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Oktober 2017
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Sonntag, 10. Juli
Programmwoche 28/2016
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6:35
schwarz-weiss monochromTonsignal in mono

SOS Gletscherpilot

Spielfilm, Schweiz 1958

Darsteller:
GletscherpilotHermann Geiger
Frau GruberAnne-Marie Blanc
CharlyHannes Schmidhauser
MonicaAnnemarie Düringer
Ingenieur GislerRobert Freitag
u.a.
Regie: Victor Vicas
Länge: 91 Minuten

Ganzen Text anzeigenAn einem Spätsommertag überfliegt der Walliser Gletscherpilot Hermann Geiger einen Viertausender. Er beobachtet einen gewaltigen Gletscherabbruch, der für Bergsteiger große Gefahr bedeutet.

Dennoch steigen am nächsten Tag drei Seilschaften durch diese ...

Text zuklappenAn einem Spätsommertag überfliegt der Walliser Gletscherpilot Hermann Geiger einen Viertausender. Er beobachtet einen gewaltigen Gletscherabbruch, der für Bergsteiger große Gefahr bedeutet.

Dennoch steigen am nächsten Tag drei Seilschaften durch diese Gletscherwelt. Darunter der Arzt Dr. Gruber mit seiner Frau, der Ingenieur Gisler mit seiner Freundin Monica, Bergführer Perren, der Engländer Puckle sowie die Burschen Charly und Roby.

Die Gruppen steigen zum Dent Blanche hinauf, geraten in Nebel und Unwetter. Dr. Gruber rutscht aus und reißt die anderen mit in die Tiefe. Bergführer Perren und Puckle sind tot, Roby liegt ohnmächtig in einer Eisnische. Gruber, Gisler, Monica und Charly stürzen auf einen überhängenden Felsblock, der abzubrechen droht. Frau Gruber, in einer Hütte zurückgeblieben, alarmiert die Bergführer im Tal.

In dem halbdokumentarischen Spielfilm spielt Gletscherpilot Hermann Geiger sich selbst.


8:05
Videotext Untertitel

Tod im Schnee - Die größte Lawinenkatastrophe der Welt

Film von Gerhard Jelinek und Sabine Zink

(aus der ORF-Reihe "Menschen & Mächte")

Ganzen Text anzeigenEs ist die größte Lawinenkatastrophe in der Geschichte der Alpen: Im Januar 1954 vernichten insgesamt 13 Lawinen das Dorf Blons im Großen Walsertal.

Mehr als 100 Menschen werden verschüttet, mehr als 50 Menschen sterben unter den Schneemassen. Einen ganzen Tag lang ...
(ORF)

Text zuklappenEs ist die größte Lawinenkatastrophe in der Geschichte der Alpen: Im Januar 1954 vernichten insgesamt 13 Lawinen das Dorf Blons im Großen Walsertal.

Mehr als 100 Menschen werden verschüttet, mehr als 50 Menschen sterben unter den Schneemassen. Einen ganzen Tag lang sind die Überlebenden mit der Tragödie allein, denn die Telefonleitungen sind tot, die Straßen unpassierbar.

Mit bloßen Händen suchen die Menschen nach ihren Angehörigen. Als die Behörden endlich von der Katastrophe erfahren, bahnen sich Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Hunderte Freiwillige aus dem In- und Ausland den Weg ins tief verschneite Walsertal. Mit der Katastrophe von Blons begann die technische Schutzverbauung der Alpen. Jahrhundertelang hatten die Bewohner der Alpentäler mit dem "Weißen Tod" gelebt, Lawinen als Schicksal hingenommen.


(ORF)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Der Atem des Himmels

Drama, Österreich 2010

Darsteller:
Erna von GaderthurnBeatrice Bilgeri
Eugenio CasagrandeJaron Löwenberg
Baron von KesselGerd Böckmann
BürgermeisterErnst Konarek
Ernas MutterKrista Stadler
Mutter des BaronsJulia Gschnitzer
PiaLaura Bilgeri
u.a.
Regie: Reinhold Bilgeri
Länge: 119 Minuten

Ganzen Text anzeigenReinhold Bilgeris Mutter erlebte eine große Liebe, überschattet von der tragischen Lawinenkatatstrophe 1954. Bilgeri widmete ihr seinen Romanerstling, dann verfilmte er die Geschichte.

Reinhold Bilgeri nimmt die Falvkopf-Lawine zum Anlass, um die tragische Geschichte ...
(ORF)

Text zuklappenReinhold Bilgeris Mutter erlebte eine große Liebe, überschattet von der tragischen Lawinenkatatstrophe 1954. Bilgeri widmete ihr seinen Romanerstling, dann verfilmte er die Geschichte.

Reinhold Bilgeri nimmt die Falvkopf-Lawine zum Anlass, um die tragische Geschichte zu erzählen. Es ist Lokalchronik, Gesellschaftsstudie und Beziehungsroman zugleich. Im Film wird Bilgeris Mutter von seiner Ehefrau Beatrice dargestellt.

Und ganz nebenbei hat der Autor einen Teil seiner eigenen Familiengeschichte mit hinein verwoben: Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die 41-jährige Erna von Gaderthurn im Frühling 1953 das Südtiroler Schloss ihrer Familie. Sie zieht nach Blons in Vorarlberg, wo sie eine Stelle als Lehrerin übernimmt. In der kleinen Berggemeinde sorgt die feine Dame bereits bei ihrer Ankunft für Aufsehen. Auch Baron von Kessel ist von ihr angetan. Erna fühlt sich aber mehr zu ihrem Kollegen Eugenio hingezogen, der mit von Kessel in Konflikt gerät.

Der Baron unterlässt auf seinen Ländereien die Errichtung von Lawinenzäunen. Doch dann kommt am 11. Januar 1954 eine Lawinen-Katastrophe, die in Blons 57 Menschenleben fordert.


(ORF)


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11:00

Extrem! Heißkalt - Die extremsten Orte der Welt

Film von Udo Maurer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDas kälteste aller bewohnten Gebiete der Erde ist das Hochland von Oimjakon in Nordostsibirien. Werden die Bewohner dieser Dörfer zu den wenigen Gewinnern der Klimaerwärmung zählen?

Mittlerweile ist sicher: Es wird heiß auf dem Planeten Erde. Die Temperatur hat ...
(ORF)

Text zuklappenDas kälteste aller bewohnten Gebiete der Erde ist das Hochland von Oimjakon in Nordostsibirien. Werden die Bewohner dieser Dörfer zu den wenigen Gewinnern der Klimaerwärmung zählen?

Mittlerweile ist sicher: Es wird heiß auf dem Planeten Erde. Die Temperatur hat sich in den vergangenen 100 Jahren um 0,8 Grad Celsius erhöht und ist weiter im Ansteigen begriffen. Wie gehen Menschen, die schon jetzt an Orten leben, wo Luft und Erde glühen, damit um?

Wie widerstehen Tiere und Pflanzen extremen Temperaturen?


(ORF)


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11:50

Extrem! Zwischen Dürre und Sintflut

Film von Udo Maurer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenRegenfälle mit 60 Litern Niederschlag in der Stunde in Österreich, tödliche Trockenheit dagegen am Horn von Afrika - das sind Ereignisse, die mögliche Klima-Szenarien vor Augen führen.

