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November 2017
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Dienstag, 24. Januar
Programmwoche 04/2017
Zurückliegenden oder folgenden Tag anzeigen
6:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Peter Schneeberger

Ganzen Text anzeigen"Die 10 Gebote" am Deutschen Theater
Regeln oder Reibungsfläche?

Wird die Türkei zum Gefängnis?
Asli Erdogan im Interview

Von der Kunst des Aufbegehrens
Wie Revolten funktionieren

Revolution in der Kunstwelt
Vor 100 Jahren wirkte ...

Text zuklappen"Die 10 Gebote" am Deutschen Theater
Regeln oder Reibungsfläche?

Wird die Türkei zum Gefängnis?
Asli Erdogan im Interview

Von der Kunst des Aufbegehrens
Wie Revolten funktionieren

Revolution in der Kunstwelt
Vor 100 Jahren wirkte Marcel Duchamp

Kulturhauptstadt Aarhus 2017
"Lasst uns neu denken"

Krach und Schönklang im Großen Saal
Einstürzende Neubauten


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Kristina zur Mühlen

Ganzen Text anzeigenGras statt Soja
Grünfutter für Kühe hat viele Vorteile

Feuer und Flamme für Bauten aus Holz
Brandschutz ist auch mit leicht entzündlichem Material möglich

Mehr als nur ein großes Holzspielzeug
Schule in Diedorf glänzt mit alternativem ...

Text zuklappenGras statt Soja
Grünfutter für Kühe hat viele Vorteile

Feuer und Flamme für Bauten aus Holz
Brandschutz ist auch mit leicht entzündlichem Material möglich

Mehr als nur ein großes Holzspielzeug
Schule in Diedorf glänzt mit alternativem Baumaterial

Lizenz zum Töten
Bei Gefahr für Menschen dürfen Wölfe geschossen werden


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Peter Schneeberger

Ganzen Text anzeigen"Die 10 Gebote" am Deutschen Theater
Regeln oder Reibungsfläche?

Wird die Türkei zum Gefängnis?
Asli Erdogan im Interview

Von der Kunst des Aufbegehrens
Wie Revolten funktionieren

Revolution in der Kunstwelt
Vor 100 Jahren wirkte ...

Text zuklappen"Die 10 Gebote" am Deutschen Theater
Regeln oder Reibungsfläche?

Wird die Türkei zum Gefängnis?
Asli Erdogan im Interview

Von der Kunst des Aufbegehrens
Wie Revolten funktionieren

Revolution in der Kunstwelt
Vor 100 Jahren wirkte Marcel Duchamp

Kulturhauptstadt Aarhus 2017
"Lasst uns neu denken"

Krach und Schönklang im Großen Saal
Einstürzende Neubauten


9:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Kristina zur Mühlen

Ganzen Text anzeigenGras statt Soja
Grünfutter für Kühe hat viele Vorteile

Feuer und Flamme für Bauten aus Holz
Brandschutz ist auch mit leicht entzündlichem Material möglich

Mehr als nur ein großes Holzspielzeug
Schule in Diedorf glänzt mit alternativem ...

Text zuklappenGras statt Soja
Grünfutter für Kühe hat viele Vorteile

Feuer und Flamme für Bauten aus Holz
Brandschutz ist auch mit leicht entzündlichem Material möglich

Mehr als nur ein großes Holzspielzeug
Schule in Diedorf glänzt mit alternativem Baumaterial

Lizenz zum Töten
Bei Gefahr für Menschen dürfen Wölfe geschossen werden


10:14
VPS 10:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Hart aber fair

Mensch raus, Wolf rein - wie viel Naturschutz

verträgt unser Land?

Moderation: Frank Plasberg

Ganzen Text anzeigenPeter Wohlleben
Förster, Buchautor "Das geheime Leben der Bäume"

Barbara Hendricks, SPD
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Olaf Tschimpke
Präsident des Naturschutzbundes Deutschland NABU

Roland ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenPeter Wohlleben
Förster, Buchautor "Das geheime Leben der Bäume"

Barbara Hendricks, SPD
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Olaf Tschimpke
Präsident des Naturschutzbundes Deutschland NABU

Roland Tichy
Wirtschaftsjournalist

Franz Prinz zu Salm-Salm
Waldbesitzer, Vorsitzender des Waldbesitzerverbands Sachsen-Anhalt

Im Einzelgespräch: Stefan Sauer
Bürgermeister von Groß-Gerau


(ARD/WDR)


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11:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reiseziel: Argentinien - Der Norden



(ARD)


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11:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Geschmack Europas

Istrien

Film von Martin Traxl

Moderation: Lojze Wieser

Ganzen Text anzeigenDie große Halbinsel Istrien reicht von Triest über Piran, von Pula bis nach Rijeka und war Zufluchtsort für Piraten, Wanderer und müde Touristen.

