 vor Christus musste Kleopatra miterleben, wie Julius Caesar von seinen politischen Gegnern im Senat ermordet wurde. Sie hatte nun keinen Schutzherrn mehr, und ihr Sohn verlor seinen Vater. Kleopatra musste mit ihm nach Alexandria zurückkehren. Ihr Traum von einer römisch-ägyptischen Dynastie war zerplatzt.

Doch wenig später erhielt sie eine neue Chance: In den Kämpfen um die Nachfolge Caesars erhielt der Feldherr Marcus Antonius den Osten des Römischen Reiches zugesprochen. Hier traf er auf Kleopatra. Und wie Caesar erlag er ihrem Charme. Antonius war nicht nur ein erfahrener Militär und selbstbewusster Soldat, er wusste auch die angenehmen Seiten des Lebens zu schätzen. Die Liebesgeschichte der beiden, aus der drei Kinder hervorgingen, bietet seither Stoff für Dramen und Romane. Den Feldherrn und die Pharaonin verbanden aufrichtige Leidenschaft, aber auch politische Ziele. Rom und Ägypten waren Schwergewichte, wie diese im Verhältnis zueinander standen, war von weitreichender Bedeutung.

Antonius baute mit Unterstützung des Reiches am Nil seine Machtstellung im Osten aus. Kleopatra kehrte zurück auf die Bühne der großen Politik. Es drohte Krieg um die Macht im Römischen Imperium. Cäsars Adoptivsohn Octavian (später Kaiser Augustus) eröffnete den Schlagabtausch mit wenig schmeichelhafter Propaganda, nannte Kleopatra verächtlich die "Hure vom Nil", die nichts anderes im Sinn habe, als römische Feldherren gegen ihre Heimat aufzuhetzen. Sie hingegen fürchtete den Würgegriff Roms nach dem eigenen Land, sah in der Macht am Tiber die Gefahr für ihr Königreich. In der Schlacht von Actium 31 vor Christus sollte die Entscheidung fallen. Zwar gelang es Antonius und Kleopatra, einen Großteil ihrer Streitkräfte und die Kriegskasse zu retten, doch ließen die Octavianer den offenen Ausgang des Seegefechts als ihren Sieg verkünden.

In den folgenden Monaten kehrten Truppen des Antonius ihrem Befehlshaber den Rücken und liefen größtenteils zu den Gegnern über. Die Propaganda gegen die "böse Pharaonin" hatte Wirkung gezeigt. Antonius sah keinen Ausweg mehr, beging schließlich Selbstmord. Auch Kleopatra setzte ihrem Leben ein Ende. Wie dramatisch sich der Schlussakt wirklich abspielte, ist umstritten. Ihr symbolträchtiger Tod durch den Biss einer Kobra ist wohl Legende. Wahrscheinlich kam sie durch einen Gifttrunk ums Leben. Als die Pharaonin mit 39 Jahren starb, endete ein Leben voller Triumphe und Niederlagen, voller Leidenschaften und Brüche. Mit ihr ging ein Reich unter, das Jahrtausende Bestand gehabt hatte.


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14:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Frauen, die Geschichte machten (2/6)

Jeanne d'Arc

Film von Susanne Utzt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenSie hatte das falsche Alter, die falsche Herkunft, das falsche Geschlecht: Jeanne d'Arc.

Sie war eine junge Frau, die felsenfest von ihrem göttlichen Auftrag und ihrer Mission überzeugt war und auf dem Höhepunkt des "Hundertjährigen Krieges" zur Retterin ...

Text zuklappenSie hatte das falsche Alter, die falsche Herkunft, das falsche Geschlecht: Jeanne d'Arc.

Sie war eine junge Frau, die felsenfest von ihrem göttlichen Auftrag und ihrer Mission überzeugt war und auf dem Höhepunkt des "Hundertjährigen Krieges" zur Retterin Frankreichs wurde.

Ihre Siege verhalfen dem französischen Dauphin Karl zur Krönung in der Kathedrale von Reims, doch am Ende wurde Jeanne d'Arc Opfer eines politisch motivierten Prozesses und scheiterte an der starren Ordnung des mittelalterlichen Gesellschaftssystems. 1431 starb sie auf dem Scheiterhaufen in Rouen.

Um 1412 in Domrémy, einem kleinen Dorf in der Region Lothringen geboren, war Jeanne d'Arc als Tochter eines freien Bauern wie damals üblich schon früh einem jungen Mann zur Ehefrau versprochen worden. Doch Jeanne weigerte sich. "Innere Stimmen", die sie später als Stimmen des Erzengels Michael, der Heiligen Katharina und der Heiligen Margarethe deutete, hätten ihr geraten, keusch zu bleiben und Frankreich von den Engländern zu befreien. Das französische Königreich befand sich um 1425 in einer katastrophalen Situation: Die Engländer hielten den Nordwesten Frankreichs besetzt, in Paris herrschten Engländer und Burgunder gemeinsam. Zusätzlich war Frankreich durch einen blutigen Bürgerkrieg entzweit. Der französische Thronfolger Karl hatte sich zum König ausrufen lassen, doch schien seine Krönung aussichtslos, da sich der traditionelle Krönungsort Reims in der Hand seiner Feinde befand.

Was heute unglaublich klingt, ist damals wirklich geschehen: Die 16-jährige Jeanne verließ ihr Elternhaus in Domrémy und machte sich auf, die Feinde Frankreichs zu vertreiben. Dabei stützte sie sich auf die Legende von der uralten Weissagung des Magiers Merlin, wonach eine "Jungfrau aus dem Eichenwald zur Rettung Frankreichs erscheinen werde". Mit fester Überzeugung, von Gott gesandt zu sein, und mit großer Hartnäckigkeit gelang es ihr nach Monaten tatsächlich, vor Karl zu treten. "Ich heiße Jeanne die Jungfrau, und Euch tut der König des Himmels durch mich kund, dass Ihr in der Stadt Reims gesalbt und gekrönt werdet", soll ihn das Bauernmädchen angesprochen haben. Karl war tief beeindruckt von der unbeirrbaren Sicherheit, mit der Jeanne auf die Erfüllung ihres göttlichen Auftrages drängte. Nachdem sie langwierige Befragungen erfolgreich überstanden hatte, ordnete er an, Jeanne mit Kriegsleuten und einem ehrenvollen Geleit nach Orléans zu schicken, um die Stadt von den Engländern zu befreien.