Auch gemäßigte Regionen sollen im 21. Jahrhundert möglicherweise "extrem" ...
(ORF)

Text zuklappenRegenfälle mit 60 Litern Niederschlag in der Stunde in Österreich, tödliche Trockenheit dagegen am Horn von Afrika - das sind Ereignisse, die mögliche Klima-Szenarien vor Augen führen.

Auch gemäßigte Regionen sollen im 21. Jahrhundert möglicherweise "extrem" werden. Weite Teile der Welt werden austrocknen, während andere im Regen versinken. Wie geht der Mensch mit solchen Verhältnissen um?

Antworten darauf findet man in jenen Gebieten, wo schon jetzt außergewöhnliche Verhältnisse herrschen, und wo die Menschen am Limit leben.


(ORF)


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12:45
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Extrem! Licht und Schatten

Film von Udo Maurer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIn Longyearbyen, der Hauptstadt der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen, ist von Oktober bis Februar dauerhaft Nacht. Das andere Extrem ist die Gegend um Yuma im US-Bundesstaat Arizona.

Dort ist es an 340 Tagen im Jahr absolut wolkenlos - was alljährlich ...
(ORF)

Text zuklappenIn Longyearbyen, der Hauptstadt der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen, ist von Oktober bis Februar dauerhaft Nacht. Das andere Extrem ist die Gegend um Yuma im US-Bundesstaat Arizona.

Dort ist es an 340 Tagen im Jahr absolut wolkenlos - was alljährlich Sonnenhungrige anzieht. Quartzsite, Arizona/USA, hat im glühend heißen Sommer 2.500 Einwohner, im Winter eine Million.

Die 200 Bewohner der zwischen Felswänden eingekeilten Gemeinde Viganella in Norditalien waren jahrhundertelang im Winter zu einem Schattendasein verdammt. Denn ab November verschwindet die Sonne für 83 Tage hinter den Berggipfeln. Die Idee eines ehemaligen Bürgermeisters sorgte für Abhilfe: Er ließ einen riesigen Spiegel aufstellen, der das Sonnenlicht über den Bergen einfängt und hinunter auf den Dorfplatz spiegelt. Das hat Viganella weltweit bekanntgemacht. St. Shotts in Neufundland ist bekannt als der nebeligste Ort der Welt.


(ORF)


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13:30
Videotext Untertitel

Blitzgewitter - Himmel unter Strom

Film von Manfred Christ

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenGewitter sind spektakuläre Naturschauspiele. Blitz und Donner mischen aber auch maßgeblich am globalen Wetter und Klima mit. Die Dokumentation entführt in die Welt der Gewitterforschung.

Diese Stürme sind faszinierend anzuschauen: Wolkentürme in stahlblau und ...
(ORF)

Text zuklappenGewitter sind spektakuläre Naturschauspiele. Blitz und Donner mischen aber auch maßgeblich am globalen Wetter und Klima mit. Die Dokumentation entführt in die Welt der Gewitterforschung.

Diese Stürme sind faszinierend anzuschauen: Wolkentürme in stahlblau und tintenschwarz, kilometerlange Blitze, die sich für Sekunden wie ein Spinnennetz über den Himmel legen, unheimliches Grollen und Donnerschläge, begleitet von Regen, Sturm und Hagel.


(ORF)


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14:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens (1/4)

Feuer

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenFeuer ist das Element, das die Menschen am meisten fürchten. Kein Verbot wird so häufig ausgesprochen wie: "Du sollst nicht mit dem Feuer spielen!". Feuer bedroht und ermöglicht Leben zugleich.

Die vierteilige Dokumentationsreihe stellt die vier Urkräfte der Erde ...

Text zuklappenFeuer ist das Element, das die Menschen am meisten fürchten. Kein Verbot wird so häufig ausgesprochen wie: "Du sollst nicht mit dem Feuer spielen!". Feuer bedroht und ermöglicht Leben zugleich.

Die vierteilige Dokumentationsreihe stellt die vier Urkräfte der Erde vor: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Kein Entwicklungsschritt des Menschen war nicht von mindestens einem dieser Elemente beeinflusst. Dirk Steffens macht sich auf die Suche - als erstes nach Feuer.

Ganz gleich, ob die Feuerwehr ausrückt, um Keller auszupumpen oder Türen zu öffnen - beim Klang der Sirenen hat jeder zunächst das Bild eines brennenden Hauses im Kopf. Berichte von Flächenbränden in Kalifornien, Australien oder rund ums Mittelmeer verstärken die Angst vor dem Feuer als zerstörerische Kraft.

Feuer ist aber auch das Element, das der Menschheit immer wieder Impulse für neue Entwicklungen gab. Schon unseren frühesten Vorfahren schenkte es Wärme, Schutz vor Tieren und die Möglichkeit, Nahrung zu kochen. Brennmaterialien wie Holz, Holzkohle, Steinkohle und Öl sorgten dafür, dass immer neue Technologien erfunden werden konnten. Heute hängt unsere gesamte Zivilisation letztlich von der Verbrennung von Materialien ab, also vom Feuer.

Das Verhältnis der Menschen zum Feuer ist vielschichtig. Wie viel verdanken wir diesem Element tatsächlich? Dirk Steffens Suche führt ihn sogar mitten durchs Feuer.


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15:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens (2/4)

Wasser

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenDas Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben.

Dirk Steffens' zweiter Teil der Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am ...

Text zuklappenDas Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben.

Dirk Steffens' zweiter Teil der Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am höchsten zu schätzen weiß: mitten in der Wüste. Nirgendwo sonst wird die Abhängigkeit von diesem besonderen Element so deutlich wie dort.

Drei Viertel der Erdoberfläche sind von dem Element Wasser bedeckt, es verleiht dem Planeten seine charakteristische blaue Farbe. Die größte Menge ist für den Menschen bislang jedoch völlig nutzlos. Mehr als 97 Prozent der Wasservorkommen sind salziges Meerwasser. Meerwasser kann weder als Trinkwasser noch zum Bewässern von Nutzpflanzen verwendet werden. Von dem winzigen Rest Süßwasser hängt auch heute noch das Überleben der Menschheit ab.


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15:50
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens (3/4)

Erde

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenUm dem Element Erde wirklich nah zu kommen, begibt sich Dirk Steffens unter die Erdoberfläche in die dunklen Tiefen unseres Planeten.

Nicht nur Wasser und die Entdeckung des Feuers waren nötig, um Hochkulturen entstehen zu lassen und die Entwicklung des Menschen ...

Text zuklappenUm dem Element Erde wirklich nah zu kommen, begibt sich Dirk Steffens unter die Erdoberfläche in die dunklen Tiefen unseres Planeten.

Nicht nur Wasser und die Entdeckung des Feuers waren nötig, um Hochkulturen entstehen zu lassen und die Entwicklung des Menschen entscheidend voranzubringen, sondern auch die Geschenke des Elementes Erde.

Gemeint sind damit außer dem fruchtbaren Ackerboden, der es bereits frühen Zivilisationen erlaubte, sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben, auch Gesteine und Metalle aus dem Erdinneren.