Lojze Wieser erforscht mit Martin Traxl die Geschichte dieses Landstriches, der von Römern, Italienern, Kroaten, ...
(ORF)

Text zuklappenDie große Halbinsel Istrien reicht von Triest über Piran, von Pula bis nach Rijeka und war Zufluchtsort für Piraten, Wanderer und müde Touristen.

Lojze Wieser erforscht mit Martin Traxl die Geschichte dieses Landstriches, der von Römern, Italienern, Kroaten, Slowenen, Istro-Rumänen und nicht zuletzt auch von der österreich-ungarischen Monarchie geprägt wurde.

Auf ihrer kulinarischen Spurensuche finden die Reisenden die Geschmäcker der durch die Jahrhunderte vermengten Kulturen und treffen Menschen, die die hohe Kunst beherrschen, alte Rezepte in moderne Gerichte zu übertragen.


(ORF)


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12:11
VPS 12:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Kein Paradies für Mensch und Tier?

Eine Reportage von Christine Grabner und Stefan Müller

(aus der ORF-Reihe "Am Schauplatz")

Moderation: Peter Resetarits

Ganzen Text anzeigenDie Stiftung Gut Aiderbichl ist die wohl bekannteste Tierschutzeinrichtung Österreichs. Sie betreibt 26 Gnadenhöfe, mit mehr als 6000 Tieren, 60 000 Paten, darunter zahlreiche Prominente.

Jetzt ist die Organisation ins Visier der Wirtschafts- und ...
(ORF)

Text zuklappenDie Stiftung Gut Aiderbichl ist die wohl bekannteste Tierschutzeinrichtung Österreichs. Sie betreibt 26 Gnadenhöfe, mit mehr als 6000 Tieren, 60 000 Paten, darunter zahlreiche Prominente.

Jetzt ist die Organisation ins Visier der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft geraten. Diese ermittelt wegen des Verdachts des schweren Betrugs. Die Stiftung selbst weist alle Vorwürfe zurück. Man sieht sich als Opfer von Neidern und Konkurrenten.


(ORF)


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Schafe - Erfolgreiche Wollknäuel

Film von Erich Pröll

(aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich")

Ganzen Text anzeigenSchafe werden seit Jahrtausenden gezüchtet und von Menschen gehalten. Ihre Wolle wird seit 10 000 Jahren vielfach verwendet. Jetzt sind Produkte vom Schaf wieder sehr gefragt.

Auch ihr Fleisch und die Milchprodukte vom Schaf sind wieder beliebter geworden. Das Schaf ...
(ORF)

Text zuklappenSchafe werden seit Jahrtausenden gezüchtet und von Menschen gehalten. Ihre Wolle wird seit 10 000 Jahren vielfach verwendet. Jetzt sind Produkte vom Schaf wieder sehr gefragt.

Auch ihr Fleisch und die Milchprodukte vom Schaf sind wieder beliebter geworden. Das Schaf an sich, das Tier auf der Weide, die herzigen Lämmer und die über 20 Schafarten, die in Oberösterreich gezüchtet werden, erfreuten immer schon Tier- und Naturliebhaber.


(ORF)


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13:42
VPS 13:40

Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (1/3)

Ernstbrunn - Montana und zurück

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr ...
(ORF)

Text zuklappenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center in Ernstbrunn, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich.

Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center (WSC). Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen - diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe.

Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des Wolf Science Center, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York. 4500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck.

Rückblickend gesteht Fally-Puskás: "Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall?" Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal - alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen - Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo - und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an.

Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: "Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten!" Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und festzustellen, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Canidenforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf.


(ORF)


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14:26
VPS 14:25

Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (2/3)

Sechs Welpen und ein Todesfall

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im ...
(ORF)

Text zuklappenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im Vordergrund. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob und vor allem mit Leckerlis.

"Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts. Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe", sagt Bea Belenyi und sie spricht aus Erfahrung. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen.

Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, verstirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen.

Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich faire Vergleiche anstellen.

Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen?


(ORF)


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15:11
VPS 15:10

Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (3/3)

Im Rudel geht es rund

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter ...
(ORF)

Text zuklappenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen.

Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten.

Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das kümmere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben - ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen.

Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: "Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert." Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig.

Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an - die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Testraum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudelzusammenstellungen zu finden. Kotrschal: "Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen." Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen?

Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls Sommer wie Winter als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das - wie könnte es auch anders sein - Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark. Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofi, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen.