Die Bauerntochter erhielt eine eigene Rüstung, ein mit Lilien besetztes Banner und ein Schwert, mit dem sie wenig später in die Schlacht zog. Orléans war seit einem halben Jahr von den Engländern belagert, die Lage der Bewohner der Stadt verzweifelt. Schon vor ihrem Eintreffen wurde Jeanne d'Arc als Retterin gefeiert. Tatsächlich gelang ihr - trotz einer schmerzhaften Verwundung an der Schulter - der Sieg. Ihr Ruhm als "Jungfrau von Orléans" verbreitete sich rasch im ganzen Königreich. Ohne formelle Befehlsgewalt hatte sie die Truppen des Thronfolgers mit ihrer Glaubenskraft, ihrem Enthusiasmus und ihrem Sendungsbewusstsein zu einem Erfolg geführt, der mehr war als nur ein Sieg: Nach Jahren der Erniedrigungen und Niederlagen führte er eine entscheidende Wende im Hundertjährigen Krieg herbei. Weitere Schlachten folgten, bei denen es Jeanne gelang, Städte und Schlösser wieder unter die Herrschaft Frankreichs zu bringen. Und schließlich konnte am 17. Juli 1429 Karl in der Kathedrale von Reims zum König gekrönt werden - es war Jeannes glücklichste Stunde.

Doch ihr Kriegsglück hielt nicht lange an: Der Angriff auf Paris scheiterte, der Einfluss der "Jungfrau" auf König Karl III. schwand, ihre Neider gewannen die Oberhand. Als sie am 23. Mai 1430 in die Hände ihrer Feinde geriet, hoffte sie auf Rettung durch ihren König. Aber Karl tat nichts, um die "Jungfrau" zu befreien. In Rouen wurde ihr der Prozess gemacht, man klagte sie der Hexerei, des Götzendienstes, des Umgangs mit Dämonen und der "gotteslästerlichen Gewohnheit, Männerkleidung zu tragen" an. Es war ein politisches Tribunal, von den Engländern im Hintergrund gelenkt - Jeanne d'Arc hatte keine Chance. Am 30. Mai 1431 ließ die 19-Jährige auf dem Scheiterhaufen in Rouen ihr Leben. Als die Flammen sie erfassten, soll sie mit lauter Stimme "Jesus!" gerufen haben, bevor sie ihr Haupt neigte und starb. Selbst englischen Soldaten, ihren Feinden, standen Tränen in den Augen. 1456 wurde auf Betreiben Karls III. die Verurteilung Jeannes wieder aufgehoben: "Wir erklären somit die genannte Jeanne als gereinigt und frei von jedem Schimpf und jedem Makel", erklärten die Richter. 1920 wurde die "Jungfrau von Orléans" heiliggesprochen.


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14:48
VPS 14:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Frauen, die Geschichte machten (3/6)

Elisabeth I.

Film von Cristina Trebbi

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenIn einer von Männern beherrschten Zeit hat Elisabeth I. als einzige Frau in Europa Weltpolitik gemacht. 45 Jahre lang herrschte sie über England, bis ins hohe Alter mit wachem Verstand.

Unter ihrer Herrschaft wurde das Fundament für den Aufstieg des britischen ...

Text zuklappenIn einer von Männern beherrschten Zeit hat Elisabeth I. als einzige Frau in Europa Weltpolitik gemacht. 45 Jahre lang herrschte sie über England, bis ins hohe Alter mit wachem Verstand.

Unter ihrer Herrschaft wurde das Fundament für den Aufstieg des britischen Empire zu einer globalen Seemacht gelegt. Als die Monarchin am 24. März 1603 starb, ging ein Zeitalter zu Ende, das später ihren Namen tragen sollte.

Als Anne Boleyn, die Frau König Heinrichs VIII., 1533 Prinzessin Elisabeth zur Welt brachte, war die Enttäuschung groß: Der König brauchte einen männlichen Thronerben, kein Mädchen. Der Taufe seiner Tochter blieb er fern. Elisabeths Halbschwester Maria I., genannt "Bloody Mary", die nach dem Tod Heinrichs VIII. den Thron bestieg, ließ die mögliche Thronrivalin in den Kerker werfen. Doch Maria I. sollte England nur fünf Jahre regieren. Als sie starb, übernahm Elisabeth I. die Krone, von der Bevölkerung geliebt als Königin, "die reinen Geblüts hier mitten unter uns geboren wurde und uns daher von Natur nahe ist".

Elisabeth trat kein leichtes Erbe an: Das Land war im Glauben gespalten, die Staatskassen leer. Da eine unverheiratete Frau auf dem Thron unvorstellbar schien, geriet sie in der Frage nach einem geeigneten Ehemann unter Druck. Elisabeth galt als beste Partie der ganzen Christenheit, ihr anziehendes Äußeres tat ein Übriges, um namhafte Bewerber an den englischen Hof zu locken. Doch Elisabeth war klug genug, sich nicht festzulegen. Ein ausländischer Fürst an ihrer Seite hätte womöglich Englands Unabhängigkeit bedroht, ein englischer Edelmann vielleicht Machtkämpfe in der Aristokratie provoziert. Elisabeth war nicht gewillt, ihre eben gewonnene Macht wieder einzubüßen - oder im Kindbett zu sterben. Als das Parlament drängte, die Heirats- und Nachfolgefrage zu regeln, gab sie zur Antwort, sie sei entschlossen, ein jungfräuliches Leben zu führen: "Schließlich soll es mir genügen, wenn auf meinem Grabstein steht, dass eine Königin so und so lange regiert hat und als Jungfrau lebte und starb!"

