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Dezember 2017
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Sonntag, 28. August
Programmwoche 35/2016
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6:14
VPS 06:15

makro: 100% Baumwolle - Afrikas Kindersklaven

Film von Vanina Kanban

Ganzen Text anzeigenBaumwolle ist einer der begehrtesten Rohstoffe weltweit. Kinderarbeit und moderner Arbeitssklavenhandel sind die oft unbekannten Schattenseiten der Baumwoll-Produktion.

Die westafrikanischen Staaten Mali, Elfenbeinküste und Burkina Faso gehören zu den wichtigsten ...

Text zuklappenBaumwolle ist einer der begehrtesten Rohstoffe weltweit. Kinderarbeit und moderner Arbeitssklavenhandel sind die oft unbekannten Schattenseiten der Baumwoll-Produktion.

Die westafrikanischen Staaten Mali, Elfenbeinküste und Burkina Faso gehören zu den wichtigsten Baumwollproduzenten und profitieren vom Baumwoll-Hunger der Industrienationen.

Nicht selten müssen Kinder dort bis zu zwölf Stunden am Tag Baumwolle pflücken. Armen Familien wird der Nachwuchs von den Baumwoll-Baronen regelrecht abgekauft und verschleppt. Dabei ist Kinderarbeit auch in diesen Ländern verboten. Das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" zeigt die bedrückende Realität auf den Baumwollplantagen Westafrikas.


6:44
VPS 06:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tele-Akademie

Prof. Dr. Peter Sloterdijk: Die Trennung der Seele vom

Körper und ihre Rückkehr zu ihm

Annäherung an die Prinzipien der Psychosomatik

Ganzen Text anzeigenKörper und Geist sind eng miteinander verbunden. Alle unsere Gedanken und Gefühle erzeugen körperliche Reaktionen. Aber was ist die Seele? Dieser Frage geht Peter Sloterdijks Vortrag nach.

Leib und Seele - Körper und Geist - Soma und Psyche: Seit der Antike ist das ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenKörper und Geist sind eng miteinander verbunden. Alle unsere Gedanken und Gefühle erzeugen körperliche Reaktionen. Aber was ist die Seele? Dieser Frage geht Peter Sloterdijks Vortrag nach.

Leib und Seele - Körper und Geist - Soma und Psyche: Seit der Antike ist das Nachdenken über die Existenz und Natur der Seele und die Frage nach ihrem Verhältnis zum Körper ein zentrales Thema sowohl in der Geschichte der Medizin als auch der Philosophie.

Dabei entstand der Begriff Psychosomatik erst im frühen 19. Jahrhundert.
Peter Sloterdijk unternimmt in diesem Vortrag eine philosophische Annäherung an eine zeitlose und gleichzeitige ungebrochen aktuelle Grundfrage der menschlichen Existenz.

Professor Dr. Peter Sloterdijk lehrte bis 2015 Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Er zählt zu den wichtigsten und produktivsten Philosophen der Gegenwart.


(ARD/SWR)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05

100(0) Meisterwerke

Hugo Simberg: Der verletzte Engel

Dokumentarserie über berühmte Gemälde der Malerei.

In der Reihe "100(0) Meisterwerke" wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.


9:16
VPS 09:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Slavoj Zizek: Nieder mit der Ideologie!

(aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie")

Ganzen Text anzeigenEr gilt als Enfant terrible der Philosophie, provoziert Rechte wie Linke und analysiert das Zeitgeschehen mit dem Besteck von Marx und Hegel: Slavoj Zizek.

Der slowenische Philosoph hält an der Vorstellung von Wahrheit fest und plädiert für Menschenrechte und ...

Text zuklappenEr gilt als Enfant terrible der Philosophie, provoziert Rechte wie Linke und analysiert das Zeitgeschehen mit dem Besteck von Marx und Hegel: Slavoj Zizek.

Der slowenische Philosoph hält an der Vorstellung von Wahrheit fest und plädiert für Menschenrechte und Eurozentrismus. Wie das zusammengeht, erläutert er im Gespräch mit Barbara Bleisch.

Für Slavoj Zizek ist alles Ideologie: Ob Kapitalismus oder Toleranz, Islamismus oder ganz gewöhnlicher Alltag. Handykauf, Klamottenwahl, Zahnpasta - alles ist ideologisch verbrämt. Daher ist für ihn marxistische Gesellschaftskritik kein Schnee von gestern, sondern aktueller denn je. Denn wo früher Religion die Menschen verblendete, knechten heute Technokratie und Kapitalismus die Menschen, findet Zizek.
Der wortgewaltige Tausendsassa verteidigt in "Sternstunde Philosophie" seine Ideologiekritik.


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Festivalsommer

Klassik Open Air Nürnberg

20th Century Classics, 2015

Mit Martin Grubinger (Schlagzeug)
Programm:
- Leonard Bernstein: "Candide" - Ouvertüre
- Dmitri Schostakowitsch: Jazz-Suite

Orchester: Staatsphilharmonie Nürnberg

Musikalische Leitung: Marcus Bosch

Ganzen Text anzeigenSchlagzeuger Martin Grubinger ist Gast beim diesjährigen Nürnberger Klassik Open Air. Er wird hier zwei Werke für Schlagzeug und Orchester spielen, die für ihn selbst komponiert wurden.

Die Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von Marcus Bosch rundet den ...
(ARD/BR)

Text zuklappenSchlagzeuger Martin Grubinger ist Gast beim diesjährigen Nürnberger Klassik Open Air. Er wird hier zwei Werke für Schlagzeug und Orchester spielen, die für ihn selbst komponiert wurden.

Die Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von Marcus Bosch rundet den Abend mit Stücken wie der "Candide"-Ouvertüre von Leonard Bernstein und der Jazz-Suite von Dmitri Schostakowitsch ab - bevor ein Feuerwerk die musikalische Sommernacht beendet.

Martin Grubinger ist längst ein Superstar der Klassik-Szene, der mit seiner unglaublichen Virtuosität und seinem Charisma seine Zuhörer in den Bann schlägt. Grubinger ist bereits weltweit mit allen großen Orchestern aufgetreten, aber so viele Zuhörer wie beim Nürnberger Klassik Open Air, der größten Veranstaltung dieser Art in Europa, hatte selbst er noch nicht.


(ARD/BR)


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11:56
VPS 11:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

New York - The Music City

Film von Pagonis Pagonakis und Claus Bredenbrock

Ganzen Text anzeigenKeine andere Stadt hat eine vielfältigere Musikszene. Und keine andere Stadt erlebt einen so regelmäßigen Wandel durch immer neue Generationen von Einwanderern: New York.