(ORF)


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16:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Rückkehr des Wiedehopfs

Film von Stefan Polasek und Florian Berger

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenUrsprünglich tief aus den Savannen Afrikas kommend, besucht jedes Jahr ein besonders auffälliger Gast die idyllische Weinbauregion am österreichischen Wagram: der Wiedehopf.

Er ist ein exotisch anmutender Vogel mit kuriosen Verhaltensweisen. Doch der ...
(ORF)

Text zuklappenUrsprünglich tief aus den Savannen Afrikas kommend, besucht jedes Jahr ein besonders auffälliger Gast die idyllische Weinbauregion am österreichischen Wagram: der Wiedehopf.

Er ist ein exotisch anmutender Vogel mit kuriosen Verhaltensweisen. Doch der unverwechselbare Vogel ist in ganz Europa zur bedrohten Art geworden, seine Population ist - außer in Spanien - stark rückläufig.

Dank engagierter Naturschutzmaßnahmen gibt es heute in der kleinen Region wieder stolze 88 Bruten mit 266 Jungvögeln. Was treibt den Wiedehopf an den Wagram? Bis vor etwa zehn Jahren galt er in dieser Gegend praktisch als ausgestorben, bis sich der Tischler Manfred Eckenfellner eines kranken Wiedehopf-Jungvogels annahm und ihn wieder gesund pflegte. Dieser Tag markiert den Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft und einer bewundernswerten Erfolgsgeschichte.


(ORF)


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16:46
VPS 16:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die geheimnisvolle Welt der Bäume

Naturschätze der Steiermark

Film von Alfred Ninaus

Ganzen Text anzeigenBäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt.

Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch ...
(ORF)

Text zuklappenBäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt.

Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch Lebensraum für viele Tiere und sie liefern wertvollste Rohstoffe vom Holz über heilsame Lindenblüten bis zum antibakteriell wirkenden Harz.

Linden und Eichen, uralte Edelkastanien, hochwüchsige Tannen, Lärchen, Urzirben. Einfach Bäume - sie umgeben uns und wir nehmen sie als selbstverständlich, aber sie sind mehr: Bäume erzählen Geschichten, sie waren da, als wir noch lange nicht am Leben waren und werden da sein, wenn wir alle nicht mehr existieren.

Sie öffnen das Tor in eine längst vergangene Zeit, in der man sie wegen ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte. Bäume sind voller Kraft und Zauber. So wurde beispielsweise entdeckt, dass das Baumharz eine antibakterielle Wirkung hat.

Neben dem Harz ist es vorwiegend das wertvolle Holz, das uns Menschen seit jeher in den Bann zieht und unser Überleben bis heute sichert. Bäume sind geniale Überlebenskünstler und statische Meisterwerke. Sie zählen zu den ältesten und größten Lebewesen der Erde.

Einige der imposantesten Exemplare Europas stehen übrigens in der Steiermark: eine 2000 Jahre alte Linde in Übelbach, eine 1000-jährige Eiche in Bierbaum.

Die Dokumentation zeigt diese gefährdeten Naturdenkmäler und beleuchtet den Lebensraum Baum: In den Jahrhunderte alten Bäumen des Tierparks Herberstein leben seltene Käferarten, wie Eichenbock, Juchtenkäfer und Bockkäfer. Aber auch Eichkätzchen, Fledermäuse, Siebenschläfer und Baummarder nützen Bäume als Wohnung und Jagdrevier, ebenso wie die verschiedensten, zum Teil sehr seltenen Vogelarten.


(ORF)


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17:37
VPS 17:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Engadin - Wildnis der Schweiz

Film von Kurt Mayer und Judith Doppler

Sprecher: Cornelius Obonya

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenVor rund 100 Jahren wurde im Schweizer Engadin der erste Nationalpark der Alpen gegründet: Der "Garten des Inn" beherbergt auch heute noch die größte unangetastete Wildnis der Schweiz.

Man wollte ein Refugium für Wildtiere schaffen und einen Ort, den sich die Natur ...
(ORF)

Text zuklappenVor rund 100 Jahren wurde im Schweizer Engadin der erste Nationalpark der Alpen gegründet: Der "Garten des Inn" beherbergt auch heute noch die größte unangetastete Wildnis der Schweiz.

Man wollte ein Refugium für Wildtiere schaffen und einen Ort, den sich die Natur selbst, ohne Eingriff des Menschen, gestaltet. Für diese Dokumentation haben sich Kurt Mayer und Judith Doppler ein Jahr lang der faszinierenden Region des Engadin gewidmet.