Eine zweite Maria machte Elisabeth I. nun das Leben schwer: Maria Stuart, Königin von Schottland. Für die Katholiken war sie die rechtmäßige Thronerbin Englands. Jahrelang stellte Maria Stuart für Elisabeth I. eine Bedrohung dar, dennoch schützte die englische Königin ihre schottische Cousine. Als Elisabeths Spione jedoch Maria Stuart des Hochverrats überführten, konnte Elisabeth nichts mehr für sie tun: Das Todesurteil wurde am 8. Februar 1587 vollstreckt. Für Elisabeth ein Albtraum: Wochenlang verschanzte sie sich hinter verschlossenen Türen und litt. Als die spanische Armada im Mai 1588 England angriff, schlug Elisabeths große Stunde. Die englische Flotte siegte über die bislang mächtigste Seemacht der Welt. Damit erreichte die "jungfräuliche Königin" den Gipfel ihrer Macht, der Grundstein für den Mythos war gelegt.

Elisabeth starb mit fast 70 Jahren, unverheiratet, ohne Nachkommen. Ein würdiger Thronfolger werde sich nach Gottes Ratschluss schon finden, hatte die "Virgin Queen" einst dem Parlament gegenüber verheißen. Am Ende war es der Sohn ihrer ärgsten Rivalin Maria Stuart, der als Jakob I. der großen Monarchin auf den Thron folgte. Mit Elisabeth I. endete die Dynastie der Tudors.


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15:32
VPS 15:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Frauen, die Geschichte machten (4/6)

Katharina die Große

Film von Friederike Haedecke

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenMit 14 geht Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst nach Russland, um den künftigen russischen Thronerben Großfürst Peter zu heiraten. Als Großfürstin Katharina lebt sie 18 Jahre am Hof.

Sie ist gefangen in einer Ehe, die für sie zur Qual wird. 1762 putscht ...

Text zuklappenMit 14 geht Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst nach Russland, um den künftigen russischen Thronerben Großfürst Peter zu heiraten. Als Großfürstin Katharina lebt sie 18 Jahre am Hof.

Sie ist gefangen in einer Ehe, die für sie zur Qual wird. 1762 putscht sie sich selbst an die Macht und regiert das Russische Reich höchst erfolgreich 34 Jahre lang. Doch in die Geschichte geht sie vor allem aufgrund ihres ausschweifenden Liebeslebens ein.

Peter und Katharina sind noch Kinder, als man sie zum Paar macht. Der junge Großfürst ist voller Komplexe und kindlicher Leidenschaften. Am liebsten spielt er mit Holzsoldaten oder musiziert. Katharina langweilt sich in der höfischen Gesellschaft und empfindet die Feste und Lustbarkeiten als öde und sinnlos. Sie entdeckt die Welt der Bücher für sich: Romane, antike Historiker und vor allem die Schriften der Aufklärer ziehen sie in ihren Bann.

Auch körperliche Anziehung stellt sich beim Großfürstenpaar nicht ein, und so bleibt der dringend erwartete Nachwuchs Jahr um Jahr aus. Erst 1754 wird der Sohn Paul geboren, von dem Katharina später offen zugibt, dass er nicht das leibliche Kind ihres Mannes, sondern Ergebnis einer Affäre mit dem hofbekannten Schürzenjäger Sergej Saltykow ist. Kaiserin Elisabeth, die amtierende Regentin, stirbt an Weihnachten 1761, und der Großfürst tritt als Peter III. wie geplant ihre Nachfolge an. Doch die Beziehung zwischen ihm und seiner Frau ist zu diesem Zeitpunkt bereits vollkommen zerrüttet. Katharina hat ein weiteres Kind von einem Liebhaber bekommen, und ein drittes von ihrem aktuellen Geliebten Grigorij Orlow ist unterwegs.

Auch Peter hat sich eine Geliebte zugelegt, und die Anzeichen mehren sich, dass er auf eine Scheidung von Katharina drängen wird. Doch die Großfürstin denkt nicht daran, ihren Platz kampflos zu räumen. Gemeinsam mit Grigorij Orlow und seinen Brüdern bereitet sie über Monate einen Putsch vor. Den Orlows gelingt es, die entscheidenden Garden für den Staatsstreich zu gewinnen. Am 9. Juli lässt sich Katharina in Petersburg zur Kaiserin ausrufen. Peter ergibt sich nahezu widerstandlos und unterschreibt die Abdankungsurkunde. Wenige Tage später ist er tot. Bei einem angeblichen Streit, an dem auch Grigorijs Bruder Alexej Orlow beteiligt ist, sei er unglücklich zu Tode gekommen, heißt es. Zwar konnte nie nachgewiesen werden, dass Katharina einen Mord an ihrem Mann in Auftrag gegeben hat, doch geht die Forschung davon aus, dass sie zumindest duldende Mitwisserin war.

Aus ihrem abwechslungsreichen Liebesleben machte Katharina Zeit ihres Lebens kein Geheimnis. 21 Liebhaber stellt sie offiziell bei Hofe als ihre "Favoriten" vor. Den meisten von ihnen blieb sie auch nach dem Ende der intimen Beziehung freundschaftlich verbunden und belohnte sie fürstlich. Die enormen sexuellen Ausschweifungen, die ihr in den folgenden Jahrhunderten angedichtet wurden, hat es aller Wahrscheinlichkeit nie gegeben. Gestorben ist sie, entgegen anders lautender Gerüchte, keineswegs beim Geschlechtsverkehr mit einem Pferd, sondern im Alter von 67 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.