Hier sind Hip-Hop, Latin Free Style, Bebop, Disco, Punk-Rock, New Wave und Folk Rock ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenKeine andere Stadt hat eine vielfältigere Musikszene. Und keine andere Stadt erlebt einen so regelmäßigen Wandel durch immer neue Generationen von Einwanderern: New York.

Hier sind Hip-Hop, Latin Free Style, Bebop, Disco, Punk-Rock, New Wave und Folk Rock entstanden. New York ist die Musikstadt schlechthin, das Ergebnis unerschöpflicher Erneuerung und Inspiration durch immer neue Migrationswellen und Musiker aus aller Welt.

Im Künstlerviertel Greenwich Village wurde die Folk-Musik "elektrisch", das heißt zum Folk-Rock weiterentwickelt. Dazu kommt Salsa als eine Fusion der Musik aus Kuba, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik, die sich in den 1960er Jahren zunächst auf den Straßen der Latino-Stadtteile ausbreitete.

Immer sind es die oft rauen Straßen New Yorks, auf denen sich neue Stilrichtungen zuerst artikulieren und messen lassen müssen. Die ganze Stadt ist ein Schmelztiegel der Nationen. Untrennbar mit New York und der Geschichte der Musik verbunden ist der Jazz aus Harlem und der legendäre Cotton Club. Im New Yorker Underground spielen vor allem Andy Warhols Factory und seine Hausband Velvet Underground mit Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker und der Deutschen Nico - Christa Päffgen aus Köln - eine führende Rolle.

Nicht auf der britischen Insel sondern tief in den Gossen der New Yorker Bowery entsteht der Punk. Schon zu einer Zeit, als man in England das Wort Punk noch mit seiner ursprünglichen Bedeutung assoziierte. Benannt nach dem einzigen Fanzine, das sich mit Bands wie den Ramones oder den New York Dolls beschäftigt, liegt der Punk-Urknall in einer avantgardistischen Szene aus New Yorker Poeten, Künstlern und Musikern.

Eine Entdeckungsreise vom Jazz in Harlem zum Hip-Hop in der Bronx, vom Folk im Greenwich Village zum Punk in der Bowery, vom Salsa zum Latin Sound. Mit dabei: Gregory Porter, Alicia Keys, Bob Dylan, The Velvet Underground, Blondie, Bruce Springsteen, Jay Z, Jennifer Lopez und viele andere.


(ARD/WDR)


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Zauber des Ausseerlandes

Film von Alfred Ninaus

(aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich")

Ganzen Text anzeigenRund um den geographischen Mittelpunkt Österreichs entfaltet sich eine markante Landschaft voller Kontraste: das Ausseerland.

Die Natur hat hier eine Kulisse geformt - mild und schroff zugleich. Mächtige Gebirgsketten riegeln das Land gegen alle Seiten hin ab. Auch ...
(ORF)

Text zuklappenRund um den geographischen Mittelpunkt Österreichs entfaltet sich eine markante Landschaft voller Kontraste: das Ausseerland.

Die Natur hat hier eine Kulisse geformt - mild und schroff zugleich. Mächtige Gebirgsketten riegeln das Land gegen alle Seiten hin ab. Auch die zahlreichen Seen, an und in denen das Leben pulsiert, prägen das Bild der Landschaft.


(ORF)


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13:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Peter Voß fragt Sönke Neitzel

Immer wieder Krieg?

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDer Historiker Sönke Neitzel ist nicht nur ein Experte für die Geschichte des Krieges, sondern auch ein scharfsinniger Analytiker unserer Gegenwart.

Sönke Neitzel ist der erste und einzige Professor für Militärgeschichte in Deutschland. Seit 2015 ist er Inhaber ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappenDer Historiker Sönke Neitzel ist nicht nur ein Experte für die Geschichte des Krieges, sondern auch ein scharfsinniger Analytiker unserer Gegenwart.

Sönke Neitzel ist der erste und einzige Professor für Militärgeschichte in Deutschland. Seit 2015 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Militärgeschichte/ Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam.

Der Historiker nimmt Stellung zu den deutschen Militäreinsätzen in Afghanistan und den Waffenlieferungen nach Saudi Arabien.

Seine Forschungen befassen sich vor allem mit dem Zeitalter der Weltkriege.
In seinem Buch "Abgehört" aus dem Jahr 2005 hat Neitzel erstmals die Abhörprotokolle des britischen Geheimdienstes aus Trend Park, einem Sonderlager für Kriegsgefangene deutsche Stabsoffiziere und Generale, ausgewertet und damit einen wichtigen Beitrag zur Mentalitätsgeschichte der deutschen Militärelite im Zweiten Weltkrieg geschrieben.

Aufsehen erregte auch die Folgepublikation "Soldaten", die er 2011 gemeinsam mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer verfasste. Eindrucksvoll wird darin die Legende von der "sauber" gebliebenen deutschen Wehrmacht widerlegt. Sönke Neitzel und Harald Welzer entdeckten in den Abhörprotokollen der Alliierten die ganz normale Unmenschlichkeit deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg.

Der Öffentlichkeit ist Neitzel vor allem aus dem Fernsehen bekannt. Als Fachberater ist er seit 1996 regelmäßig für Redaktionen von historischen Fernsehdokumentationen tätig. Er war unter anderem auch für die Filme "Stauffenberg - Die wahre Geschichte" (2009), Rommel (2012) und "Unsere Mütter, unsere Väter" (2013) tätig. Neitzel ist Autor und Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Beiträge.


(ARD/SWR/3sat)


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14:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Gesichter Asiens

Bollywoods Träume - Die Suche nach dem Happy-End

Film von Gábor Halász

Ganzen Text anzeigenJeden Tag kommen Tausende nach Mumbai - Tausende Träumer. Sie sind sich sicher, in der größten indischen Stadt wartet ihre Chance. Denn hier ist das indische Kino zu Hause - Bollywood.

Der Film stellt drei dieser Träumer vor: den angehenden Regisseur Ashish, die ...
(ARD/HR)

Text zuklappenJeden Tag kommen Tausende nach Mumbai - Tausende Träumer. Sie sind sich sicher, in der größten indischen Stadt wartet ihre Chance. Denn hier ist das indische Kino zu Hause - Bollywood.

Der Film stellt drei dieser Träumer vor: den angehenden Regisseur Ashish, die junge Schauspielerin Samvedna und den Kinobesitzer Sanjay.