Wenn sich im Frühling die Morgensonne in den blaugrünen "Augen" der Oberengadiner Seenplatte spiegelt, dann füllen sich langsam die Wildbäche der Region und mächtige Wasserfälle stürzen die riesigen Felswände hinab. Der Wasserreichtum haucht dieser hochalpinen Region Leben ein. Durch das Wasser wird es hier im Sommer grün, Wildtiere wagen sich bis in extreme Höhen vor. Ein Wassertropfen, der während eines sommerlichen Gewitters hier fällt, darf sich entscheiden, ob er über Inn und Donau ins Schwarze Meer fließt, über den Rhein in die Nordsee will oder den Weg nach Süden nimmt, um schließlich in der Adria zu landen.

Heute jagen im Engadin Steinböcke munter über steile Wände und prächtige Bartgeier betreiben eifrig ihre Knochenschmieden. Und selten, aber doch regelmäßig, steckt auch wieder ein Luchs seine Nase in diese hochgelegene alpine Wildnis. Aber das war nicht immer so: Durch die intensive Bejagung ging der Steinbock-Bestand in der Schweiz massiv zurück - und um 1906 waren Steinböcke endgültig ausgerottet. Nur noch im italienischen Gran Paradiso, im königlichen Jagdrevier im Aostatal, gab es noch einen kleinen Steinbock-Bestand, strengstens bewacht von den königlichen Jägern. Erst das beherzte Einschreiten eines betuchten Schweizer Hoteliers sorgte für die Rückkehr der Steinböcke in die Schweiz.

Etwa 100 Jahre später ist im Engadin ein weiteres Alpentier wieder heimisch geworden: der Bartgeier. Bis zu drei Meter beträgt seine Flügelspannweite, und er ist einer der faszinierendsten Gleiter über den mächtigen Alpentälern des Engadins- aber auch er wurde im Lauf des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Durch den Erfolg eines internationalen Wiederansiedlungsprojekts findet man den Bartgeier - übrigens tragen hier Männchen wie Weibchen Bart - auch wieder im Engadin.

Weit oben am Berg, auf hochgelegenen Brunftplätzen, kämpfen auch wieder dominante Rothirsche im September und Oktober - oft schon im Schnee - um die weiblichen Tiere. Auch ihr Bestand hat sich wieder erholt: Um 1850 gab es durch die rücksichtslose Bejagung fast keine Hirsche mehr in der Schweiz. Während die Hirschkühe mit ihren Kälbern in gemischten Rudeln leben, bleiben die Geweih tragenden männlichen Hirsche lieber unter sich.

Diese Dokumentation taucht in ein kleines Tierrefugium mit großer Vergangenheit ein, in ein wildes Land am Rande von Gletschern und dunklen Wäldern - eine Reise zu den Quellen des Inn. Seit der Gründung vor rund 100 Jahren sollte die Region beispielgebend sein für viele ähnliche Projekte und Vorbild für Dutzende weitere Nationalparks im alpinen Raum.


(ORF)


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Kristina zur Mühlen

Ganzen Text anzeigenGeschlechtsumwandlung
Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Operations-Tourismus in Thailand
In Bangkok boomen Kliniken für Geschlechtsumwandlungen.

Trumps Amtseinführung
Streit um die Zuschauerzahl in Washington.

Gefälschte Arzneien aus dem ...

Text zuklappenGeschlechtsumwandlung
Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Operations-Tourismus in Thailand
In Bangkok boomen Kliniken für Geschlechtsumwandlungen.

Trumps Amtseinführung
Streit um die Zuschauerzahl in Washington.

Gefälschte Arzneien aus dem Internet
Viele Produkte sind in Deutschland nicht zugelassen. Das ist gefährlich.

Multitalent Zitrone
Was die gelbe Frucht alles kann.


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

SPD will K-Frage mit Schulz lösen
Gabriel gibt auch Parteivorsitz ab

Dämpfer für Regierung in London
Brexit geht nicht ohne Parlament

Staatsakt für Altbundespräsidenten
Deutschland würdigt Roman Herzog


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Peter Schneeberger

Ganzen Text anzeigenBuch: "Die große Heimkehr"
Die österreichisch-koreanische Autorin Anna Kim hat über die wechselvolle Geschichte des zweigeteilten Landes Korea einen Roman geschrieben.

Film: "Kings of Kallstadt"
Simone Wendel wirft einen Blick auf den Weinort Kallstadt in ...

Text zuklappenBuch: "Die große Heimkehr"
Die österreichisch-koreanische Autorin Anna Kim hat über die wechselvolle Geschichte des zweigeteilten Landes Korea einen Roman geschrieben.