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16:16
VPS 16:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Frauen, die Geschichte machten (5/6)

Königin Luise

Film von Christian Twente

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenLuise von Preußen wurde schon zu Lebzeiten als "Königin der Herzen" verehrt. Sie fand nicht nur in den Kreisen der Adeligen und Gelehrten, sondern auch beim Volk Bewunderung.

Aus der Politik wollte sich die zehnfache Mutter heraushalten, doch forderte Napoleon ihren ...

Text zuklappenLuise von Preußen wurde schon zu Lebzeiten als "Königin der Herzen" verehrt. Sie fand nicht nur in den Kreisen der Adeligen und Gelehrten, sondern auch beim Volk Bewunderung.

Aus der Politik wollte sich die zehnfache Mutter heraushalten, doch forderte Napoleon ihren Ehemann, König Friedrich Wilhelm III., heraus. Sie drängte ihren Gemahl, sich gegen das "Ungeheuer" zu wehren, der französische Kaiser nannte sie deshalb eine Kriegstreiberin.

Nach Preußens katastrophaler Niederlage gegen Frankreich trat nicht der Monarch, sondern Königin Luise Napoleon entgegen, um einen milderen Frieden zu erreichen.

Über politische und militärische Macht verfügte Luise nicht, gewann aber Einfluss auf Männer, die zu entscheiden hatten, etwa ihren königlichen Gemahl. Die Monarchin bewies Stärke, als dem Monarchen in entscheidenden Momenten die Entschlusskraft fehlte. Sie und nicht er nahm es mit Napoleon Bonaparte auf und versuchte ihm "mit den Waffen einer Frau" Paroli zu bieten. Luise und nicht ihr Ehemann hatten das Format, als Symbolfigur in Erinnerung zu bleiben. Warum überstrahlte sie König Friedrich Wilhelm III. in fast jeder Hinsicht? Und was machte sie zur Ikone für nachfolgende Generationen?

Der Film schildert den Weg Luises von der lieblichen Prinzessin zur "preußischen Madonna".


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17:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Frauen, die Geschichte machten (6/6)

Sophie Scholl

Film von Christian Twente und Michael Lösek

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenSophie Scholl besaß weder Macht noch Einfluss. Das unterscheidet sie von den anderen Protagonistinnen der Reihe "Frauen, die Geschichte machten".

Den Platz in den Geschichtsbüchern erhielt sie nicht, weil sie in ihrer Zeit etwas bewegte, sondern weil sie Stellung ...

Text zuklappenSophie Scholl besaß weder Macht noch Einfluss. Das unterscheidet sie von den anderen Protagonistinnen der Reihe "Frauen, die Geschichte machten".

Den Platz in den Geschichtsbüchern erhielt sie nicht, weil sie in ihrer Zeit etwas bewegte, sondern weil sie Stellung bezog und für ihre Haltung in den Tod ging. Dadurch wurde sie posthum zum Vorbild und zur moralischen Instanz.

Neben Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist Sophie Scholl sicher die populärste Figur des Widerstands gegen Hitler. Das hängt nicht nur mit ihrer Biografie, den Texten und Äußerungen zusammen, die von ihr überliefert sind, sondern auch mit den Fotos, die wir von ihr kennen. Sie zeigen das jugendliche, beinahe kindliche Gesicht einer Zwanzigjährigen, das nicht nur bewegt, weil wir ihr Schicksal kennen, sondern weil es in merkwürdigem Gegensatz zu ihrer mutigen, unbeugsamen Haltung beim Verhör und vor Gericht steht. Es hat sich in das kollektive Gedächtnis unserer Nation eingeschrieben.

Wie aber war Sophie Scholl zum Widerstand gegen das NS-Regime gekommen? Warum riskierte sie ihr Leben für Flugblätter, von denen damals nur wenige Zeitgenossen überhaupt Kenntnis nahmen? Anders als die bisherigen Filme über Sophie Scholl und die "Weiße Rose" setzt der Film nicht erst kurz vor der Verhaftung der Geschwister am 18. Februar 1943 ein, sondern geht zurück bis die Kindheit. Dabei offenbart er eine weitgehend unbekannte Seite Sophie Scholls, die seit ihrem Tod vorrangig als Ikone des Widerstands verehrt wird.


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17:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

mare TV - Reportage: Kanarische Inseln

Film von Sebastian Bellwinkel und Till Lehmann

Ganzen Text anzeigen300 Sonnentage im Jahr locken die Urlauber auf die im Atlantik gelegenen Kanaren. Abseits der Touristenhochburgen haben die Eilande noch viel Ursprüngliches bewahrt.

Mit Fremden hat der Bauer Don Agustin äußerst selten Kontakt. Kommen doch mal Besucher, liegt das an ...
(ARD/NDR)

Text zuklappen300 Sonnentage im Jahr locken die Urlauber auf die im Atlantik gelegenen Kanaren. Abseits der Touristenhochburgen haben die Eilande noch viel Ursprüngliches bewahrt.

Mit Fremden hat der Bauer Don Agustin äußerst selten Kontakt. Kommen doch mal Besucher, liegt das an seinem spektakulär gelegenen Acker: Täglich steigt der 80-Jährige einen steilen Pfad hinab in den kreisrunden Vulkankrater Caldera de Bandama.

Einst gab es in dieser Vulkanlandschaft auf Gran Canaria sieben Gehöfte, doch alle Bauern haben aufgegeben. Nur Don Agustin erntet hier noch etwas. Er kann sich darauf verlassen, dass er dort seine Ruhe hat. Die Touristen scheuen den halsbrecherischen Ab- und Aufstieg.