Ashish träumt. Er dreht seine ersten Filme, möchte Regisseur werden. Er ist im Slum aufgewachsen. Nun studiert er an einer großen Filmschule, dank einer Hilfsorganisation. Ashish ist jung, unsicher - aber an einem zweifelt er nicht: Er kommt groß raus.

Auch Samvedna träumt. Sie hat Medizin studiert, ihren Eltern zuliebe. Aber sie wollte immer Schauspielerin werden. Jetzt lebt die Ärztin ihren Traum, studiert auch an der Filmschule. Bald ist sie fertig und sie muss sich im Dschungel von Mumbai ihre Rollen suchen. Es wird nicht einfach, aber trotzdem bereut sie nichts. Mumbai ist ihr Platz. Wenn sie in der Stadt landet, pocht ihr Herz.

Sanjay träumt seit seiner Geburt. Er wuchs in einem Kino auf - ein Haus, das alle großen indischen Filme gesehen hat. Meistens saß auch Sanjay im Saal. Der ist heute sein Wohnzimmer. Sanjay ist der Manager des Hauses. Und er weiß: Das Kino braucht ein Happy End.

Ein Happy End, das viele auf den Straßen von Mumbai suchen. Doch das Leben dort ist hart. Bollywood lässt die Menschen für einen Moment in die Fantasie fliehen. Im Film gibt es keine Kastenschranken, dort siegt die romantische Liebe. Mit viel Musik und Tanz. Das Bollywood-Kino hat Indien geprägt wie kaum etwas anderes. Auch wenn das Happy End alles andere als sicher und Bollywood manchmal überraschend anders ist.


(ARD/HR)


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14:46
VPS 14:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Im Luxuszug durch Südindien

Film von Jan Schulte-Kellinghaus und Jan Peter Gehrckens

Ganzen Text anzeigenSieben Tage, 1800 Kilometer, eine Reise in einem rollenden Palast: Der kobaltblaue Luxuszug "Deccan Odyssey" erkundet von Mumbai aus die südindischen Staaten Maharashtra und Goa.

21 Waggons, davon elf Schlafwagen, stehen für die betuchten Reisenden bereit. Abseits ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenSieben Tage, 1800 Kilometer, eine Reise in einem rollenden Palast: Der kobaltblaue Luxuszug "Deccan Odyssey" erkundet von Mumbai aus die südindischen Staaten Maharashtra und Goa.

21 Waggons, davon elf Schlafwagen, stehen für die betuchten Reisenden bereit. Abseits der touristischen Trampelpfade lernen Sie bei Aufenthalten an verschlafenen Bahnstationen das Hinterland kennen.

Wie die an vielen Stellen fast unberührte Konkanküste mit ihren gewaltigen Forts und endlosen Stränden und das Hippieparadies Goa mit seinem portugiesischen Kolonialerbe. Eine weitere Station ist Kolhapur, die quirlige Maharadja-Stadt mit ihren Tempeln, Tänzen und Traditionen. Die berühmten Höhlentempel von Ellora und Ajanta zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe, Nashik die Pilgerstadt am heiligen Fluss Godavari, beeindruckt die Reisenden mit ihrer spirituellen Stimmung. Ausgangspunkt und Endstation dieser Reise ist die pulsierende indische Metropole Mumbai.

Maharadjas und fahrbare Götterstatuen zum Leihen, Tempel, Paläste und ein modernes Indien: In einer Woche durchmisst der "Deccan Odyssey" einen eigenen Kosmos. "Wenn man nach Indien reist, will man entweder nie wieder kommen - oder man kommt nie wieder los vom Subkontinent," sagt eine, die es wissen muss: die Hamburger Autorin Katharina Poggendorf, die seit Jahren in Goa lebt und sich dort sozial engagiert.

Begegnungen mit den Menschen an der legendären Zugstrecke des "Deccan Odyssey" runden die Reisereportage über die Traumtour "Im Luxuszug durch Südindien" ab. Die traditionelle Tänzerin Sweetah etwa ist hauptberuflich Radiomoderatorin, ihr Indien ist im Umbruch und auf dem Weg zu einer sozialeren Gesellschaft.

Dafür setzt sich der Maharadja von Kolhapur seit Jahrzehnten ein. Dass der Herrscher, bei allem Einsatz für sein Volk, den üblichen Zeitvertreib der früheren indischen Maharadjas wie Elefantenkämpfe und Tigerjagd schätzte, muss kein Widerspruch sein, sondern lässt sich als schillernde indische Realität begreifen.


(ARD/NDR)


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15:31
VPS 15:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Java

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in sein Logbuch: "Batavia ist sicher kein Fleck, den zu besuchen Europäer sich drängen sollten." Auch heute ist der Großstadt-Moloch Jakarta nicht schön.

Alexander Schweitzer bricht beginnt seine Bahnfahrt in den Osten Javas im "Argo-Parahyangan". Der Zug gehört der Executive-Class an, der indonesischen Luxusklasse - mit an Bord ein eigener Masseur. Ausgedehnte Reisfelder säumen die Strecke.

Alexander Schweitzer entdeckt "Wayang Golek", eine besondere Art des indonesischen Puppentheaters, und erlebt in Yogyakarta die Unabhängigkeitsfeierlichkeiten mit. 1945 begann der Freiheitskampf. Yogyakarta hatte damals eine große Bedeutung. Der spätere Präsident Sukarno hatte hier seine provisorische Hauptstadt. Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten ist "Panjat Pinang", das Klettern auf Palmen. Junge Männer steigen auf 11,5 Meter hohe Palmenstämme, die mit feinstem Motorenöl eingerieben sind. Sie steigen dabei aufeinander, um oben an Päckchen heranzukommen. Ein recht schmieriges Schauspiel. In der Nähe von Yogyakarta besucht Alexander Schweitzer auch das berühmte Ramayana-Ballett. Es wird hier seit 1961 als großes Tanzdrama im Prambanan-Tempel aufgeführt.

Eisenbahn heißt auf Indonesisch "Kereta api", "Feuerwagen", doch davon gibt es nicht mehr viele. Alexander Schweitzer hat noch eine Dampflokomotive auf der Waldbahn von Cepu entdeckt. Die Holländer hatten sie einst zum Teakholzabbau benutzt. Auch bei der Zuckermühle Olean fahren noch ab und zu Dampfloks. Sie werden für den Zuckerrohrtransport benötigt. Alexander Schweitzer lernt außerdem Jamu kennen, eine traditionelle asiatische Naturheilrezeptur.