Film: "Kings of Kallstadt"
Simone Wendel wirft einen Blick auf den Weinort Kallstadt in der Pfalz - dorthin, wo Donald Trumps Ahnen herkommen.

Pop-Prophet Stefan Redelsteiner
Mit Wanda, Der Nino aus Wien und Voodoo Jürgens hat der Musikmanager die derzeit wohl aufregendsten österreichischen Acts groß gemacht.

Film: ""Nicht ohne uns!"
Wie sehen Kinder die Welt? Der Dokumentarfilm von Sigrid Klausmann-Sittler gibt Kindern aus 15 Ländern eine Stimme.

Ausstellung: Tammam Azzam
Der syrische Künstler Tammam Azzam verarbeitet in seinen Bildern den Krieg. Seine neuesten Werke sind in Oldenburg zu sehen.


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Meine Tochter Anne Frank

Fernsehfilm, Deutschland 2014

Darsteller:
Anne FrankMala Emde
Otto FrankGötz Schubert
Peter van PelsLion Wasczyk
Edith FrankBettina Scheuritzel
Margot FrankRosalie Ernst
Auguste van PelsHannah Schröder
u.a.
Buch: Hannah Ley, Raymond Ley
Regie: Raymond Ley
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Name Anne Frank steht für Lebensmut und Zuversicht in hoffnungsloser Zeit. Aber auch für den frechen und schonungslosen Blick einer Heranwachsenden auf ihre Familie und ihre Umwelt.

Millionen Menschen weltweit kennen ihr Tagebuch, sie schrieb es im Versteck vor ...
(ARD/HR/WDR/RBB)

Text zuklappenDer Name Anne Frank steht für Lebensmut und Zuversicht in hoffnungsloser Zeit. Aber auch für den frechen und schonungslosen Blick einer Heranwachsenden auf ihre Familie und ihre Umwelt.

Millionen Menschen weltweit kennen ihr Tagebuch, sie schrieb es im Versteck vor den Nazis. Jetzt liegt mit diesem Doku-Drama die erste große deutsche Verfilmung der Lebensgeschichte des Frankfurter Mädchens vor.

Der Film folgt Annes Schicksal von der glücklichen Kindheit über das Versteck im Hinterhaus in Amsterdam bis zu ihrem Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Er stellt die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt. Otto Frank hat als Einziger den Verrat an den Hinterhausbewohnern überlebt. Heimgekehrt aus dem Vernichtungslager Auschwitz hält er das Tagebuch seiner toten Tochter in der Hand. Er lernt die geheimsten Gedanken und Sehnsüchte seiner Jüngsten kennen, ihre Träume von Liebe, Freiheit und Sexualität. Ihre Texte stürzen ihn in tiefe Trauer. Aber sie entfalten auch eine ungewöhnliche Kraft und schenken ihm unvermutet wieder Lebensmut. In Otto Franks Erinnerung ersteht mit Annes Hilfe das Leben der beiden versteckten Familien im Hinterhaus neu.

Mit welcher Genauigkeit und scharfem Witz Anne ihre Mitbewohner und deren Beziehungen beschreibt, ist in eindrucksvolle Spielszenen übersetzt. Immer halten sie sich eng an die Vorlage des Tagebuchs. Otto Frank erfährt von der ersten großen Liebe seiner Tochter, aber auch von ihrer Verzweiflung, die Mutter nicht so lieben zu können wie den Vater. Er bekommt eine Ahnung davon, wie quälend es für sie gewesen sein muss, ihr Zimmer mit einem alternden Zahnarzt teilen zu müssen. Und dass sie mit dem Jungen Peter van Pels auf dem Dachboden heimlich mehr als nur Küsse tauschte.

Interviews mit den wenigen noch lebenden Menschen, die Anne kannten, mit ihr zur Schule gingen oder ihr noch im Todeslager begegneten, holen die Spielhandlung immer wieder zurück in die Realität. Der Film schaut auf einen kleinen Ausschnitt der Welt mit den Augen von Anne Frank. Durch eindrucksvolle Leinwandprojektionen findet aber auch die Welt außerhalb des Verstecks bildlich Eingang in die Beschreibungen des Mädchens. In der Enge ihrer Kammer stürmen die Bilder der Zeit auf sie ein: der Einmarsch der Deutschen, die willkürlichen Verhaftungen auf der Straße, die Verschleppung der jüdischen Familien.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Meine Tochter" anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, die sich am 27. Januar 2017 zum 72. Mal jährt. Aus demselben Anlass folgen um 23.30 und um 0.15 Uhr die Dokumentationen "Die Jungs von Buchenwald" und "7 Tage ... Auschwitz". Am Mittwoch, 25. Januar, um 12.00 Uhr folgt außerdem die Dokumentation "Der Sohn der Nazis".