In Ghana beispielsweise lässt sich Dirk Steffens in eine traditionelle Goldmine hinab, in der das edle Metall noch wie vor Jahrtausenden in schweißtreibender Handarbeit abgebaut wird. Das Risiko, in den schmalen, nur durch Bambus-streben gesicherten Schächten verschüttet zu werden, ist groß. Trotzdem dringen Menschen seit Jahrtausenden in immer größere Tiefen vor. Kein Metall regt die Fantasie des Menschen so an wie Gold, trotzdem beeinflusste ein anderes Geschenk der Erde die Entstehung von frühen Hochkulturen viel stärker: Kupfer. Aus Kupfer und Zinn stellten unsere Vorfahren Bronze her. Und mit energiereicheren Brennmaterialien gelang es vor 3.000 Jahren schließlich, Eisen zu schmelzen. Die Nutzung dieser Metalle erlaubte es den Menschen, vielfältige Werkzeuge für immer komplexere Arbeitsbereiche herzustellen und ihre Siedlungen mit immer effektiveren Waffen zu verteidigen. Die Bedeutung der Metallherstellung für die Entwicklung des Menschen ist vielfältig und viel umfassender als man bisher angenommen hat.

Metalle fanden die frühen Bergleute überall dort, wo die Ränder der Kontinente aufeinandertreffen. Dort steigen heiße Materialien aus dem Erdinneren an die Oberfläche, zum Beispiel metallhaltige Gesteine. Sie lagern sich in geringen Tiefen ab und können vom Menschen abgebaut werden. Metallfunde wurden zum weiteren wichtigen Faktor bei der Entstehung früher Zivilisationen. Es könnte sogar sein, dass bereits die Bronzeproduktion den internationalen Seehandel nötig machte. Als vor rund 3.000 Jahren die Bronzeherstellung so richtig in Schwung kam, stieg der Bedarf an Kupfer und Zinn in den großen Städten immer weiter an. Viele dieser Metallzentren lagen im Mittelmeerraum, wo man zwar über ausreichend Kupfer, aber viel zu wenig Zinn verfügte. Bergbaufachleute suchten überall in der damals bekannten Welt nach neuen Zinnfundorten und reisten auf wackeligen Holzbooten bis nach Großbritannien und Skandinavien, um den begehrten Rohstoff zu finden.

Ein Volk, das damals offenbar zu den "Global Playern" im Zinnhandel gehörte, waren die Minoer. Von ihren Stamminseln Kreta und Santorini aus beherrschten sie ein gewaltiges Handelsimperium. Siedlungsorte in der Nähe von Plattengrenzen bergen allerdings auch Gefahren. Vor rund 3.500 Jahren brach der Vulkan auf Santorini aus und zerstörte die herausragende Händlergesellschaft, die zuvor von den Schätzen der Erde enorm profitiert hatte. Neben Vulkanausbrüchen gehören auch Erdbeben zu den Risiken, die Gesellschaften eingehen, wenn sie nahe an Plattengrenzen siedeln. Die jüngsten Ereignisse in Fukushima zeigen, wie verheerend starke Beben auch für heutige Zivilisationen sein können.

Ein Blick auf die 20 bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt zeigt jedoch, dass die Hälfte von ihnen auf seismisch aktiven Plattengrenzen errichtet wurden. Offenbar überwiegen selbst im 21. Jahrhundert die Vorteile des Standortes. Wasser, Bodenschätze und mineralreiche Böden für die Landwirtschaft sorgen für Wohlstand. Selbst dort, wo Wissenschaftler schwere Beben für die unmittelbare Zukunft vorhersagen, wachsen die Städte ungehindert weiter. Dirk Steffens besucht unter anderem eines der modernsten Bauwerke der Türkei, den neuen U-Bahntunnel in Istanbul, der unter dem Bosporus hindurchführen soll. Er gilt als erdbebensicher und wird parallel zu einer der gefährlichsten seismischen Zonen der Welt verlaufen.


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16:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens (4/4)

Luft

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenDie Luft ist das Element, dem wir normalerweise am wenigsten Beachtung schenken. Obwohl wir kaum etwas so dringend benötigen wie die Luft zum Atmen, denken wir kaum über sie nach.

Dass die Bewegungen der Luftmassen rund um den Planeten für den Aufstieg und Fall ...

Text zuklappenDie Luft ist das Element, dem wir normalerweise am wenigsten Beachtung schenken. Obwohl wir kaum etwas so dringend benötigen wie die Luft zum Atmen, denken wir kaum über sie nach.

Dass die Bewegungen der Luftmassen rund um den Planeten für den Aufstieg und Fall großer Reiche verantwortlich sein könnten, ist eine These, die Wissenschaftler erst seit kurzem diskutieren. Dirk Steffens geht ihr auf dem schnellsten Segelschiff der Welt nach.

Schon gleich zu Beginn der Sendung saust er mit über 100 Stundenkilometern über die Wellen des Ozeans und spürt die Macht dieses Elements.

Wind scheint etwas völlig Chaotisches zu sein. Betrachtet man seine Bewegungen jedoch aus einer globalen Perspektive über einen längeren Zeitraum, erkennt man, dass bestimmte Windsysteme konstanten Routen rund um den Globus folgen. Und diese regelmäßigen Luftbewegungen sind für zahlreiche klimatische Besonderheiten unseres Planeten verantwortlich. Beispielsweise lassen bestimmte Windsysteme Wüsten entstehen, indem sie die Feuchtigkeit einer Region kontinuierlich in eine andere Weltgegend transportieren. Über Jahrtausende stellten Wüsten für den Menschen unüberwindbare Barrieren dar. Weder Hitze noch Wassermangel schränkten das Reisen so stark ein wie der Einfluss des Windes. Die Luftmassen verändern die Dünen einer Wüstenlandschaft ohne Pause, so dass eine Orientierung in dem wogenden, sich ständig neu formenden Sandmeer ohne moderne technische Hilfsmittel fast unmöglich ist. Zivilisationen konnten sich in der Wüste nur dort entwickeln, wo neben Wasser auch Orientierungspunkte zur Verfügung standen - entlang der Karawanenwege. Solche Siedlungen profitierten davon, dass jeder Reisende gezwungen war, einen ganz bestimmten Weg durch das Meer aus Sand zu nehmen.

Meist kamen die Ressourcen großer Wüsten jedoch anderen Regionen zugute. Beispielsweise verdankt Zentralchina seine erfolgreiche Landwirtschaft ganz und gar dem Wind, der mineralreichen Sand aus den Wüsten Gobi und Taklamakan bringt. Dieses luftige Sand-Förderband ermöglichte es China schon früh, Millionen von Menschen zu ernähren. Die Voraussetzung für die Entstehung einer großen Zivilisation war geschaffen. Für viele Hochkulturen stand am Anfang ihrer Existenz der Wind als Zulieferer von Regen oder fruchtbarem Boden. In anderen Regionen der Welt verhinderte der Wind allerdings Ackerbau und Viehzucht. Beispielsweise in Australien verbinden sich alle vorherrschenden Winde zu einer riesigen Spirale, die sich gegen den Uhrzeigersinn rund um den gesamten Kontinent dreht. Feuchtigkeit und Sand werden dem Boden hier fast völlig entzogen und erst im umliegenden Meer wieder freigesetzt. Eine landwirtschaftliche Nutzung war unter diesen Umständen unmöglich, die Ureinwohner Australiens blieben Jäger und Sammler.