Im Osten Javas steigt er um in sogenannte "Ekonomi"-Züge. Sie entsprechen in etwa der dritten Klasse. Die Züge sind langsamer und halten häufiger. Innen sind sie nicht ganz so vornehm, aber hier lernt man das richtige Leben besser kennen. In Kertosono steigen Musiker zu, sie verdienen ihr Geld während der Fahrt. Vorbei an Tempeln und Kakaoplantagen erreicht der Filmemacher schließlich Banyuwangi, den östlichsten Bahnhof Javas. Hier ist die Nachbarinsel Bali nur noch einen Steinwurf entfernt - und hier endet Alexander Schweitzers Reise.


(ARD/SWR)


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16:16
VPS 16:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Australiens Süden

Film von Susanne Mayer-Hagmann

Ganzen Text anzeigenMitte des 19. Jahrhunderts startete der erste Heißluftballon über Melbourne, und so ist es fast schon Tradition, zum Sonnenaufgang über die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria zu schweben.

Unten in der Millionenstadt rattert die "City Circle Tram", eine ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenMitte des 19. Jahrhunderts startete der erste Heißluftballon über Melbourne, und so ist es fast schon Tradition, zum Sonnenaufgang über die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria zu schweben.

Unten in der Millionenstadt rattert die "City Circle Tram", eine historische Straßenbahn aus den 1950er Jahren. Touristen und Einheimische nutzen die kostenlosen Fahrten rings um die Innenstadt zu einer entspannten Sightseeing-Tour.

Rund 40 Kilometer südöstlich von Melbourne, in den Eukalyptus- und Farnwäldern der Dandenong Ranges, ist "Puffing Billy" zuhause, Australiens wohl beliebteste Dampfeisenbahn. Was in Europa unter keinen Umständen erlaubt wäre - auf der 24 Kilometer langen Strecke zwischen Belgrave und Gembrook sitzen die Passagiere auf den halboffenen Wagen und hängen ihre Beine heraus. Die Originalstrecke des "Puffing Billy" wurde 1900 in Betrieb gesetzt und ist eine von vier Schmalspursbahnen, die die Staatsbahn Victorian Railway zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Landesinnere gebaut hat.

Eine zweite dieser Schmalspurbahnen ist die Walhalla "Goldfields Railway" rund 180 Kilomter östlich von Melbourne. Sie führte einst von Moe bis Walhalla, eine der seinerzeit reichsten Goldgräberstädte Australiens. In den 1950er Jahren wurde die Strecke stillgelegt. Heute ist Walhalla der Geheimtipp unter den Victorianern in Sachen Heimatgeschichte. Die Bahn fährt als Museumsbahn auch wieder durch die wilde Schlucht des Stringer's Creek.

Eine dritte Museumsbahn findet sich an der wilden Westküste von Australiens südlichstem Bundesstaat, der Insel Tasmanien. Der Name der Bahn ist Programm: "West Coast Wilderness Railway". Sie führt von der Kupferminenstadt Queenstown durch den Regenwald Tasmaniens nach Strahan, einer kleinen Hafenstadt am Macquarie Harbour. Eine Fahrt auf dieser Strecke ist nicht nur für Dampflok-Fans, sondern auch für Freunde wilder Naturlandschaften ein grandioses Erlebnis.

Auf ihrer Reise durch Australiens Süden treffen die Filmemacher in der Tierpflegestation "Haelesville Sanctuary" auf all jene Tiere, die sie in Australien erwartet hatten, aber auf freier Wildbahn nicht zu Gesicht bekamen. Außerdem besuchen sie ein altes Sägewerk, das die ältesten Bäume der Welt verarbeitet: die Huon Pine. Die Kieferart wächst nur in den Regenwäldern von Tasmaniens Westküste und steht heute unter dem Schutz der UNESCO. Schließlich sind die Filmemacher auch dabei, als Tasmanien einen neuen Weltrekord aufstellt: 114 Wasserskifahrer, gezogen von einem einzigen Boot.


(ARD/SWR)


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17:07
VPS 17:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio

Red Dog - Ein Held auf vier Pfoten

Spielfilm, Australien 2011

Darsteller:
JohnJosh Lucas
NancyRachael Taylor
JackNoah Taylor
RosaKeisha Castle-Hughes
TomLuke Ford
u.a.
Regie: Kriv Stenders
Länge: 85 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer junge Trucker Tom glaubt, Zeuge eines Verbrechens zu werden, als er im australischen Wüstenstädtchen Dampier aus dem Hinterzimmer einer Bar seltsame Geräusche hört. Doch er täuscht sich.

Tatsächlich mühen sich dort mehrere gestandene Männer mit der Aufgabe, ...
(ARD)

Text zuklappenDer junge Trucker Tom glaubt, Zeuge eines Verbrechens zu werden, als er im australischen Wüstenstädtchen Dampier aus dem Hinterzimmer einer Bar seltsame Geräusche hört. Doch er täuscht sich.

Tatsächlich mühen sich dort mehrere gestandene Männer mit der Aufgabe, einen sterbenden Hund von seinem Leid zu befreien. Sie bringen es nicht übers Herz, das anmutige Tier zu töten. Stattdessen erzählen sie Tom die Geschichte von "Red Dog".

Viele Jahre zuvor kam der herrenlose Hund durch reinen Zufall in die kleine Bergarbeiterstadt, nachdem er es sich im Auto eines Pärchens bequem gemacht hatte. Wegen der rötlichen Farbe seines Fells tauften die beiden ihn auf den Namen Red Dog. In Dampier gewann der Hund durch sein sympathisches Naturell schnell das Vertrauen der Einwohner, vorwiegend raubeinige Bergleute. Dem quirligen Italiener Vanno verhalf er zur Liebe seines Lebens; dem melancholischen Jocko, der Frau und Kind verlor, schenkte er neuen Lebensmut. Auch der grantige Peeto entwickelte eine ganz besondere Beziehung zu dem freundlichen Vierbeiner: In dessen Gesellschaft hatte der muskulöse Kerl keine Hemmungen, seinen heimlichen Leidenschaften, Stricken und Schnulzenmusik, zu frönen. Aus unterschiedlichsten Gründen wuchs Red Dog fast allen Menschen fest ans Herz und entwickelte sich zu einer Art guter Seele des Ortes.

In dem Busfahrer John fand das Tier schließlich auch ein Herrchen. Die beiden standen sich in heiklen Situationen bei, denn so sehr Red Dog von den meisten Menschen geliebt wurde, so sehr hassten ihn manch andere. Auch als John sich in die Sekretärin Nancy verliebte, änderte das nichts an der besonderen Freundschaft der beiden. Bis ein tragischer Schicksalsschlag alles veränderte.