(ARD/HR/WDR/RBB)


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21:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alexander Granach - Da geht ein Mensch

Dokumentarfilm von Angelika Wittlich, Deutschland 2012

Länge: 106 Minuten

Ganzen Text anzeigenIm März 1933 musste der Berliner Theater- und Filmstar Alexander Granach auf dem Höhepunkt seiner Karriere aus Deutschland fliehen. Denn Granach war Jude.

Zudem hatte er sich im politischen Theater von Erwin Piscator bis Bertolt Brecht profiliert. Angelika Wittlichs ...
(ARD/BR)

Text zuklappenIm März 1933 musste der Berliner Theater- und Filmstar Alexander Granach auf dem Höhepunkt seiner Karriere aus Deutschland fliehen. Denn Granach war Jude.

Zudem hatte er sich im politischen Theater von Erwin Piscator bis Bertolt Brecht profiliert. Angelika Wittlichs Dokumentarfilm zeichnet das Leben des großen Schauspielers nach, der in der Ukraine geboren wurde und in den USA verstarb.

Stationen seiner erzwungenen Emigration wurden Warschau, Moskau, Kiew, Zürich, New York und Los Angeles. Mit Rollen in Hollywood-Klassikern wie "Ninotschka" (1939) von Ernst Lubitsch und "Auch Henker sterben" (1943) von Fritz Lang gelang dem charismatischen Schauspieler, der zuvor in Deutschland in Friedrich Wilhelm Murnaus "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1921) und Arthur Robisons "Schatten - Eine nächtliche Halluzination" (1923) in Haupt- und Nebenrollen brilliert hatte, schließlich auch in den USA der Durchbruch. Doch das Kriegsende erlebte er ebenso nicht mehr wie das Erscheinen seiner Autobiografie "Da geht ein Mensch": Alexander Granach starb am 14. März 1945 in New York im Alter von gerade einmal 54 Jahren an den Folgen einer Blinddarmentzündung.

Der Ausnahmeschauspieler wurde 1890 als neuntes Kind einer frommen jüdischen Familie in der galizischen Provinz, der heutigen Ukraine, geboren. Er kämpfte sich mit atemberaubender Vitalität und überragendem Improvisationstalent zunächst bis nach Berlin und später nach Hollywood durch. Dabei greift das eindringliche Porträt auf Briefe Granachs an seine große Liebe Lotte Lieven sowie auf die 1945 erstmals erschienene Autobiografie zurück, die für den Film von den Schauspielern Juliane Köhler und Samuel Finzi gelesen wird.


(ARD/BR)


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23:30
Format 4:3

Die Jungs von Buchenwald

Film von David Paperny und Audrey Mehler

Ganzen Text anzeigenAm 11. April 1945 befreiten amerikanische Soldaten das KZ Buchenwald. Unter den Überlebenden waren 1000 jüdische Kinder und Jugendliche. Fast alle hatten ihre Angehörigen verloren.

Die kanadische Dokumentation von Oscar-Preisträger David Paperny und Audrey Mehler ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenAm 11. April 1945 befreiten amerikanische Soldaten das KZ Buchenwald. Unter den Überlebenden waren 1000 jüdische Kinder und Jugendliche. Fast alle hatten ihre Angehörigen verloren.

Die kanadische Dokumentation von Oscar-Preisträger David Paperny und Audrey Mehler erzählt, wie die schwer traumatisierten Kinder auf ein "Leben nach der Hölle" vorbereitet wurden und was aus ihnen geworden ist.

Nach der Befreiung des KZ wurde die französische Hilfsorganisation OSE beauftragt, sich um die Waisenkinder zu kümmern. Die Schweiz nahm 280 Kinder auf, England 250 und 426 Jungen wurden in Frankreich untergebracht. Hier sollten sie vorbereitet werden auf ein "Leben nach der Hölle". Drei Jahre lang, bis 1948, lebten die Jungen zusammen in einem Heim. Sie wurden unterrichtet, psychologisch betreut, von engagierten Mitarbeitern aufopfernd umsorgt. Von manchen Lehrern und Psychologen wurden sie als "verlorene" Kinder bezeichnet, die so schwer geschädigt seien, dass sie kaum integrierbar wären. "Wir hatten keine normalen Emotionen mehr", sagt Robert, einer der Jungen von damals, heute. "Wir mussten weinen lernen und wir mussten lachen lernen, wir mussten alles neu lernen."