Mit der Erfindung des Segelschiffes änderte sich die Rolle des Windes für die Entwicklung des Menschen. Nun schufen die um die Erde strömenden Luftmassen nicht länger Barrieren, die den Lebensraum früherer Kulturen eingrenzten, vielmehr ermöglichten die Winde nun die Eroberung des gesamten Planeten.


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17:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wilder Planet: Vulkane

Film von Stefan Schneider

Ganzen Text anzeigenVulkane sind faszinierend: Ein eben noch friedlicher Berg verwandelt sich zum todbringenden Feuerspucker. Vulkanasche verdunkelt den Himmel, und rotglühende Lava bahnt sich ihren Weg.

Aus der Ferne betrachtet mögen Vulkanausbrüche spektakuläre Naturschauspiele ...

Text zuklappenVulkane sind faszinierend: Ein eben noch friedlicher Berg verwandelt sich zum todbringenden Feuerspucker. Vulkanasche verdunkelt den Himmel, und rotglühende Lava bahnt sich ihren Weg.

Aus der Ferne betrachtet mögen Vulkanausbrüche spektakuläre Naturschauspiele sein, nicht selten jedoch werden sie zum tödlichen Inferno. Insgesamt 1.900 Vulkane gelten heute nach Meinung von Wissenschaftlern als aktiv und könnten jederzeit ausbrechen.

Erst vor kurzem meldeten sich einige Feuerberge mit Eruptionen zurück, unter anderem der Ätna auf Sizilien und der Sakura-jima in Japan. Welche Bedeutung haben die Feuerberge für uns heute und wie versuchen moderne Forscher, den rätselhaften Glutriesen ihre letzten Geheimnisse zu entreißen?

Weitgehend unbekannt ist beispielsweise der Nyragongo in der Republik Kongo. In 3.500 Meter Höhe brodelt in seinem Krater ein 1.000 Grad Celsius heißer Lavasee - ein außergewöhnliches Naturschauspiel und zugleich einer der größten natürlichen Umweltverschmutzer der Welt. Täglich spuckt der Vulkan so viel Schwefeldioxid aus wie alle anderen Vulkane der Erde zusammen. Auch die gesamte europäische Industrie hat ungefähr den gleichen Ausstoß wie der Klimakiller. Aber nicht nur die Luft verpestet der Feuerberg. Zu dem Vulkankomplex gehört auch der rund 2.500 Quadratkilometer große Kiwusee. In diesem Gewässer haben sich im Lauf der Zeit riesige Mengen Kohlendioxid und Methan angesammelt. Die Wissenschaftler fürchten nun, dass bei einer größeren Eruption die Gase plötzlich freigesetzt werden könnten. Die geruch- und farblose, tödliche Wolke wäre schwerer als Luft und würde direkt über dem Boden dahintreiben und alles Leben auf ihrem Weg auslöschen. Das Fernseh-Team begleitet den italienischen Vulkanologen Dario Tedesco bei seiner gefährlichen Expedition in den Krater und trifft den deutschen Physiker Klaus Peter Tietze, der eine Möglichkeit sucht, den tödlichen See zu entgasen.

Dass Vulkane auch in den Eiswüsten der Antarktis höchst aktiv sein können, ist den Experten seit langem bekannt, trotzdem halten die Feuerriesen im Eis immer wieder Überraschungen für die Forscher bereit. Seit neun Jahren reist der britische Vulkanologe Clive Oppenheimer in die Eiswüste der Antarktis, um den südlichsten Lavasee-Vulkan der Erde zu erforschen. Mit seinem internationalen Expertenteam trotzt er Temperaturen von bis zu Minus 40 Grad Celsius. Die Mühe lohnt sich. Ein Vulkan wie der Mount Erebus ist wie eine offene Tür in die verborgene Welt des Erdinneren. Oppenheimer hofft, dass seine Forschung es ermöglicht, besser zu verstehen, welche Prozesse genau im Herz der Erde ablaufen. Bei seinen Erkundungstouren entdeckt er verzauberte Welten - Eishöhlen vom Feuer geschaffen, erstarrt in bizarrer Schönheit.

Supervulkane sind seit ihrer Entdeckung vor einigen Jahren immer wieder Thema wissenschaftlicher Forschung. Kaum jemand weiß jedoch, dass einer dieser Supervulkane quasi direkt in Europas Vorgarten steht. Im Jahr 79 begrub der Vesuv die antike Stadt Pompeji unter einer meterdicken Aschewolke, heute überragt er majestätisch die Stadt Neapel und droht hin und wieder mit einer kleineren Eruption. Tatsächlich ist der Vesuv, wie man ihn heute kennt, jedoch nur ein einzelner Schlot eines viel größeren Vulkans. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der gesamte Golf von Neapel die Caldera eines Supervulkans ist. Vor 35.000 Jahren brach der Gigant zuletzt aus und zerstörte große Teile Süditaliens. Das Eis in Grönland zeigt deutlich globale Klimaveränderungen in dieser Zeit. Vulkanologe Giuseppe Mastrolorenzo warnt seit langem, dass das Ausmaß der Gefahr von Behörden und Anwohnern gleichermaßen unterschätzt wird. Seit einiger Zeit hebt sich die Erde über der gewaltigen Caldera wieder zentimeterweise an, und Schwefelquellen brechen aus dem Boden hervor. Steht ein neuer Superausbruch bevor?


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18:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wilder Planet: Erdbeben

Film von Stefan Schneider

Ganzen Text anzeigenErdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt.

Das "Terra X"-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. ...

Text zuklappenErdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt.

Das "Terra X"-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. Mit den unterschiedlichsten Methoden versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wie ein Beben tatsächlich entsteht. Nur so kann ein effizienter Erdbebenschutz entwickelt werden.

In Chile untersucht beispielsweise der Geophysiker Prof. Dr. Stephen Miller von der Universität Bonn mit seinem Team eine Region in den chilenischen Anden. In dieser seismisch hochaktiven Gegend stellen die Wissenschaftler erstaunliche Dinge fest. 2010 hatte ein Erdbeben der Magnitude 8,8 den Seeboden vor der Küste Chiles erschüttert. Der Boden brach auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern auf und hätte eigentlich einen gewaltigen Tsunami auslösen müssen. In Panik flüchteten die Bewohner aus der Küstenregion, doch wie durch ein Wunder blieb der Tsunami aus.

Der Grund dafür: Das Beben selbst verhinderte die Katastrophe. Innerhalb weniger Sekunden hob es die Küste um 2,5 Meter und errichtete so einen Schutzwall gegen die Überflutung. Solche überraschenden Beobachtungen machen deutlich, wie wenig vorhersehbar die gewaltigen Kräfte der Erde noch immer sind. Miller sieht vor allem in dem Zusammenwirken von Erdbeben und Vulkanen ein wichtiges Forschungsgebiet.