Die Geschichte des anrührenden Familienfilms "Red Dog" wurde von der wahren Begebenheit eines herrenlosen Hundes inspiriert, der in 1970er Jahren in Australien Berühmtheit erlangte: Der "echte" Red Dog hatte sogar ein eigenes Bankkonto und war Mitglied der lokalen Gewerkschaft. Nach seinem Tod stellte man in dem Ort Dampier eine Bronzestatue zu seinem Gedenken auf. An den Kinokassen war "Red Dog" der erfolgreichste australische Film des Jahres 2011, er gehört bis heute zu den zehn erfolgreichsten Filmen aller Zeiten aus Down Under. Vom Australien Film Institute wurde er als Bester Film des Jahres ausgezeichnet.


(ARD)


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18:32
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

SCHWEIZWEIT: Perfekt im Fluss

Rudern im Einklang

Film von Raphaëlle Aellig

Ganzen Text anzeigenFlüssig und harmonisch übers Wasser gleiten: das Ziel aller Ruderer. Perfekt im Fluss ist, wer den optimalen Bewegungsablauf findet und mit sich, der Natur und dem Team im Einklang ist.

Rudern ist anspruchsvoll - nicht nur körperlich, sondern auch mental. Der ...

Text zuklappenFlüssig und harmonisch übers Wasser gleiten: das Ziel aller Ruderer. Perfekt im Fluss ist, wer den optimalen Bewegungsablauf findet und mit sich, der Natur und dem Team im Einklang ist.

Rudern ist anspruchsvoll - nicht nur körperlich, sondern auch mental. Der Rudersport ist eine wahre Lebensschule, in der die Ruderer lernen, sich auf eines zu konzentrieren: Den perfekten gemeinsamen Schlag, damit das Boot immer schneller durch das Wasser gleitet.

"Gute Ruderer sind in erster Linie auch geistig wache Menschen. Die Harmonie einer Mannschaft ist keine reine Frage der Muskelkraft - auch die Herzen und Seelen der Team-Mitglieder müssen im Einklang sein", meint Georges Pocock, Ruderer und Boots-Designer.

Technisch ist der Rudersport sehr anspruchsvoll und hart, weil man auch im tiefsten Winter aufs Wasser muss. Oft steht man um fünf oder sechs Uhr in der Früh auf, um die stille Morgenzeit zu nutzen. Genf hat gleich zwei Trümpfe für Ruderer im Ärmel: Einerseits die Rhone, wo sich die Wettkämpfer mitten in der Stadt in erstaunlich natürlicher Umgebung messen können und andererseits den See, auf dem sich Ruderer aller Stufen möglichst abseits der Motorschifffahrt treffen.

Alle im selben Boot - dieser Ausdruck trifft wohl selten so zu wie im Rudersport. Jede Bewegung muss übereinstimmen mit denjenigen der anderen Teammitglieder. Das beginnt schon beim Einstieg ins Boot und erst recht bei der Suche nach dem perfekten Schlag. Jener perfekt übereinstimmenden Bewegung, die das Boot über das Wasser fliegen zu lassen scheint. Alle im gleichen Atemzug, die Zeit eines Ruderschlages als Fragment der Ewigkeit.


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Offene Türen bei der Bundesregierung
Bürger stellen kritische Fragen

Türkische Offensive in Syrien
Viele Tote bei Angriffen auf Kurden

Formel 1: Sieg für Rosberg
Hamilton gelingt Aufholjagd


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19:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Unicef - das Recht, Kind zu sein

Film von Kurt Widmer

(aus der Reihe "NZZ Format")

Ganzen Text anzeigenKinder in Not: Was steckt hinter der Hilfsorganisation Unicef? Sir Roger Moore, einst James Bond, und die Geschichte der Goodwill-Botschafter im Dienste von Unicef.

Erdbebendrill in einer Grundschule in Banda Aceh. Erfolgsstory auf Sabang, einer Insel in Indonesien: ...

Text zuklappenKinder in Not: Was steckt hinter der Hilfsorganisation Unicef? Sir Roger Moore, einst James Bond, und die Geschichte der Goodwill-Botschafter im Dienste von Unicef.

Erdbebendrill in einer Grundschule in Banda Aceh. Erfolgsstory auf Sabang, einer Insel in Indonesien: Sieg über die Malaria. Das Unicef Label "Kinderfreundliche Gemeinde": Wenn sich Gemeinderäte auf die Augenhöhe der Kinder begeben.

Hilfsgüter auf Abruf: Gigantische Mengen lagern in einem Verteilzentrum in Kopenhagen. Weltweit bekannt sind die Weihnachtsgrußkarten der Unicef. Auf einem idyllischen Berner Bauernhof entsteht mit alter Scherenschnitttechnik eine neue Karte mit und für die Kinder der Welt.


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19:41
VPS 19:40

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Tsodilo, Botswana

Die flüsternden Felsen der Kalahari

Film von Rüdiger Lorenz und Faranak Djalali

Ganzen Text anzeigenTsodilo - der Fels, der flüstert. Das UNESCO-Welterbe aus Stein und Farbe am nordwestlichen Rand der Kalahari-Wüste in Botswana lässt auch bei Wissenschaftlern viele Fragen offen.

Auf und um Tsodilo gibt es über 4000 Felszeichnungen. Archäologen vermuten hier eine ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenTsodilo - der Fels, der flüstert. Das UNESCO-Welterbe aus Stein und Farbe am nordwestlichen Rand der Kalahari-Wüste in Botswana lässt auch bei Wissenschaftlern viele Fragen offen.

Auf und um Tsodilo gibt es über 4000 Felszeichnungen. Archäologen vermuten hier eine der ältesten Kultstätten der Menschheit überhaupt. Für die Stämme "Kung" und "Hambukushu" ist es der Ort, wo die Götter leben und die Geister ihrer Vorfahren ruhen.

Auf den zum Teil über 20 000 Jahre alten Zeichnungen stehen einzelne Menschen und vor allem Tiere wie Giraffen, Elefanten und Antilopen im Mittelpunkt. Manchmal sind geometrische Muster zu finden. Ein Reisender zu Mitte des vorigen Jahrhunderts verglich Tsodilo wegen seiner Felsbilder mit einem "mit Schätzen angefüllten Louvre der Wüste". Immer noch ist vieles unerforscht. Nicht nur der Ursprung der Malereien.

Waren es einfach Bilder, die den Betrachter erfreuen wollten, wie der Löwe oder das Zebra? Waren es Symbole einer unbekannten Glaubenswelt oder Träume von einem verlorenen Paradies, in dem es reichlich Jagdtiere und Wasser gab? Oder waren es verschlüsselte Botschaften an andere Jäger? Die Tiere der Kalahari bieten heute noch die Möglichkeit, den Motiven der frühen Künstler nachzuspüren. Auch wenn die Ureinwohner längst keine Felsen mehr bemalen, so sind die Tiere nach wie vor Teil ihres Alltags.