Sie haben es geschafft: Der Halt in der Gruppe und die liebevolle Zuwendung half den Überlebenden schließlich, in ein neues Leben zu finden. Heute lebt die Gruppe weit verstreut in Kanada, Westeuropa, Israel, Australien und sie versteht sich immer noch als Großfamilie.

Etliche von ihnen trafen sich 2002 noch einmal in Frankreich. Drei der Kinder, darunter Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, und zwei frühere Betreuerinnen beschreiben detailliert, wie sie den Weg zurück in die Zivilisation fanden.


(ARD/WDR)


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0:14
VPS 00:15

7 Tage ... Auschwitz

Film von Timo Großpietsch und Christian

von Brockhausen

Ganzen Text anzeigenFrüh fährt Andrzej nach Auschwitz-Birkenau hinaus, gedankenverloren vorbei an ehemaligen Baracken, Schlaglöchern und sommerlichen Wiesen. Er ist Restaurator in der Gedenkstätte Auschwitz.

Sieben Tage lang sind die Autoren Timo Großpietsch und Christian von ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenFrüh fährt Andrzej nach Auschwitz-Birkenau hinaus, gedankenverloren vorbei an ehemaligen Baracken, Schlaglöchern und sommerlichen Wiesen. Er ist Restaurator in der Gedenkstätte Auschwitz.

Sieben Tage lang sind die Autoren Timo Großpietsch und Christian von Brockhausen in Auschwitz. Sie arbeiten mit den Restauratoren, zu denen Andrzej gehört, und erleben Auschwitz so aus einzigartiger Perspektive.

"Über die Hände in den Kopf und dann ins Herz", das ist der Rat von Andrzej. Gerade repariert er einen ehemaligen Deportationswaggon. Hämmern und Bohren an einem Stück aus unbegreiflicher Geschichte. Gegen das Vergessen. Wie halten es die Helfer hier aus? Wie halten es die Autoren aus, permanent mit dem Gefühl der Schuld konfrontiert zu werden? Ein Gefühl, das anhaftet, einen als deutschen Besucher nicht mehr loslässt, auch wenn man Jahrzehnte nach Kriegsende geboren ist.


(ARD/NDR)


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0:44
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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1:13
VPS 01:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Meine Tochter Anne Frank

Fernsehfilm, Deutschland 2014

Darsteller:
Anne FrankMala Emde
Otto FrankGötz Schubert
Peter van PelsLion Wasczyk
Edith FrankBettina Scheuritzel
Margot FrankRosalie Ernst
Auguste van PelsHannah Schröder
u.a.
Buch: Hannah Ley, Raymond Ley
Regie: Raymond Ley
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Name Anne Frank steht für Lebensmut und Zuversicht in hoffnungsloser Zeit. Aber auch für den frechen und schonungslosen Blick einer Heranwachsenden auf ihre Familie und ihre Umwelt.

Millionen Menschen weltweit kennen ihr Tagebuch, sie schrieb es im Versteck vor ...
(ARD/HR/WDR/RBB)

Text zuklappenDer Name Anne Frank steht für Lebensmut und Zuversicht in hoffnungsloser Zeit. Aber auch für den frechen und schonungslosen Blick einer Heranwachsenden auf ihre Familie und ihre Umwelt.

Millionen Menschen weltweit kennen ihr Tagebuch, sie schrieb es im Versteck vor den Nazis. Jetzt liegt mit diesem Doku-Drama die erste große deutsche Verfilmung der Lebensgeschichte des Frankfurter Mädchens vor.

Der Film folgt Annes Schicksal von der glücklichen Kindheit über das Versteck im Hinterhaus in Amsterdam bis zu ihrem Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Er stellt die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt. Otto Frank hat als Einziger den Verrat an den Hinterhausbewohnern überlebt. Heimgekehrt aus dem Vernichtungslager Auschwitz hält er das Tagebuch seiner toten Tochter in der Hand. Er lernt die geheimsten Gedanken und Sehnsüchte seiner Jüngsten kennen, ihre Träume von Liebe, Freiheit und Sexualität. Ihre Texte stürzen ihn in tiefe Trauer. Aber sie entfalten auch eine ungewöhnliche Kraft und schenken ihm unvermutet wieder Lebensmut. In Otto Franks Erinnerung ersteht mit Annes Hilfe das Leben der beiden versteckten Familien im Hinterhaus neu.