Dass Erdbeben längst nicht immer im Zusammenhang mit Vulkanen stehen müssen, zeigt das Projekt "USArray". In Michigan, mitten in der nordamerikanischen Prärie, begleitet "Terra X" ein USArray-Team. Die Männer versenken einen hochempfindlichen Seismographen in der Erde, Teil eines Netzwerks von 400 solcher Geräte, die überall in den USA Messungen durchführen. Die Seismographen haben keinen festen Platz, vielmehr wird das Netz nach einer festgelegten Zeit immer weiter von Westen nach Osten bewegt. Auf diese Weise soll mit nie da gewesener Genauigkeit die amerikanische "Unterwelt" erforscht werden.

Vor allem die Frage, warum Erdbeben gelegentlich auch weit entfernt von den tektonisch aktiven Grenzen der Kontinentalplatten ausgelöst werden können, kann nun beantwortet werden. Offenbar tauchen nicht alle Platten, wie bisher angenommen, als Ganzes an einer so genannten Subduktionszone in den Erdmantel ein, um wieder eingeschmolzen zu werden. Die gewaltige Ozeanplatte, die seit mehr als 100 Millionen Jahren vor der Westküste der USA in die Tiefe sinkt, tut dies beispielsweise ganz und gar nicht in einem Stück. Im Verlauf der USArray-Forschung wurden stattdessen Fragmente nachgewiesen, die in geringer Tiefe unter dem Kontinent bis nach New York reichen. Diese Bruchstücke sind in der Lage, den Kontinent zu destabilisieren und bis hin zur Ostküste Erdbeben auszulösen, weit weg von der eigentlichen Subduktionszone an der Westküste Amerikas.

All diese Forschungen lassen die Möglichkeit sinnvoller Erdbebenvorhersage immer unwahrscheinlicher werden. Allerdings gibt es manchmal überraschende Hilfe. Im Umland der italienischen Stadt L'Aquila erforscht die britische Biologin Rachel Grant seit über vier Jahren das Verhalten von Kröten. Wenige Tage vor dem Beben im Jahr 2009 verschwanden sämtliche Kröten aus dem nahegelegenen See. Zwei Wochen nach dem Beben tauchten sie wieder auf. Grant vermutet, dass sich im Vorfeld des Bebens die chemische Zusammensetzung des Seewassers geändert haben könnte. Vielleicht eröffnen die sensiblen Amphibien ganz neue Möglichkeiten für die Vorhersage von Erdbeben.

In Disaster City in Texas steht nicht die Vorhersage von Erdbeben im Vordergrund, hier übt man vielmehr, was zu tun ist, wenn die Erde bereits gebebt hat. 70 000 Spezialisten aus aller Welt kommen jedes Jahr in die texanische Katastrophenstadt, um hier das ABC des Rettens zu trainieren. Was passiert, wenn bei einem Erdbeben Gebäude über ihren Bewohnern einstürzen? Wo könnten Überlebende verborgen sein, und wie kann man sie bergen? Auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern wird der Horror so echt wie nur möglich nachgespielt, damit die Rettungskräfte handlungsfähig sind, wenn es zum Ernstfall kommt.

Über die besondere Bedrohung, die von Atomkraftwerken in Erdbeben gefährdeten Gebieten ausgehen, denkt man seit dem Reaktorunglück von Fukushima fast überall auf der Welt ernsthaft nach. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: In Akkuyu, im Süden der Türkei, beginnt ein russisches Konsortium mit dem Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks in unmittelbarer Nähe einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre ein Beben vergleichbar mit dem in Fukushima zu erwarten ist.


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18:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wilder Planet: Stürme

Film von Stefan Schneider

Ganzen Text anzeigenZyklone, Taifune, Tornados, Hurrikans - immer häufiger sorgt die ungeheure Zerstörungskraft solcher Luftgiganten für Schlagzeilen. Windforschung wird weltweit immer wichtiger.

Wie funktioniert ein großer Sturm? Welche Bedeutung haben die Windriesen für das ...

Text zuklappenZyklone, Taifune, Tornados, Hurrikans - immer häufiger sorgt die ungeheure Zerstörungskraft solcher Luftgiganten für Schlagzeilen. Windforschung wird weltweit immer wichtiger.

Wie funktioniert ein großer Sturm? Welche Bedeutung haben die Windriesen für das Weltklima? Wird es in Zukunft möglich sein, den Weg großer Stürme besser vorherzusagen und so präziser warnen zu können? Gelingt es gar, die Windgiganten mit neuer Technologie zu zähmen?

Mit einer Breite von über 80 Kilometern und Wandergeschwindigkeiten von 50 Kilometern pro Stunde kann beispielsweise ein einziger Zyklon jede Sekunde mehr als eine Million Kubikmeter Erdatmosphäre durcheinanderbringen. Die Schäden, die die Sturmriesen jährlich verursachen, gehen in die Milliarden. Nach Schätzungen amerikanischer Wissenschaftler sind den großen Stürmen im vergangenen Jahrhundert mehr als eine halbe Million Menschen zum Opfer gefallen.

Eine sichere Vorhersage gibt es längst nicht überall. In Florida jedoch steigen die Hurricane Hunters in ihren kleinen, wendigen Flugzeugen sofort auf, wenn sich ein Riesensturm der Küste nähert. Sie fliegen direkt ins Auge des Hurrikans. Ihre gefährliche Mission ist es, die Windgeschwindigkeiten im Inneren des Giganten zu messen und die Daten an das National Hurricane Center in Miami weiterzugeben. Diese Informationen ermöglichen es, Tropenstürme ab einer Entfernung von 260 Kilometern vor der Küste zu überwachen und Vorhersagen über ihren Verlauf und ihre Stärke zu machen. Die Flüge der Sturmpiloten können Leben retten, denn ihre präzisen Messdaten ermöglichen es den Experten, gezielt Warnungen an die Bevölkerung herauszugeben.

In Chester County in South Carolina interessiert man sich nicht so sehr für Vorwarnsysteme, sondern mehr dafür, die Schäden, die ein Sturm verursachen kann, von vornherein zu minimieren. Hurrikans machen harmlose Gegenstände zu tödlichen Geschossen und reißen einfache Häuser in Stücke. Das "Terra X"-Team besucht den Windtunnel des Business and Home Safety Research Center. Hier prüfen Fachleute verschiedene Häuser auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Hurrikanen, Feuersbrünsten und Hagelschlag. Der Tunnel hat einen quadratischen Grundriss von 45 Meter Länge und Breite und ist 19 Meter hoch. Über 100 Ventilatoren mit zwei Meter Durchmesser können Hurrikane der Kategorie 1 bis 3 simulieren, also Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer pro Stunde. Wenn alle Ventilatoren hochfahren, wird so viel Elektrizität benötigt, wie eine Kleinstadt mit 9000 Einwohnern verbraucht. Glühende Asche, Hagelkörner und alle Arten von Fremdkörpern können der Windströmung über Kanäle beigemischt werden. Durch solche Tests erkennen die Ingenieure Schwachstellen an Gebäuden und entwickeln möglichst günstige und unkomplizierte Methoden, um die Häuser sicherer zu machen.