Vier Hügel dominieren die riesige Ebene in der Kalahari-Wüste. Im Umkreis von 150 Kilometern gibt es nichts außer einer endlosen, flachen Buschsavanne. Fast wie eine verwitterte, 400 Meter hohe Pyramide überragt der höchste Felsgipfel seine Umgebung. Noch heute ist er für die Buschleute ein heiliger Ort, vergleichbar mit dem Ayers Rock in Australien.


(ARD/SWR)


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Nuhr daheim

Von und mit Dieter Nuhr

Ganzen Text anzeigenDieter Nuhr ist als Kabarettist Fachmann für das Thema Heimat, denn er fragt sich den ganzen Tag: Wo sind wir hier eigentlich?

Er ist froh, in Deutschland zu leben, denn hier wird er weder aufgrund freier Meinungsäußerung massakriert, noch wegen Ehebruchs ...
(ARD/RBB)

Text zuklappenDieter Nuhr ist als Kabarettist Fachmann für das Thema Heimat, denn er fragt sich den ganzen Tag: Wo sind wir hier eigentlich?

Er ist froh, in Deutschland zu leben, denn hier wird er weder aufgrund freier Meinungsäußerung massakriert, noch wegen Ehebruchs gesteinigt. Als weitere Vorteile seiner Heimat freut er sich über fließend Warmwasser, Frieden und Sicherheit vor Dengue-Fieber.

Diese Freude möchte er gern mit seinem Publikum teilen.


(ARD/RBB)


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21:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Große Kleinkunst

Das Mainzer "unterhaus" feiert 50. Geburtstag

Ganzen Text anzeigenAnfang 2016 jährt sich die Geburtsstunde einer der wichtigsten Kabarettbühnen im deutschsprachigem Raum zum 50. Mal: Das Mainzer Forum-Theater unterhaus feiert Geburtstag.

Nicht nur der unvergessene Hanns Dieter Hüsch hat hier eine künstlerische Heimat gefunden; ...

Text zuklappenAnfang 2016 jährt sich die Geburtsstunde einer der wichtigsten Kabarettbühnen im deutschsprachigem Raum zum 50. Mal: Das Mainzer Forum-Theater unterhaus feiert Geburtstag.

Nicht nur der unvergessene Hanns Dieter Hüsch hat hier eine künstlerische Heimat gefunden; von Dieter Hildebrandt bis Wolfgang Neuss, von Wader bis Wecker, von Loriot bis Pispers standen sie alle schon auf der Bühne im legendären Gewölbekeller zu Mainz.

"Hier stehen wir, Spott helfe uns!" hieß das erste Programm, dass im Januar 1966 im "unterhaus" präsentiert wurde. Heute wird fast täglich auf zwei Bühnen das Beste präsentiert, das Kabarett und Kleinkunst zu bieten haben. Seit 1972 verleiht das "unterhaus" außerdem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis die bedeutendste Auszeichnung ihrer Art im deutschsprachigen Raum.

Ein halbes Jahrhundert Kabarettgeschichte – das muss natürlich gefeiert werden. Statt langer Festreden gab es zum Jubiläum das, was das "unterhaus" ausmacht: An zwei Abenden wurde Kabarett vom Feinsten präsentiert.

3sat zeigt die Höhepunkte des zweiten Teils der Jubiläumsgala, der vor allem im Zeichen der "Jungen Wilden" stand: Tobias Mann und Christoph Sieber, Max Uthoff, Barbara Ruscher, Lars Reichow und andere feierten die Bühne, die ihnen Sprungbrett für ihre Karriere war.


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21:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alle sagen: I Love You

(Everyone Says I Love You)

Spielfilm, USA 1996

Darsteller:
Joe BerlinWoody Allen
Steffi DandridgeGoldie Hawn
Bob DandridgeAlan Alda
Von SidellJulia Roberts
Skylar DandridgeDrew Barrymore
Holden SpenceEdward Norton
u.a.
Regie: Woody Allen
Länge: 98 Minuten

Ganzen Text anzeigenGeschichten mehrerer Generationen einer New Yorker Mittelklassefamilie: Man verliebt sich, streitet sich, lebt zusammen, man trennt sich. Doch alle sagen immer wieder: I Love You.

Woody Allens leichtes, ironisches Musical mit klassischen Songs der 1930er und 1940er ...

Text zuklappenGeschichten mehrerer Generationen einer New Yorker Mittelklassefamilie: Man verliebt sich, streitet sich, lebt zusammen, man trennt sich. Doch alle sagen immer wieder: I Love You.

Woody Allens leichtes, ironisches Musical mit klassischen Songs der 1930er und 1940er Jahre, Zitaten aus der Filmgeschichte und vielen Stars, darunter Goldie Hawn, Julia Roberts, Drew Barrymore, Ed Norton und Nathalie Portman.

Die Welt einer 17-Jährigen in New York ist kompliziert, vor allem wenn man so viele Verwandte hat, dass man sie selbst kaum auseinander halten kann. D.J.s Mutter Steffi hat nach einer gescheiterten Ehe wieder geheiratet und ist nun mit ihrem zweiten Mann Bob glücklich.

D.J.s Halbschwester Skylar ist zwar mit dem biederen Holden verlobt, flirtet aber mit dem raubeinigen Ex-Sträfling Charles. Ihr Bruder Lucas macht der Familie mit seinem neu entdeckten Konservatismus Sorgen, und ihre Schwestern Lane und Laura haben sich gerade ausgerechnet in denselben Jungen verliebt.

D.J.s leiblicher Vater Joe fristet ein frustriertes Dasein als Schriftsteller in Paris und hat die endlose Suche nach der richtigen Frau fürs Leben beinahe aufgegeben, nachdem ihm gerade seine französische Freundin davon gelaufen ist. Noch mit Selbstmordgedanken im Kopf lernt er jedoch bei einem Kurzurlaub in Venedig die bildhübsche Von kennen, und schon ist es um ihn geschehen.

D.J. muss für ihn "Postillion d'amour" spielen. Als sie versucht, ein wenig Ordnung in ihr Leben und das ihrer Angehörigen zu bringen, steckt sie bald mittendrin im heiteren Beziehungskarussell.