300 Jahre lang gab es keine Meeresschildkröten auf den Kanaren. Mit einem ehrgeizigen Projekt sollen sie wieder angesiedelt werden. Jedes Jahr werden rund 1.000 Eier von den Kapverdischen Inseln eingeflogen und an der Playa de Cofete auf Fuerteventura vergraben. Das Team um den Biologen Tony Gallardo zieht die geschlüpften Baby-Meeresschildkröten liebevoll groß, um sie schließlich auszuwildern. Ein mühsames Unterfangen: Verschmutzung, Überfischung und illegaler Fang zerstören die Nester.

Sie werden zwar nicht mehr gebraucht, sind aber für Leandro und seine Freunde unverzichtbar: die kanarischen Esel. Etwa 70 gibt es noch auf Lanzarote. Leandro und seine Freunde haben extra einen Verein gegründet, damit die Esel erhalten bleiben. Leandro selbst setzt el burro (deutsch: der Esel) sogar noch auf dem Feld ein - aber noch lieber reitet er auf ihm zusammen mit seinen Vereinskameraden zum Strand und veranstaltet ein Picknick.

Außerdem probiert das "mare TV"-Team die legendären Quesadillas von Marisol Gutiérrez auf El Hierro. Die Bewohner sind süchtig nach dem landestypischen, untertellergroßen, süßen Käsekuchen.


(ARD/NDR)


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18:29
VPS 18:30

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nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenGefahr aus dem Auspuff
Leverkusener Lungenfacharzt stellt Anzeige gegen Volkswagen-Konzern

Ausgepufft
Spediteure sparen sich das "AdBlue" im Lkw und richten so Schaden an

Eine riskante Praxis
Die Deutschen schlucken immer häufiger ...

Text zuklappenGefahr aus dem Auspuff
Leverkusener Lungenfacharzt stellt Anzeige gegen Volkswagen-Konzern

Ausgepufft
Spediteure sparen sich das "AdBlue" im Lkw und richten so Schaden an

Eine riskante Praxis
Die Deutschen schlucken immer häufiger Magensäureblocker

Die Gleichstellung bleibt eine Vision
Geschlechterunterschiede noch lange nicht abgebaut

Ferdinand Graf von Zeppelin
Vom Ulanen-General zum Luftschiff-Pionier


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Treffen Gabriel und Cavusoglu
Freundlich im Ton, hart in der Sache

Kanzlerin zum Abgas-Skandal
Merkel vor Untersuchungsausschuss

Wo geht's im Urlaub hin?
Tourismus-Börse in Berlin


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19:20
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Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenDie Zukunft ist weiblich
mit Kulturzeit-Gesprächsgast Bascha Mika

Die Wut der Frauen
gegen einen chauvinistischen und sexistischen Präsidenten

Wiki Loves Women
ein Projekt des Goethe-Instituts in Südafrika

Das Mädchen Hirut
ein ...

Text zuklappenDie Zukunft ist weiblich
mit Kulturzeit-Gesprächsgast Bascha Mika

Die Wut der Frauen
gegen einen chauvinistischen und sexistischen Präsidenten

Wiki Loves Women
ein Projekt des Goethe-Instituts in Südafrika

Das Mädchen Hirut
ein realer Fall, der sogar zum Rücktritt des Justizministers führte

Die Fotografin Katja Ruge
sie gibt bedeutenden Musikerinnen ein fotografisches Denkmal


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
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Zukunft ist weiblich

Malala - Ihr Recht auf Bildung

Dokumentarfilm von Davis Guggenheim, USA 2015

Länge: 86 Minuten

Ganzen Text anzeigenFriedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wurde in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban auf die Todesliste gesetzt, weil sie sich für das Recht auf Bildung von Mädchen einsetzt.

Dokumentarfilmer Davis Guggenheim zeigt, wie Malala, ihr Vater Zia Yousafzai und ihre ...
(ORF)

Text zuklappenFriedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wurde in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban auf die Todesliste gesetzt, weil sie sich für das Recht auf Bildung von Mädchen einsetzt.

Dokumentarfilmer Davis Guggenheim zeigt, wie Malala, ihr Vater Zia Yousafzai und ihre Familie den Kampf für das Recht auf Bildung aller Mädchen weltweit unterstützen. Nachdem sie fast tödlich verletzt wurde, steht Malala heute für Mut und Entschlossenheit.

Malala Yousafzai führt kein gewöhnliches Leben. Schon früh beschließt die junge Pakistanerin, sich für eine bessere und gleichberechtigtere Zukunft in ihrer Heimat einzusetzen - mit teils erschreckenden Folgen. Unter einem Decknamen beschreibt sie die Erlebnisse und Erfahrungen unter der Herrschaft der Taliban.

Diese hatten 2007 damit begonnen, Mädchenschulen zu zerstören. Auch mussten Mädchen unter dem Einfluss der Terrororganisation große Beschneidungen ihrer Bürgerrechte hinnehmen. So durften sie nicht singen, nicht tanzen, nicht die Schule besuchen und ohne Verschleierung keine öffentlichen Räume betreten.

Seit 2009 hatte die aus dem Swat-Tal in Pakistan stammende Malala unter einem Pseudonym für die englische BBC über ihren Alltag unter der Schreckensherrschaft der Taliban berichtet. Da war sie elf Jahre alt. Als 2012 ihre Identität bekannt wurde, wurde sie von einem Schuss in den Kopf schwer verletzt. Das Attentat entfachte einen weltweiten Aufschrei der Empörung. Sie überlebte nur knapp, weil ihr Ärzte in England helfen konnten.

Mittlerweile ist sie für ihre Organisation "Malala-Fund" in der ganzen Welt unterwegs, um für das Recht auf Bildung, insbesondere für Mädchen, zu kämpfen. "Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern": Mit diesem kurzen Statement bringt Malala Yousafzai ihre eigenen Erfahrungen und ihr daraus abgeleitetes Anliegen gleichermaßen auf den Punkt und stößt mit dieser Botschaft weltweit auf offene Herzen. Im Juli 2013 hielt Malala eine Rede vor den Vereinten Nationen in New York, in der sie sich für den weltweiten Zugang zu Bildung, auch für Frauen, einsetzte. Auch als ihr 2014 in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen wird - mit 17 Jahren ist sie die jüngste Nobelpreisträgerin in der Geschichte des renommierten Friedenspreises -, rührte sie mit dieser Formel die globale Öffentlichkeit.