Ob solche Maßnahmen auch in Kalifornien ausreichen werden, ist fraglich. Schon seit Jahrzehnten bereitet sich der Küstenstaat auf ein größeres Erdbeben vor, den Big Bang. Nun glauben einige Wissenschaftler, dass Kalifornien besser beraten wäre, sich vor dem Großen Sturm, dem so genannten Arkstorm zu schützen. Der Arkstorm ist nach Ansicht der Forscher ein Supersturm von geradezu biblischen Ausmaßen, der alle 100 bis 200 Jahre über Kalifornien hinwegfegt und zu sintflutartigen Regenfällen führt. Der letzte Arkstorm ereignete sich im Winter 1861/62 - was bedeutet, dass der nächste unmittelbar bevorsteht. Experten rechnen mit Schäden durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Winde, die die Zerstörungen eines Megaerdbebens um ein Vielfaches übersteigen könnten.

Bislang glaubte man, dass Stürme in der Regel über den großen Wasserflächen der Weltmeere entstehen. Erst seit Kurzem halten es Wissenschaftler jedoch auch für möglich, dass die Sahara nicht ganz unbeteiligt an der Entstehung großer Stürme ist. Gewitterfronten über den Sandmeeren der Wüste könnten Windsysteme durcheinanderbringen und den ein oder anderen Ministurm auf den Weg über den Atlantik schicken, wo er Kraft sammelt und zu einem Sturmgiganten heranwächst.

Dass die Sahara noch viele andere Geheimnisse birgt, davon sind die Wissenschaftler des internationalen Forschungsprojekts FENNEC überzeugt. "Terra X" begleitet die Forscher in ihrem Flugzeug, das in weniger als 100 Meter Höhe über die Sandflächen dahinjagt. Die Wissenschaftler sind bei ihren Flügen einem bislang kaum bekannten Phänomen auf der Spur: Riesige, bisher unentdeckte Hitzeblasen wabern offenbar über der Wüste. Nach Meinung der Forscher sind diese Gebilde für Stürme, Sintfluten und Dürren in Afrika verantwortlich. Normalerweise hätten Satelliten längst Wetterphänomene dieses Ausmaßes entdeckt, aber die dichten Sandschleier über der Sahara vernebeln den Satelliten die Sicht und machen das Sammeln von Daten unmöglich. Genaue Daten sind aber für die Landwirtschaft in Westafrika extrem wichtig. Bisher sind der Beginn der Regenzeit, Regenmenge und -dauer noch nicht voraussagbar. Mit den Ergebnissen des FENNEC-Projekts sollen in Zukunft Modelle entwickelt werden, die die Regenzeit besser vorhersagbar machen und den Bauern das Leben erleichtern.

Auch in Europa wächst die Angst vor zerstörerischen Stürmen. Der Sturm Kyrill im Jahr 2007 fegte von den Britischen Inseln bis nach Russland, ohne an Geschwindigkeit und Zerstörungskraft einzubüßen. Das Wetterphänomen brachte neben extremen Winden auch Gewitter und Tornados nach Europa und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Klimamodelle zeigen, dass Stürme in den kommenden Jahrzehnten Europa nicht nur häufiger, sondern auch immer stärker treffen werden.


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19:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Island - Feuer im Herzen

Film von Susanne Sterzenbach

Ganzen Text anzeigenIsland wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer.

Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenIsland wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer.

Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden.

Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt.

"Was soll ich hier?" haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurück gekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen, die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.


(ARD/SWR)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Der Sturm

(The Perfect Storm)

Spielfilm, USA 2000

Darsteller:
Billy TyneGeorge Clooney
Bobby ShatfordMark Wahlberg
Christina CotterDiane Lane
Dale MurphyJohn C. Reilly
u.a.
Regie: Wolfgang Petersen
Länge: 119 Minuten

Ganzen Text anzeigenNachdem sie längere Zeit kaum Fische gefangen haben, beschließen Captain Tyne und seine Mannschaft, noch weiter auf den Atlantik hinauszufahren, doch dort draußen tobt ein Hurrikan.

Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen präsentiert einen packenden ...

Text zuklappenNachdem sie längere Zeit kaum Fische gefangen haben, beschließen Captain Tyne und seine Mannschaft, noch weiter auf den Atlantik hinauszufahren, doch dort draußen tobt ein Hurrikan.

Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen präsentiert einen packenden Katastrophenfilm mit Top-Besetzung: In der Hauptrolle brilliert der charismatische George Clooney, der am 6. Mai 2016 seinen 55. Geburtstag feierte.

Billy Tyne ist Captain der "Andrea Gail", eines Fischtrawlers, der zuletzt eine schlechte Fangquote hatte. So entscheidet sich Billy nach einem kurzen Aufenthalt im Heimathafen Gloucester in Neufundland, schnell wieder in See zu stechen, bevor die Saison beendet ist. Zu der sechsköpfigen Mannschaft gehört auch der junge Bobby Shatford, der von einem besseren Leben mit seiner Freundin Christina träumt. Doch während der ersten Tage bleiben die Netze wieder leer, und die Stimmung wird zunehmend gereizter. Vor allem zwischen Murph und Sully kommt es immer wieder zu Streitereien. Da praktisch alle Männer an Bord dringend einen guten Lohn benötigen, entscheiden sie sich, noch weiter auf den Atlantik hinaus zu steuern. Tatsächlich können sie in der Gegend um das Flemish Cap endlich einen guten Fang einfahren, die Laderäume sind bald gefüllt.

Doch dann ist die kurze Glückssträhne auch schon vorbei: Die Behörden warnen vor einem Unwetter, und zu allem Überfluss fällt auch die Eismaschine aus. Um den Fang rechtzeitig an Land zu bringen, entschließt sich Billy, direkt durch die Sturmfront zu fahren. Noch ahnt er nicht, welche Naturgewalten dort toben, denn über dem Meer trifft ein Hurrikan auf eine Kaltfront, und es entwickelt sich eine Art Supersturm.

Der packende Abenteuerfilm von Regisseur Wolfgang Petersen basiert auf einer wahren Begebenheit: Am 28. Oktober 1991 sank die "Andrea Gail" vor der Küste Neufundlands in einem starken Unwetter, das sich durch Ausläufer des Hurrikans "Grace" gebildet hatte. Vom Schiff fand man lediglich Einzelteile, die sechsköpfige Mannschaft blieb verschollen. Bereits 1997 wurde die Geschichte von Sebastian Junger als "The Perfect Storm" in Buchform veröffentlicht.

Jodi Tyne, die Exfrau von Captain Billy Tyne, und weitere Angehörige der Fischer reichten Klage gegen die Produktionsfirma Warner Bros. ein. Ihrer Meinung nach stellte der Film die realen Personen und ihr Schicksal nicht wahrheitsgetreu dar. Aus diesem Grund hätten zumindest die Namen geändert werden müssen. Nach knapp zwei Jahren schlug das Gericht die Klage jedoch nieder und entschied, dass die Rechte des verstorbenen Kapitäns nicht verletzt worden seien.

Zwischen den Grand Banks und dem Flemish Cap vor Neufundland treffen das warme Wasser des Golfstroms und das kältere des Labradorstroms aufeinander. Damit gehört dieses Areal zu den wichtigsten Fischgründen im Atlantik, doch die Schifffahrt wird durch auftretende Nebel und Unwetter enorm erschwert. In dieser Gegend wurde 1995 auch das 300 Meter lange Passagierschiff "Queen Elizabeth 2" von einer extrem großen Welle getroffen und schwer beschädigt.