Mit welcher Genauigkeit und scharfem Witz Anne ihre Mitbewohner und deren Beziehungen beschreibt, ist in eindrucksvolle Spielszenen übersetzt. Immer halten sie sich eng an die Vorlage des Tagebuchs. Otto Frank erfährt von der ersten großen Liebe seiner Tochter, aber auch von ihrer Verzweiflung, die Mutter nicht so lieben zu können wie den Vater. Er bekommt eine Ahnung davon, wie quälend es für sie gewesen sein muss, ihr Zimmer mit einem alternden Zahnarzt teilen zu müssen. Und dass sie mit dem Jungen Peter van Pels auf dem Dachboden heimlich mehr als nur Küsse tauschte.

Interviews mit den wenigen noch lebenden Menschen, die Anne kannten, mit ihr zur Schule gingen oder ihr noch im Todeslager begegneten, holen die Spielhandlung immer wieder zurück in die Realität. Der Film schaut auf einen kleinen Ausschnitt der Welt mit den Augen von Anne Frank. Durch eindrucksvolle Leinwandprojektionen findet aber auch die Welt außerhalb des Verstecks bildlich Eingang in die Beschreibungen des Mädchens. In der Enge ihrer Kammer stürmen die Bilder der Zeit auf sie ein: der Einmarsch der Deutschen, die willkürlichen Verhaftungen auf der Straße, die Verschleppung der jüdischen Familien.


(ARD/HR/WDR/RBB)


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2:43
VPS 02:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die geheimnisvolle Welt der Bäume

Naturschätze der Steiermark

Film von Alfred Ninaus

Ganzen Text anzeigenBäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt.

Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch ...
(ORF)

Text zuklappenBäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt.

Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch Lebensraum für viele Tiere und sie liefern wertvollste Rohstoffe vom Holz über heilsame Lindenblüten bis zum antibakteriell wirkenden Harz.

Linden und Eichen, uralte Edelkastanien, hochwüchsige Tannen, Lärchen, Urzirben. Einfach Bäume - sie umgeben uns und wir nehmen sie als selbstverständlich, aber sie sind mehr: Bäume erzählen Geschichten, sie waren da, als wir noch lange nicht am Leben waren und werden da sein, wenn wir alle nicht mehr existieren.

Sie öffnen das Tor in eine längst vergangene Zeit, in der man sie wegen ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte. Bäume sind voller Kraft und Zauber. So wurde beispielsweise entdeckt, dass das Baumharz eine antibakterielle Wirkung hat.

Neben dem Harz ist es vorwiegend das wertvolle Holz, das uns Menschen seit jeher in den Bann zieht und unser Überleben bis heute sichert. Bäume sind geniale Überlebenskünstler und statische Meisterwerke. Sie zählen zu den ältesten und größten Lebewesen der Erde.

Einige der imposantesten Exemplare Europas stehen übrigens in der Steiermark: eine 2000 Jahre alte Linde in Übelbach, eine 1000-jährige Eiche in Bierbaum.

Die Dokumentation zeigt diese gefährdeten Naturdenkmäler und beleuchtet den Lebensraum Baum: In den Jahrhunderte alten Bäumen des Tierparks Herberstein leben seltene Käferarten, wie Eichenbock, Juchtenkäfer und Bockkäfer. Aber auch Eichkätzchen, Fledermäuse, Siebenschläfer und Baummarder nützen Bäume als Wohnung und Jagdrevier, ebenso wie die verschiedensten, zum Teil sehr seltenen Vogelarten.


(ORF)


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3:35
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (1/3)

Ernstbrunn - Montana und zurück

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr ...
(ORF)

Text zuklappenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center in Ernstbrunn, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich.

Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center (WSC). Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen - diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe.

Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des Wolf Science Center, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York. 4500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck.

Rückblickend gesteht Fally-Puskás: "Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall?" Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal - alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen - Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo - und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an.

Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: "Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten!" Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und festzustellen, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Canidenforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf.


(ORF)


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4:19
VPS 04:15

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Mit Wölfen unter einer Decke (2/3)

Sechs Welpen und ein Todesfall

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im ...
(ORF)

Text zuklappenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im Vordergrund. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob und vor allem mit Leckerlis.

"Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts. Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe", sagt Bea Belenyi und sie spricht aus Erfahrung. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen.

Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, verstirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen.

Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich faire Vergleiche anstellen.

Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen?


(ORF)


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5:03
VPS 05:00

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Mit Wölfen unter einer Decke (3/3)

Im Rudel geht es rund

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter ...
(ORF)

Text zuklappenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen.

Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten.

Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das kümmere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben - ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen.

Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: "Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert." Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig.

Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an - die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Testraum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudelzusammenstellungen zu finden. Kotrschal: "Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen." Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen?

Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls Sommer wie Winter als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das - wie könnte es auch anders sein - Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark. Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofi, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen.


(ORF)