Der Film erlaubt einen umfassenden Einblick in das Leben dieses außergewöhnlichen Mädchens - von der engen Beziehung zu ihrem Vater, der ihre Leidenschaft für Bildung entfacht hat, über ihre mitreißenden Reden vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen, bis zu ihrem Alltag mit ihren Eltern und Brüdern.


(ORF)


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21:41
VPS 21:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Zukunft ist weiblich

Das Mädchen Hirut

(Difret)

Spielfilm, Äthiopien/USA 2014

Darsteller:
Hirut AssefaTizita Hagere
Meaza AshenafiMeron Getnet
Membenre YohannesHaregewine Assefa
Mr. Assefa BekeleMakonen Laeake
u.a.
Regie: Zeresenay Berhane Mehari
Länge: 96 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenÄthiopien: Die 14 Jahre alte Hirut wird von einem Mann entführt und vergewaltigt, um sie später heiraten zu können. Sie tötet ihn in Notwehr. Nach der Tradition droht Hirut die Todesstrafe.

Ein spannend inszeniertes Justizdrama nach einem wahren Fall aus dem Jahr ...

Text zuklappenÄthiopien: Die 14 Jahre alte Hirut wird von einem Mann entführt und vergewaltigt, um sie später heiraten zu können. Sie tötet ihn in Notwehr. Nach der Tradition droht Hirut die Todesstrafe.

Ein spannend inszeniertes Justizdrama nach einem wahren Fall aus dem Jahr 1996, der zu einem bahnbrechenden Urteil führte.

Schülerin Hirut lebt mit ihrer Familie in einem ärmlichen Dorf in der Nähe von Adis Abeba. Ihre Eltern sind Bauern und Analphabeten, weshalb der Vater schon früh Wert auf eine gute Schulbildung seiner Tochter legt. Hirut ist auffällig hübsch und klug und hat bereits einige Verehrer. Als der Vater den Antrag eines Bewerbers aus dem Dorf ablehnt, entführt dieser zusammen mit einer Gruppe von Männern Hirut auf dem Heimweg von der Schule.

Nach der äthiopischen Tradition der "Telefa" ist es üblich, die Braut vor der Eheschließung zu entführen. Hirut wird eingesperrt und von dem in seinem Stolz verletzten Bräutigam vergewaltigt. In Panik gelingt es Hirut ein Gewehr zu stehlen und zu flüchten. Auf der Flucht erschießt sie ihren Peiniger in Notwehr und kommt ins Gefängnis.

Während der Dorfältestenrat die Verbannung Hiruts aus der Gemeinde fordert, greift das Gesetz weiter: Hirut droht die Anklage wegen Mordes und damit die Todesstrafe. Die Anwältin Meaza Ashenafi, die für eine Frauenrechtsorganisation arbeitet, übernimmt die Verteidigung Hiruts. Sie stößt auf starre Traditionen und eine von männlichen Vorstellungen beherrschte äthiopische Gesellschaft. Doch zunächst muss sie Hirut vor der Rache der Familie des Bräutigams schützen.

Der Fall der "echten" Hirut erregte im Jahr 1996 großes Aufsehen in Äthiopien und markierte einen entscheidenden Wendepunkt für die Frauenrechte in dem Land. Als Regisseur Zeresenay Berhane Mehari die Anwältin und Frauenrechtlerin Meaza Ashenafi persönlich kennenlernte, stand für ihn fest, dass er aus dem ebenso spannenden wie berührenden und politisch brisanten Thema einen Film machen muss.

Mit viel Einfühlsamkeit für seine Frauenfiguren und für sein Heimatland erschuf er einen packenden Film um den Kampf der beiden mutigen Frauen. Im Laufe der Produktion konnte der Regisseur für sein engagiertes Filmprojekt Hollywood-Star und Unicef-Botschafterin Angelina Jolie als Koproduzentin gewinnen, der es ein Anliegen war, den Film zu unterstützen.

"Das Mädchen Hirut" feierte seine Weltpremiere auf dem Sundance-Filmfest und wurde dort mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Zudem gewann der Film den Panorama-Preis der Berlinale sowie die Publikumspreise beim Festival du Nouveau Cinema Montreal und beim World Cinema Amsterdam Festival.


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23:17
VPS 23:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Zukunft ist weiblich

Bella Block

Weiße Nächte

Fernsehfilm, Deutschland 2007

Darsteller:
Bella BlockHannelore Hoger
Simon AbendrothRudolf Kowalski
Jan MartensenDevid Striesow
PathologeSamuel Finzi
Dr. MehlhornHansjürgen Hürrig
u.a.
Buch: Katrin Bühlig
Regie: Christian von Castelberg
Länge: 99 Minuten

Ganzen Text anzeigenDie Hebamme Irene Häusler und ihr Freund Frank Burska schleusen aus vermeintlich idealistischen Gründen hochschwangere russische Frauen nach Deutschland.

Die Babys werden gleich nach der Geburt ihren deutschen "Müttern" übergeben, die um jeden Preis ein Kind ...

Text zuklappenDie Hebamme Irene Häusler und ihr Freund Frank Burska schleusen aus vermeintlich idealistischen Gründen hochschwangere russische Frauen nach Deutschland.

Die Babys werden gleich nach der Geburt ihren deutschen "Müttern" übergeben, die um jeden Preis ein Kind wollen. Ein lukratives Geschäft, welches Irene vor allem aus blinder Liebe zu Frank unterhält. Doch dann gibt es Tote.