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22:14
VPS 22:10

Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Der Untergang der Pamir (1/2)

Spielfilm, Deutschland 2006

Darsteller:
Alexander Lüders "Acki"Klaus J. Behrendt
1. Offizier Hans EwaldJan Josef Liefers
Klaus Nissen "Globus"Dietmar Bär
Kapitän Ludwig LewerenzHerbert Knaup
Kadett Carl-Friedrich von KrempinMax Riemelt
u.a.
Regie: Kaspar Heidelbach
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer zweiteilige Film orientiert sich an den tatsächlichen Ereignissen des Untergangs des deutschen Segelschulschiffs "Pamir", das am 21. September 1957 im Hurrikan Carrie sank.

Seit dem Tod seiner Frau lebt Bootsmann Acki Lüders mit seiner Tochter auf einem Hof in ...
(ARD)

Text zuklappenDer zweiteilige Film orientiert sich an den tatsächlichen Ereignissen des Untergangs des deutschen Segelschulschiffs "Pamir", das am 21. September 1957 im Hurrikan Carrie sank.

Seit dem Tod seiner Frau lebt Bootsmann Acki Lüders mit seiner Tochter auf einem Hof in Schleswig-Holstein - todunglücklich, zerrissen zwischen der Sehnsucht nach der See und der Verantwortung für sein Kind. Doch dann macht sein Freund Ewald ihm ein Angebot.

Er ist auf dem Weg nach Hamburg, um als erster Offizier mit der Pamir nach Buenos Aires zu fahren. Ewald redet Acki ins Gewissen: Ein Vater, der ein schlechter Bauer ist und aus Kummer zu viel trinkt, ist für Julle auch nicht besser als ein Vater, der zur See fährt. So kann er seinen Freund überzeugen, mit ihm nach Hamburg zu kommen und wieder als Bootsmann anzuheuern. Dort angekommen, erwartet die beiden Freunde eine unangenehme Überraschung: Statt des von ihnen hoch geschätzten Stammkapitäns erwartet sie Kapitän Lewerenz. Schon die erste Begegnung endet mit einer Auseinandersetzung, und auf See kommt es zwischen Acki, Ewald und dem Kapitän immer wieder zu heftigen Streitigkeiten. In Buenos Aires streiken die Hafenarbeiter und die Pamir kann nicht beladen werden. Jeder weitere Tag, den das Schiff nicht auslaufen kann, kostet Geld. Schließlich beugt sich der Kapitän dem Druck der Reederei: Er lässt seine Mannschaft das Schiff beladen. Zusätzlich lässt er auch den Tieftank, der sonst mit Ballastwasser vollgepumpt ist, mit Gerste beladen. Beunruhigt durch diese ungewöhnliche Vorgehensweise stellen Acki und Ewald eigene Berechnungen über die Stabilität des Schiffes an. Das Ergebnis ist alarmierend.


(ARD)


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23:42
VPS 23:40

Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Der Untergang der Pamir (2/2)

Spielfilm, Deutschland 2006

Darsteller:
Alexander Lüders "Acki"Klaus J. Behrendt
1. Offizier Hans EwaldJan Josef Liefers
Klaus Nissen "Globus"Dietmar Bär
Kapitän Ludwig LewerenzHerbert Knaup
Kadett Carl-Friedrich von KrempinMax Riemelt
u.a.
Regie: Kaspar Heidelbach
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer zweite Teil des Spielfilms zeigt den Untergang der Pamir im Hurrikan und die Suchaktion zur Rettung der Überlebenden. Er orientiert sich dabei an den tatsächlichen Ereignissen.

Alles ist ruhig. Eine Flaute zerrt an den Nerven der Mannschaft. Vier Wochen bewegen ...
(ARD)

Text zuklappenDer zweite Teil des Spielfilms zeigt den Untergang der Pamir im Hurrikan und die Suchaktion zur Rettung der Überlebenden. Er orientiert sich dabei an den tatsächlichen Ereignissen.

Alles ist ruhig. Eine Flaute zerrt an den Nerven der Mannschaft. Vier Wochen bewegen sie sich kaum von der Stelle. Dann erreicht ein alarmierender Funkspruch die Pamir: Der Hurrikan "Carrie" folgt ihrem Kurs. Zum Ausweichen ist es zu spät.

Von Minute zu Minute nimmt der Sturm zu. Schwere Brecher fegen über das Deck. Längst ist das Kommando "all hands" gegeben. Heftig neigt sich die Pamir zur Seite. Acki gibt den Befehl, die Segel zu "schlachten". Die Leinwand fliegt davon. Aber unter Deck verrutschen die 4.000 Tonnen Gerste. Sie drücken die Pamir immer weiter auf die Seite. Der Funker Nissen hämmert auf die Morsetaste. Wegen der extremen Schlagseite kann er sich kaum noch in seiner Funkbude halten - er weiß, wenn er jetzt unter Deck bleibt, ist das sein Tod: "SOS-SOS-SOS von Pamir. Jagt auf uns zu. Deutsche Viermastbark Pamir in Gefahr zu sinken. Kapitän." Immer weiter neigt sich die Pamir zur Seite. Schon fällt klatschend die Takelage aufs Wasser. Das Deck verschwindet unter den Füßen der Männer. Viele können sich nicht mehr halten und stürzen in die Tiefe. Acki schafft es, sich in die schäumenden Wogen gleiten zu lassen. Gegen den Sturm anbrüllend sammelt er Kadetten und Seeleute um sich. In Zeichensprache macht er seinen Schützlingen klar, dass sie so schnell wie möglich vom Wrack des Seglers weg müssen, bevor das sinkende Schiff sie alle mit in die Tiefe reißt. Zur gleichen Zeit versucht Ewald, den in der Takelage verhedderten Kapitän zu befreien. Dann geht alles sehr schnell: Die Pamir sackt über den Bug weg, und mit einem pfeifenden Geräusch, das sogar Sturm und Seegang übertönt, entweicht aus dem eisernen Schiffskörper die Luft. Eine gelbe Staubfontäne aus Gerste stiebt hoch in den Himmel. Dann versinkt die Pamir im tosenden Atlantik. Ewald und der Kapitän können sich nicht mehr retten. Acki und neun weitere Kameraden schaffen es, sich auf dem Wrack eines Rettungsbootes in Sicherheit zu bringen. Ein Wrack, in dem das Wasser steht und das ohne Bug und ohne Heck, nur wegen seiner Lufttanks überhaupt noch schwimmt. Ohne Trinkwasser und ohne Essen bleibt ihnen nur die Hoffnung auf schnelle Rettung.
Inzwischen hat die größte Suchaktion, die jemals zur Rettung von Schiffsbrüchigen organisiert worden ist, begonnen.


(ARD)


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1:12
VPS 01:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Der Sturm

(The Perfect Storm)

Spielfilm, USA 2000

Darsteller:
Billy TyneGeorge Clooney
Bobby ShatfordMark Wahlberg
Christina CotterDiane Lane
Dale MurphyJohn C. Reilly
u.a.
Regie: Wolfgang Petersen
Länge: 119 Minuten

Ganzen Text anzeigenNachdem sie längere Zeit kaum Fische gefangen haben, beschließen Captain Tyne und seine Mannschaft, noch weiter auf den Atlantik hinauszufahren, doch dort draußen tobt ein Hurrikan.

Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen präsentiert einen packenden ...

Text zuklappenNachdem sie längere Zeit kaum Fische gefangen haben, beschließen Captain Tyne und seine Mannschaft, noch weiter auf den Atlantik hinauszufahren, doch dort draußen tobt ein Hurrikan.

Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen präsentiert einen packenden Katastrophenfilm mit Top-Besetzung: In der Hauptrolle brilliert der charismatische George Clooney, der am 6. Mai 2016 seinen 55. Geburtstag feierte.

Billy Tyne ist Captain der "Andrea Gail", eines Fischtrawlers, der zuletzt eine schlechte Fangquote hatte. So entscheidet sich Billy nach einem kurzen Aufenthalt im Heimathafen Gloucester in Neufundland, schnell wieder in See zu stechen, bevor die Saison beendet ist. Zu der sechsköpfigen Mannschaft gehört auch der junge Bobby Shatford, der von einem besseren Leben mit seiner Freundin Christina träumt. Doch während der ersten Tage bleiben die Netze wieder leer, und die Stimmung wird zunehmend gereizter. Vor allem zwischen Murph und Sully kommt es immer wieder zu Streitereien. Da praktisch alle Männer an Bord dringend einen guten Lohn benötigen, entscheiden sie sich, noch weiter auf den Atlantik hinaus zu steuern. Tatsächlich können sie in der Gegend um das Flemish Cap endlich einen guten Fang einfahren, die Laderäume sind bald gefüllt.

Doch dann ist die kurze Glückssträhne auch schon vorbei: Die Behörden warnen vor einem Unwetter, und zu allem Überfluss fällt auch die Eismaschine aus. Um den Fang rechtzeitig an Land zu bringen, entschließt sich Billy, direkt durch die Sturmfront zu fahren. Noch ahnt er nicht, welche Naturgewalten dort toben, denn über dem Meer trifft ein Hurrikan auf eine Kaltfront, und es entwickelt sich eine Art Supersturm.

Der packende Abenteuerfilm von Regisseur Wolfgang Petersen basiert auf einer wahren Begebenheit: Am 28. Oktober 1991 sank die "Andrea Gail" vor der Küste Neufundlands in einem starken Unwetter, das sich durch Ausläufer des Hurrikans "Grace" gebildet hatte. Vom Schiff fand man lediglich Einzelteile, die sechsköpfige Mannschaft blieb verschollen. Bereits 1997 wurde die Geschichte von Sebastian Junger als "The Perfect Storm" in Buchform veröffentlicht.

Jodi Tyne, die Exfrau von Captain Billy Tyne, und weitere Angehörige der Fischer reichten Klage gegen die Produktionsfirma Warner Bros. ein. Ihrer Meinung nach stellte der Film die realen Personen und ihr Schicksal nicht wahrheitsgetreu dar. Aus diesem Grund hätten zumindest die Namen geändert werden müssen. Nach knapp zwei Jahren schlug das Gericht die Klage jedoch nieder und entschied, dass die Rechte des verstorbenen Kapitäns nicht verletzt worden seien.

Zwischen den Grand Banks und dem Flemish Cap vor Neufundland treffen das warme Wasser des Golfstroms und das kältere des Labradorstroms aufeinander. Damit gehört dieses Areal zu den wichtigsten Fischgründen im Atlantik, doch die Schifffahrt wird durch auftretende Nebel und Unwetter enorm erschwert. In dieser Gegend wurde 1995 auch das 300 Meter lange Passagierschiff "Queen Elizabeth 2" von einer extrem großen Welle getroffen und schwer beschädigt.


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3:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Der Atem des Himmels

Drama, Österreich 2010

Darsteller:
Erna von GaderthumBeatrice Bilgeri
Eugenio CasagrandeJaron Löwenberg
Baron von KesselGerd Böckmann
BürgermeisterErnst Konarek
Ernas MutterKrista Stadler
Mutter des BaronsJulia Gschnitzer
PiaLaura Bilgeri
u.a.
Regie: Reinhold Bilgeri
Länge: 119 Minuten

Ganzen Text anzeigenReinhold Bilgeris Mutter erlebte eine große Liebe, überschattet von der tragischen Lawinenkatatstrophe 1954. Bilgeri widmete ihr seinen Romanerstling, dann verfilmte er die Geschichte.

Reinhold Bilgeri nimmt die Falvkopf-Lawine zum Anlass, um die tragische Geschichte ...
(ORF)

Text zuklappenReinhold Bilgeris Mutter erlebte eine große Liebe, überschattet von der tragischen Lawinenkatatstrophe 1954. Bilgeri widmete ihr seinen Romanerstling, dann verfilmte er die Geschichte.

Reinhold Bilgeri nimmt die Falvkopf-Lawine zum Anlass, um die tragische Geschichte zu erzählen. Es ist Lokalchronik, Gesellschaftsstudie und Beziehungsroman zugleich. Im Film wird Bilgeris Mutter von seiner Ehefrau Beatrice dargestellt.

Und ganz nebenbei hat der Autor einen Teil seiner eigenen Familiengeschichte mit hinein verwoben: Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die 41-jährige Erna von Gaderthurn im Frühling 1953 das Südtiroler Schloss ihrer Familie. Sie zieht nach Blons in Vorarlberg, wo sie eine Stelle als Lehrerin übernimmt. In der kleinen Berggemeinde sorgt die feine Dame bereits bei ihrer Ankunft für Aufsehen. Auch Baron von Kessel ist von ihr angetan. Erna fühlt sich aber mehr zu ihrem Kollegen Eugenio hingezogen, der mit von Kessel in Konflikt gerät.

Der Baron unterlässt auf seinen Ländereien die Errichtung von Lawinenzäunen. Doch dann kommt am 11. Januar 1954 eine Lawinen-Katastrophe, die in Blons 57 Menschenleben fordert.


(ORF)


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5:09
VPS 05:10

Extrem! Heißkalt - Die extremsten Orte der Welt

Film von Udo Maurer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDas kälteste aller bewohnten Gebiete der Erde ist das Hochland von Oimjakon in Nordostsibirien. Werden die Bewohner dieser Dörfer zu den wenigen Gewinnern der Klimaerwärmung zählen?

Mittlerweile ist sicher: Es wird heiß auf dem Planeten Erde. Die Temperatur hat ...
(ORF)

Text zuklappenDas kälteste aller bewohnten Gebiete der Erde ist das Hochland von Oimjakon in Nordostsibirien. Werden die Bewohner dieser Dörfer zu den wenigen Gewinnern der Klimaerwärmung zählen?

Mittlerweile ist sicher: Es wird heiß auf dem Planeten Erde. Die Temperatur hat sich in den vergangenen 100 Jahren um 0,8 Grad Celsius erhöht und ist weiter im Ansteigen begriffen. Wie gehen Menschen, die schon jetzt an Orten leben, wo Luft und Erde glühen, damit um?

Wie widerstehen Tiere und Pflanzen extremen Temperaturen?


(ORF)