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23:22
VPS 23:20

Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Polizeiruf 110: Tödliche Illusion

Fernsehfilm, DDR 1979

Darsteller:
Oberleutnant HübnerJürgen Frohriep
Leiter der KriminalpolizeiDietrich Körner
Armin HagenVolkmar Kleinert
Katja HagenKarin Gregorek
Beate BeyerPetra Barthel
Dr. BeyerKurt Böwe
Buch: Otto Bonhoff
Regie: Peter Vogel
Länge: 77 Minuten

Ganzen Text anzeigenArmin Hagen hat einen guten Job, Frau und Kinder - und eine Geliebte. Sein Problem: Er kann sich nicht entscheiden, ob er seine Familie verlassen soll oder nicht. Das hat fatale Folgen.

Denn eines Tages stellt ihn die Geliebte vor eine ungewöhnliche Alternative: Sie ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenArmin Hagen hat einen guten Job, Frau und Kinder - und eine Geliebte. Sein Problem: Er kann sich nicht entscheiden, ob er seine Familie verlassen soll oder nicht. Das hat fatale Folgen.

Denn eines Tages stellt ihn die Geliebte vor eine ungewöhnliche Alternative: Sie nimmt eine Überdosis Schlaftabletten, da sie glaubt, ihn damit zu einer Entscheidung zwingen zu können. Doch ihr Plan misslingt.


(ARD/MDR)


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0:38
VPS 00:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital AudioVideotext Untertitel

Familiensache

(One True Thing)

Spielfilm, USA 1998

Darsteller:
Kate GuldenMeryl Streep
Ellen GuldenRenée Zellweger
George GuldenWilliam Hurt
Brian GuldenTom Everett Scott
JulesLauren Graham
Jordan BelzerNicky Katt
StaatsanwaltJames Eckhouse
u.a.
Regie: Carl Franklin
Länge: 119 Minuten

Ganzen Text anzeigenDie beruflich stark engagierte Ellen wird von ihrem Vater, einem angesehenen Professor, gebeten, sich um die schwer erkrankte Mutter zu kümmern. Dabei kommen sich Mutter und Tochter näher.

Eindringliches Porträt einer äußerlich intakten Familie, die sich, ...

Text zuklappenDie beruflich stark engagierte Ellen wird von ihrem Vater, einem angesehenen Professor, gebeten, sich um die schwer erkrankte Mutter zu kümmern. Dabei kommen sich Mutter und Tochter näher.

Eindringliches Porträt einer äußerlich intakten Familie, die sich, ausgelöst durch die Krankheit der Mutter, neu definieren muss. - Hervorragend inszeniertes Melodram mit glänzenden Darstellern, wohl dosierten Gefühlen und einer gehörigen Portion Lebensklugheit.

Herbst 1987. Ellen Gulden besucht ihre Eltern in der amerikanischen Universitätsstadt Langhorne. Ihr Vater George ist dort Professor für englische Literatur und Fachbereichsleiter an der lokalen Universität und hat einen Roman geschrieben. Gute Seele der Familie ist Ehefrau, Hausfrau und Mutter Kate. Gemeinsam mit vielen Freunden will Kate ihren Mann in diesem Herbst mit einer großen Geburtstagsparty überraschen.

Ihre Tochter Ellen versucht zur gleichen Zeit, in New York bei einer Zeitung als Journalistin Fuß zu fassen. Sie arbeitet fieberhaft an einer Enthüllungsstory über einen Senator. Doch dann verändert sich ihr Leben schlagartig: Bei ihrer Mutter wird Krebs diagnostiziert, und George bittet seine Tochter, wieder zu Hause einzuziehen und für Kate da zu sein. Dieses Arrangement erlaubt es dem ehrgeizigen Professor, wie gewohnt sein Leben weiter zu führen, während sich im Leben von Frau und Tochter drastische Veränderungen vollziehen. Schließlich wird klar, dass Kate sterben wird.

"Ein feinfühliger Film über einen innerfamiliären Heilungsprozess, der geschickt die Balance zu den Charakteren hält und durch die Idealbesetzung der Hauptfiguren zu einer überzeugenden Einheit findet." (Filmdienst 6/99)


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2:37
VPS 02:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alle sagen: I Love You

(Everyone Says I Love You)

Spielfilm, USA 1996

Darsteller:
Joe BerlinWoody Allen
Steffi DandridgeGoldie Hawn
Bob DandridgeAlan Alda
Von SidellJulia Roberts
Skylar DandridgeDrew Barrymore
Holden SpenceEdward Norton
u.a.
Regie: Woody Allen
Länge: 98 Minuten

Ganzen Text anzeigenGeschichten mehrerer Generationen einer New Yorker Mittelklassefamilie: Man verliebt sich, streitet sich, lebt zusammen, man trennt sich. Doch alle sagen immer wieder: I Love You.

Woody Allens leichtes, ironisches Musical mit klassischen Songs der 1930er und 1940er ...

Text zuklappenGeschichten mehrerer Generationen einer New Yorker Mittelklassefamilie: Man verliebt sich, streitet sich, lebt zusammen, man trennt sich. Doch alle sagen immer wieder: I Love You.

Woody Allens leichtes, ironisches Musical mit klassischen Songs der 1930er und 1940er Jahre, Zitaten aus der Filmgeschichte und vielen Stars, darunter Goldie Hawn, Julia Roberts, Drew Barrymore, Ed Norton und Nathalie Portman.

Die Welt einer 17-Jährigen in New York ist kompliziert, vor allem wenn man so viele Verwandte hat, dass man sie selbst kaum auseinander halten kann. D.J.s Mutter Steffi hat nach einer gescheiterten Ehe wieder geheiratet und ist nun mit ihrem zweiten Mann Bob glücklich.

D.J.s Halbschwester Skylar ist zwar mit dem biederen Holden verlobt, flirtet aber mit dem raubeinigen Ex-Sträfling Charles. Ihr Bruder Lucas macht der Familie mit seinem neu entdeckten Konservatismus Sorgen, und ihre Schwestern Lane und Laura haben sich gerade ausgerechnet in denselben Jungen verliebt.

D.J.s leiblicher Vater Joe fristet ein frustriertes Dasein als Schriftsteller in Paris und hat die endlose Suche nach der richtigen Frau fürs Leben beinahe aufgegeben, nachdem ihm gerade seine französische Freundin davon gelaufen ist. Noch mit Selbstmordgedanken im Kopf lernt er jedoch bei einem Kurzurlaub in Venedig die bildhübsche Von kennen, und schon ist es um ihn geschehen.

D.J. muss für ihn "Postillion d'amour" spielen. Als sie versucht, ein wenig Ordnung in ihr Leben und das ihrer Angehörigen zu bringen, steckt sie bald mittendrin im heiteren Beziehungskarussell.