Nacheinander werden zwei junge Russinnen in Hamburg tot aufgefunden. Beide haben kurz vor ihrem gewaltsamen Tod ein Kind zur Welt gebracht. Eine der Toten, Nadeshda, hat ihrem Baby eine seltene Blutkrankheit übertragen, so kommt Kriminalkommissarin Bella Block auf Irene Häuslers Spur. Auch Andrea Baumann, die "neue" Mutter des blutkranken Babys, gerät in Bellas Visier. Doch bevor Irene Häusler verhaftet werden kann, hat diese sich nach St. Petersburg abgesetzt. Dann geht auf Bellas Anrufbeantworter überraschend ein Hilferuf von Irene ein.

Bella Block fliegt nach St. Petersburg. Nicht nur wegen ihrer Flugangst begleitet und unterstützt sie ihr Lebensgefährte Simon Abendroth, der die Gelegenheit nutzt, um einen befreundeten Professor in der geschichtsträchtigen Stadt am Meer zu besuchen. Gemeinsam mit Thorsten Müller, dem Verbindungsbeamten des BKA vor Ort, sucht Bella Nadeshdas Familie auf und überbringt die schreckliche Nachricht von der Ermordung der Tochter. Dort erhält sie einen Hinweis auf den möglichen Aufenthaltsort von Irene. In einem Krankenhaus kann Bella Block im letzten Moment Irene Häusler das Leben retten. Währenddessen verfolgt Simon entgegen Bellas Anordnungen zusammen mit seinem russischen Freund den zwielichtigen Frank Burska durch die große Stadt.

Im Thriller "Weiße Nächte" aus der Reihe "Bella Block" mit Hannelore Hoger in der Titelrolle geht es um Menschenhandel.


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0:56
VPS 01:00

Zukunft ist weiblich

Ketten im Kopf

Frauenhandel von Osteuropa bis in die Schweiz

Film von Béla Batthyany

Ganzen Text anzeigenFrauenhandel existiert auch in der Schweiz. Doch man darf sich kein falsches Bild machen.

Die Opfer - zum größten Teil junge Frauen aus Mittel- und Osteuropa - sitzen nicht angekettet oder eingesperrt in dunklen Kellerlöchern. Vielmehr sind es Ketten im Kopf, die ...

Text zuklappenFrauenhandel existiert auch in der Schweiz. Doch man darf sich kein falsches Bild machen.

Die Opfer - zum größten Teil junge Frauen aus Mittel- und Osteuropa - sitzen nicht angekettet oder eingesperrt in dunklen Kellerlöchern. Vielmehr sind es Ketten im Kopf, die sie zur Prostitution zwingen.

Irina aus Moldawien zum Beispiel musste zwei Jahre lang in unzähligen Nachtklubs ihren Körper verkaufen, um ihre Schulden abzuarbeiten. War sie so naiv oder so verzweifelt? Wusste sie nicht, was auf sie zukommt? Welche Gründe zwangen sie dazu, ihr Heimatland Moldawien zu verlassen?

In Irinas Heimatland erdulden viele junge Frauen ein ähnliches Schicksal: Sie verlassen ihr Land, die Familie und ihre Kinder in der Hoffnung, im Ausland schnelles Geld zu machen.


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1:49
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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2:17
VPS 02:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ECO

Das Wirtschaftsmagazin

Moderation: Reto Lipp

Sammelstiftungen
Gute Konditionen, große Risiken

Die USA und russische Oligarchen
Insider Josef Ackermann im "ECO"-Studio

Ausländische Start-up-Fachkräfte
Keine Chance für Hochqualifizierte durch Drittstaaten-Kontingente


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2:46
VPS 02:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Malala - Ihr Recht auf Bildung

Dokumentarfilm von Davis Guggenheim, USA 2015

Länge: 86 Minuten

Ganzen Text anzeigenFriedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wurde in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban auf die Todesliste gesetzt, weil sie sich für das Recht auf Bildung von Mädchen einsetzt.

Dokumentarfilmer Davis Guggenheim zeigt, wie Malala, ihr Vater Zia Yousafzai und ihre ...
(ORF)

Text zuklappenFriedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wurde in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban auf die Todesliste gesetzt, weil sie sich für das Recht auf Bildung von Mädchen einsetzt.

Dokumentarfilmer Davis Guggenheim zeigt, wie Malala, ihr Vater Zia Yousafzai und ihre Familie den Kampf für das Recht auf Bildung aller Mädchen weltweit unterstützen. Nachdem sie fast tödlich verletzt wurde, steht Malala heute für Mut und Entschlossenheit.

Malala Yousafzai führt kein gewöhnliches Leben. Schon früh beschließt die junge Pakistanerin, sich für eine bessere und gleichberechtigtere Zukunft in ihrer Heimat einzusetzen - mit teils erschreckenden Folgen. Unter einem Decknamen beschreibt sie die Erlebnisse und Erfahrungen unter der Herrschaft der Taliban.

Diese hatten 2007 damit begonnen, Mädchenschulen zu zerstören. Auch mussten Mädchen unter dem Einfluss der Terrororganisation große Beschneidungen ihrer Bürgerrechte hinnehmen. So durften sie nicht singen, nicht tanzen, nicht die Schule besuchen und ohne Verschleierung keine öffentlichen Räume betreten.

Seit 2009 hatte die aus dem Swat-Tal in Pakistan stammende Malala unter einem Pseudonym für die englische BBC über ihren Alltag unter der Schreckensherrschaft der Taliban berichtet. Da war sie elf Jahre alt. Als 2012 ihre Identität bekannt wurde, wurde sie von einem Schuss in den Kopf schwer verletzt. Das Attentat entfachte einen weltweiten Aufschrei der Empörung. Sie überlebte nur knapp, weil ihr Ärzte in England helfen konnten.

Mittlerweile ist sie für ihre Organisation "Malala-Fund" in der ganzen Welt unterwegs, um für das Recht auf Bildung, insbesondere für Mädchen, zu kämpfen. "Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern": Mit diesem kurzen Statement bringt Malala Yousafzai ihre eigenen Erfahrungen und ihr daraus abgeleitetes Anliegen gleichermaßen auf den Punkt und stößt mit dieser Botschaft weltweit auf offene Herzen. Im Juli 2013 hielt Malala eine Rede vor den Vereinten Nationen in New York, in der sie sich für den weltweiten Zugang zu Bildung, auch für Frauen, einsetzte. Auch als ihr 2014 in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen wird - mit 17 Jahren ist sie die jüngste Nobelpreisträgerin in der Geschichte des renommierten Friedenspreises -, rührte sie mit dieser Formel die globale Öffentlichkeit.

Der Film erlaubt einen umfassenden Einblick in das Leben dieses außergewöhnlichen Mädchens - von der engen Beziehung zu ihrem Vater, der ihre Leidenschaft für Bildung entfacht hat, über ihre mitreißenden Reden vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen, bis zu ihrem Alltag mit ihren Eltern und Brüdern.


(ORF)


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4:11
VPS 04:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Punch Line - Eine Frau steigt in den Ring

Dokumentarfilm von Kati Zambito, Österreich 2016

Länge: 54 Minuten

Ganzen Text anzeigenWorin liegt die Faszination des Boxsports, der für viele als rohe Gewalt gilt? Warum wollen Frauen boxen? - Der Dokumentarfilm gibt ungewöhnliche Einblicke in die Welt des Boxens.

Er begleitet die intensiven Vorbereitungen einer jungen Boxerin auf ihren ersten ...
(ORF)

Text zuklappenWorin liegt die Faszination des Boxsports, der für viele als rohe Gewalt gilt? Warum wollen Frauen boxen? - Der Dokumentarfilm gibt ungewöhnliche Einblicke in die Welt des Boxens.

Er begleitet die intensiven Vorbereitungen einer jungen Boxerin auf ihren ersten Wettkampf. Den sportlichen Kampf begreift sie als gesellschaftsrelevanten Spiegel zum alltäglichen "Kampf des Lebens", dem sie als starke Frau gegenübertreten möchte.

Als Tochter einer Portugiesin und eines Italieners wuchs Kati Zambito in unterschiedlichen europäischen Städten auf. Von Kindheit an wurde sie darauf konditioniert, für ihre beruflichen wie privaten Wünsche und Ziele zu kämpfen. Seit elf Jahren ist Österreich ihr Lebensmittelpunkt und Wien die Stadt, in der sie lebt und arbeitet. Boxen, als Hobby begonnen, nimmt einen immer wichtigeren Platz in ihrem Leben ein.

Boxen ist eine Sportart, die von vielen unterschätzt wird. Es wird oft als sinnlose Gewalt dargestellt und mit Unverständnis aufgenommen. Nicht von Kati Zambito, die einen ganz anderen, neuen Blick darauf entwickelt. Die Filmemacherin erkennt Parallelen zu aktuellen Fragen unserer Gesellschaft und sieht die Herausforderungen beim Boxkampf als Spiegel zur Realität.

Nach sechsjährigem Training in mehreren Boxclubs beschließt Kati, den ersten Wettkampf ihres Lebens zu bestreiten. Dafür wechselt sie zu Österreichs größtem Boxclub "Bounce". Hier steht sie vor neuen Herausforderungen: zum Kampf zugelassen zu werden, eine geeignete Gegnerin zu finden und ihre Angst zu überwinden. Kati ist bereit, alles zu geben, um ihren ersten Wettbewerb zu gewinnen. Doch: Wieso will eine Frau eigentlich zuschlagen und riskiert es, geschlagen zu werden? Was führt sie dazu, einen Sport auszuüben, der mit Aggression und Wut zu tun hat, mit harten Schlägen ins Gesicht und Rückschlägen auf dem Weg zum entscheidenden Kampf im Ring? Die Vorbereitungen auf ihren ersten Wettbewerb lassen Kati - die einzige Frau unter den Wettkämpfern des Boxclubs "Bounce" und außerdem die Älteste dort - den Boxsport mit anderen Augen sehen. Schließlich steigt sie selbst in den Ring.

Was sich im Ring abspielt, ist eine Verdichtung dessen, was in der Lebensarena vor sich geht: Zu dieser Schlussfolgerung kommt Kati Zambito, 36-jährige Regisseurin und Protagonistin des Films. Auf der Suche nach Erklärungen sprechen Expertinnen und Experten in Interviews über Themen wie Angst, Aggression, Gewalt, Mut, Stärke und Ausdauer.


(ORF)


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5:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Odyssee durch Sibirien

Film von Nicolas Vanier und Thomas Bounoure

Ganzen Text anzeigenDer französische Abenteurer, Schriftsteller und Filmemacher Nicolas Vanier durchquerte 1990/1991 Sibirien von Ost nach West. Und zwar anders als es seine Vorgänger getan haben.

Der leidenschaftliche Forscher nahm kein großes Expeditionsteam mit auf die rund 8000 ...
(ORF)

Text zuklappenDer französische Abenteurer, Schriftsteller und Filmemacher Nicolas Vanier durchquerte 1990/1991 Sibirien von Ost nach West. Und zwar anders als es seine Vorgänger getan haben.

Der leidenschaftliche Forscher nahm kein großes Expeditionsteam mit auf die rund 8000 Kilometer lange Reise durch Schnee, Taiga und Tundra, sondern lediglich eine Kamera, seinen Schlitten und zehn Schlittenhunde.

Die dabei entstandene Dokumentation zeigt in teils dramatischen Bildern die atemberaubenden Landschaften Sibiriens und seine stolzen Bewohner. Eine Reise zu einem der unwirtlichsten Flecken der Erde.


(ORF)