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4:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital AudioVideotext Untertitel

Mr. Shi und der Gesang der Zikaden

(A Thousand Years of Good Prayers)

Spielfilm, USA/Japan 2007

Darsteller:
YilanFeihong Yu
Mr. ShiHenry O
MadameVida Ghahremani
BorisPasha Lychnikoff
LeachBrian Gibbons
ReilleyEric Hollenbaugh
Madames FreundZinat Reich
u.a.
Regie: Wayne Wang
Länge: 79 Minuten

Ganzen Text anzeigenMr. Shi, ein verwitweter Rentner, der China niemals verlassen hat, besucht seine einzige Tochter Yilan, die vor zwölf Jahren in die USA auswanderte. - Einfühlsame Vater-Tochter-Geschichte.

Nach ihrer Scheidung will Shi seiner Tochter beistehen, die sich ihm ...
(ARD)

Text zuklappenMr. Shi, ein verwitweter Rentner, der China niemals verlassen hat, besucht seine einzige Tochter Yilan, die vor zwölf Jahren in die USA auswanderte. - Einfühlsame Vater-Tochter-Geschichte.

Nach ihrer Scheidung will Shi seiner Tochter beistehen, die sich ihm gegenüber aber sehr zurückhaltend gibt und den alten Herrn am liebsten auf eine Rundreise durch die Staaten schicken würde. Shi bleibt jedoch hartnäckig.

Während sie Tag für Tag zur Arbeit geht, wartet er, um sie abends üppig zu bekochen. Vor dem Hintergrund dieser beiläufigen Rollenumkehrung kommt es zu einer Annäherung, die Wang mit einfühlsamen Dialogen und zurückhaltend poetischer Bildsprache schildert. Reiz- und Schlüsselthema ist die chinesische Kulturrevolution, über die der Vater erstmals spricht.

Im Rahmen eines typischen Schauprozesses wurde der unschuldige Shi einst gezwungen, sich öffentlich als Ehebrecher zu bezichtigen. Seine standhafte Weigerung führte zur Zerrüttung seines Ehelebens und Degradierung des ambitionierten Raketentechnikers, der aber trotz allem überzeugter Kommunist blieb. Diese Ereignisse entfremdeten Yilan zutiefst von der chinesischen Heimat, sie konnte ihre Gefühle nicht mehr in der Sprache ihres Vaterlandes ausdrücken, letztlich ein Grund für die Trennung von ihrem chinesischen Mann. Und auch ihre aktuelle Affäre mit dem verheirateten Russen Boris scheint keine Zukunft zu haben.

Seit Beginn seines filmischen Schaffens thematisiert Wayne Wang immer wieder das Schicksal chinesischer Immigranten in den USA. Diese Vorliebe hat autobiografische Wurzeln: Bereits sein Name entstand aus dem Faible seines Vaters für den Westerndarsteller John Wayne. Die Reibungsfläche zwischen der chinesischen Kultur und dem "American Way of Life", die er immer wieder untersuchte, bildet auch das Thema dieser Geschichte.

Das komplexe Puzzle aus Gefühlen, Träumen und den Fallstricken des persönlichen Verstehens setzt Wang auf genial einfache, beinahe meditative Weise zusammen. Immer wieder gelingen ihm überraschende Szenen voller untergründiger Komik - etwa wenn die Botschaft mormonischer Missionare sich überraschend mit den Worten von Karl Marx deckt, oder Mr. Shi eine ältere Exiliranerin als Freundin gewinnt, obwohl beide sich nur radebrechend verständigen können.


(ARD)


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5:33
VPS 05:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Java

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenBahnabenteuer Südostasien - Filmautor Alexander Schweitzer entdeckt Indonesiens Hauptinsel Java mit der Eisenbahn. Die Reise beginnt in der Hauptstadt Jakarta.

Während der holländischen Kolonialzeit hieß die Insel Batavia. 1771 notierte ihr Entdecker James Cook in sein Logbuch: "Batavia ist sicher kein Fleck, den zu besuchen Europäer sich drängen sollten." Auch heute ist der Großstadt-Moloch Jakarta nicht schön.

Alexander Schweitzer bricht beginnt seine Bahnfahrt in den Osten Javas im "Argo-Parahyangan". Der Zug gehört der Executive-Class an, der indonesischen Luxusklasse - mit an Bord ein eigener Masseur. Ausgedehnte Reisfelder säumen die Strecke.

Alexander Schweitzer entdeckt "Wayang Golek", eine besondere Art des indonesischen Puppentheaters, und erlebt in Yogyakarta die Unabhängigkeitsfeierlichkeiten mit. 1945 begann der Freiheitskampf. Yogyakarta hatte damals eine große Bedeutung. Der spätere Präsident Sukarno hatte hier seine provisorische Hauptstadt. Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten ist "Panjat Pinang", das Klettern auf Palmen. Junge Männer steigen auf 11,5 Meter hohe Palmenstämme, die mit feinstem Motorenöl eingerieben sind. Sie steigen dabei aufeinander, um oben an Päckchen heranzukommen. Ein recht schmieriges Schauspiel. In der Nähe von Yogyakarta besucht Alexander Schweitzer auch das berühmte Ramayana-Ballett. Es wird hier seit 1961 als großes Tanzdrama im Prambanan-Tempel aufgeführt.

Eisenbahn heißt auf Indonesisch "Kereta api", "Feuerwagen", doch davon gibt es nicht mehr viele. Alexander Schweitzer hat noch eine Dampflokomotive auf der Waldbahn von Cepu entdeckt. Die Holländer hatten sie einst zum Teakholzabbau benutzt. Auch bei der Zuckermühle Olean fahren noch ab und zu Dampfloks. Sie werden für den Zuckerrohrtransport benötigt. Alexander Schweitzer lernt außerdem Jamu kennen, eine traditionelle asiatische Naturheilrezeptur.

Im Osten Javas steigt er um in sogenannte "Ekonomi"-Züge. Sie entsprechen in etwa der dritten Klasse. Die Züge sind langsamer und halten häufiger. Innen sind sie nicht ganz so vornehm, aber hier lernt man das richtige Leben besser kennen. In Kertosono steigen Musiker zu, sie verdienen ihr Geld während der Fahrt. Vorbei an Tempeln und Kakaoplantagen erreicht der Filmemacher schließlich Banyuwangi, den östlichsten Bahnhof Javas. Hier ist die Nachbarinsel Bali nur noch einen Steinwurf entfernt - und hier endet Alexander Schweitzers Reise.


(ARD/SWR)